SPECIAL: Die neuen JVC D-ILA Laser-Projektoren mit HDR10+ und 8K/e-shiftX im Überblick

Drei neue D-ILA Projektoren hat JVC in der letzten Woche vorgestellt. Eigentlich sogar vier, allerdings handelt es sich dabei lediglich um eine leicht überarbeitete Neuauflage des bewährten DLA-N5. Dabei kommt, im Gegensatz zu den drei 8K-Modellen mit Laser-Lichtquelle, eine konventionelle Lampe zum Einsatz. So bleiben auch die 1.800 Lumen auf dem Papier erhalten, wenngleich der Hersteller mit ein paar Stellschräubchen den Kontrast von 40.000:1 auf 45.000:1 optimieren konnte. Dafür liegt die UVP des neuen DLA-NP5, der wohl erst Mitte 2022 erscheint, mit 6.500 Euro etwas höher. Hier soll es nun aber vornehmlich um die neuen Laser-Projektoren gehen, die mit 48 Gbps-fähigen HDMI-Schnittstellen daherkommen und einige innovative Neuerungen seitens JVC mitbringen. Ab Oktober sind die Modelle DLA-NZ9, DLA-NZ8 und DLA-NZ7 erhältich. Die Komponenten sind zweifellos dem Premium-Segment zuzuordnen, das zeigt sich auch am Preis:

  • DLA-NZ9: 24.999,95 $
  • DLA-NZ8: 14.999,95 $
  • DLA-NZ7: 9.999,95 $

Optisch verändern sich die Modelle übrigens kaum, JVC packt die neue Technologie in die bereits bekannten Gehäuse der bisherigen N-Serie. Im Inneren hat sich aber viel getan, wir stellen die Highlights des neuen JVC Projektor Line-Ups im einzelnen vor.

JVC DLA-NZ9

Ansicht von oben

Frontansicht des DLA-NZ9

Wie eingangs erwähnt setzen DLA-NZ9, DLA-NZ8 und DLA-NZ7 auf eine Laser-Lichtquelle. Dabei kommt der BLU-Escent Laser zum Einsatz, der bisher dem Flaggschiff des Herstellers vorbehalten war. Mehr Bilddynamik, hohe Helligkeit und natürlich eine hohe Lebensdauer wird damit in allen neuen Beamern erreicht. Beziffert wird die Stundenzahl, bei der die Laser-Lichtquelle in puncto Performance kaum spürbar nachlässt, bei 20.000 Stunden.

JVC integriert fortschrittliche HDMI-Schnittstellen. Um nicht zu sagen, die aktuell modernste und leistungsfähigste Variante, denn beide HDMI-Slots verarbeiten die maximale Bandbreite von 48 Gbps und sind damit auch sehr zukunftssicher. Eingehende Signale mit einer Auflösung von 8K und einer Bildwiederholrate von 60 Hz sind kein Problem, ebensowenig 4K-Auflösung mit 120 Hz. Letzteres wird insbesondere im Gaming-Bereich jetzt schon genutzt und eine stärkere Verbreitung in diesem Segment ist zu erwarten.

JVC DLA-NZ8

Ansicht von oben

8K-Signalverarbeitung ist also gegeben, beim D-ILA Panel bleibt es allerdings erwartungsgemäß bei den 0.69" großen Panels mit nativer 4K-Auflösung von 4.096 x 2160 Bildpunkten. Für maximale visuelle Performance setzt JVC auf die 8K/e-shift(X)-Technologie. Interessant ist besonders die Variante mit "X", die in den großen Modellen DLA-NZ9 und DLA-NZ8 Verwendung findet und eine umfassende Überarbeitung des bisherigen 8K/e-shift darstellt. Durch die Verschiebung von Pixeln in vier Richtungen (oben, unten, links, rechts) wird eine Auflösung realisiert, die sehr nahe an der echten 8K-Auflösung liegt. Bisher arbeitete die Technologie mit einem Pixel-Shift in lediglich zwei Richtungen, damit arbeitet auch der günstigere DLA-NZ7.

JVC DLA-NZ7

Frontansicht

Ansicht von oben

So lassen sich auch die drei Modelle sehr gut kategorisieren: der DLA-NZ9 steht klar für top-of-the-line Bildperformance mit 8K/e-shiftX und einem exklusiven 100 mm Durchmesser Vollglas-Objektiv - er eignet sich also auch klar für große Bilddiagonalen bis 300" und liefert satte 3.000 lm. Auch der DLA-NZ8 arbeitet mit der neuen 8K/e-shiftX Technologie und liegt beim nativen Kontrast nur knapp dahinter. Der DLA-NZ7 bleibt bei 8K/e-shift, bringt aber für unter 10.000 Euro mit der Kombination aus BLU-Escent-Laser, 8K Input und nativer 4K-Auflösung ein attraktives Komplettpaket mit. Sowohl der DLA-NZ8 als auch der DLA-NZ7 sind ebenso mit einem Vollglas-Objektiv bestückt, der Durchmesser ist mit 65 mm etwas kleiner, aber auch hier ist 2x optischer Zoom möglich. Der DLA-NZ8 liefert 2.500 lm, der DLA-NZ7 mit 2.200 lm immer noch klar mehr als das Lampenmodell DLA-NP5.


Key Features in der Übersicht
  • 2x HDMI 2.1 mit HDCP 2.3, Bandbreite 48 Gbps

Damit ist man mit den neuen JVC-Modellen bezüglich aller aktuellen Standards bestens gerüstet. Das sollte auch für zukünftige Entwicklungen mittelfristiger Natur gelten, da die 48 Gbps Bandbreite aktuell noch kaum ausgenutzt wird.

  • 8K/e-shiftX

Die neue 8K/e-shiftX Technologie ist den beiden großen Modellen ab knapp 15.000 US-Dollar vorbehalten. Rein von der technischen Erklärung ist hier aber ein visueller Zugewinn zweifellos abzusehen. Während bislang mit 8K/e-shift die Auflösung durch das Verschieben eines Pixels um 0,5 Pixel sozusagen verdoppelt wurde, wird bei 8K/e-shiftX in vier Richtungen verschoben. Damit ist laut JVC quasi eine pixel-perfekte Abbildung von 8K möglich. Damit dies überhaupt möglich ist, musste eine neue Ansteuerung für die nativen 4K D-ILA Panels entwickelt werden, diese arbeitet nun mit 240 Hz.

  • Neue LSI-Chips

Nicht nur 8K/e-shiftX, auch die Zuspielung und Verarbeitung von 8K-Signalen bzw. 4K-Signalen mit der hohen Bildwiederholrate von 120 Bildern pro Sekunde erforden eine enorm hohe Rechenleistung des Gerätes. Aktuellste LSI-Chips übernehmen dies in allen neuen Laser-Modellen.

  • Optimierte D-ILA Panels

Die 0,69" großen D-ILA Panels mit nativer 4K-Auflösung müssen, wie bereits oben erwähnt, mit enormer Geschwindigkeit angesteuert werden. Die neuen JVC-Modelle schaffen dies in Geschwindigkeiten, die 240 Hz entsprechen. Im großen DLA-NZ9 wird ein nativer Kontrast von beeindruckenden 100.000:1 genannt, der DLA-NZ8 schafft 80.000:1 und der DLA-NZ7 liegt bei 40.000:1. Die Kombination mit der schnell reagierenden Laserlichtquelle erlauben zudem eklatante Steigerungen beim dynamischen Kontrast.

  • Lichtweg komplett aus Glas

Der Lichtweg des DLA-NZ9 besteht aus 16 Baugruppen mit 18 Elementen. DAs Objektiv hat einen Durchmesser von 100mm und einen weiten Lens Shift von 100% vertikal und 43% horizontal. Mittels fünf zusätzlichen Linsen und ausgeklügelter Technik, die feine Differenzen zwischen der Abbildung der einzelnen Farben R, G und B erkennen, soll der DLA-NZ9 eine perfekte Darstellung bis in die Ecken bieten. Die anderen Modelle setzen auf einen Lichtweg mit 17 Elementen in 15 Gruppen und ein 65 mm Objektiv. Auch hier wird perfekte Schärfe über das gesamte Bild geliefert.

  • BLU-Escent Laser

Eine blaue Laserdiode (in Kombination mit der Optik) ist die Quelle für 3.000 lm beim Topmodell der neuen Serie. Damit werden laut JVC auch bei sehr großen Bilddiagonalen hohe Helligkeitspeaks bei HDR sehr gut gemeistert. Die Lebensdauer soll rund 20.000 Stunden betragen.

Darüber hinaus reagiert die Laserlichtquelle nahezu sofort auf Änderungen in der Ansteuerung. Damit wird die dynamische Kontrastanpassung attraktiv, mit der noch deutlich höhere Kontrastverhältnisse möglich sind.

  • HDR10+

Die neuen JVC-Projektoren setzen nun auf dynamische Metadaten bei der HDR-Wiedergabe. Nein, Dolby Vision ist nicht an Bord, dafür aber HDR10+.

  • Frame Adapt HDR / Theater Optimizer

Keine Frage, die exzellente Frame Adapt HDR-Technologie kommt auch bei den neuen Modellen zum Einsatz. Szene zu Szene oder sogar von Bild zu Bild wird das Tone-mapping dynamisch angepasst. Hier haben wir bereits ausführlich darüber berichtet. Der Theater Optimizer hingegen passt die visuellen Parameter anhand des Raumes und der Installationsgegebenheiten an. 18-bit gamma-processing minimiert Banding und sorgt für feine Übergänge mit hoher Präzision.

  • Ultra-High Contrast Optik (DLA-NZ9 / DLA-NZ8)

Zum einen setzt die neue Optik der großen Modelle auf eine optimierte Polarisation, was für mehr Helligkeitsperformance sorgt. Zum anderen wurde ein neues Element entwickelt, das ungewünschtes, reflektierendes Licht im Inneren nahezu vollständig auslöscht. Beides optimiert die Darstellung laut JVC signifikant.

Die verbesserte Prisma-Polarisationsmethode erlaubt eine effizientere Nutzung von Grün, maßgeblich zur Helligkeit beitragend, womit die optische Effizienz um ca. 10% gesteigert wurde. Ein interner Cinema-Filter sorgt für die Abbildung von 100% des DCI-P3 Farbraums.

  • Mehr Präzision bei Clear Motion Drive

Eine Überarbeitung des Interpolationsalgorithmus soll die Präzision bei CMD gesteigert worden sein, insbesondere ist dies wohl bei Objektkanten erkennbar. Zusammen mit Motion Enhance, was die Ansteuerung der D-ILA Panels optimiert, soll ein noch flüssigeres und gleichzeitig sauberes 4K-Bild realisiert werden.

Weitere Features:

  • Alle Modelle sind isf-zertifiziert
  • Weiterhin 10 Speicherplätze für lens memory, pixel adjustment und Maskierung. Auch die Leinwandgröße und Gain sowie Bildverhältnis kann gespeichert werden
  • Auto-calibration
  • Screen Correction Mode verbessert Farbunterschiede, die aufgrund der Leinwandcharakteristik auftreten
  • Die Lüfter der neuen JVC-Modelle saugen die Luft durch die Rückseite an und blasen nach vorne hinaus

 

Special: Philipp Kind
Bilder: JVC
Datum: 09.09.2021

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