TEST: Teufel Ultima 20 Complete 2.1 – Praxisgerecht ausgestattetes Komplett-Set mit gutem Klang?

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Gruppenbild2

Für 699,99 EUR offeriert Teufel aus Berlin als Frühlings-Neuheit das Komplettsystem Ultima 20 Complete 2.1. Im Paket enthalten ist die schon hinlänglich bekannte, sehr erfolgreiche Regalbox Ultima 20, ferner der mit einem Modul für die kabellose Kontaktaufnahme ausgerüstete, kompakte Downfire-Subwoofer mit 100 Watt, die neue Core Station Compact, die mittels HDMI-Ausgang zum TV inklusive Audio Return Channel (ARC) die komplette Klangübertragung des TVs übernehmen kann, und die schmucke Puck-Fernbedienung für einfaches Handling. Kabel-Set für die Lautsprecher (insgesamt 15 Meter) sowie ein 1,5 Meter langes HDMI-Kabel liefert Teufel erfreulicherweise ebenfalls mit. Das Wireless-Modul wird mittels Cinch-Kabel mit dem aktiven Subwoofer verbunden, das Modul nimmt dann seinerseits drahtlosen Kontakt mit der Core Station Compact auf. Hierzu betätigt man die „Paring“ Buttons am Modul und an der Core Station Compact. Im Testbetrieb war die Verbindung zügig hergestellt. 2 x 40 Watt Leistung offeriert der Class D-Digitalverstärker der sehr kleinen Core Station Compact (benötigt nur Stellfläche im DIN A5-Format), die man übrigens, ganz platzsparend, auch auf der Rückseite des TV-Gerätes (VESA-kompatibel) befestigen kann. Dank HDMI-CEC kann man die Core Station Compact übrigens nicht nur mittels der Puck-Remote, sondern auch durch die Fernbedienung des verwendeten TV-Gerätes (Voraussetzung – auch der TV  unterstützt HDMI-CEC) bedienen. Die Core Station Compact benötigt keinen aktiven Lüfter, dadurch herrscht immer „Ruhe“ – sehr vorteilhaft. 

Ultima 20

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Ultima 20 MK2 Gruppenbild2

Bekanntes, bewährtes Design mit gerundeten Ecken. Hochglänzende Schallwand, matt foliertes Gehäuse im Holzmaserungs-Design

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Ultima 20 MK2 Hochtoener

25 mm Gewebe-Hochtöner

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Ultima 20 MK2 Tieftoener

165 mm Tiefmitteltöner aus Kevlar/Fiberglas

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Ultima 20 MK2 Rueckseite

Rückansicht

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Ultima 20 MK2 Innenleben

Einfach aufgebaute Frequenzweiche

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Ultima 20 MK2 Anschluesse

Anschlussterminals

Die bewährte Ultima 20 (Preis für ein Paar alleine: 199,99 EUR) kommt nach wie vor blendend beim Teufel-Publikum an Unsere Hörerfahrungen sagen ebenfalls nach wie vor, dass man kaum besseren Sound für weniger Geld bekommen kann. Das Design ist recht zeitlos, wenngleich die insgesamt einfache Ausführung von Gehäuse und Boxen-Schutzgitter schon verdeutlicht, es mit einer relativ preiswerten  Box zu tun zu haben. Gut gefällt uns die kupferfarbene 165 mm Membran für den Tiefmitteltonbereich, welche die Ultima 20 mitbringt. Im Hochtonbereich kommt eine 25 mm Kalotte zum Einsatz. Die Lautsprecherschutzgitter haften konventionell mittels Stiften und nicht magnetisch. Überdurchschnittlich hochwertig für die Preisklasse sind die mit Acryl ummantelten Lautsprecherkabel-Anschlüsse. 50 Watt Dauerbelastbarkeit, 80 Watt maximale Belastbarkeit (nach IES-Norm) sowie eine Empfindlichkeit von 84 dB (2,83V/1m) werden als Daten für die Ultima 20 genannt. 30 Watt mindestens sollte der verwendete Verstärker pro Kanal zur Verfügung stellen. Der maximale Schalldruck, der erzeugt wird, liegt bei 104 dB/1m. Der Frequenzgang, der dargestellt werden kann, reicht von 70 Hz bis 20 kHz. Für HiRes-Audio-Medien, das sollte aber auch jedem einleuchten, ist eine eher schlichte 2-Wege-Bassreflex-Regalbox wie die Ultima 20 nicht perfekt geeignet. Hier sollte man sich in höheren Preisklassen umtun. 10 Liter Innenvolumen weisen die Ultima 20 auf. Die Box ist 24 cm tief, 21,5 cm breit und 33,5 cm hoch. Das Gewicht pro Box: 6 kg. 

Subwoofer US2106/1SW mit Wireless-Modul

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 US 3106 SW Front Seitlich2

Kompakter Downfire-Aktivsubwoofer

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 US 3106 SW Rueckseite Seitlich

Rückseite

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 US 3106 SW Unterseite

Unterseite

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 US 3106 SW Tieftoener

Basstreiber 

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 US 3106 SW Bassreflexrohre

2 x Bassreflex-Öffnung

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 US 3106 SW Anschluesse Bedienelemente

Bedienelemente/Anschlüsse, nur das Nötigste

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 US 3106 SW Innenleben

Subwoofer-Elektronik

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Sub Connect RX Front

Sub Connect-Modul

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Sub Connect RX Rueckseite

Rückseite

US2106/1SW heißt der aktive Downfire-Subwoofer. Die Wireless-Verbindung wird nicht direkt mit der Core Station hergestellt, sondern mittels des schon erwähnten Wireless-Moduls. Dieses nimmt durch ein einzelnes Cinch-Kabel Kontakt mti dem US2106/1SW auf. Das Modul das noch eine Steckdose für die Stromverbindung in der Nähe braucht, nimmt dann nach Drücken der Pairing-Taste an Modul und Core Station Kontakt auf, und die Verbindung steht. 43 Hz untere Grenzfrequenz sind für den solide verarbeiteten kleinen Subwoofer sehr gut. 106 dB Maximalpegel ermöglicht die 100 Watt starke verbaute Endstufe. Der Aufbau der Elektronik im Inneren des aktiven Subwoofers überzeugt, alles wirkt durchdacht und nicht schlampig. 

Core Station Compact

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Corestation Compact Front1

Core Station Compact

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Corestation Compact Rueckseite

Rückseite

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Corestation Compact Anschluesse

Anschlüsse. Es fehlen sämtliche konventionellen Digitaleingänge. Crossover/Sub-Level-Einstellung nur mit Schraubendreher – nicht gut

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Puck

Puck-Fernbedienung

Die Core Station Compact ist neben dem bereits erwähnten 1.4a HDMI-Terminal mit CEC/ARC auch mit Bluetooth 4.0 inklusive aptX ausgestattet. So kann Musik einfach drahtlos vom Tablet oder vom Smartphone gestreamt werden. 2 x 40 Watt, auch diesen Wert erwähnten wir schon, setzen die digitalen Texas Instruments-Endstufen (Vorteile: extrem kompakt, hohe Effzienz durch extrem geringe Verlustwärme) frei. Nur eine DIN A5-große Stellfläche (17,4 cm tief, 18,5 cm breit, 3,7 cm hoch, Gewicht 1,2 kg) benötigt die Core Station Compact, die ihrem Namen somit alle Ehre macht. Im Inneren ist, weil die digitalen Endstufen kaum Abwärme produzieren, kein Lüfter vorhanden. Die Core Station Compact ist äußerlich extrem schlicht, einfach ein gut verarbeitetes kleines schwarzes Kästchen ohne Auffälligkeiten, das auch im Verborgenen platziert werden kann. Die Seitenteile sind im Design von Kühlrippen gehalten, wie man es von teuren Endstufen her kennt. Mit der recht hochwertigen, schicken, im Lieferumfang enthaltenen Puck-Fernbedienung kann die Core Station Compact bedient werden. Im Standby-Betrieb werden nur 0,4 Watt verbraucht, die Maximal-Leistungsaufnahme liegt bei 120 Watt. 

Pro&Contra:

+ Sofort spielfertiges System
+ Core Station Compact aufgrund der Abmessungen überall unterzubringen
+ Recht hohe Endstufenleistung für die kleinen Abmessungen
+ Core Station Compact ohne störenden Lüfter
+ Bluetooth + HDMI mit ARC/CEC bei Core Station Compact
+ Wireless-Modul für Subwoofer mit einfacher Kopplung
+ Subwoofer mit ausreichend Endstufenleistung und tiefer unterer Grenzfrequenz
+ Puck-Fernbedienung recht hochwertig und praktisch
+ Ultima 20 mit solider Chassis-Bestückung

– Besser wäre ein HDMI 2.0 Eingang und ein HDMI 2.0-Ausgang
– Verstellung von Cross-Over-Frequenz und Subwoofer-Pegel umständlich
– Design der Ultima 20 mittlerweile leicht angestaubt
– Verarbeitung aller Komponenten im Detail recht einfach

Klang

Wir starten „musikalisch“ mit der Stereo-PCM-Tonspur von der a-ha-Blu-ray „The Final Concert 2010 @ Oslo Spektrum“ und dem schon beinahe legendären Track „The Sun Always Shines On TV“. Hier entwickelt das Teufel-Komplettset von Beginn an ein lebhaftes Klangbild, das alle akustischen Faktoren sehr gut berücksichtigt. Lebendigkeit, Räumlichkeit, ja selbst die Detaillierung ist überragend. Der Eindruck einer in sich geschlossenen Klangfront wird durch die exzellente Zusammenarbeit von Ultima 20 und dem aktiven drahtlosen Subwoofer ermöglicht. Wir haben die Übernahmefrequenz für den aktiven Subwoofer unterhalb der 80 Hz justiert, auf ca. 60 – 70 Hz. Hier bekleckert sich Teufel nicht mit Ruhm: Dass man mittels Schraubendreher auf der Rückseite der Core Station Compact die Justage für Cross-Over-Frequenz und Subwoofer-Pegel vornehmen muss, ist so etwa die schlechteste vorstellbare Lösung überhaupt. Bei anderen Systemen kann man dies bequem per Fernbedienung oder zumindest per einfach zugänglichem Drehregler vornehmen. Hier wurde definitiv nicht mitgedacht. So unzureichend manches Detail bei diesem Set auch sein mag, so überzeugend ist der Sound: Dank der soliden Bestückung der Ultima 20 mit 25 mm Hochtonkalotte und 165 mm Tiefmitteltöner werden die Instrumente sowie die Stimme von Frontmann Morten Harket ausgezeichnet präsentiert. Die Räumlichkeit, als die Fans klatschen und durch laute Rufe ihre Begeisterung kundtun, ist erstklassig für ein 2.1 Komplettsystem der Preisklasse sogar bis 1.000 EUR. Auch beim Tutel „The Blood That Moves The Body“ von der selben BD kokettiert das Ultima 20 Complete 2.1 mit einem Sound, der, salopp gesprochen, einfach „anmacht. Entspannt, lässig, dabei aber gleichzeitig hochkonzentriert bei der Einarbeitung musikalischer Einzelheiten, die andere Systeme einfach im Hintergrund liegen lassen. Nicht so das Teufel-System – im tieffrequenten Bereich trumpft der kompakte Subwoofer mit seinem trockenen, präzisen, kräftigen Bass auf. Die Stimme Mortens wirkt auch bei diesem Song wieder charismatisch und klar. 

Weiter geht es mit der Tiesto Doppel-Blu-ray „Elements Of Life – Copenhagen“, hier verwenden wir die zweite BD und hören „Back In Your Head“. Mit Wucht, solidem Tiefgang und einem harten, treffsicheren Kickbass spielt sich der Subwoofer gekonnt in den Vordergrund. Was auffällt: Souverän gibt der aktive Bassist auch die zweite Basslinie unterhalb des Kickbassbereiches wieder. Staffelung und Volumen sind auf einem enorm hohen Level. Trotz des nachdrücklichen Basseinsatzes ist die vokale Präsenz der weiblichen Stimme ungebrochen. Diese hervorragende Trennung und akribische Aufbereitung der unterschiedlichen akustischen Nuancen zeichnet das Ultima 20 Complete 2.1-Set insbesondere aus. Weiterer Vorteil sind die selbst im 25 Quadratmeter-Hörraum beruhigenden Leistungsreserven. Man kann Pegel fahren, dass die Nachbarschaft sich durchaus beschwert, wenn druckvolle Bässe und eine dynamische Stimm-Präsentation aus dem Nebenhaus beim sonntäglichen Nachbarschaftskaffee stören. Die Struktur des Songs arbeitet das Berliner Komplettsystem allzeit nachvollziehbar heraus, die Beifallsbekundungen der Fans werden ebenfalls bei der klanglichen Aufbereitung nicht vernachlässigt. Richtig die sprichwörtliche Post geht ab bei „He’s A Pirate“, ebenfalls auf der zweiten Blu-ray: Wie kraftvoll und zugleich exakt der aktive Bass die Wiedergabe der tiefen Frequenzen managt, kann man als beispielhaft bezeichnen. Der aktive Subwoofer kann schlichtweg alles: Tiefgang, Volumen, Staffelung, Präzision, Nachdruck – er schafft für seine Liga überall Bestwerte. Die Ultima 20 bereiten eine dichte räumliche Kulisse im Mittel- und Hochtonbereich und bauen die elektronischen Effekte dynamisch auf. Impulstreue und die Übergänge vom Tief- in den Mittelton- sowie vom Mittelton- in den Hochtonbereich sind sauber ausbalanciert. Dadurch wird der Eindruck erweckt, man befinde sich mitten in einem einheitlich-geschlossenen, sehr aktiven Klangbild.

Nun sind andere Qualitäten gefragt – nämlich eine grandiose vokale Präsenz zu realisieren beim Duett von Andrea Bocelli & Sarah Brightman „Canto Della Terra“ (BD „Vivere“). Und das gelingt dem Teufel-System rundherum überzeugend. Die Stimme Sarahs wird facettenreich und klar übertragen, leicht verzerrt wird sie erst bei massiven Pegel-Attacken. Andreas Stimme hat ebenfalls viele Facetten, so dass man insgesamt von einer überraschend kompletten Stimmpräsentation sprechen kann. Der Zusatz „Complete“ im Namen des Systems bekommt somit noch eine weitere Bedeutung. Selbst bei hohem Pegel ist die Trennung von Stimmen und Instrumenten überzeugend. Wieder hervorragend – der Bassbereich. Klar, kraftvoll, integrativ – der Bass ist einfach da, bietet ein glaubwürdiges Fundament, überdeckt aber  nie andere Klanganteile. „Bellissime Stelle“, der nächste Song auf der „Vivere“ BD – wird ebenfalls mit hoher Emotionalität zum Ausdruck gebracht. Gerade die feindynamische Ausprägung beim Gesang Andreas überrascht in Anbetracht der Preisklasse, in der sich das Teufel-Set befindet. Die Räumlichkeit wirkt allzeit realistisch, der aktive Subwoofer öffnet unten herum ein überragendes Volumen, gepaart mit einer untadligen Präzision.

Eignet sich das Teufel Ultima 20 Complete 2.1 auch für die Filmtonwiedergabe? Wir testen dies bei der ersten Szene des 007-Films „Ein Quantum Trost“. Auf dem Weg nach Siena zu einem Treffen mit M, wird der britische Doppelnull-Agent mit der wertvollen Geisel im Heckabteil des Aston Martin DBS von zu allem entschlossenen Killern in schwarzen Alfa Romei 159 auf den engen Straßen rund um den oberitalienischen Gardasee gejagt. Schon der erste tiefe Basschlag ganz am Anfang kommt sehr gut heraus, dann der große Dynamiksprung, als man sich plötzlich mitten in der Verfolgungsjagd befindet: Das Aufheulen des Motors beim Aston Martin und die aggressiv werdende Musik gehen eine explosive Verbindung miteinander ein. Die massive Ausdruckskraft, auch bei den zahlreichen Schusssalven aus den automatischen Waffen der Killer, bringt das Ultima 20 Complete 2.1 exzellent zur Geltung. Sicherlich, wahre Kino-Fans werden nach wie vor ein dediziertes Mehrkanal-Set bevorzugen. Aber für alle anderen Ansprüche reicht das, was das 2.1 Set bietet. Es klingt sehr deutlich besser als die meisten, selbst teuren, Sounddeck- oder Soundbar-Lösungen, es hat mehr Reserven, bietet die authentischere Räumlichkeit, die weitere Klangbühne und eine bessere akustische Gesamt-Differenzierung. Auch die zahlreichen Unfälle mit den nach allen Seiten wegspritzenden Trümmerstücken und Teilchen werden sehr vielschichtig, mit einem kraftvollen Druck im Bassbereich, übertragen. 

Wenden wir uns nun der ersten Sequenz des Batman-Movies „The Dark Knight“ zu. Auch hier ist der aktive Subwoofer gleich von Beginn an gefordert. Nur leichtes Anschlagen der Membran beim massiven Tiefbass-Effekt, eine sehr gute Leistung. Dann baut sich das akustische Geschehen langsam auf, und wir sind ein weiteres Mal sehr angetan, wie gut auch kleine Details im Hintergrund vom Ultima 20 Complete 2.1 System eingebunden werden. Die Räumlichkeit ist grundsätzlich sehr ausgeprägt, und die Steigerung im Spannungsbogen, die der Music Score bereithält, kommt sehr gut heraus. Als die Scheibe zerstört wird, fliegen die Glasscherben akustisch realistisch nach allen Seiten weg. Die Stimmen der Gangster unter den Masken kommen, hier trifft das Ultima 20-Set genau ins Schwarze, bedingt durch die Maske über dem Gesicht leicht gedämpft heraus. Die Schüsse in der weitläufigen Schalterhalle sowie die verzweifelten Schreie der Bankkunden und Bankangestellten nach dem brutalen Übergriff arbeitet das Berliner System tadellos heraus. Sicher – im Hochtonbereich könnte noch mehr Brillanz vorhanden sein, aber dafür wird das Teufel-Set nie spitz oder zu aggressiv. Prima kommt die Arbeit mit dem Spezialbohrer an der Tresortür heraus. Die Schüsse mit der Pumpgun, die der zu allem entschlossene Filialleiter abgibt, haben ungemeine Durchschlagskraft, hier wird richtiges „Kino-Feeling“ geboten. 

Pro & Contra:

+ Sehr ausgewogener Sound
+ Sehr gute Grob- und Feindynamik
+ Ausgezeichnete Pegelfestigkeit
+ Aktiver Subwoofer mit tollem Tiefgang, Nachdruck und untadeliger Präzision

– Im Hochtonbereich nur durchschnittliche Brillanz

Fazit

Teufel Ultima 20 Complete 2.1 Gruppenbild1

Das Teufel Ultima 20 Complete 2.1 System erfreut besonders durch erstklassige akustische Leistungen. Ganz gleich, um welches Merkmal es sich auch handelt, überall glänzt das Ensemble durch Bestleistungen. Dass im Hochtonbereich nicht die maximal mögliche Brillanz offeriert wird, mag dem sehr anspruchsvollen Hörer schon auffallen, dafür aber ist der Sound stets angenehm, in sich schlüssig und homogen. Der aktive Subwoofer, dank Wireless-Modul „frei“ aufspielend, begeistert durch Nachdruck, Präzision, Volumen und Tiefgang. Mit den fließenden Übergängen zwischen den einzelnen Frequenzbereichen fallen die Ultima 20 positiv auf. Die Zusammenarbeit mit dem US2106/1SW funktioniert exzellent, so dass eine einheitliche Klangkulisse jederzeit möglich ist. Das Gesamtkonzept der Anlage ist stimmig, allerdings stellt sich für uns die Frage, ob es nicht Sinn machen würde, die Core Station Compact und den zeitlose geformten aktiven Subwoofer mit schickeren Regallautsprechern als den etwas altbacken wirkenden Ultima 20 anzubieten. Sicherlich sind die Ultima 20 preiswert, klangstark und beliebt, das Zeug zum Transportieren des neuen, feschen Teufel-Images haben diese Schallwandler allerdings nicht. Für 249,99 kann man die Core Station Compact aber einzeln kaufen und z.B. mit einer schmucken Regalbox wie der Definion 3S betreiben. 

Extrem klangstarkes 2.1 System, das durch die kleine, flexible Core Station Compact und den Wireless-Subwoofer ebenfalls punkten kann
ueberragend
2.1 Komplett-Systeme bis 1.000 EUR
Test 20. April 2016

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 16. April 2016

 




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