TEST: beyerdynamic In-Ear-Kopfhörer Beat Byrd - Spitzenleistung für 25 EUR

Für lediglich 24,90 EUR bietet beyerdynamic das Einstiegs-In-Ear-Modell aus der Byrd-Family an: Der Beat Byrd ist ein schlichter In-Ear mit Kabel, ohne Fernbedienung, aber in schickem Design: Die Ohrstücke sind schwarz, das Kabel in warmem Orange gehalten.

Schicke Verpackung

Rückseite

Inhalt in der Übersicht

Die Verarbeitung ist fürs investierte Geld sehr gut, drei Größen hinsichtlich der Ohrpaßstücke werden mitgeliefert. Der Beat Byrd ist extrem flach und "verschwindet" fast komplett im Ohr. 

Treiber

beyerdynamic-Logo

Byrd-Logo

Für knapp 25 EUR ein tolles Angebot

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Der In-Ear in geschlossener Bauweise stellt Frequenzen zwischen 15 Hz und 21 kHz dar und weist eine Nennimpedanz von 18 Ohm auf. Maximal werden 104 db an Schalldruck geschafft. Das Gewicht liegt bei lediglich 5 Gramm pro Paar. Das mitgelieferte Kabel ist 1,20 Meter lang und ideal für mobile Anwendungen. 

Klang

"Punchy Bass" - das verspricht beyerdynamic bereits auf der Verpackung. Aber stimmt das denn? Kann ein so preiswerter Kopfhörer im Bassbereich überzeugen? Wir starten ohne weitere Umschweife durch - mit Beispielen von TIDAL in HiFi-Qualität:

Desperado, Diana Krall: Man muss es sich stets vor Augen führen – der Beat Byrd kostet gerade einmal 25 EUR. Dafür ist es höchst beachtlich,  zu welchen Leistungen er sich hier aufschwingt. Klare Konturen prägen die Wiedergabe des Klaviers, das Fundament im Bassbereich ist allzeit zu spüren, drängt sich aber gleichzeitig nie unschön auf.  Dianas Stimme wird homogen und sogar mit einer guten Übermittlung der charakteristischen Merkmale übertragen. Die Detaillierung in den vorderen akustischen Ebenen gelingt gut.

Phil Collins, I Wish It Would Rain Down: Räumlich überraschend dicht, klar, kraftvoll sowie selbst bei gehobener Lautstärke praktisch ohne Verzerrungen – der Beat Byrd wird sich viele Freunde machen. Sicherlich merkt der sehr erfahrene Hörer an Konturen und der Detaillierung, dass man hier keinen 100 EUR In-Ear eingekauft hat. Aber der Beat Byrd konkurriert unverhohlen mit doppelt so teuren In-Ears, und schlägt manche dieser Devices auch noch durch seine homogene, in sich schlüssige klangliche Auslegung.

Sarah Brightman, Andrea Bocelli, Time To say Goodbye: Selbst hier – eine einwandfreie Leistung. Besonders beeindruckt hat uns bei diesem Beispiel, wie gut die Stimme von Sarah Brightman aufbereitet wird. Das hätten wir einem Produkt unterhalb der 30 EUR-Grenze nie zugetraut. Und auch der tief nach unten reichende, solide Bassbereich sorgt für Freude bei Zuhörer. Andreas Stimme wirkt im Vergleich auch gut präsentiert, aber feindynamisch nicht ganz so mitreißend. Trotzdem – auch hier liefert der Beat Bxrd eine

Bon Jovi, Living On A Prayer: Hier drückt und schiebt der Beat Byrd, dass es eine wahre Freude ist. Pegelfest ist er, und verzerrungsarm. Absolut gigantisch, was die Heilbronner für schmales Geld an Soundgüte bieten. Wer lieber für unter 30 EUR einen billigen Bluetooth-Kopfhörer einkauft, dem ist kaum noch zu helfen – denn was der Beat Byrd an Sound freisetzt, macht alles andere vergessen.  Selbst derjenige, der denkt, er würde unbedingt einen BT-In-Ear benötigen, wird von seiner Meinung abrücken, wenn er den Beat Byrd einmal gehört hat: Lebendig und nachdrücklich kommt die E-Gitarre heraus, die Stimme Jon Bon Jovis klingt richtig fetzig, und die gesamte Räumlichkeit ist für einen In-Ear der Einsteigerklasse ausgezeichnet.

Was für ein Bass – bei Technotronics Klassiker „Get Up“ schiebt der Beat Byrd mit enormer Wucht an und vernachlässigt trotzdem die Einbindung der vokalen Elemente nicht. Die dichte Räumlichkeit, gepaart mit einem angenehmen akustischen Gesamtgefühl, erfreut hier. Mit dem schnellen Rhythmus kommt der Beat Byrd sehr gut zurecht und setzt alle Elemente impulstreu um.

Be My Now, Gestört aber Geil: Klar, direkt am Beginn des Songs merkt man schon, dass hinsichtlich der Detaillierung und der Prägnanz noch mehr geht. Aber man kann von einem In-Ear für 25 EUR auch keine Highend-Qualität erwarten. Der Bass verdient sich wieder fünf Sterne – prima den Punkt getroffen, kräftig, satt. Die weibliche Gesangsstimme wird vom Beat Byrd ebenfalls mit gutem Timing und ordentlicher Auflösung zur Geltung gebracht.

Chainsmokers, Don’t Let Me Down: Satt, kraftvoll, erstaunlich sauber – der Bass erstaunt immer wieder. Die Rhythmuswechsel managt der Beat Byrd souverän, überhaupt ist die Wiedergabe enorm gelassen, souverän, erwachsen. Auch für leicht gehobene Ansprüche reicht der In-Ear von beyerdynamich locker aus. Man vermisst nichts wirklich – so komplett, so amtopshärisch dicht tritt der Beat Byrd auch bei diesem Track wieder auf.

Der Beat Byrd sitzt so bequem im Gehörgang wie kaum ein zweiter In-Ear , und nicht nur das; Durch die enorm flache Bauform der Ohrstöpsel ragen diese nicht über das Ohr hinaus. Man kann sogar mit dem Beat Byrd seitlich auf einem Kissen liegen und bequem Musik hören. Durch den festen Sitz (bei Wahl des passenden Ohrstücks) fällt der Beat Byrd nicht heraus, gleichzeitig aber drückt er nicht unangenehm.

Konkurrenzvergleich
  • JBL E25BT: Zu Marktpreisen von 60 EUR erhältlich, verfügt der E25BT auch über Bluetooth. Er klingt ausgewogen, sitzt komfortabel, und die Bluetooth-Verbindung funktioniert völlig problemlos. Akustisch aber ist der viel günstigere Beat Byrd nicht schlechter: Er schafft sogar höhere Pegel und hat noch mehr Punch im Bassbereich. 
  • Auch ein 90 EUR-Kopfhörer kann sich die Zähne am Beat Byrd ausbeißen: Der 2015 getestete Panasonic RP-HJX20 detailliert zwar natürlich besser, wirkt aber im Bass zu wenig nachdrücklich und klingt nicht so ausgewogen. 
Fazit

Der beyerdynamic Beat Byrd beweist eindrucksvoll, dass richtig Gutes nicht richtig teuer sein muss. Er ist ausgezeichnet verarbeitet, sieht fesch aus und klingt fürs Geld schlichtweg grandios. Und zwar so hervorragend, dass es viele teurere In-Ears gibt, die aus akustischer Sicht bei einem Überholversuch scheitern. Bedenkt man, was für ein Elektronik-Schrott manchen Smartphones als Kopfhörer beiliegt, und an die Investition von gerade einmal knapp 25 EUR, dann kann man den Beat Byrd nur wärmstens empfehlen. 

Sensationell, wie gut der beyerdynamic Beat Byrd für nicht einmal 25 EUR klingt!

In-Ear-Kopfhörer, Einsteigerklasse
Test 

 

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