TEST: Auna Rocketbox 2.0 – Portabler Bluetooth-Lautsprecher mit Akku

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Nicht nur im klassischen HiFi-Bereich sondern auch bei portablen Bluetooth-Geräten, Internetradios und sonstigen Audio-Gadgets möchte Auna hohe Performance zum kleinen Preis bereit stellen. Unter diese Kategorie fällt ganz klar die „Rocketbox 2.0“, ein portabler Lautsprecher in Soundbar-Form mit einem vielfältigen Anschlussangebot. Die Bluetooth-Schnittstelle bildet hier natürlich das zentrale Element, aber auch USB, AUX-Eingang und sogar ein MicroSD-Slot steht zur Auswahl. Außerdem hat das Gerät ein UKW-Radio mit 20 Senderspeichern an Bord. Der Preis liegt bei knapp 45 EUR.

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Seitenansicht

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Robustes Aluminium-Gehäuse

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Trageschlaufe

Die Rocketbox 2.0 ist mit den Abmessungen von 18,5 x 6,3 x 6 cm (BxHxT) und dem Gewicht von 380g sehr kompakt und daher bezüglich ihres Aufstellungsplatzes sehr flexibel. Zudem ist sie schnell in den Rucksack gepackt und an jedwedes Ziel mit hingenommen. Dank des integrierten Akkus, der via USB geladen wird, ist man – zumindest für einen begrenzten Zeitraum – nicht einmal vom Stromnetz abhängig.

Das Alu-Gehäuse wirkt aufgrund einer soliden Wandstärke sehr robust und recht hochwertig, auch wenn die Kanten noch etwas geschliffener sein könnten. Das Alu-Gehäuse, neben Blau auch noch in Silber, Grün und Schwarz erhältlich, umgibt ein weißes Kunststoffgehäuse, dass einen schicken optischen Akzent setzt. Auch das Lautsprechergitter vor den beiden Lautsprechern ist aus Metall, dahinter sitzen eine rote und eine blaue Status-LED. Auf der Oberseite befinden sich gut eingepasste stationäre Bedienelemente für die Lautstärkeeinstellung, Track-Wechsel, Play/Pause, Menü und die Anrufannahme bei Verwendung der Rocketbox 2.0 mit einem Smartphone. Daneben ist ein kleines Segment-Display mit angenehmer Auflösung untergebracht, mit dem auf das Menü zugegriffen werden kann.

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Gumminoppen an der Unterseite

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Rückseite

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Anschlüsse und Akku

Seitlich ist eine kleine Trageschlaufe am Alu-Gehäuse befestigt, die Unterseite ist mit vier länglichen Gumminoppen versehen.

Die Anschlüsse sitzen ordentlich verstaut an der Rückseite und umfassen, wie bereits erwähnt, USB, MicroSD-Slot, Micro-USB zum Laden und zum stationären Betrieb, einen AUX-Eingang Miniklinke und einen Schiebe-Button zum Ein/Ausschalten des Geräts. Im Lieferumfang befindet sich  ein AUX-Klinkenkabel sowie ein MicroUSB-Kabel. Der Akku wird ebenfalls separat geliefert und kann auf der Rückseite eingelegt werden.

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Bedienelemente und Display

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Systemeinstellungen

Im ausgeschalteten Zustand zeigt das Display der Rocketbox 2.0 die Uhrzeit im Format HH:MM:SS sowie rechts oben den aktuellen Ladezustand des Akkus an. Ein Druck auf Menü zeigt dann die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten. Voreingestellt ist das Menü auf die Sprache Englisch, hier kann man aber zwischen einer Vielzahl an Sprachen, von Fränzösisch bis Chinesisch, wählen. Trotz der üppigen Auswahl ist die deutsche Übersetzung gut gelungen.

Hauptsächlich dient das Menü der Quellenwahl zwischen Musik (USB/SD), BT und FM Radio. Unter Kalender lässt sich aber das aktuelle Datum einstellen/einsehen und im Systemmenü kann man die aktuelle Zeit einstellen, unter „Werkzeug“ einen Alarm einrichten (Täglich, nur Einmal) und sogar den Kontrast des Displays justieren. Das Weck-Signal des Alarms ist zwar nicht das freundlichste sondern ähnelt eher dem Klingeln eines Telefons, aber der Wecker funktionierte auf Anhieb und zuverlässig.

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Track-Anzeige und mehr bei der Wiedergabe von USB

Das Display bietet absolut ausreichend Platz, um die vorhandenen Optionsmöglichkeiten komfortabel anzuzeigen. Die Bedienung mit den Drucktasten ist problemlos möglich, aber die Quellenwahl lässt sich auch einfacher und ohne Display-Aufwand lösen, allerdings wird bei USB-Anschluss z.B. direkt dieser Eingang ausgewählt und die Wiedergabe beginnt. Insgesamt aber eine gelungene Integration.

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Wie schlägt sich die Rocketbox 2.0 beim Klang?

Bei der akustischen Performance darf man bei einem portablen Bluetooth-Lautsprecher mit derart kompakten Abmessungen natürlich keine audiophilen Ansprüche stellen. Elementar ist aber ein angenehmer Klang, der auch bei solidem Pegel nicht zum Überborden oder starken Verzerrungen neigt.

Mit Joe Bonamassas „Jockey Full of Bourbon“ muten wir der Auna Rocketbox 2.0 eigentlich einen gnadenlosen Hammer zu, spielen diesen aber via Bluetooth in mäßiger Spotify-Qualität zu. Ein Vergleich mit dem Titel der Blu-ray in Kombination mit hochwertigem Equipment ist zwar hier gar nicht möglich, allerdings bietet der Auna Lautsprecher einen durchaus gefälligen und angenehmen Sound. Die Stimme des Sängers wird gut an den Hörer herangetragen, wirkt sauber und klar. Auch die Gitarre wird sauber herausgearbeitet und zumindest Elemente des Schlagwerks bleiben beim komplexen Klanggeschen hörbar. Zudem kann man auch etwas lauter hören, ohne dass es zu metallisch klingt oder gar Störartefakte sich ausprägen. Auch als das Klavier einsetzt, sind wir positiv überrascht von den integrierten Breitbändern.

Selbstverständlich fehlt es stark an Tiefgang und nachdrücklichem Volumen im unteren Frequenzbereich. Das merkt man besonders bei basslastigen elektronischen Klängen, dennoch wird der Kickbass von „Violetta“ von Orjan Nilsen solide suggeriert und auch die übrigen Synthesizer-Elemente werden sauber erfasst. Hier wird es bei höherem Pegel schneller etwas blechern, richtig aggressiv wird die Rocketbox 2.0 aber nicht. Am Strand oder abends am Lagerfeuer, wenn also die absolut authentische Wiedergabe nicht die größte Rolle spielt, macht sich die Rocketbox 2.0 mit schwungvoller und recht angenehmer Wiedergabe auch bei höherem Pegel sehr gut.

Selbst bei den „Sultans of Swing“ von den Dire Straits bringt die Rocketbox 2.0 ein lebendig wirkendes Ensemble an den Hörer und überzeugt mit Ansätzen von charakteristischen Eigenschaften der einzelnen Instrumente, besonders gut scheint dem Auna Lautsprecher aber die Stimmwiedergabe zu liegen. Zu dem geforderten Preis und des hohen Kompaktfaktors muss sich die Auna Rocketbox 2.0 keinesfalls verstecken sondern bietet eine solide Audio-Performance. Ganz mithalten mit einem Grundig Bluebeat GSB 120 kann sie zwar nicht, bietet aber robuste Verarbeitung und ein schickes Alu-Gehäuse, zudem kostet der Grundig mit knapp 100 EUR deutlich mehr. Auch für den Audiovox Twiek6 werden 99 EUR aufgerufen, der mit extrem langer Akkulaufzeit, ausgezeichneter Verarbeitung und sehr räumlicher Akustik aufwartet.

Fazit

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Die Auna Rocketbox 2.0 ist ein Flexibilitäts- und Preiskracher! Für nicht einmal 45 EUR wird Bluetooth, USB, MicroSD, Klinke und sogar Radioempfang geboten. AptX ist zwar nicht mit an Bord und die akustische Performance wird von teureren Geräten ähnlichen Formates übertroffen, allerdings bietet die Rocketbox 2.0 durchaus angenehmen und lebendigen Sound. Zudem sieht sie schick aus und steckt in einem robusten Alu-Gehäuse, das in vier verschiedenen Farben erhältlich ist. Sogar ein Display ist integriert und für Portabilität ist mit einem Akku gesorgt, der für etwa 5-6 Stunden Laufzeit sorgt. Die Auna Rocketbox 2.0 ist ideal zum „einfach mal in den Rucksack packen und mitnehmen“ geeignet. Günstig, leicht und flexibel! Der Kumpel am Strand/im Schwimmbad/beim Picknick kann fix einen USB-Stick anschließen oder einfach sein Smartphone koppeln, um seine aktuellsten Hits zu präsentieren. Und wenn das Nickerchen zu lange dauert, schützt der Alarm vor Sonnenbrand. Sogar das Smartphone kann man mit der Rocketbox 2.0 laden!

Günstiger und flexibler Bluetooth-Lautsprecher zum Mitnehmen
ausgezeichnet
01.07.2014

+ Günstiger Kaufpreis
+ Vielfältige Anschlussmöglichkeiten
+ Hohe Flexibilität
+ Separater Akku
+ In vier Farben erhältlich
+ Robustes Gehäuse
+ Solides Display
+ Smartphone-Ladefunktion

– Menü-Navigation kann komfortabler gelöst werden
– Radio-Empfang nicht sehr stabil und Frequenz muss stets neu eingestellt werden

 

Test: Philipp Kind




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