TEST: Teufel Bluetooth-Lautsprecher Bamster Pro mit „Dynamore“ Technologie für breite Stereo-Bühne

Teufel Bamster Pro Oberseite

Bei Teufel geht es Schlag auf Schlag mit den Produktneuheiten: Nun ergänzt der Bamster Pro für 229,99 EUR das Produkt-Sortiment an Bluetooth-Lautsprechern. Der Bamster Pro zeichnet sich durch zahlreiche spezielle Merkmale aus. So kommt Teufels neue, selbst entwickelte „Dynamore“ Technologie für eine besonders breite Stereo-Klangbühne zum Einsatz. Dynamore wird auf Knopfdruck am zentralen Bedienelement oben auf dem Bamster Pro zugeschaltet und erzielt verblüffend gute Ergebnisse, wie sich in den Testreihen später zeigen wird. 

Teufel Bamster Pro Verpackung

Schicke Verpackung

Teufel Bamster Pro mit Ladegeraet2

Packungsinhalt

Teufel Bamster Pro Ladegeraet

Ladeschale

Teufel Bamster Pro Ladekontakte

Kontakte am Bamster

Der Bamster Pro hat als weitere Besonderheit eine Ladeschale, die z.B. auf dem Schreibtisch platziert wird, so kann der Bamster Pro bequem und elegant aufgeladen werden. Natürlich hat Teufel mitgedacht, man muss das Dongle nicht mitschleppen, wenn man den Bamster Pro unterwegs verwendet. Mittels normalem Micro-USB-Kabel kann der Bluetooth 4.0-Lautsprecher, der auch über aptX und NFC verfügt, ebenfalls mit neuem Strom versorgt werden. Bei Zimmerlautstärke, so Teufel, ermöglicht der eingebaute Akku bis zu 10 Stunden Laufzeit. Das ist gut, aber nicht sensationell. 

Teufel Bamster Pro Bedienelemente

Zentrales, praktisches Bedienelement

Teufel Bamster Pro Anschluesse Rueckseite

3,5 mm Miniklinke, Micro-USB

Teufel Bamster Pro Rueckseite Seitlich1

Rückseite des Gehäuses aus sandgestrahltem Aluminium

Teufel Bamster Pro mit Ladegeraet3

Der Bamster Pro in der Ladeschale

Das Wort „sensationell“ trifft eher auf Verarbeitung und Materialqualität zu. Schon beim kürzlich getesteten Bamster XS waren wir sehr begeistert. Mit seinem sandgestrahlten, matt eloxiertem Aluminium-Gehäuse setzt der Bamster Pro diese Linie nahtlos fort. Das Gitter, unter dem oben die beiden Aluminium-Vollbereichstreiber sitzen, ist akkurat eingepasst. Im Zentrum des Gitters sitzt das schon weiter oben erwähnte Multifunktions-Bedienelement. Das Drehrad mit dem Teufel „T“ dient zur Einstellung der Lautstärke, der Regler ist minimal schwergängig. Links vom Drehregler ist die Taste für die Anzeige des Akkustandes, rechts neben dem Drehrad befindet sich, auch das haben wir schon geschrieben, der Aktivierungsknopf für das sehr gute Dynamore. Oben, über der Lautstärkeregelung, ist die Taste zur sehr komfortablen Bluetooth-Kopplung, einfach etwas länger drücken, dann findet das Smartphone oder Tablet den Bamster Pro ohne Probleme. Die Bluetooth-Verbindung ist sehr stabil, und auch in gewisser Distanz zum Bamster Pro (rund 6 Meter) kommt es nicht zu Aussetzern. Unterhalb der Tasten für Akkustand und Dynamore befinden sich Knöpfe für den Titelsprung vor- und rückwärts, die schnell und präzise ansprechen. Ganz unten ist der Ein-/Ausschalter. In den Bamster Pro integriert ist eine sehr gut arbeitende Freisprecheinrichtung, die nur wenig rauscht und eine klare Stimmwiedergabe ermöglicht. Selbst, wenn der Teilnehmer am anderen Ende der Leitung keinen guten Empfang hat, kann der Bamster-User ihn noch verstehen. 

Insgesamt ist der Bamster Pro ein enorm hochwertiger, ausgezeichnet ausgestatteter Bluetooth-Lautsprecher, der zwar seinen Preis hat, diesen aber durch die enorme Produktqualität rechtfertigt. Ob die Rechtfertigung auch über die Güte des Klangs erfolgen kann, werden wir nun herausfinden. 

Klang

Wir hören „Insomnia 2.0“ von Faithless im Avicii Remix und aktivieren Dynamore. Oft sind Widening-Algorithmen, die eine Erweiterung der Stereo-Bühne bezwecken, unbefriedigend hinsichtlich ihrer Arbeitsweise. Ein unpräziser, verwaschener und dumpfer Klang ist nicht selten die Folge. Ganz anders Dynamore – schon bei Zimmerlautstärke generiert das Teufel-System einen gleichermaßen weitläufigen wie klaren und präzisen Sound. Die gesamte Dynamik ist ausgezeichnet, und der Bamster Pro entfaltet eine dichte Räumlichkeit, auch wenn man nicht direkt neben dem Lautsprecher sitzt. Die Pegelfestigkeit ist gut und reicht für die Verwendungszwecke, für die man den Bamster Pro einsetzt, problemlos aus. Bei „Don’t You Worry Child (Swedish House Mafia) schwingt sich der Bamster Pro mit Dynamore erneut zu Großtaten auf: Die Räumlichkeit verblüfft ein ums andere Mal. Stimmen werden verständlich und natürlich wiedergegeben. Die beiden Passiv-Radiatoren unter dem Bamster Pro stellen eine durchaus substanzreiche Basswiedergabe sicher. Hier muss man nur erwähnen, dass die vom Hörer empfundene Basskraft abnimmt, wenn man sich vom Bamster Pro weiter entfernt. Rhythmus und Aufbau des Stückes werden gekonnt präsentiert, mit einer klaren Trennung von Effekten, Basslinie und Stimme. „Never Forget You“ (Zara Larsson & MNEK im Mark Ralph Club-Mix) überzeugt ebenfalls durch Klarheit und Frische. Schrill oder unangenehm wird der Klang des Bamster Pro auch dann nicht, wenn man mit gehobener Lautstärke hört. Der Trance-Klassiker „Commication“ des niederländisches Star-DJs ArminVan Buuren gibt der Bamster Pro souverän wieder. Auch hier schlägt sich Dynamore ein weiteres Mal ausgezeichnet. Nicht nur die räumliche Weite, auch die räumliche Tiefe verbessert sich eindeutig, wenn man Dynamore zuschaltet. Gerade bei Club- Trance-Musik ein echtes Plus, aber auch bei anderen Musikstilen von Nutzen: Selbst bei stark Vokal-geprägten Stücken arbeitet Dynamore überzeugend, weil die Güte der Stimme nicht abnimmt, wie es sonst oft der Fall ist. 

Der Bamster Pro kann nämlich auch ganz anders, wie sich bei „Perfidia“ von Andrea Bocelli herausstellt. Mit viel Substanz und Glaubwürdigkeit kommt Andreas Stimme heraus. Die Instrumente werden trotz der Fokussierung der vokalen Elemente nicht in den Hintergrund gedrängt. Der solide, recht exakte Bassbereich gefällt. Nie ist der Bass unschön überbetont, gleichzeitig aber bringt er doch Standfestigkeit und das passende Volumen mit. Sehr schön für einen BT-Lautsprecher werden kleinere dynamische Differenzen herausgearbeitet. Bei „Corcorvado“ (Andrea Bocelli featuring Nelly Furtado) bringt der Bamster Pro ein weiteres Mal eine seriöse Leistung zustande. Er zeigt bei der Präsentation des Saxophons eine saubere Leistung, die nur noch von der feinen, differenzierten Wiedergabe von Nellys Stimme übertroffen wird. Hier beweist der Bamster Pro erstaunliche Talente – er möchte auch vom reiferen bzw. anspruchsvollen Hörer ernst genommen werden. Wir schließen unsere Andrea Bocelli-Session mit „Love In Portofino“. Die interessante Mischung aus leichter Melancholie einerseits und südländisch-beschwingtem Auftreten stellt der Bamster Pro mit angenehmer Gelassenheit, die aber nie in oberflächliche Langeweile ausartet, dar. Immer ist der Klang überraschend gut gestuft und zeigt viele Details – für einen Lautsprecher dieser Produktkategorie. 

Bei Bon Jovis „Keep The Faith“ profiliert sich der Bamster Pro mit einer schwungvollen Präsentation, das nicht restlos überzeugende Auftreten des Quellmaterials mit minimal blechernem Einschlag kann nicht vollkommen, aber in weiten Zügen, kompensiert werden. Dynamore weitet erneut die Bühne in geschliffener Art und Weise, so dass wir nur ein weiteres Mal zur Aktivierung dieser Betriebsart raten können. Bei „Living On A Prayer“ wird bereits das smarte Intro gelungen wiedergegeben. Als es dann zur Sache geht, begeistert der kleine Teufel-Speaker durch die überraschend gute Dynamik. Auch hier ist das Quellmaterial nur befriedigend bis ausreichend, und es verdient tatsächlich Respekt, was der Bamster Pro hier herausholt. Die langsame Ballade „Bed Of Roses“ fördert wieder das Talent des Bamster Pro für sensible Stücke zu Tage. Mit gutem Facettenreichtum und einem klaren Hochtonbereich macht sich der Berliner Blueooth-Lautsprecher ans Wert. Dynamore unterstützt die Wiedergabe durch eine überragende Raumwirkung, die selbst von größeren Bluetooth-Lautsprechern nicht erreicht wird. Teufel hat lange gewartet, ein System wie Dynamore zu entwickeln und einzuführen – dafür hat man nun alles richtig gemacht und bietet eine echte Steigerung des Hörvergnügens. 

Konkurrenzvergleich

JBL Charge 3 Front Seitlich2

  • JBL Charge 3: Der Charge 3 ist mit rund 180 EUR günstiger und bietet eine Menge toller Features. So kann ihn mit einem anderen entsprechend kompatiblen JBL-Bluetooth-Lautsprechern koppeln und erhält so kräftigeren Sound aus 2 Lautsprechern. Auch ist der Charge 3 wasserfest und ermöglicht die parallele Kopplung von bis zu 3 Smartphones oder Tablets, sehr praktisch. Die trendige Optik und die solide Verarbeitung sind zusammen mit dem kraftvollen Klang und der guten Akkulaufzeit weitere Pluspunkte Doch nun greift der Bamster Pro an: Mehr räumliche Weite und bessere Auflösung im Klangbild dank Dynamore, edlere Anmutung gerade für reifere und anspruchsvolle Kunden, noch etwas bessere Freisprecheinrichtung, aptxX und NFC. Somit herrscht bilanzierend, bezieht man die Preisdifferenz noch mit ein, Gleichstand – zwei exzellente Bluetooth-Lautsprecher für eine unterschiedliche Klientel. 

Teufel Rockster XS Front Seitlich3

  • Teufel Rockster XS: Manche mögen es mild, andere wild. Wer es wild mag, der greift zum wasserfesten und äußerst robusten Teufel Rockster XS. Hier kann man 2 Rockster XS zu einem Boxen-Paar koppeln und es „rocken“ lassen. 199,99 EUR, also etwas weniger, kostet die „wilde Variante“ im Teufel-Programm. Dynamore fehlt, daher ist der Sound enger am Lautsprecher. Auch Klarheit und Auflösung sind beim Bamster Pro noch besser. Ein hochwertiges Alu-Gehäuse zeichnet ansonsten auch den Rockster XS aus, der ebenfalls überragend verarbeitet ist. 

Panasonic SC-ALL05 Front Seitlich2

  • WLAN, Bluetooth, App-Steuerung, wasserfest – das ist mal ein „Kerl“, ein ganzer! Die Rede ist vom Panasonic SC-ALL05, der schick aussieht und einfach alles kann. Dank Akkubetrieb sehr flexibel, und ordentlich klingen tut er auch noch. Das Japan-Paket gibt es für rund 250 EUR, ein Top-Tipp. Noch kompakter und im Klang dank Dynamore stärker präsentiert sich aber der Bamster XS, der außerdem noch stylischer aussieht und eine noch bessere Materialgüte aufweist. 
Fazit

Teufel Bamster Pro Front Seitlich3

Mit dem Bamster Pro gelingt Teufel der beste kompakte Bluetooth-Lautsprecher, den die Berliner bislang auf den Markt gebracht haben. Alleinstellungsmerkmale wie Dynamore oder die praktische Ladeschale bringen den Bamster Pro an die Klassenspitze bis 300 EUR. Mit räumlich dichtem, weitläufigem Sound, der gleichzeitig lebendig und kultiviert ist, lässt sich der Bamster Pro von keinem Konkurrenten etwas vormachen. Er ist vorzüglich verarbeitet, die Materialqualität ist auf hohem Level. Das gilt auch für die erstklassige Betriebssicherheit. Durchschnittlich ist einzig und allein die Akkulaufzeit. Wünschen würden wir uns überdies, dass man, ähnlich wie bei JBL, parallel drei Smartphones/Tablets mit dem Bamster Pro koppeln könnte.

Enorm hochwertiger, außergewöhnlich klangstarker Bluetooth-Lautsprecher mit erstklassigem „Dynamore“ Stereo-Widening
preisklassenreferenz
Bluetooth-Lautsprecher bis 300 EUR
Test 19. Juli 2016

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 19. Juli 2016




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