TEST: Philips 55PFK7189 und HTL4111B SoundStage im WM-Bundle

 Philips 55PFK7189 Front Seitlich2

Nur noch Stunden – Der Countdown zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien läuft. Für all diejenigen, die sich noch nicht durchringen konnten, ein neues TV-Gerät anzuschaffen, um die besten Fußballspieler der Welt in voller HD-Güte genießen zu können, hat Philips ein attraktives WM-Bundle parat. Beim Kauf eines Philips-Fernsehers der 7er Serie, erhält man eine HTL4111B im Wert von 249 EUR kostenlos dazu – und da wir uns dieses Jahr in Brasilien befinden und die hoffentlich etwas weniger laute Caxirola die Vuvuzeela ablöst, macht eine Aufwertung des TV-Soundsystems auch Sinn.

Grund genug, uns eines der TV-Geräte und natürlich auch die SoundStage einmal genauer anzusehen. Als Partner der HTL4111B haben wir uns den PFK7189 FullHD-TV in 55 Zoll ausgesucht. Wer sich bereits mit Philips-Geräten genauer auseinandergesetzt hat, dem wird die Bezeichnung „PFK“ auffallen, waren doch Philips TVs vorher stets mit dem „PFL“-Affix versehen, das „K“ deutet auf eine neue Standfußform von Philips hin. Der 55PFK7189 kostet 1.649 EUR, die SoundStage gibt es gratis dazu.

Philips 55PFK7189 Verarbeitung1

Schmaler Rahmen des 55PFK7189

Philips 55PFK7189 Standfuss Front

Der TV passt gut auf die SoundStage

Philips 55PFK7189 Verarbeitung2

Der Rahmen des Philips TVs ist aus Aluminium gefertigt

Philips 55PFK7189 Standfuss Rueckseite

Neues Standfuß-Design

Philips 55PFK7189 Rueckseite Seitlich1

Rückseite

Philips 55PFK7189 Bedienelement Rueckseite

Stationäres Bedienelement

Philips 55PFK7189 Speaker Rueckseite

Im TV integrierter Tieftöner

Philips 55PFK7189 Ambilight

Zweiseitiges Ambilight

Der neue Philips TV macht optisch einen schicken und sehr hochwertigen Eindruck. Während bei einigen TVs der letzten Generation vermehrt auf Kunststoff gesetzt wurde, geht man nun wieder den Schritt zurück zu Material höherer Güte. So kommt beim Standfuß und auch beim schmalen Rahmen des PFK7189 Aluminium zum Einsatz. Sogar in zwei Varianten, der Fuß sowie die Front des Rahmens ist natürlich gehalten und wirkt optisch leicht angerauht, der Rahmen seitlich ist geschliffen. Auch das Design des Standfußes ist neu, mit dem leichten Knick vorne zeigt er sich leicht provokant und modern.

Die untere Leiste ist dann mit einer Acrylglas-Schicht und dem Philips-Logo versehen. Das Logo ist auf Wunsch beleuchtet. Die Rückseite ist komplett aus Kunststoff und bietet Anschlüsse sowie ein einfach ausgestattetes Bedienelement. Ein einzelner Tieftöner auf der Rückseite unterstützt den TV bei der Wiedergabe tiefer Frequenzen. Bei der Nutzung des im Paket enthaltenen SoundStages ist dieser natürlich weniger relevant. An den beiden Seiten sind die LEDs für Philips‘ Ambilight untergebracht.

Philips 55PFK7189 Anschluesse Rueckseite1

Anschlüsse hinten und seitlich

Philips 55PFK7189 Anschluesse Rueckseite2

Rückseitige Anschluss-Slots

Philips 55PFK7189 Anschluesse Rueckseite3

Nach unten zeigende Anschlüsse

Der Philips TV bietet, wie es sich mittlerweile eingebürgert hat, vier HDMI-Anschlüsse, zwei seitlich und zwei rückseitig. Hinzu kommt ein Komponentenvideo-Anschluss und Scart AV. Ein optischer TOSLINK-Slot steht für die digitale Audioausgabe zur Verfügung, außerdem Cinch Analog für die analoge Soundausgabe. Zudem gibt es einen Kopfhörerausgang, zwei USB-Slots, einen CI+ Schacht und Anschlüsse für LNB-Satellit oder Kabel. Auch ein Ethernet-Anschluss steht für die kabelgebundene Integration ins Netzwerk zur Verfügung.

Philips 55PFK7189 Fernbedienung1

Mitgelieferte Fernbedienung

Philips 55PFK7189 Fernbedienung2

Rückseite mit vollwertiger QWERTZ-Tastatur

Philips beschreitet bei der Fernbedienung neue Wege und legt dem PFK7189 wieder eine Remote in eher klassischer, geradliniger Form bei. Haptisch fühlt sie sich sehr hochwertig an, besonders die gummierten Tasten rundum sprechen an, aber auch die mattgraue Oberfläche trägt dazu bei, während die hochglanzschwarzen Seiten und das silberne Navigationskreuz in der Mitte für Pluspunkte bei der Optik sorgen.

Wichtige Tasten sind etwas hervorgehoben und sind sinnvoll platziert. Uns gefällt das neue Konzept ausgezeichnet und besser als die Fernbedienungen der Vorgänger. Auf der Rückseite setzt Philips wieder seine vollwertige Tastatur ein, die für leichteres Handling mit beiden Händen in zwei Teile geteilt ist. Zusätzlich kommt hier ein zweites Navikreuz mit OK-Taste zum Einsatz, sehr praktisch.

Philips 55PFK7189 3D Brille1

Passive Polfilterbrille

Die mitgelieferten 3D-Brillen, vier an der Zahl, sind aus Kunststoff und sehr einfach gehalten. Da es sich um Polfilterbrillen handelt und dabei keine großartige aktive Technik in das kleine Gehäuse integriert werden muss, sind sie auch angenehm leicht und zudem günstig. Design-Preise wird es nicht geben, aber sie erfüllen absolut ihren zugedachten Zweck.

Philips SoundStage HTL4111B Front Seitlich1

Philips SoundStage HTL4111B

Philips SoundStage HTL4111B Front Seitlich3

Frontansicht mit Display links des Lautstärkedrehreglers

Philips SoundStage HTL4111B Bedienelemente Display

Display hinter LS-gitter und Lautstärkeregler im Detail

Philips SoundStage HTL4111B Bedienelemente Oberseite

Drehregler und Quellenwahl obenauf

Philips SoundStage HTL4111B Tieftoener

Tieftöner auf der Unterseite

Philips SoundStage HTL4111B Rueckseite Seitlich1

Rückseite

Philips SoundStage HTL4111B Anschluesse Rueckseite2

Anschlüsse

Philips SoundStage HTL4111B Anschluesse Seitlich

Seitlich: Audio Line-In und USB

Philips SoundStage HTL4111B NFC

NFC und Bluetooth gehören auch zur Ausstattung der SoundStage

Philips SoundStage HTL4111B Fernbedienung

Mitgelieferte Fernbedienung

Die Philips HTL4111B SoundStage ist zum größten Teil aus MDF gefertigt und mattschwarz foliert. Einen optisch schicken Akzent setzt eine etwa zwei cm breite, hochglanzschwarze Leiste zwischen Lautsprechergitter und Gehäuse. Vorne in der Mitte sitzt ein leichtgängiger Lautstärkedrehregler aus Kunststoff in Alu-Optik, der bei Verwendung weiß beleuchtet ist und auch als Drucktaste agiert. Auf der Oberseite direkt über dem Drehregler ist eine Quellenwahltaste platziert. In Kombination mit dem PFK7189 liegt sie ein wenig ungünstig, da der Knick des Standfußes über die Taste hinausgeht. Sie lässt sich aber immer noch bedienen.

An Anschlüssen stehen an der SoundStage ein HDMI-Ausgang mit ARC zur Verfügung, außerdem ein optischer und koaxialer Digitaleingang für digitale Audiosignale sowie ein Stereo Cinch Anschluss für analoges Signal. Seitlich ist ein USB-Anschluss und ein Line-In Eingang für die analoge Übertragung von Audiosignalen mit einem beliebigen MP3-Player, Smartphones, etc. angebracht.

Die mitgelieferte Fernbedienung ist von ovaler Form, ist aber sonst einer Fernbedienung im Scheckkartenformat nicht unähnlich, auch die leicht erhabenen Tasten erinnern daran. Diese verfügen aber über einen recht angenehmen Druckpunkt und reichen für die Bedienung des Gerätes absolut aus. Im Idealfall erfolgt die Steuerung ohnehin via HDMI-CEC zum großen Teil mit der Fernbedienung des TV-Gerätes, wenn auch für besondere Features wie Bluetooth, etc. die kompakte Remote die richtige Wahl ist.

Philips 55PFK7189 Screenshot 2

Installationsassistents des Fernsehers

Philips 55PFK7189 Screenshot 6

Die Installation ist in verschiedene Kategorien unterteilt

Philips 55PFK7189 Screenshot 10

Fortschritt des Sendersuchlaufs

Philips 55PFK7189 Screenshot 11

Der Suchlauf ist abgeschlossen

Philips 55PFK7189 Screenshot 12

Verschiedene Bildeinstellungen können vorgenommen werden

 

Philips 55PFK7189 Screenshot 13

Hier der Kontrast

Philips 55PFK7189 Screenshot 15

Schärfe einstellenPhilips 55PFK7189 Screenshot 16

Klangeinstellungen des TVs können ebenfalls angepasst werden

Philips 55PFK7189 Screenshot 17

Ambilight-Einstellungen

Philips 55PFK7189 Screenshot 18

Internetverbindung einrichten

Philips 55PFK7189 Screenshot 19

Drahtlose oder kabelgebundene Verbindung ist möglich

Philips 55PFK7189 Screenshot 20

Erfolgreiche Verbindung

Der Philips TV bringt natürlich einen Einrichtungsassistenten mit, mit dessen Hilfe der Anwender die elementare Konfiguration des TV-Gerätes problemlos erledigen kann. Zunächst wird nach Anschluss des TV-Signals via LNB oder Kabelanschluss ein Sendersuchlauf durchgeführt, der Suchlauf ist nach wenigen Minuten erledigt. Danach können subjektive Bildeinstellungen vorgenommen werden, die Auswirkungen der Einstellungen werden direkt am TV in Echtzeit sichtbar. Danach kann noch die Netzwerkverbindung mit Kabel oder über WLAN erfolgen und angeschlossene Geräte als Icon im Menü hinzugefügt und benannt werden. Im Idealfall ist der TV nach Abschluss der Erstinstallation TV-Empfang möglich, das Bild nach individuellen Vorstellungen justiert und der TV mit dem Netzwerk verbunden.

Philips 55PFK7189 Screenshot 22

Bildeinstellungen

Philips 55PFK7189 Screenshot 23

Erweiterte Einstellungen

Philips 55PFK7189 Screenshot 24

Ton-Settings

Philips 55PFK7189 Screenshot 25

Erweiterte Toneinstellungen

Philips 55PFK7189 Screenshot 26

Optionen für Ambilight

Philips hat nachgelegt und zeigt ein etwa überarbeitetes Bedienkonzept. Prinzipiell entspricht Optik und Design noch weitgehend früheren Modellen, einzelne Menüpunkte sind aber nicht mehr so verschachtelt und leichter erreichbar. Die grafische Benutzeroberfläche wirkt durch das Hinzufügen von ein wenig Farbe und kleine grafische Icons insgesamt ansprechender. Außerdem wurde das Reaktionsverhalten verbessert, der TV reagiert jetzt zum größten Teil sehr zügig und führt eingegebene Befehle der Fernbedienung schnell aus.

Philips 55PFK7189 Screenshot 30

Philips Apps

Philips 55PFK7189 Screenshot 31

App-Galerie mit vielen Diensten

Philips 55PFK7189 Screenshot 32

Weitere Internetangebote

Philips 55PFK7189 Screenshot 34

Integrierter Web-Browser

Philips 55PFK7189 Screenshot 35

VoD-Angebot, dem TV-Bild überlagert

Philips 55PFK7189 Screenshot 36

TV on Demand – die ARD Mediathek

Philips 55PFK7189 Screenshot 37

Server-Auswahl im Netzwerk

Philips 55PFK7189 Screenshot 38

Medienwiedergabe via DLNA

Der Philips 55PFK7189 hat ein umfangreiches Smart TV Portal an Bord, darunter eine Vielzahl an Internet-Applikationen jeglicher Kategorie von News über Sport bis hin zu Spielen. Auch in integrierter Web-Browser mit HTML5- und Flash-Support ist dabei. Hinzu kommt die Möglichkeit, via DLNA verschiedene Dateiformate wiederzugeben. Auch jede Menge Streaming-Möglichkeiten unter „Cloud TV“ sind gegeben.

Unter den Quellen wählt man hier Netzwerk aus, der TV durchsucht dann das Heimnetzwerk nach vorhandenen DLNA-Servern und wir können unseren auswählen. Hier wird nicht von vornherein die Kategorie gewählt, sondern wir wählen einfach den gewünschten Ordner auf dem Server mit Musik, Video, oder Foto-Dateien aus. Im Bereich Musik gibt der TV anstandslos MP3, AAC und sogar FLAC-Dateien in hoher Auflösung wieder.

An Bildern gibt der PFK7189 sowohl JPEG- als auch Bitmap und PNG-Dateien wieder, die zuvor ausgewählte Musik kann man, wenn gewünscht, im Hintergrund weiterlaufen lassen. Bei den Videos konnten wir problemlos DiVX-avi, AVCHD, WMV, Quicktime MP4 und MOV Trailer sowie HDTV TS-Aufnahmen und MPEG-Files problemlos abspielen. Auch MKV-Dateien gelingen, nur bei einer MKV-Datei mit 1080p Auflösung und sehr hoher Bitrate gab es Probleme. Im DLNA-Betrieb kann es bei der Bedienung leider immer noch zu leichten Verzögerungen und einer trägen Reaktion des TV-Gerätes kommen.

Philips My Remote App 1

Der Philips TV wird von der App sofort erkannt

Philips My Remote App 2

Verschiedene Optionen innerhalb der App

Philips My Remote App 3

Entsprechend dem Navikreuz auf der FB

Philips My Remote App 4

Zifferntasten

Philips My Remote App 5

Essentielle Tasten

Philips My Remote App 6

Bild-/Ton-Einstellungen, etc.

Wie den Bildern zu entnehmen, kann die Philips MyRemote App, die kostenlos für Android und iOS erhältlich ist, zur kompletten und komfortablen Steuerung des Philips TV genutzt werden. Die App kann aber im „SimplyShare“-Modus auch dazu dienen, Fotos, Musik oder Videos von einem Smartphone/Tablet drahtlos über das Netzwerk zu streamen und am TV wiederzugeben. Bei Videos ist eine kurze Pufferphase notwendig. Als Quelle kann hierzu nicht nur das Smartphone sondern auch der im Netzwerk befindliche Server hergenommen werden, die Bedienung mit dem Smartphone erhöht hier den Komfort im Vergleich zur Navigation am TV.

Außerdem kann man das Smartphone/Tablet als Wiedergabegerät von TV-Signalen verwenden, hierzu muss „WiFi Smart Screen“ ausgewählt werden. Im TV Guide ist ein umfangreiches EPG zu sehen, dazu muss das Smartphone allerdings erst mit dem TV gekoppelt werden. Die erforderlichen Schritte werden im Display des Mobiltelefons angezeigt.

Die einzelnen Optionen müssen ebenfalls zunächst im TV aktiviert werden, da sie standardmäßig ausgeschaltet sind. Dies erfolgt in den Netzwerkeinstellungen unter den Punkten „WiFi Medienwiedergabe“ und „WiFi Smart Screen“. Weshalb wir für die „Philips MyRemote“ zur Medienwiedergabe die Ortungsdienste aktivieren und für die App erlauben müssen, erschließt sich uns nicht.

 Philips Ambilight TV App 1

Neu im App Store – die Philips Ambilight App

Philips Ambilight TV App 2

Die WM-Ausstattung für ihren TV

Philips Ambilight TV App 3

„Ready for Kick off“

Philips Ambilight TV App 4

Interaktions-Möglichkeiten

Philips Ambilight TV App 7

Torjubel

Pünktlich vor der WM bringt Philips die „Ambilight TV App“ für Android- und iOS-Geräte. Damit lässt sich auf spielerische Art und Weise die Beleuchtung um den TV individuell justieren. Beispielsweise erscheint der TV-Umriss in den Landesfarben, oder man zeigt bei einem bösen Foul die gelbe/rote Karte (Ambilight wird gelb/rot). Dazu gibt es verschiedene Animationen und Lichtspiele zu bestimmten Spielsituationen zur Auswahl, wie beispielsweise der Torjubel (Ambilight-Feuerwerk). Sicherlich keine lebensnotwendige Applikation, aber eine nette Spielerei.

Bild

Display Basic Check powered by

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avtop_logo

Wir starten beim Philips TV mit unseren Testbildern der DVE HD Basics Blu-ray und wählen zunächst ein subjektiv passendes Bildfeld aus. Hier kommt ausschließlich das Bildfeld „Film“ in Frage, da die übrigen Bildfelder bezüglich der Farbtemperatur zu kalt sind. Selbst die ISF-Bildfelder sind deutlich zu kalt und zudem zu hell. Schade, denn nur in den ISF-Bildfeldern finden wir Kalibrierungs-Optionen. Im Filmbetrieb ist die Zwischenbildberechnung bzw. Frame-Interpolation komplett deaktiviert, kann aber auf Wunsch manuell zugeschaltet werden. Noch aktiv sind Rauschreduktion und „Super Resolution“, ein Kantenschärfer.

Wir nehmen das Pluge-Testbild her und können erkennen, dass die Helligkeit beim Bildfeld Film recht solide eingestellt ist. Allerdings könnte man noch 2-3 Schritte zurückgehen. Leider müssen wir bei der Erledigung dieser Aufgabe feststellen, dass die Helligkeit nun noch versteckter in den Bildeinstellungen ist, als dies vorher schon der Fall war. Um die Bildhelligkeit zu justieren, musste man bei Philips schon immer in die erweiterten Bildeinstellungen, obwohl es sich um ein elementares Detail handelt. Jetzt ist die Helligkeitseinstellung zudem in den Erweiterten Einstellungen unter dem Punkt „Kontrast“ versteckt, auch der „Lichtsensor“ ist hier verborgen. Nach Auffinden der Helligkeitseinstellung setzen wir den Regler von 45 auf 42 herab. Die Helligkeitsverteilung, die wir hier auch schon beurteilen können, heimst dem Philips dafür Punkte ein. Obwohl es sich um ein EDGE LED LCD-Gerät handelt, wirkt das Bild homogen, Hot Spots sind beinahe gar keine zu sehen.

Auch bei den Reverse Grey Ramps & Steps macht der TV eine gute Figur. Es ist kein Clipping zu sehen und sogar im Überweiß sind noch Differenzierungen möglich. Beim Overscan-Testbild erkennen wir Vor- und Nachteile. Positiv ist, dass kein Overscan zu sehen ist, dieser ist im Film-Modus automatisch deaktiviert. Allerdings ist, wie wir stets bei Philips bemängeln, die Schärfe viel zu stark angezogen. Doppelkonturen und „jagged edges“ sind im ganzen Bild zu sehen, hier müssen wir nachbessern. Die Schärfe-Einstellungen liegen erfreulicherweise sehr offensichtlich direkt in den Bildeinstellungen, hier kann man ruhig den Schieberegler vom Wert 4 auf den Wert 0 setzen, Schärfefanatiker können auf 1 gehen, wir empfehlen 0.

uebersicht1

Übersicht 1

gamut_weisspunkt

Gamut und Weißpunkt

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Gamut Luminance

uebersicht2

Übersicht 2

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Gammakurve

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Übersicht 3

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RGB Balance

farbtemperatur

Farbtemperatur

Die erste Übersicht in unserem Calman-Workflow zeigt recht ordentliche, aber keine überdurchschnittliche Performance im Gamut-Bereich, Weißpunkt sowie der Farbhelligkeit in Relation zum Referenzweiß. Der Farbraum wird gut getroffen, leichte Abweichungen gibt es aber sowohl bei den Primär- als auch den Sekundärfarben. Die Weißpunkte liegen in den verschiedenen Helligkeitsbereichen nahe beeinander, dennoch etwas abseits vom Ideal. Bei der Farbhelligkeit liegt die größte Differenz bei Magenta und Blau vor. Die Gammakurve ist nicht optimal, mit einem Durchschnittswert von 1,9 ist das Bild schlichtweg zu „hell“, nur bei IRE 90 macht das Gamma einen Satz nach oben. Bei der Farbtemperatur schneidet der Philips am besten ab und zeigt einen sehr linearen Kurvenverlauf um 6500 K, auch wenn die RGB Balance nicht ganz optimal ist.

Praxisbetrieb

Der Philips TV bietet im zweiten Kapitel von James Bond – Casino Royale ein sehr plastisches und detailscharfes Bild. Die erste Einstellung, eine Vogelperspektive der provisorischen Kampfarena auf Madagaskar, bietet eine räumliche Darstellung der verschiedenen Bildebenen, darunter die Zuschauerränge, der Kampfplatz, aber auch die Wellblechhütten und verfallenen Häuser am Rande des Geschehens. Allerdings fehlt eine etwas unruhige 24p-Darstellung auf, bei Kameraschwenks läuft das Bild nicht absolut sauber, sondern nur mit leichtem Ruckeln ab. Bei schnellen, kurzen Schwenks fällt dies kaum auf, eher bei länger andauernden Kamerfahrten, aber auch hier muss man genau hinsehen. Bei den Micro-Rucklern handelt es sich nicht um den bekannten 24p-Judder sondern einen nicht ganz einwandfreien Pulldown. Mit den vielen schnellen Handbewegungen der Zuschauer, die damit ihre Wetteinsätze tätigen und die beiden „Gladiatoren“ tatkräftig anfeuern, scheint das TV-Gerät keinerlei Probleme zu haben. Trotz der nicht immer ruhigen Kamera-Einstellungen wird eine ausgezeichnete Kantenschärfe geboten, nach unserer leichten Zurücknahme der Schärfe-Einstellung auch nicht mehr zu stark angezogen. In der Szene, in der Daniel Craig am verkohlten Holzbalken lehnt, zeigt uns der Philips TV seine Stärken im Bereich Kontrast und Schwarzwert. Insgesamt betrachtet muss der Philips als Edge LED LCD-Gerät hier mit Einschränkungen leben, bietet aber einen guten, recht tief sitzenden Schwarzwert, der kaum durch Hot Spots negativ beeinflußt wird. Zwar sind leicht aufgehellte Stellen sichtbar, dies fällt aber nicht stark auf. Die Schwarz-/Graudifferenzierung gelingt ebenfalls sehr gut und der Balken selbst wirkt sauber durchzeichnet. Bei der Verfolgungsjagd bietet der Philips ein solides, ruhiges Bild mit guter Bewegungsdarstellung. Die gute Farbtemperatur aus dem Display Basic Check bestätigt sich hier. Die Farben wirken lebendig und dynamisch, aber nicht überzogen und unnatürlich. Bevor wir die Zwischenbildberechnung zuschalten, können wir dem Philips noch sehr gute Blickwinkelstabilität attestieren, sowohl bei horizontaler als auch vertikaler Abweichung bleiben die Farben weitgehend stabil.

Mit HD Natural Motion, in unserem Fall die Einstellung „Mittel“ und Clear LCD wird die vorherige 24p-Unruhe komplett ausgemerzt. Kameraschwenks gelingen nun ruhig und es sind keinerlei Micro-Ruckler oder 24p-Judder mehr festzustellen. Die höhere Rechenleistung macht sich deutlich bemerkbar, Fehler bei der Zwischenbildberechnung sind nur in den seltensten Fällen und bei großer Aufmerksamkeit im Bild sichtbar. Selbst schnelle Bewegungen im Bild gelingen, bis auf wenige Ausnahmen, ruhig und ohne Ausprägung von Artefakten. Vereinzelt fallen doppelte Kanten schon auf, wenn das Processing nicht schnell genug hinterher kommt. Nicht umhin kommt man allerdings unter Verwendung der Zwischenbildberechnung um den etwas unnatürlichen Video-Looks. Das Kino-Feeling geht ein wenig verloren. Bilanzierend hat Philips hier erfolgreich nachgelegt, perfekt ist die Frame-Interpolation aber noch nicht.

Um die Wandlung von 2D in 3D-Material zu aktivieren, muss man in die Einstellungen des Philips TV gehen. Unter dem Punkt „3D“ findet sich dann „2D-Material in 3D konvertieren“. Die Wandlung bietet eine erhöhte Plastizität und eine gesteigerte Staffelung der Ebenen, zeigt allerdings auch Nachteile. Besonders bei Panorama-Aufnahmen und Objekten wie Personen im Hintergrund treten verstärkt Geisterbilder auf, das Bild wirkt dann unruhig und nicht entspannend. Trotz der passiven Technologie und der damit einhergehenden Reduzierung der Auflösung wird ein scharfes und gut durchzeichnetes Bild geboten, die leichte Wabenstruktur des über dem Display gelagerten Polfilters ist aber leicht sichtbar. Die Farben wirken ähnlich natürlich, aber nicht ganz so dynamisch wie ohne 3D-Wandlung. Beim Neigen des Kopfes treten nur minimale Farbverfälschungen auf.

Im nativen 3D-Betrieb verhält sich der TV ähnlich, wenn auch hier bei weiteren Aufnahmen die Bildung von Geisterbildung nicht so stark ausgeprägt ist. In den ersten Kapiteln von Avatar wird ein sehr plastischer und räumlich gestaffelter Eindruck geboten. Die Kamerafahrt über den Dschungel von Pandora gelingt ruhig und mit guter Detailschärfe. Der Auflösungsverlust wird geschulten Augen auffallen, dennoch wird immer noch ein scharfes und detailreiches Bild geboten. Besonders die Staffelung einzelner Ebenen gelingt dem Philips ausgezeichnet. Die Farben sind, wie in der Wandlung, nicht ganz so naturgetreu wie im 2D-Betrieb, machen aber immer noch einen authentischen Eindruck. Das Bild wirkt insgesamt stabil und angenehm, auch längeres Sehen wird so nicht anstrengend.

Mit der dritten Star Wars Episode, zugespielt in 576p von DVD, prüfen wir die Upscaling-Qualitäten des Philips PFK7189. Die gelbe Laufschrift läuft sauber nach hinten ab und zeigt kaum Treppenstufenbildung. Erst ab der Bildschirmmitte sind minimales Kantenzittern an den einzelnen Buchstaben und im hinteren Bereich des Bildschirms leichte Treppenstufenbildung zu erkennen. Das Gelb wirkt authentisch und geht nicht zu stark ins ockerfarbene. Auch der Sternenhimmel mit vielen herausgearbeiteten Sternen und gutem Schwarzwert gefällt, eine sehr inhomogene Helligkeitsverteilung fällt nicht auf. Beim Kameraschwenk auf den Zerstörer bleibt der Philips weitgehend ruhig, die Kommandobrücke und die obere diagonale Linie des Schiffes zittert kaum. Die beiden Raumjäger, die über den Zerstörer hinwegfliegen bleiben ihren Objektkanten ebenfalls treu. Nach dem Abkknicken der kleinen Schiffe eröffnet sich ein weites und ausgezeichnet gestaffeltes Panorama. Die verschiedenen räumlichen Ebenen der einzelnen Schiffe, die über Coruscant schweben, sind hervorragend differenzierbar. Trotz der vielen bewegten Objekte im Kampfgeschehen, bleibt das Bild des Philips TVs sauber und angenehm. Kanten- und Detailschärfe ist ebenfalls auf exzellentem Niveau, besonders die Nahaufnahmen der Protagonisten im Cockpit machen einen positiven Eindruck. Sowohl charakterliche Details im Gesicht sowie Strukturen an den Jedi-Kutten können ausgemacht werden. Insgesamt eine ausgezeichnete Performance in dieser Kategorie.

Sehen wir uns zu guter letzt die Performance bei der DVB-C/DVB-S TV-Wiedergabe an. Im HD-Betrieb glänzen vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender, die ihr Programm in 720p ausstrahlen, mit hoher Kanten- und Detailschärfe. Allerdings treten auch hier vereinzelt Pixelwölkchen und Doppelkonturen auf. Insgesamt wirkt das HD-Bild aber angenehm und rauscharm, die Bildstabilität ist exzellent. Schriften im Bild wirken weitgehend sauber und zeigen nur in seltenen Fällen leichte Treppenstufenbildung. Auch die privaten Sender in 1080i machen einen soliden Eindruck, zeigen aber ebenfalls Pixelwölkchenbildung und stellenweise unruhige Kanten. Bei SD-Sendern sind Artefakte deutlicher ausgeprägt und auch mehr Rauschen zu sehen.

Direkt mit der Konkurrenz vergleichen lässt sich unsere TV- und Soundbar-Kombination nur schwer. Der mittlerweile knapp 1 Jahr alte Samsung UE55F7090 liegt bei den aktuellen Marktpreisen noch über dem Philips TV, bietet aber ebenfalls ein exzellentes Blu-ray Bild und zudem hervorragende 3D-Wandlung. Das Bedienkonzept ist modern und dank 4-Kern Prozessor blitzschnell im Handling. Der Tuner bietet bei beiden Geräten keine Höchstleistungen an. Für einen TV hat der Samsung einen erstaunlich soliden Klang, mit der SoundStage kann er aber nicht mithalten. Auch der Sony KDL-55W955 ist geringfügig teurer und bietet exzellente Blu-ray Performance, sehr gute Upconversion und gutes Handling. In der Upconversion zeigt er wie der Philips ein hervorragend ruhiges Bild, im Display Basic Check schneidet der Sony etwas besser ab, auch wenn der Philips bei der Farbtemperatur die Nase vorne hat. Kontrast und Schwarzwert bieten beim Sony noch Potential. Die exzellente 24p-Stabilität und die 3D-Performance sind beim W955 im Vorteil.

Klang

Philips SoundStage HTL4111B Front Seitlich3

Wie schlägt sich TV und SoundStage bei der Klangperformance

Bevor wir uns der SoundStage widmen, hören wir kurz in das TV-Gerät hinein. Ähnlich der konventionellen Konkurrenz am Markt, bietet der Philips im Alltagsbetrieb eine solide Audio-Performance. Besonders bei Sprach- und dialoglastigen Sendungen wie Soaps, Talkshows, Nachrichten, etc. reichen die integrierten TV-Lautsprecher vollkommen aus. Aufgrund des geringen Gehäusevolumens ist eine atmosphärisch dichte und authentische Gesamtkulisse nur schwer möglich, der extra integrierte Subwoofer sorgt beim Philips aber für gute Ansätze bei den tieferen Frequenzen. Im Filmbetrieb wird es besonders bei Action-Krachern aber leicht metallisch und es fehlt dem eingefleischten Filmfan an Räumlichkeit, Brillanz und Nachdruck.

Wir wechseln zur SoundStage. Diese lässt sich auf verschiedene Art und Weise mit dem Philips TV bzw. einem zusätzlichen Quellgerät verbinden. Am einfachsten und auch komfortabelsten gelingt dies dank dem HDMI-Anschluss mit Audio Return Channel. Dabei wird der HDMI-Slot der HTS4111B mit dem HDMI Eingang Nummer 4 des PFK7189 verbunden. Es muss zwingend der vierte sein, da nur dieser für den Audio Return Channel geeignet ist. Irgendwelche Konfigurationen vornehmen mussten wir erfreulicherweise gar nicht – wahrlich Plug & Play. Bei eingeschalteter SoundStage wird nun das Audiosignal vom TV oder auch einem am PFK7189 angeschlossenen Blu-ray Player bzw. sonstiges via HDMI angeschlossene Quellgerät von der SoundStage ausgegeben. Und das unabhängig davon, welche Tonspur vom Blu-ray Player ausgegeben wird, auch DTS-HD MA ist beispielsweise möglich. Natürlich kann man die SoundStage auch konventionell per optischem oder koaxialem Kabel an den Blu-ray Player anschließen, auch so ist eine Übertragung des digitalen Audio-Bitstreams möglich. Der Vorteil des HDMI-Anschlusses ist aber neben der einwandfreien Übertragung, dass die SoundStage mit der Fernbedienung des TV-Gerätes gesteuert werden kann.

Schon im normalen TV-Betrieb bietet die SoundStage eine breitere Bühne, mehr Sprachcharakteristik und insgesamt mehr Natürlichkeit. Der metallische Einschlag entfällt und die Kulisse wirkt klar räumlicher. Beim Fußballspiel kommt dadurch deutlich mehr Stadionatmosphäre beim Zuschauer vor dem TV an, und natürlich hält die SoundStage höherem Pegel viel souveräner stand, so dass auch der Torjubel einer Weltmeisterschaft würdig ausfallen kann. Das wahre Potential entfaltet die SoundStage aber im Filmbetrieb. Bei Transformers wird uns ein kräftiges und sehr räumlich wirkendes Spektakel geboten. Der Maximalpegel ist zwar nicht extrem, reicht aber auch für größere Räume problemlos aus, zudem bleibt das Gerät auch bei actionlastigen Szenen absolut souverän. Natürlich reicht es nicht an ein ausgewachsenes Surround-System heran, bietet aber beachtliches bezüglich Grob- wie Feindynamik und kann absolut problemlos für einen spannenden Filmabend mit solider akustischer Untermalung sorgen.

Fazit

Philips 55PFK7189 Front Seitlich4

Mit dem TV-Gerät PFK7189 und der SoundStage HTS4111B bietet Philips ein attraktives WMP-Paket an. Mit dem aktiven TV-Lautsprecher und gleichzeitig solidem Standfuß für den Fernseher bringt man pegelfesten Stadion-Sound ins Wohnzimmer. Aber auch beim alltäglichen TV- oder abendlichen Kinofilm-Betrieb bewährt sich die SoundStage mit guter Räumlichkeit und Souveränität bei Maximalpegel. Der TV selbst überzeugt mit guter Performance im nativen FullHD-Betrieb und ausgezeichneter Upconversion von DVD. Besonders die homogene Helligkeitsverteilung und die natürliche Farbtemperatur gefallen, wenn auch der Display Basic Check und der Praxisbetrieb noch einzelne Schwachstellen, wie die nicht ganz tadellose 24p-Darstellung, aufzeigen. Bei der grafischen Benutzeroberfläche und besonders dem Reaktionsverhalten hat Philips stark nachgebessert und wartet mit solidem Handling auf. Auch die Verarbeitungs- und Materialqualität des PFK7189 überzeugt.

Das attraktive TV & SoundStage-Bundle von Philips gibt den gelungenen Startpfiff für die Fußball-Weltmeisterschaft
ueberragend
12.06.2014

+ Solide Verarbeitungs- und Materialqualität
+ Gute Blu-ray Performance
+ Ausgezeichnetes Upscaling
+ SoundStage bietet hohen Mehrwert im akustischen Bereich
+ Bedienung der SoundStage via TV Fernbedienung dank HDMI-Slot
+ Anschluss der SoundStage problemlos und komfortabel

– Standard-Bildfeld viel zu scharf
– Schwächen im Display Basic Check

 

Test: Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich




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