SPECIAL: Was war vor knapp 10 Jahren "in" ? Sechs Gerätetests (Lautsprecher, AV-Receiver, Smart TVs) aus dem Jahr 2013
Arcam AVR750

AVR750 in damals typischer Arcam-Optik
Im August 2013 kam ein besonderer Leckerbissen in unserer Redaktion an: Der Arcam AVR750 für 4.999 EUR. Auch er konnte videoseitig schon auf 4K hochskalieren. Im 7-Kanal-Betrieb, alle Endstufen ausgesteuert, konnte man mit satten 100 Watt rechnen. Die Endstufe arbeitete auch 2013 bereits mit dem Arcam-typischen Class G-Prinzip, welches das Beste von klanglich reinen Class A-Endstufen und besonders leistungsstarken Class AB-Endstufen vortrefflich miteinander vereint. DAB/DAB+ Tuner war damals schon inkludiert.

Aufbau innen
Der absolut saubere innere Aufbau hat uns komplett begeistert. Hinten gab es sechs HDMI-Eingänge und zwei HDMI-Ausgänge.

On Screen-Menü
Das On Screen-Menü wirkte schon damals eher altbacken und wenig elegant.

Rückseite

Fernbedienung
Dafür lieferte Arcam schon 2012 einige Netzwerkfunktioneen und z.B. Internet Radio mit. Apple iOS-Devices konnten damals noch über Front-USB verbunden werden. Dolby TrueHD und DTS-HD waren damals angesagt hinsichtlich der verbauten Decoder. Klanglich riss uns der AVR750 damals vom sprichwörtlichen Hocker: Fesselnd, homogen und klar, mit erstklassiger Grob- sowie Feindynamik und einer exzellenten Pegelfestigkeit, setzte der Arcam ebenso Maßstäbe wie mit dem druckvollen Bass. Die Videosektion erwies sich als erstaunlich leistungsfähig.
Marantz SR6008

SR6008
Aus Dezember 2013 stößt der 7.2 Kanal AV-Receiver Marantz SR6008 zu uns. Er kostete damals 999 EUR und machte für diesen Preis jede Menge her. 7 x 185 Watt ließ er von der Leine. Decoder für DTS HD Master, DTS ES, DTS 96/24, Dolby TrueHD, Dolby Digital EX, DolbyProLogic IIx, Audyssey DSX, Dolby ProLogic IIz und DTS-Neo:X verkörperten damals einen hochaktuellen Stand der Dinge.

Fernbedienung
Er verfügte auch damals bereits über zahlreiche HDMI Eingänge: Sechs auf der Rückseite und einer an der Front. Überdies waren auch Ende 2013 schon zwei HDMI Ausgänge Standard: 1 x Hauptzone, 1 x Zone 2. Für eine akkurate Einmessung ist Audyssey MultiEQ XT zuständig, dieses System gibt es, wenn auch natürlich überarbeitet, noch heute. An maximal 8 Messpositionen kann eingemessen werden. Neben der Möglichkeit, Musikdateien von PCs oder Home Servern aus dem Heimnetzwerk zu streamen, sind als Webdienste die Internetradio-Plattform vTuner, Spotify und last.fm integriert.

Aufbau innen

OSD
Der innere Aufbau präsentierte sich durchdacht, nur die Blech-Kühlkörper störten etwas. Die Fernbedienung hatte damals schon ein ähnliches Layout wie heute, ein Heos-Modul gab es freilich noch nicht. Für die damalige Zeit präsentierten sich die OSD-Menüs schon recht ansehnlich, zudem gab es zahlreiche Video-Funktionen wie Upscaling niedriger auflösender Inhalte, schon damals auf bis zu 4K.

Marantz Remote App
Zudem gab es eine App zur Steuerung: Die "Marantz Remote App". Der kräftige Klang, der zudem recht detailliert ertönte, erstreckte sich auch auf den Stereo-Betrieb.
Fazit
Schon im Jahre 2013 waren viele Dinge mit an Bord, die man bei TVs und AV-Receivern/Verstärkern heute noch kennt: Zahlreiche HDMI-Anschlüsse, Smart TV-Plattformen, Video-EQs mit vielen Parametern, eine beträchtliche Anzahl an Decodern - trotzdem ist heute vieles nochmals hochentwickelter, umfangreicher, leichter bedienbar.
Special: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich, Philipp Kind
Datum: 13. Januar 2023
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Tags: Arcam • Marantz • Panasonic • Philips • Teufel. Nubert







