TEST: Denon 5.2 AV-Receiver AVR-X540BT – solider Einstieg für 329 EUR Kaufpreis?

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Nachdem wir schon zahlreiche Fotos präsentiert und alle technischen Details aufgezählt haben, ist nun der Test des AV-Receiver-Einstiegsmodells Denon AVR-X540BT für 329 EUR, abgeschlossen. Aber beginnen wir nochmal von vorn und erwähnen gleich am Anfang, dass der AVR-X540BT alle für den 5.2-Betrieb erforderliche Grundausstattung mitbringt – mehr aber auch nicht. Ausschließlich Bluetooth ist als Multimedia-/Streaming-Merkmal vorhanden, eine Netzwerk-Sektion gibt es nicht: Weder eine Ethernetbuchse noch ein WLAN-Modul befinden sich an Bord. Decoder für dts-HD und Dolby True HD sind vorhanden, nicht aber Decoder für dts:X und Dolby Atmos. 

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Der Lautstärkedrehregler sieht auch beim einfachsten AV-Receiver gut aus

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Typisch Denon ist auch der Drehregler für die Quellwahl 

Die Gerätefront zeigt das bekannte, immer weiter verfeinerte, aber nie deutlich geänderte Denon-Design. Sie sitzt akkurat, mit geringen Spaltmaßen, und besteht aus recht hochwertig erscheinendem Kunststoff. Der Drehregler für die Quellwahl ist etwas schwergängig, der Lautstärkedrehregler liegt gut in der Hand und ist leichtgängiger. Ein großer 6,25mm Heapdhone-Ausgang und ein Anschluss fürs Setup-Mikrofon des Lautsprecher-Einmesssystems sind ebenfalls auf der Frontblende untergebracht.

Denon-AVR-X540BT-Bedienelemente-Display

Auch am Display wurde nicht sichtbar gespart, es löst genauso gut auf wie bei teureren Denon AVRs. Vorn gibt es noch ein USB-Terminal

Das einzeilige Front-Display stellt in Dot-Matrix-Auflösung dar. Ein USB-Slot vorn sorgt für gewisse multimediale Grundversorgung. Über diesen Anschluss können viele Audio-Dateiformate wie MP3, WMA, FLAC und MPEG-4/AAC wiedergegeben werden. Der AVR-X540BT ist überdies zu HEOS Link kompatibel. 

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HDMI-Sektion

Denon hat auch an den HDMI-Anschlüssen nicht gespart. Fünf Ausgänge hinten sind vorhanden. Drei Eingänge –  „Blu-ray“, „CBL/SAT“ und „Game“ – sind kompatibel mit 4K Ultra HD, HDCP 2.2, HDR, BT.2020, Wideo Color Gamut, 4:4:4 Pure Color-Subsampling sowie 21:9 Video-Passthrough. Siehe Bild oben, da es ist sehr gut zu erkennen, welche HDMI-Inputs den neuesten Anforderungen genügen.  

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Rückseite komplett

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Cinch-Sektion. Auffällig: Schon der AVR-X540BT bietet zwei Subwoofer-Pre-Outs

Viel gibt es außer der gut bestückten HDMI-Sektion nicht an Anschlüssen. 2 optische Eingänge, 2 FBAS-Cinch/Audio-Cinch-Input (CBL/SAT, Media Player), aber wenigstens 2 Vorverstärkerausgänge zum Anschluss aktiver Subwoofer befinden sich auf der Rückseite. 

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Nicht gut: Lautsprecherkabel-Klemmanschlüsse

Für den korrekten Anschluss ist der AVR-X540BT mit farblich markierten Lautsprecheranschlüssen ausgestattet und wird mit entsprechend markierten Etiketten für die Lautsprecherkabel ausgeliefert. Leider aber kann die Lautsprecherkabel-Anschlusssektion nicht überzeugen. Billige Lautsprecherkabel-Klemmen haben auch an einem knapp 330 EUR kostenden AV-Receiver nichts zu suchen. 

Auf der Vorderseite des AVR-X540BT befinden sich noch vier Schnellauswahltasten, mit denen man zwischen den am häufigsten verwendeten Eingangsquellen umschalten kann. Diese Schnellauswahltasten finden sich auch auf der Fernbedienung wieder.

Wie sieht es im Inneren des AVR-X540BT aus? 

Denon-AVR-X540BT-Innenleben-Gesamt

Gesamt-Layout

Die Ausgangsleistung (8 Ohm, 20 Hz bis 20 kHz, 0,08 % Klirr, 2-Kanal-Betrieb) gibt Denon mit 70 Watt an. An 6 Ohm, 1 kHz, 0,7 % Klirr, 2-Kanal-Betrieb, sind es 90 Watt. Am Layout des AV-Receivers mit diskreter Endstufen-Einheit gibt es zumindest optisch nichts auszusetzen.

Denon-AVR-X540BT-Innenleben1

Trafo

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Im Detail

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Blech-Kühlkörper, übersichtliche Verkabelung

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Platinenlayout

Natürlich kann man bei einem so preiswerten AV-Receiver nicht die hochwertigsten Baugruppen erwarten, aber fürs investierte Geld hinterlässt der AVR-X540BT einen guten Gesamteindruck. 

Denon-AVR-X540BT-Mikro

Der AVR-X540BT wird mit einem Messmikrofon geliefert, mit dem sich grundsätzliche Systemparameter an das eingesetzte Lautsprechersystem und den Raum automatisch anpassen lassen. Der Einmessvorgang ist in den Setup-Assistenten integriert, der allerdings nur in englischer, französischer und spanischer Sprache zur Verfügung steht. Außerdem sieht man an der sehr einfachen Auflösung der Schriften, dass der 540 ein gänzlich anderes OSD hat als die teureren Denon AVR-X-Modelle.

Denon-AVR-X540BT-Fernbedienung

Fernbedienung

Wer etwas Englisch kann, ist trotzdem gut bedient. Denn der Einrichtungsassistent bietet einen klaren Bildschirmtext, der schnell und einfach durch den Einrichtungsvorgang leitet und dabei wesentliche Systemeinstellungen vornimmt. Die mitgelieferte Fernbedienung gibt optisch und haptisch wenig Anlass zur Klage. Sie ist verhältnismäßig hochwertig und zugleich übersichtlich gehalten. Alternativ kann man den AVR-X540BT auch mittels der Bluetooth Remote-App von Denon steuern. Hier drückt man zum Pairing die Bluetooth-Taste auf der Fernbedienung drei Sekunden lang und befolgt dann die Hinweise auf dem Smartphone-Touchscreen und dem Display des 540ers. 

Denon AVR-X5400BT App 1

Gleich steht die BT-Verbindung

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Quellwahl

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Zugriff auf die Musik des Smartphones (iPhone 7 Plus) direkt aus der App. Hier die Titelauswahl

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Inhalt einer Playlist auf dem iPhone

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Übersichtliche Gestaltung der App

Die App ist einfach zu handhaben und logisch aufgebaut, daher können wir den Einsatz durchaus empfehlen. Nun haben wir verschiedene Screenshots zur Inbetriebnahme des AVR-X540 erstellt.

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Deutsch steht leider nicht zur Auswahl

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Erklärung zum Nutzen des Setup-Assistenten

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Weitere Erklärungen zur Verwendung

Denon AVR-X5400BT Screenshot 4

Alles vorhanden?

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Beginn des Lautsprecher-Setups

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Auch Grafiken, wenn auch in einfacher Auflösung, sind im Assistenten enthalten

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Komplettes 5.1-System

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Einmessung der Lautsprecher, beim 540 an einer Position

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Messvorgang beim rechten Frontlautsprecher

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Nun geht es los

Jetzt folgen noch verschiedene Screenshots der Menüs, die während des Betriebs des AVR-X540BT zur Verfügung stehen:

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Grundmenü im normalen Betrieb

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Audio-Menü

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Video-Menü

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Eingangsmenü

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Manual Setup für die Lautsprecher

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General Setup mit ECO-Modus

Die Menüs sind alle grafisch schlicht gehalten, aber immerhin: Es gibt ein sogar recht ausführliches OSD beim kleinsten Denon AV-Receiver. 

Wir sind nun gespannt auf die Klangtestreihen. Der AVR-X540BT bietet für kleines Geld eine ordentliche Ausstattung. Dolby Atmos und dts:X erwartet in dieser Preisklasse keiner, daher wiegt es nicht schwer, dass Decoder für die objektbasierten Audioformate fehlen. Nicht überzeugend: Die billigen Lautsprecherkabel-Klemmanschlüsse. Sehr überzeugend: Moderne HDMI-Sektion, Fernbedienung, Verarbeitung der Frontblende und der Eindruck vom Geräteinneren.

Klang

329 EUR – nicht eben viel für einen vollwertigen AV-Receiver. Daher sind unsere Erwartungen nicht allzu hoch, als wir in die Klangtestreihen einsteigen. Wir hören uns den 007-Movie „Ein Quantum Trost“ in dts-HD Master Audio 5.1 von Beginn an. Den aktiven Subwoofer (Nubert nuLine AW-1100) müssen wir aber nach der automatisch erfolgten Einmessung noch weiter zurückdrehen, obwohl wir im Einrichtungsassistenten alle Ratschläge befolgt haben. Ist dies erledigt, verbreitet der kleinste Denon, obwohl wir ein großes 5.1 Lautsprecher-Setup mit Standlautsprechern verwenden, durchaus Hörspaß. Bei  hohem Pegel, aber erst bei rund 80 Prozent der maximalen Lautstärke, wird der AVR-X540BT im Hochtonbereich etwas spitz und metallisch. Darunter gibt er sich recht souverän, er schafft es auch, den Music Score gut vom akustischen Rest zu trennen.

Schon direkt zu Beginn, als der MGM-Löwe noch brüllt und sich dann bedrohliche Musik entwickelt, gefällt die für die günstige Preisklasse ordentliche Auflösung. Der plötzliche Dynamiksprung, als der Zuhörer dann inmitten der Verfolgungsjagd rund um den Gardasee ist, wird prima übertragen. Das Hochdrehen des Motors im Aston Martin DBS von James Bond sowie die Salven aus den Automatikwaffen der Killer bringt der 540 sauber zur Geltung. Auch die Unfälle – als Bonds DBS eine Tür verliert oder als es zu einem Frontal-Crash eines der Killer-Alfa mit einem LKW kommt – haben einen guten Nachdruck, die nach allen Seiten wegfliegenden Trümmer gibt der Denon mit tadelloser Auflösung weiter.

Im Steinbruch lässt es der Einstiegs-AV-Receiver im wahrsten Wortsinne „krachen“. Der Land Rover Defender der Carabinieri donnert den Hang herunter, und der Alfa Romeo 159 fliegt nach einem Volltreffer von Bond in die Tiefe. Dann wird es ruhiger, und 007 fährt mit seinem demolierten Supersportwagen in Siena ein, und lädt die wertvolle Geisel aus dem Kofferraum. 

Kann der AVR-X540BT auch mit Musik umgehen? Wir checken dies mit dem Titelsong zum Film, der nun in voller Länge wiedergegeben wird. Der aktive Subwoofer wird präzise angesteuert, die Dynamik der fünf analogen Endstufen im Denon ist sehr gut. Zu beachten ist, dass der AVR-X540, wenn man auch nur mal eine Stunde mit hohen Pegeln arbeitet, nicht in ein Rack „eingezwängt“ werden sollte. Die Hitzeenentwicklung ist beträchtlich, und man sollte dies nicht unterschätzen. Stellt man den 540 frei auf, kann die Abwärme leichter abgeführt werden. Die Trennung der Stimme von den Instrumenten gelingt gut, die räumliche Wirkung ist ebenfalls zu loben.

Nun, im jetzt folgenden Kapitel, wird Bonds Gefangener in unterirdischen Katakomben  in Siena vernommen. Direkt über dem Ort des Verhörs findet ein legendäres Pferderennen mitten in Siena statt. Den akustischen Kulissenwechsel zwischen den Dialogen in den klanglich halligen Katakomben und den Geräuschen der galoppierenden Pferdehufe und den Rufen der Zuschauer oberirdisch gelingt dem AVR-X540 gut. Die Stimmen von M und 007 arbeitet der AV-Receiver mit voll befriedigender Detaillierung heraus. Es war zu erwarten, dass teurere AVRs hier mehr zu bieten haben, aber für normale Ansprüche reicht das, was unser Testkandidat bietet, problemlos aus.

Als der von der Gegenseite bezahlte MI6-Leibwächter Bonds wichtigen Zeugen erschießt, verfolgt 007 den Flüchtenden erbarmungslos. Schüsse, schreiende Menschen, einstürzende Baugerüste – diese explosive Mischung managt der AVR-X540BT mit überraschender Gelassenheit. Er vergisst auch nicht, den Music Score noch gut einzuarbeiten. Wie gesagt – das ist mehr als akustische Grundversorgung, was hier geboten wird. Noch vor einigen Jahren waren 500 EUR kostende Mehrkanal-Receiver aus klanglicher Sicht nicht besser unterwegs. 

Wir schalten vor ins nächste Kapitel. In der Ära der 5.1.4 Systeme mit 3D-Sound ist man einen hohen Standard im Hinblick auf die Räumlichkeit des Klangs gewohnt. Da ist ein konventionelles 5.1 Set-Up erstmal ein hörbarer Rückschritt. Trotzdem, vergleicht man wiederum mit einer klassischen Soundbar oder einem Blu-ray-Receiver/Lautsprecher-Komplettsystem, ist der akustische Bonus des AVR-X540BT sehr gut herauszuhören. Mehr Details werden wiedergegeben, die Räumlichkeit erscheint authentischer, vielschichtiger, und der gebotene Nachdruck liegt höher. Beim niederprasselnden Regen oder auch beim Gespräch zwischen M und Bond in der Wohnung des von 007 getöteten Leibwächters bietet der Denon einiges an Heimkino-Flair. 

Die Szene in Port-Au-Prince auf Haiti ist jetzt an der Reihe. Der Doppelnull-Agent sucht einen der HIntermänner der Gegenseite in einem heruntergekommenen Hotel. Kleine Geräusche wie da Öffnen einer Tür oder ein Windstoß an einem Vorhang arbeitet der AVR-X540 zuverlässig heraus. Plötzlich ein Dynamiksprung, Bond wird aus dem Hinterhalt überrascht. Eine wüste Schlägerei folgt, und mit erneut gutem Nachdruck gibt der Denon diese wieder. 

Hören wir uns nun eine Musik-Blu-ray an. Nightwish – „End Of An Era“ in Dolby Digital 5.1 ist die Disc. Das Intro und „dark Chest Of Wonders“ wird kraftvoll und mit umfassender räumlicher Wirkung übertragen. Die Aggressivität der E-Gitarre kommt sehr gut heraus, der Ryhtmus bereitet dem AVR-X540 keine Probleme. Das steckt „Zunder drin“ – kaum jemand würde vermuten, dass hier ein 329 EUR-AV-Receiver am Werk ist. Klar, wer sich etwas auskennt, merkt es schon. Hier verschwimmen die einzelnen akustischen Ebenen etwas, da würde die Stimme noch etwas mehr Struktur vertragen – aber insgesamt ist es wirklich gut, was der 540 für eine Show offeriert. 

Bei der Eagles Blu-ray „Farewell Tour – Live From Melbourne“ in dts-HD Master Audio liefert der preiswerte Denon ebenfalls eine gelungene Vorstellung ab. Wir lauschen dem Evergreen „Tequila Sunrise“ und sind angetan von der Stimmwiedergabe, der Präsenz der Instrumente und von der räumlichen Staffelung. Hier hätten wir kein so gutes Ergebnis erwartet, vor allem nicht, was Auflösung und Detaillierung angeht. Eine spezielle Version des absoluten Klassikers „Hotel California“ darf natürlich nicht auf der Konzert-BD fehlen. Ein längeres Trompeten-Intro ist zunächst zu vernehmen, und mit überraschend guter Strahlkraft gibt der AVR-X540 dieses wieder. Den Aufbau im Hintergrund und die Beifallsstürme aus der Zuhörerschaft verdichtet der kleine Fünfkanal-Receiver zu einem mitreißenden Hörerlebnis. Und, was erstaunt, der 540 kommt mit hochwertigen Lautsprechern, bei uns von Nubert und Canton, richtig gut zurecht. Billige Sub-/Sat-Systeme sollte man an den leistungsfähigen kleinen Klangmeister daher nicht anschließen. Im weiteren Verlauf des Songs gefallen erneut Stimmwiedergabe und Auflösungsvermögen – alles im grünen Bereich für wenig Geld.  

Stereo-Fans sei allerdings gesagt, dass der AVR-X540BT hier nicht die optimale Lösung darstellt. Er befriedigt Grundansprüche, wenn ab und zu mal mit nicht zu hoher Lautstärke zweikanalig gehört werden soll. Ordentlicher Bühnenaufbau, gute Trennung von Stimmen und Instrumenten – aber nicht das, was der Stereo-Liebhaber haben möchte. Daher raten wir, dass entweder eine separate Anlage für die Stereo-Wiedergabe am Start sein sollte, oder aber man gönnt sich einen teureren Denon AV-Receiver. Schon das 2017er Modell AVR-X2400H glänzt mit tadellosen 2-Kanal-Qualitäten, ist mit 699 EUR (UVP) aber natürlich sehr deutlich teurer. 

Fazit

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Der Denon AVR-X540BT ist ein ideales Einsteigermodell. Er überzeugt mit ordentlicher Verarbeitung und guter Materialqualität. Er klingt erstaunlich komplett: Dynamisch, nachdrücklich und räumlich sauber gestaffelt. Die Pegelfestigkeit ist tadellos, allerdings erhitzen sich die analogen Endstufen recht deutlich. Die Ausstattung ist sehr gut, auch HDMI-Eingänge, die aktuellken 4K-Standards entsprechen, sind vorhanden. Decoder für dts:X und Dolby Atmos darf man bei knapp über 300 EUR Kaufpreis nicht erwarten, daher ziehen wir hier keine Punkte ab. Die Stereo-Performance ist durchschnittlich. Gut gefallen uns die tadellose Fernbedienung und die Bluetooth-App zur Bedienung des 540. Zwei Dinge müssen aber auch bei einem günstigen Einsteiger-AV-Receiver nicht sein: Die billigen Klemmanschlüsse für die Lautsprecher und die Tatsache, dass das OSD zwar in englischer, spanischer und französischer Version,  nicht aber in deutscher Sprache vorhanden ist. Sonst stellt der Einrichtungsassistent durchaus eine wertvolle Hilfe dar, ist man der englischen Sprache etwas mächtig. 

Lebendig aufspielender, günstiger 5.2-Kanal-Receiver mit tadelloser Ausstattung und zeitgemäßen HDMI-Spezifikationen
ausgezeichnet
AV-Receiver Einsteigerklasse
Test 29. August 2017

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 29. August 2017




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