TEST: Teufel BT-Lautsprecher Bamster in Neuauflage – schicker „Kraft-Riegel“ für den modernen Businessman?

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Teufel renoviert und erweitert gerade mächtig beim Bluetooth-Aktivlautsprecher-Portfolio. Davon bleibt auch der Bamster nicht verschont, der „Kraft-Riegel“ erscheint daher Bluetooth-befeuert (inklusive aptX) in Neuauflage. Er ist ab heute in schwarzer oder silberfarbener Ausführung für exakt 139,99 EUR im Webshop erhältlich, der schon bestens bekannte Form-Faktor des ersten Bamster blieb erhalten – kein Fehler, da das breite Gehäuse den Stereo-Effekt bei der Wiedergabe nachweislich begünstigt. Fakten zum neuen Bamster/wichtige Schwerpunkte:

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Neues, praktisches Lautstärkedrehrad

  • Optimierung der Klangqualität. Der neue Bamster ist mit 2 Breitbandchassis und 2 Passiv-Radiatoren für eine kräftigere Basswiedergabe ausgestattet
  • Bluetooth 4.0 mit aptX
  • Pairing von 2 Zuspielern gleichzeitig möglich
  • Bessere Bedienung: Neues, praktisches Lautstärkedrehrad. Roter LED-Ring zeigt zudem Status an: Stummschaltung, Party-Modus, Pairing, Ladezustand
  • Praktische  Bedienung am Bamster: Play/Pause, Lautstärke, nächster Titel, Annahme von Telefonanrufen
  • Hochwertigeres Gehäuse: Wie beim Vorgänger aus Alu, wirkt aber noch edler
  • Tadellose Freisprecheinrichtung integriert. Nur etwas leise, daher muss man etwas lauter drehen. Aber klarer Klang, beide Gesprächsteilnehmer verstehen sich prima. Fast kein Rauschen – richtig gut. 
  • Für konstant akkuraten Sound sorgt ein Signalprozessor von Texas Instruments
  • Anti-Clipping-Algorithmus verhindert Verzerrungen bei hohem Pegel (funktioniert tatsächlich sehr gut)
  • Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden
  • In der schicken Verpackung ist neben dem Micro USB-Kabel noch ein Klinkenkabel zu finden, das eingesetzt werden kann, wenn der Zuspieler kein Bluetooth unterstützt. Dafür gibt es den 3,5 mm Klinkeneingang beim Bamster. 

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Anschlüsse

Wie schon erwähnt, kann eine Verbindung zu zwei Zuspielgeräten hergestellt werden. Hierzu führt man folgende Schritte durch:

  1. Zuspielgerät 1 mit Bamster koppeln
  2. Zuspielgerät 2 mit Bamster koppeln
  3. Zuspielgerät erneut mit Bamster verbinden (dazu den Bamster aus der Liste der gekoppelten Devices auswählen)

Wie funktioniert das Koppeln/das Pairing?

  1. Am Smartphone oder Tablet muss Bluetooth aktiviert sein
  2. Die Play/Pause-Taste für ca. 3 Sekunden drücken/halten. Die rote LED-Anzeige am Lautstärkedrehregler blinkt nun so lange schnell, bis das Pairing erfolgt ist
  3. Smartphone/Tablet sucht nun nach dem Bamster
  4. Bamster aus Liste der BT-Devices beim Tablet/Smartphone auswählen, ggfs., falls erforderlich, den werksseitig voreingestellten Pairing-Code „0000“ eingeben.

Läuft der Bamster im Bluetooth-Betrieb, fällt die sehr stabile Signalübertragung positiv auf. Diese hält auch an, wenn man sich vom Bamster entfernt. 

Der Bamster verfügt auch über eine Akku-Ladestandsanzeige. Wenn bei eingeschaltetem Bamster der Ladezustand des Akkus geringer als 25 Prozent ist, wird auf der LED-Anzeige am Lautstärkerad ein Lauflicht angezeigt. Bei 25 Prozent Kapazität kommt es alle 15 Minuten, bei 10 Prozent Kapazität alle 5 Minuten und bei 5 Prozent Kapazität alle 2 Minuten. Verfügt man über ein iOS-Device, das mit dem Bamster gekoppelt ist, wird oben im Display links neben dem Bluetooth-Symbol der Akkustand des Bamster angezeigt.  Ist der Akku des Bamster leer, ist der BT-Speaker bei 2 Ampere Ladestrom in 2 Stunden aufgeladen, bei 500 mA dauert es folglich 8 Stunden. Das Laden erfolgt über das mitgelieferte Micro USB-Kabel. Damit man keine Energie verschwendet, ist der Bamster mit einer Energiesparfunktion ausgestattet. Wenn kein Audiosignal anliegt, schaltet sich der Bamster nach 20 Minuten in den Energiesparmodus. 

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Hochwertiges Metallgitter über den Chassis

Teufel_Bamster_seite

Seitliche Ansicht

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Gummierter Unterboden

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Komplette Rückseite

Der Bluetooth-Lautsprecher ist überragend verarbeitet, rund um die beiden Breitbänder und die beiden Passiv-Radiatoren ist ein schicker roter Ring. Darüber befindet sich das sauber eingepasste Metallgitter. Die abgerundeten Ecken sorgen dafür, dass man den Bamster ohne Schäden z.B. in den Rucksack stecken kann, ohne dass durch scharfe Kanten das Innenfutter zerstört wird. Sehr gut gefällt uns der (bei Sicht von vorn) rechts am Gehäuse montierte Lautstärkedrehregler (oben schon erwähnt), der zudem gerastert ist und durch das Profil der Oberfläche exzellent in der Hand liegt  – so macht Bedienung Spaß! Die Rückseite des Bamster ist gummiert, was sicheren Halt auf allen Flächen gewährleistet. 

Klang

Teufel BT Bamster Front Seitlich1

Auch der Vorgänger BT Bamster sah schon richtig gut aus – aber klanglich ist der neue Bamster besser

Wie unterscheidet sich der neue Bamster klanglich vom Vorgänger? Hier zunächst unsere Übersicht:

  • Kräftigerer Bass. Hauptproblem des ersten Bamsters war der eher laue Bass. Dass man keine enorme Bassgewalt aus dem schlanken Gehäuse zaubern kann, war klar, aber das, was geboten wurde, war doch etwas zu wenig. Beim neuen Bamster ist alles besser: Mehr Nachdruck, mehr Volumen, mehr Tiefgang, durch Anti-Clipping-Funktion überdies deutlich geringere Verzerrungen  bei gehobenem Pegel.
  • Mehr Räumlichkeit. Die Vorzüge bringende breite Gehäusebauform zusammen mit dem cleveren DSP-Processing ist für einen räumlich dichteren Klang, vor allem, was die Weite angeht, versehen. Im Vergleich zum ersten Bamster hält die Räumlichkeit auch in gewisser Distanz (bis zu gut 3 Metern) zum Bamster an.
  • Mehr Auflösungsvermögen im Hochtonbereich.  Hier war schon der erste Bamster gut, der neue ist noch besser. Feinere Detailwiedergabe und mehr Feindynamik im Hochtonbereich.
  • Mehr Pegelfestigkeit. Der erzielbare Maximalpegel war beim ersten Bamster nicht besonders hoch. Das, was das neue Modell bietet, ist zwar auch nicht rekordverdächtig, aber für praktisch alle Aufgaben ausreichend. 

Klangliche Eindrücke im Einzelnen:

Wir haben zunächst mit der Future Trance-Compilation „Return to the 90s“ angefangen, und lauschen „Are You ready To Fly“ von Dune. Der erreichbare Maximalpegel geht in Ordnung, geringer dürfte er nicht sein, als gut bis sehr gut stufen wir die Räumlichkeit an. Dass der sehr kräftige Bass ordentlich wiedergegeben wird, wollen wir ebenfalls nicht verschweigen. Eine respektable Leistung hier, aber keine, die Maßstäbe setzt. Wie sieht es bei „Free“ von DJ Quicksilver aus? Auch hier schlägt sich der neue Bamster recht gut, aber die Basswiedergabe ist hier etwas zu fade. Die vokalen Anteile kommen recht überzeugend heraus und die gesamte Räumlichkeit ist ausgezeichnet.  Richtig gut, weil klar und lebendig, wird der Anfang des Eurodance-Klassikers „Da Beat Goes“ von Red5 präsentiert. Bei diesem Song bietet der Bamster eine überragende Performance – tadelloser Bassbereich, sehr gute Dynamik, erneut weitläufige Räumlichkeit und richtig Nachdruck machen das Hören hier zur Freude. Und auch beim Mr.Presidents „Up’N’Away‘ klingt der 2016er Bamster erfreulich gut. Er schiebt für die kompakten Abmessungen prima an und trennt die Stimme sauber von den Instrumenten.

Bei Andrea Bocellis „Perfidia“, wie die folgenden Titel vom Album „Passione“, zeigt sich der Bamster von seiner sensiblen Seite. Die Stimme Andreas löst sich gut vom Lautsprecher, und auch bei diesem Stück fällt die saubere Trennung von Stimme und Instrumenten auf. Die Stimme, was höchst beachtlich ist,, besitzt ein glaubhaftes Volumen und klingt nicht, wie oft herausgehört, relativ oberflächlich. Der Beginn von „Love In Portofino“ mit den Streichinstrumenten beweist ebenfalls das Können des Bamsters. Mit dieser differenzierten Musik kommt er ausgesprochen gut zurecht und klingt kultiviert sowie gleichzeitig frisch. Wir finalisieren diese Testreihe mit „Senza Fine“ – italienisches Flair zum Hörer zu transportieren, das gelingt dem neuen Bamster auf jeden Fall. Beschwingt, leicht melancholisch: Der Bamster gibt den Esprit, der im Titel steckt, auf eine lobenswerte Art und Weise wieder. 

Jetzt bekommt es der Bamster mit verschiedenen James Bond-Titelsongs zu tun, so mit „You Only Live Twice“ von Nancy Sinatra. Hier kann der Bluetooth-Lautsprecher mit seinen für ihn typischen Tugenden voll punkten. Der klare, frische Hochtonbereich zum Beispiel, oder die gute Impulstreue. Auch Nancys Stimme arbeitet er ansprechend heraus.  „All Time High“ von Rita Coolidge trifft der Bamster akustisch tadellos – die Trennung von Stimme sowie Instrumenten ist wiederum ansprechend, der Rhythmus wird authentisch zum Ausdruck gebracht. Zu loben ist hier die sehr gute atmosphärische Dichte des gesamten Klangbildes. Besonders gut gefällt uns die Wiedergabe des Titelsongs des 007-Movies „Moonraker“, gesungen von Shirley Bassey. Stimmtypische Charakteristika werden einwandfrei herausgearbeitet, und die klassischen Instrumente stellt der Bamster richtig gut und auch bei gehobenem Pegel ohne Verzerrungen dar. 

Wie sieht es mit Hits der 80er Jahre aus? „Celebrate Youth“ von Rick Springfield klingt etwas dünn am Anfang, allerdings ist die Detaillierung gut. Der Rhythmus des Songs wird impulstreu wiedergegeben. Der Hochtonbereich ertönt relativ frei und frisch, der Klang „klebt“ nicht am Lautsprecher. Das Extended Mix des Alphaville-Klassikers „Big In Japan“ kommt gut heraus, direkt schon am Anfang wird auch die ein weiteres Mal überzeugende Räumlichkeit deutlich. Frisch, flott, durchaus mit gewisser Ausdruckskraft – eine prima Performance des Bamsters. Und Laid Bascks One Hit Wonder „Sunshine Reggae“ in der Maxi-Version liegt dem Berliner Bluetooth-Riegel ebenfalls. Es geht recht munter voran, recht neutral, nicht oberflächlich und nicht muffig-monoton. Der Bamster liefert demnach auch bei 80er Jahre Musik eine runde Vorstellung ab. 

Konkurrenzvergleich

Teufel Bamster Pro Oberseite

  • Teufel Bamster Pro: Rund 230 EUR kostet die High Performance-Variante des Bamster – ein deftiger Aufpreis, der sich allerdings durch die gesteigerte Klangqualität relativiert. Basskräftiger und pegelfester, aber vor allem mit dem hervorragenden „Dynamore“ System zur Erweiterung der Stereo-Bühne weiß der Bamster Pro zu begeistern. Mit Ladeschale und mit ebenfalls edlem Design, ist der Bamster Pro ohne Frage ein zwar für Teufel-Verhältnisse teures, aber auch enorm gutes sowie innovatives Produkt. Die Akkulaufzeit gibt Teufel mit rund 10 Stunden an. 

JBL Flip3 Front Seitlich1

  • JBL Flip 3: Preislich günstiger (UVP 129 EUR), spritzwasserfest, in acht (teils erfrischend bunte) Farben lieferbar – der JBL Flip 3 spricht gerade ein jugendliches Publikum an. Er klingt kräftig und bietet einen sehr guten Bassbereich. Bezüglich der Stimmwiedergabe und des Auflösungsvermögens ist der neue Bamster im Vorteil. Gut: Man kann zwei Flip 3 oder entsprechend kompatible BT-Lautsprecher miteinander koppeln, ebenso kann man bis zu drei BT-Devices parallel mit dem Flip verbinden. AptX fehlt, und mit rund 10 Stunden hält der Akku etwas kürzer als beim Bamster.

Auluxe X1 Front Seitlich3

  • Auluxe X1: Laut UVP 149 EUR kostend, sieht der X1 sehr extravagant aus und ist überdies gut verarbeitet. Trotz der größeren Abmessungen erzielt der X1 im Bassbereich kaum bessere Ergebnisse als der Bamster. Somit wird dem X1 insgesamt eher die Rolle des designtechnisch interessanten Exoten bleiben. 
Fazit

Teufel_Bamster_front2

Der neue „Kraft-Riegel“ aus Berlin trifft bezüglich vieler Eigenschaften ins Schwarze. Gerade bei differenzierter Musik ist der Klang sehr zu loben. Stimmwiedergabe und Auflösungsvermögen sind hörbar besser als beim Vorgänger. Auch die Räumlichkeit und die gesamte Klarheit der Akustik zeigen sich optimiert. Die Basskraft ist für ein so schmales Device ordentlich, Rekorde werden freilich nicht aufgestellt. Die exzellente Verarbeitung, die stabile Bluetooth-Verbindung, das hochwertige Lautstärke-Drehrad und die frische Optik bringen der Berliner Neuerscheinung weitere Pluspunkte. 

„Kraft-Riegel mit Biss“ – der neue Bamster übertrifft seinen Vorgänger in nahezu allen Belangen
ueberragend
Bluetooth-Lautsprecher bis 200 EUR
Test 17. August 2016

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 17. August 2016

 




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