SPECIAL: Jamo präsentiert die neue „Concert Series“

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Zur Vorstellung und Demonstration der neuen Concert Series von Jamo lud die Osiris Audio AG und Vertreter des Unternehmens Klipsch nach Wiesbaden ein. Bereits seit 2005 steht die ehemals dänische Lautsprechermanufaktur Jamo unter dem Dach der US-Amerikaner, ein fest zugeordnetes Team ist dort mit der Konzeption und Entwicklung der Jamo-Produkte betraut, um den ursprünglichen Jamo-Sound zu erhalten und gleichzeitig mit Innovation und High-Tech zu kombinieren.

Wir haben die Eintrittskarte zur „Concert Series“ gelöst und die neuen Modelle in Augenschein genommen.

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Die Jamo C109 und C97 bilden die Speerspitze der Concert 10 und Concert 9 Serie

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Zweiter Standlautsprecher im Bunde der Concert 9 Serie – C 95

Zunächst lassen sich die neuen Modelle in die Familien „Concert 10“ und „Concert 9“ unterteilen. Beide Serien warten mit einem vollen Produktportfolio auf, so gibt es in jeder Serie Standlautsprecher, Regal-Lautsprecher, Dipol-Surrounds, einen Center und kombinierbare Subwoofer. Die Concert 9 Series leistet sich mit C 97 und C95 sowie C 93 und C 91 sogar jeweils zwei unterschiedliche Stand- und Regallautsprecher.

Als absolutes Flaggschiff präsentiert sich die Jamo C109, ein 3-Wege Bassreflex-Lautsprecher mit zwei Tieftönern, einem Mitteltöner und einem Hochtöner. Die beiden Tieftöner sind räumlich vom Mittel- und Hochtöner getrennt, um eine möglichst saubere Klangreproduktion zu erreichen. Tief- und Mitteltöner sehen zwar identisch aus und haben identische Dimensionen, es handelt sich aber um eine unterschiedliche Membran- und Antriebskonstruktion.

Ebenso verhält es sich bei der C97. Der Lautsprecher ist ebenfalls als 3-Wege Bassreflexkonstruktion ausgeführt, mit zwei räumlich getrennten Tieftönern und Mittel-/Hochtöner.

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Seitliche Ansicht mit aufgesteckten Lautsprechergittern

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Neben Schwarz und Weiß wird die C109 auch in echtem Walnuß-Furnier erhältlich sein

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Übersicht der neuen Jamo Lautsprecher

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Der C10 Center in Weiß

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Der Center der Concert 9 Serie

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C 103 Regal-Lautsprecher in der Variante Walnuß

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C 91 und C 93 Regal-Lautsprecher an der Wand befestigt

Klipsch und Jamo gehören zwar nun schon seit beinahe zehn Jahren zusammen, dennoch sind sich die Verantwortlichen im US-amerikanischen Indianapolis bewusst: Hier liegen zwei vollständig unterschiedliche Konzepte vor. Wer Klipsch Lautsprecher kauft, der möchte nicht nur einen speziellen Sound, sondern auch „Boxen für Männer! – Boxen aus Holz! – Boxen in Schwarz!“ – eben etwas fürs Heimkino, Design steht hier nicht unbedingt im Vordergrund.

Bei Jamo verhält sich dies etwas anders. Ebenso wie bei Klipsch soll hier nicht nur der Familienklang erhalten bleiben, sondern auch der Anspruch gelten, eine edle, zeitlose optische Anmutung zu schaffen. Dafür haben sich die Amerikaner den Briten Kieron Dunk ins Boot geholt, der – aufbauend auf der Jamo Designsprache – die neuen Concert Serien entworfen hat.

Und wir können anstandslos behaupten: Es hat sich gelohnt! Modern, aber zeitlos, schlicht und gleichzeitig elegant sind beide Concert Serien geworden. Die Concert 10 sticht durch ihre geschwungene Form, die sich durch die ganze Bandbreite an Lautsprechern zieht, besonders heraus. Die Lautsprecher wirken zudem wie aus einem Guss, als wären sie aus einem Block gehauen und nicht aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzt. Wer es etwas moderner möchte, wählt die schwarze oder besonders die weiße Hochglanz-Variante, aber auch klassisch in Walnuß macht die Concert 10 Serie eine exzellente Figur.

Die Concert 9 Serie weist eine geschwungene Form nur bei der Schallwand auf, die Gehäusekonstruktion ist dann geradliniger. Davon abgesehen steht sie der Concert 9 Serie in puncto Design aber kaum nach, auch hier ist der Kollaboration der Amerikaner und des Briten ein toller Wurf gelungen. Die Concert 9 Serie ist in Schwarz, Weiß und Dark Apple erhältlich.

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Sehr solide Oberflächenqualität und eine moderne, schicke Optik

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Auch die Rückseite überzeugt mit gerundeten Kanten und erstklassiger Lackierung

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Hochwertige Standfüße aus geschliffenem Aluminium

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Die Edition „Walnuß“ macht einen sehr exquisiten Eindruck

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Anschluss-Terminal der C 109

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Oberfläche des Centers C 10

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Hier das Anschluss-Terminal und das Bassreflexrohr der C 95

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Teil der Front der C 95

Sämtliche ausgestellten Komponenten der Jamo Concert Serien zeigten sich in exzellenter Verarbeitungsqualität. Die Hochglanzlackierung in Schwarz und Weiß wirkte tief und unanfällig gegenüber Hairline-Kratzern, aber auch das Walnuß-Furnier der C 109 und der C 103 machte einen sehr sauberen und hochwertigen Eindruck. Die Concert 10 Serie begeistert mit rundum gerundeten Kanten. Die aufgesetzte Schallwand schloss zwar nicht hundertprozentig mit dem Gehäuse ab, das könnte sich aber bis zur Serienreife Ende Juli ja noch verbessern lassen.

Wie bereits erwähnt verfügt die Concert 9 Serie über ein geradlinigeres Gehäuse, nur die Schallwand weist eine Biegung auf. Hier war lediglich Schwarz, was eher in richtung matt geht und ebenfalls sehr schick wirkt, sowie die C 95 und der Center in Dark Apple gezeigt. Keinesfalls zeigt die Concert 9 Series eine geringere Oberflächenqualität oder Detailverarbeitung.

Die Aluminiun-Standfüße mit geschliffener Oberfläche machen ebenfalls einen sehr soliden Eindruck und sorgen für hohe Standfestigkeit der Standlautsprecher. Auch die Rückseite wurde mit hoher Aufmerksamkeit bedacht. Die Lautsprecher-Terminals wirken hochwertig und die Bassreflexöffnungen sauber integriert.

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Ein Tieftöner der C 109

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Die Sandwich-Membran und Sicke im Detail

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Aluminium Center-Plug

Bei den einzelnen Lautsprecher-Chassis wurde viel auf bewährte Jamo-Technologie gesetzt, aber natürlich auch neue Technologie investiert. Der Hochtöner beispielsweise, der natürlich mit der Jamo WaveGuide-Technologie ausgestattet ist und damit ein sehr räumliches Abstrahlverhalten mit geringer Verzerrung garantiert, wird nun durch ein neu entwickeltes Entkopplungssystem vom eigentlichen Gehäuse ausgelöst.

Die Tieftöner sind aus einer dreifachen Sandwich-Membran gefertigt, um gleichzeitg hohe Präzision und Steifigkeit für maximale Belastung ohne Verzerrungen oder träges Verhalten sicherzustellen. Nicht nur das Membranmaterial sondern auch die besonders breite Sicke wurde dafür optimiert. Mittig sitzt anstelle eines Dustcaps ein Aluminium-Plug, der den zusätzlichen Benefit einer guten Kühlung der Schwingspule innehat. Genauere Informationen gibt es, wenn die einzelnen Modelle für einen Testbericht zur Verfügung stehen.

Noch nicht mit eigenen Augen sehen konnten wir die vier neuen Subwoofer von Jamo, die etwa zur gleichen Zeit wie die neue Concert Series erhältlich sein werden.

Dabei handelt es sich um den J 110 und den J 112 Sub, die perfekt zur Kombination mit der Concert Series geeignet sein werden. Hinzu kommen J 10 und J 12 Sub zur Kombi mit der Jamo Studio Linie. Es sind Front-Firing Bassreflex-Subwoofer mit – dem Namen nach – 10″ und 12″ Chassis. Der J 112 Sub bringt eine 650 Watt Endstufe mit, der J 110 450 Watt, beide digital. Bei den Farben kann man zwischen Schwarzer und weißer Hochglanz-Lackierung und Dark Apple wählen. Besondersheit der „Concert“ Subwoofer ist die Möglichkeit, die Subs drahtlos einzusetzen.

Der J 10 Sub und J 12 Sub kommt mit 250 bzw. 350 Watt und ist schwarz, weiß oder Dark Apple foliert.

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Wie schlägt sich das Flaggschiff im Praxisbetrieb?

Da die Zeit, in der wir uns mit den neuen Jamo-Lautsprechern beschäftigen durften, natürlich begrenzt war, konnten wir nicht die ganze Serie an Schallwandlern Probe hören. So blieb uns nicht anderes, als uns das Topmodell, die C 109, vorzunehmen und verschiedenen Hörbeispielen zu lauschen.

Es ist immer schwierig, wenn man sich nicht in der gewohnten Umgebung befindet, einen neuen Lautsprecher einzuschätzen und zu beurteilen. Wir wollen also nur einen kurzen Eindruck geben und verweisen für mehr Aussagekraft auf den späteren Test.

Wir können und wollen aber nicht verschweigen, dass die C 109 bei uns und anderen Journalisten-Kollegen von Beginn an Begeisterung auslöste. Beim ersten Klangbeispiel mit Steve Smiths Jazz Legacy zeigt sich der C 109 mit exzellenter Dynamik und hoher Impulstreue. Der Schallwandler spielt enorm tief hinunter, bleibt auch in den sehr tiefen Bereichen kraftvoll und nachdrücklich und bringt Struktur ins Fundament.

Auch feine Details wie das Nachhallen der Bassdrum werden erfasst und auch, als das Klanggeschehen beim Einsetzen der Holzbläser sehr komplex wird, bauen die Jamo Lautsprecher eine gut differenzierbare Stereobühne auf.

Beim nächsten Track, bei dem der Fokus klar auf einem Bass-Instrument liegt, wird wieder deutlich, dass man hier wirklich einen ausgewachsenen Vollbereichs-Lautsprecher vor sich hat. Der große Hörraum wird mit hohem Pegel sehr druckvoll beschallt, ohne dass die Souveränität leidet. Auch mit Dynamiksprüngen haben die Jamos keine Probleme. Der Hochtonbereich wirkt sehr klar, transparent und brilliant. Hier in den Räumlichkeiten der Osiris Audio AG in Wiesbaden bleibt der Lautsprecher stets angenehm. Wie es sich bei spärlicher eingerichteten Wohnumgebungen verhält, können wir hier nicht beurteilen.

Auch Vocals gelingen der C 109 ausgezeichnet, eine sehr charakteristische Stimmwiedergabe mit leichter Wärme wird uns hier präsentiert. Sehr räumlich und mit klar differenzierter Darstellung der einzelnen Elemente, die sehr gut lokalisiert werden können, bietet der Lautsprecher eine durchhörbare, dichte Atmosphäre, die vor Lebendigkeit sprüht. Zum Preis von 3.000 EUR für das Paar eine beeindruckende Darbietung.

Jamo Event Klipsch

Neues Klipsch Reference Set

Obwohl sich das Event in Wiesbaden hauptsächlich um die Präsentation der neuen Jamo Concert Series drehte, konnten wir zumindest schon mal einen kurzen Blick auf das neue Klipsch Reference Set werfen, dass zukünftig parallel zum Reference MkII Set laufen wird und sich in etwas preisgünstigeren Regionen etablieren soll.

Das neue Set besteht aus R-28F Standlautsprechern mit zwei 8″ Woofern und dem 90° x 90° Tractrix-Horn mit 1″ Aluminium LTS Tweeter, dem R-26F Standlautsprecher mit zwei 6,5″ Woofern plus Horn, den R-15M Regallautsprechern mit 5,25″ Woofer, einem etwas kleineren R-14M mit 4″ Woofer und 0,75″ Horn sowie den R-14S WDST Surrounds mit 4,5″ Woofer und zwei 1″ Tweetern und dem R-25C Center mit zwei 5,25 “ Woofer und 1″ Hornhochtöner. Hinzu kommen neue Klipsch Subwoofer, der R-10SW und R-12SW sowie R-110SW, R-112SW und R-115SW.

Die Reference New Lautsprecher kommen in einem Kunstoffmix-Furnier Gehäuse daher und bleiben der Design-Sprache der Klipsch Schmiede absolut treu. Die neuen IMG (Integrated Molded Graphite) Woofer sollen hohe Steifigkeit und Präzision bieten. Dank der neu entwickelten Antriebsstruktur in Kombination mit den Hornhochtönern wird ein überdurchschnittlich hoher Wirkungsgrad garantiert.

Special: Philipp Kind

 

UVPs der Jamo-Lautsprecher in Schwarz/Weiß und Dark Apple (Concert 9) in der Übersicht:

C 109 – 1.500 EUR/Stück
C 103 – 1.500 EUR/Paar
C 10 Sur – 1.300 EUR/Paar
C 10 Cen – 750 EUR/Stück
J 112 Sub – 750 EUR/Stück
J 110 Sub – 650 EUR/Stück

C 97 – 600 EUR/Stück
C 93 – 600 EUR/Paar
C 95 – 450 EUR/Stück
C 91 – 450 EUR/Paar
C 9 Sur – 600 EUR/Paar
C 9 Cen – 350 EUR/Stück
J 12 Sub – 500 EUR/Stück
J 10 Sub – 400 EUR/Stück

 

UVPs der neuen Klipsch Reference Serie:

R-28F – 550 EUR/Stück
R-26F – 400 EUR/Stück
R-14S – 350 EUR/Paar
R-15M – 300 EUR/Paar
R-25C – 300 EUR/Stück

Subwoofer:

RP-115 – 1.000 EUR/Stück
RP-112 – 800 EUR/Stück
RP-110 – 650 EUR/Stück
R-12 – 500 EUR/Stück
R-10 400 EUR/Stück

 

 




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