TEST: Cambridge Endverstärker MXW70 und DAC/Kopfhörerverstärker DACMAGIC 200M

Klangwertung

Beyerdynamic Dt 1770 Pro 3

beyerdynamic DT 1770 PRO

Nun möchten wir auf die klanglichen Eigenschaften unserer Testkombi bestehend aus Cambridge Audio Stereo-Endverstärker MXW70 und dem Digital/Analog-Wandler DACMAGIC 200M genauer eingehen. Im ersten Schritt möchten wir den Kopfhörerverstärker checken. Dafür verbinden wir unser MacBook Air per Kabel mit den DACMAGIC 200M und schließen unseren geschlossenen Over-Ear Kopfhörer, den beyerdynamic DT 1770 PRO, ebenfalls an den DACMAGIC 200M an. Wir starten die Wiedergabe von "Bad Company" von Five Finger Death Punch in der 2025 Version. Die zu Beginn des Titels erklingende E-Gitarre wird mit einem hervorragenden Volumen und in vielen Facetten vom DAC/Kopfhörerverstärker dargestellt. Als bereits nach wenigen Momenten Ivan Moody, Frontmann von FFDP, mit seinem gefühlvollen Gesang losgelegt, wird diese spezielle Stimmfarbe erstaunlich genau getroffen und mit authentischem Charisma präsentiert. Im weiteren Verlauf legt der Titel grobdynamisch deutlich zu. Es gelingt weiterhin eine überragende Differenzierung der unterschiedlichen musikalischen Elemente. Selbst die aggressiv gespielten E-Gitarren werden nie harsch oder zu schrill. Das Bassfundament bestizt Nachdruck, Struktur und Fundament und nicht künstlich auf ein unnatürliches Volumen getrieben. Dadurch entsteht eine differenzierte und ehrliche Wiedergabe, ohne Effekthascherei.

Weiter geht es in unserer Klangwertung mit dem CYRIL Remix von "The Door" (Teddy Swims). Der Track startet ab Sekunde eins mit schnellen Bässen sowie Synthesizer-Klängen. Das Bassfundament wird ebenfalls wieder mit einem sehr guten Volumen und tadelloser Präzision präsentiert. Begeistert sind wir von der Darstellung Teddy Swims spezieller Stimmfarbe betreffend, die oft als Bariton beschrieben wird. Die vokalen Elemente werden mit sauberen Konturen in unseren Hörraum transportiert, und mit einer realistischen Ausprägung: Wir können  keinerlei Verfälschungen der Stimmfarbe seitens der Cambridge Audio Kombi feststellen. Die verwendeten Synthesizer arbeitet unser Testkandidat impulstreu und wendig heraus. 

Canton Townus 30 Gruppenbild1

Canton Townus 30

Im nächsten Schritt möchten wir nun nachvollziehen, wie sich die Cambridge Audio Vor-/Endstufen-Kombination in Zusammenarbeit passiven Lautsprechern schlägt. Dafür verbinden wir unsere Canton Townus 30 mit der MXW70. Per MacBook Air spielen wir nun "The Kiss" von Trevor Jones zu, da wir wissen, dass dieser Titel den Elektronikkomponenten einiges abverlangen wird. In „The Kiss“ steht eine Geige im Vordergrund, die in mehreren Durchgängen in Erscheinung tritt. In den ersten beiden Durchgängen erklingt nur die Geige sowie eine Trommel, und die beiden Instrumente werden mit einer hervorragenden Klarheit und Natürlichkeit herausgearbeitet. In Durchgang Nummer drei verstummen die Trommeln, und die sehr fordernde Geige wird von einem Cello begleitet, was unsere Cambridge Audio Kombination erstklassig - in Anbetracht des günstigen Kaufpreises - umsetzen kann. Im weiteren Verlauf des Titels fügen sich weitere Instrumente hinzu, die allesamt akkurat sowie homogen erklingen. Zu Beginn des sechsten Durchgangs setzen weitere Geigen mit einer Gegenmelodie ein, und die sehr prägnante Geige rutscht bewusst etwas in den Hintergrund. Auch diese nicht einfach zu handhabende Abzeichnung gelingt auf beachtlichem Niveau.

Anzeige

Weiter geht es mit "Gravity" von Papa Roach. Der Titel wurde zusammen mit Maria Brink produziert, die unter anderem als Frontfrau von "In This Moment" Bekanntheit erlangt hat und derzeit ebenfalls mit Five Finger Death Punch einen Titel produziert hat. Der Titel startet mit E-Gitarren, und darauf folgen harte Bässe sowie ein sehr fordernder Sprachgesang von Jacoby Shaddix, Frontmann von Papa Roach. Die Gitarrenklänge werden mit korrekt dosierter räumlicher Wirkung und tonal ausgewogen präsentiert, und der Bassbereich wirkt straff und kontrolliert. Der Sprechgesang wird ebenfalls mit solide stehenden Konturen dargestellt. Als Maria dann mit ihrer speziellen Stimmcharakteristik in den Titel einsteigt, kann uns die Cambridge Audio Set weiter überzeugen. Die feinfühligen Passagen werden mit viel Fingerspitzengefühl präsentiert. Auch auf die Filter-Thematik möchten wir etwas genauer eingehen. Beim "Fast"-Filter (der linear ist), haben wir eine sehr gute Auflösung, dafür aber leichte Artefakte im höheren Frequenzbereich. Generell können wir hierfür aber keine Empfehlungen geben und der Nutzer sollte am besten selber checken, welcher Filter für ihn und seiner Zuspielung der beste ist.

Wir wechseln das Genre und starten die Wiedergabe von "Wicked Game", allerdings nicht in der Chris Issak Version, sondern in einem KREAM-Remix. Der Track startet mit einer elektronisch verzerrten Damenstimme sowie schnellen und harten Kickbässen. Die Darstellung der Damenstimme erklingt aus unseren Canton 30 Lautsprechern mit überraschend intensiver Wirkung und kann sich ebenfalls sehr gut von den Lautsprechern lösen. Die Umsetzung der harten und schnellen Kickbässe verblüfft uns etwas - in Anbetracht der Preisklasse. Die Bassfundament ist sehr präzise, trocken wird beinahe punktgenau getroffen. Das Zusammenspiel der sehr fordernden Frauenstimme, den Syntheziser-Effekten und dem harten Kickbässen funktioniert hervorragend.   

Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "Vois sur ton chemin" im Techno-Mix von Bennett. Der energiegelade Track beginnt mit einem mehrstimmigen Chorgesang, der sich akkurat gegliedert präsentiert und daher sehr glaubhaft abgebildet werden kann. Auch bei höheren Pegel wird der Chorgesang nie zu metallisch oder zu aggressiv, außer man übertriebt es am Lautstärkeregler und geht über 80 Prozent des maximal möglichen Pegels. Bereits nach wenigen Momenten explodiert der Titel mit extrem schnellen und harten Bässen. Auch auch bei diesem sehr fordernden Stück geben sich die Cambridge Komponenten keine Blöße und liefern ein voluminöses, präzises Bassfeuerwerk ab, das wir in Anbetracht des günstigen Kaufpreis nicht erwartet hätten. Es wirkt trocken, präzise und kraftvoll, selbst in unserem rund 25 Quadratmeter messenden Hörraum. Das Zusammenspiel aus dem energiegeladenen Synthesizer und den kräftigen, schnellen Kickbässen gelingt mit einer ausgezeichneten Differenzierung.

Konkurrenzvergleich

Nubert Nuconnect Ampx Front Seitlich4

    • Nubert nuConnect ampX: Wir starten unseren Konkurrenzvergleich mit dem Nubert nuConnect ampX. Dieser ist derzeit ausschließlich in einer schwarzen Variante für 725 EUR direkt im Onlineshop des Herstellers erhältlich. Der kompakte Vollverstärker bringt 2 x 110 Watt starke, extrem effiziente digitale PWM-Endstufen mit. Der nuConnect ampX ist für Passivlautsprecher von 4 bis 8 Ohm Impedanz ausgelegt. Immer profitiert der nuConnect ampX von der äußerst exakten Signalverarbeitung und der enormen Flexibilität der nuPro-Plattform, darunter die präzise Klangabstimmung mit Loudness-Schaltung und Equalizer. Die umfassenden Verbindungsmöglichkeiten des nuConnect ampX sind hervorzuheben: Gleichgültig, ob TV, CD-Player, Bluetooth-Quellen wie Smartphone oder Tablet oder aber auch ein Plattenspieler, eine Vielzahl an Quellen werden bedient. Der nuConnect ampX verfügt über einen sehr aufwändigen Phono-Preamp für den MM (Moving Magnet) und den MC (Moving Coil) Einsatz. Er kann drahtlos das Signal zweier nuPro X-Lautsprecher empfangen und damit ein Paar Passivboxen bespielen. So lässt sich im Handumdrehen ein einfaches Multiroom-System einrichten und die Welt der Aktiv- und Passivlautsprecher verbinden. Auch ein Paar nuPro X-Boxen in einer weiteren Zone kann über den ampX angesteuert werden, was sogar perfekt mit einem 2.1 System, also 2 x nuPro X plus ein drahtloser aktiver Subwoofer, in der Praxis funktioniert. Und zwar mit optimalem Timing in Bezug auf den Subwoofer, verspricht Nubert. Auf ein Streaming-Modul für den direkten Zugriff z.B. auf Spotify oder Tidal, vielleicht mittels Google Chromecast/Google Play oder DTS Play-Fi realisiert, verzichten die Schwaben.  In unserer Klangwertung überzeugte der Nubert nuConnect ampX mit einem sehr kraftvollen, dynamischen und äußert kultivierten Klang.

Bluesound Powernode Edge Frontansicht2

  • Bluesound Powernode Edge: Weiter geht es in unseren Vergleich mit dem Blueousnd Powernode Edge. Der kompakte Multiroom Streaming-Stereoverstärker ist in einer schwarzen oder weißen Ausführung für 699 EUR im Handel erhältlich. Der Powernode Edge besitzt DirectDigital Verstärkermodule mit 2 x 40 Watt Leistung, was für die Beschallung mittelgroßer Räume ausreicht. Neben zahlreichen Streaming- und Multiroom-Funktionen wird Hi-Res Audio mit 24 Bit/192 kHz unterstützt. Weiterhin wird die Wiedergabe des Formats MQA offeriert. Im Inneren des Powernode Edge verarbeitet ein moderner Quad-Core ARM Cortex A53-Prozessor mit 1,8 GHz die Signale. Dank der BluOS-Plattform ist es möglich, zahlreiche Bluesound-Geräte vernetzt und in einem Multiroom-Verbund zu gruppieren. Bei Nutzung der BluOS Plattform kann der Anwender aus über 20 Streaming-Diensten auswählen, Internet-Radio sowie lokale Musik-Server oder Dateien auf einer USB-Festplatte, über die BluOS Controller-App gesteuert, stellen auch keine Hürde dar. Neben AirPlay 2 wird auch aptX HD Bluetooth unterstützt. Der Powernode Edge lässt sich über den HDMI eARC-Eingang auch mit einem Fernseher oder über einen kombinierten optischen/analogen Eingang mit anderen Geräten verbinden. Eine Sprachsteuerung mittels Apple Siri oder Amazon Alexa ist zudem ebenfalls möglich. Der kleine Streamingverstärker ist - was man bei 2 x 40 Watt gar nicht glauben mag - außergewöhnlich leistungsfähig und schiebt auch im Bassbereich mit erstaunlichem Nachdruck an. Die Pegelfestigkeit auch in Räumen mit gut 20 Quadratmetern ist hervorragend. 

Marantz Model M1 Frontansicht2

  • Marantz Model M1: Abschließen möchten wir den Vergleich im Konkurrenzumfeld mit den Marantz Model M1. Der ultrakompakte Streaming-Stereo Verstärker ist ausschließlich in der von uns getesteten schwarz/matten Farbvariante für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.000 EUR im Handel erhältlich. An Leistung stellt der Marantz M1 recht kräftige 100 Watt pro Kanal bereit, geliefert von einem "Digitalen Hi-Res-Verstärker". Der Model M1 verfügt über ein HEOS Built-in Streaming-/Multiroom-Modul. Es ermöglicht die Nutzung von Spotify, Amazon Music, Deezer, Soundcloud und TIDAL. Ebenfalls lassen sich Dateien aus dem Netzwerk streamen, und durch TuneIn werden Tausende von Internet-Radiosendern zugänglich. Zudem ist es möglich, den Marantz Model M1 in ein vorhandenes HEOS-Multiroom Setup zu integrieren. Mit an Bord sind ein Dolby Digital Decoder, ein HDMI eARC-Terminal für die komfortable Einbindung eines TVs sowie ein Subwoofer Pre-Out, sodass man sich ein klangstarkes 2.1 Layout erstellen kann. Damit die Akustik immer stimmt, integrieren die Japaner, die stets für viele hauseigene Technologien bekannt sind, das Marantz Musical Digital Filtering (MMDF). Hierbei handelt es sich um eine ausgefeilte digitale Filtertechnologie, die den Klang besonders authentisch und facettenreich machen soll. In der Anschlussbestückung des M1 befinden sich eine LAN-Buchse, für eine kabelgebundene Netzwerkverbindung. Ein USB-Terminal fürs Abspielen von Titeln von USB-Flash-Laufwerken sowie ein HDMI-Terminal, welches eARC sowie ARC unterstützt sowie ein optischer Digitaleingang, der für weitere Zuspieler genutzt werden kann. Bluetooth ist ebenfalls an Board. Klanglich wusste der M1 absolut zu überzeugen. Er bietet erstaunliche Kraftreserven, agiert zudem dynamisch und mit räumlich dichter akustischer Darbietung. 

Anzeige


Weiter auf: Vorherige Seite Nächste Seite

Seiten: 1 2 3

Tags:

Alle aktuellen Tests auf AREA DVD

Themen-Schlagwörter (nach Häufigkeit sortiert)

Lautsprecher Blu-ray Disc-Review Samsung Panasonic IFA TV Kopfhörer Ultra HD Ultra HD Blu-ray-Review Soundbar LG Sony AV-Receiver CES Teufel Fernseher OLED Denon Subwoofer nubert Verstärker Bluetooth-Lautsprecher Special Dolby Atmos Yamaha Smartphone Bluetooth Aktivlautsprecher Stereo Canton Beyerdynamic Dali JBL Marantz aktiver Lautsprecher Philips AVR Wireless-Lautsprecher KEF Info-Special

Privacy Manager
  ZURÜCK