Exklusiv-Test von der High End: Onkyo Digital Music Player DP-X1 mit Kopfhörer Ultrasone Edition M

Onkyo DP-X1

Exklusiv hatten wir im Rahmen der gerade stattfindenden High End in München die Gelegenheit, den brandneuen Onkyo Digital Music Player DP-X1 einem Test zu unterziehen. Der Onkyo DP-X1 kommt für 799 EUR Anfang Juni auf den Markt und ist technisch verwandt mit dem Pioneer XDP-100. Allerdings bringt er zusätzlich einen 2,5 mm Balanced Kopfhörer-Ausgang für eine noch bessere Klangqualität mit. Zudem hat der DPX-1 auch einen anderen DAC-Schaltkreis mit Dual ESS-Technology (DAC ES9018K2M und Amp „Sabre“ 9601K). Der Audio-Schaltkreis, das kennen wir schon vom Pioneer, ist DAC und Amp-Board betreffend vom Mainboard separiert, damit es nicht zu störenden akustischen Beeinflussungen kommt. Das spezielle Schaltungsdesign soll auch für ein extrem niedriges Rauschen verantwortlich sein.

Onkyo DP-X1 Upside

Zusätzlicher 2,5 mm Headphone Balanced Out

Onkyo hat zudem auch die typische Klangauslegung, die sich von Pioneer Devices unterscheidet, auch beim DPX-1 anzuwenden. Emotional, „musikalisch“ im klassischen Sinne, etwas voller und doch filigran sowie transparent, all diese Attribute sollten auch den DPX-1 auszeichnen. Damit der DPX-1 auch gleich den richtigen Spielpartner hat, wird es ab Juli auch für 1.499 EUR ein Bundling mit dem Ultrasone Edition M High-Tech-Kopfhörer geben. Der Kopfhörer wird extra in einer Bundle-exklusiven Ausführung mit spezieller Farbgebung kommen.

Onkyo DP-X1 Android

Android-basiert

Der DP-X1 basiert auf Android (derzeit 5.1.1.), somit kann man Android Apps aus dem Google Play Store wie auf anderen Android Devices auch einsetzen. Ein Quad Core Prozessor mit 2,2 GHz und 2 GB RAM sind für einen Music-Player recht beeindruckende Werte. Eine Bluetooth-Schnittstelle inklusive aptX ist auch vorhanden. Ebenso verfügt der DP-X1 über „Play Thru“ (Firmware-Update dafür kommt), hier wird die WiFi Direct Funktion für die drahtlose Kommunikation mit anderen kompatiblen Devices verwendet.

Onkyo DP-X1 Side Wheel

Lautstärkedrehregler mit 161 Stufen

Die Verarbeitung des DPX-1 mit dem edlen Aluminiumgehäuse ist ebenso brillant wie beim XDP-100, den wir auf der letzten IFA einem Test vor Ort unterzogen haben. Kennzeichnend ist auch beim DPX-1 der sehr sensibel und präzise eingestellbare Drehregler für die Lautstärke. In nicht weniger als 161 Schritten ist die Lautstärke zu justieren, und auf der anderen Seite des Gehäuses finden sich Power-Button sowie Bedienelemente für Titelsprung Vor- und Rückwärts, Play/Pause. Des Weitere ist ein doppelt ausgeführter MicroSD Schacht am Start. SDXC MicroSD-Karten mit bis zu 200 GB pro Slot können Verwendung finden. Also insgesamt 400 GB, hinzu kommen noch 32 GB interner Speicher.

Onkyo DP-X1 Ultrasone Ed5

Top-Team: Onkyo DP-X1 und Ultrasone Edition M

Auf der Oberseite dann sind die beiden Kopfhörerausgänge: Der 2,5 mm Balanced Ausgang sowie der normale 3,5 mm Ausgang. Unterseitig liegen das eingebaute Mikrofon sowie der Micro-USB-Anschluss. Das Display weist 4,7 Zoll Diagonale auf und ist recht hell und kontrastreich. Es löst mit 1.280 x 720 Pixeln auf, was absolut ausreichend ist. Es handelt sich um ein kapazitives Touchscreen Display. Man kann sich im Übrigen seinen Home Screen nach eigenen Vorstellungen gestalten. Für ein besonders einfaches Music-Management ist „X-DAP Link“ (für Windows) verfügbar. Es kümmert sich um das Management und den Transfer von nicht-DRM-geschützter Musik zum DP-X1. Mittels des DP-X1 hat man aber noch ganz andere Möglichkeiten, an Musik zu kommen: Nämlich per direktem Download der gewünschten Stücke von Onkyo Music (www.onkyomusic.com). Es handelt sich beim Onkyo Music um einen Musik-Downloadservice für High Resolution Audiofiles.

Onkyo DP-X1 EQ1

EQ mit schöner grafischer Darstellung

Der DP-X1 verfügt über einen EQ mit verschiedenen vordefinierten Programmen: Flat, 11 Band, Dance, Jazz, Pop, Rock, Vocal. Zudem kann man selber eigene EQ Kurven erstellen.

Onkyo DP-X1 MQA

MQA-kompatibel

Kernstück des DP-X1 ist seine Fähigkeit, ebenso wie der XDP-100 von Pioneer MQA Files wiederzugeben. MQA steht für „Master Quality Authenticated“ und ist eine neue End-To-End-Technologie, die eine hervorragende Klanggüte wie von einem Master bietet, dabei aber nur eine Dateigröße aufweist, die klein genug ist, um einen zügigen Download oder ein flottes Streaming zu garantieren. MQA ist der erste Standard, der die fürs richtige Hören elementar wichtigen Timing-Informationen überträgt. Diese Timing-Informationen betreffen die stimmige Zuordnung der Position der Instrumente und der von ihnen abgegebenen Töne. Somit erfüllt MQA drei Ansprüche: Qualität durch Master-Klanggüte, Komfort durch die geringe Bandbreite (nur wie CD) und als letztes den Anspruch, ein definierter Standard zu sein.

Der Onkyo kommt natürlich auch mit DSD- und mit FLAC-HiRes-Dateien zurecht. Eingebaut ist überdies eine Upsamplingfunktion – bis hoch auf 384 kHz, das ist Studio-Qualität. Des Weiteren finden sich drei digitale Filter: „Sharp“, „Slow“ und „Short“. So kann man akustische Profile schnell anpassen.

Onkyo DP-X1 Einstellungen2

Zahlreiche Einstellmöglichkeiten

Onkyo DP-X1 Einstellungen

Klangeinstellungen

Nun hören wir in den DP-X1 hinein, und verwenden den Balanced Output. Als Kopfhörer kommt der uns sehr gut bekannte Ultrasone Edition M zum Einsatz.

Onkyo DP-X1 Ultrasone Edition5

Edition M mit S-Logic Plus

Eines gleich vorweg. Die S-Logic Plus-Technologie des Ultrasone Edition M ist sehr gut dazu geeignet, die akustische Auslegung des DP-X1 positiv hervorzuheben. S-Logic Plus nutzt sozusagen das menschliche Ohr als natürliche Möglichkeit zur Surround-Erzeugung. Die Schallwandler im Kopfhörer sind dezentral positioniert. Räumlich dicht, emotional, lebendig, facettenreich und sehr angenehm: Die Kette aus DP-X1 und Edition M ist in sich sehr schlüssig und stimmig.

Klang

Wir haben in MQA Adeles „Hello“ (MQM 44,1 kHz, PCM 192 kHz) angehört und waren begeistert: Hervorragendes Management der Dynamiksprünge, enorm treffsichere Stimm-Herausarbeitung mit einer exzellenten Loslösung der Stimme, de sich gleichmäßig im virtuellen Raum verteilt. Das Klavier einschließlich der Anschlagdynamik wird hervorragend präsentiert, die Trennung von Stimme und Instrumenten ist sehr gut.

In MQA 192 kHz liegt der Coldplay-Track „Adventure Of A Lifetime“ vor. Sehr lebendig, mit exakt gestaffeltem Bass und einer erneut sehr schönen Positionierung der Stimme im virtuellen Raum kann der DP-X1 hier Punkte sammeln. Man ist geneigt, sofort mitzugehen, selbst wenn man im Arbeitsstress ist – so überzeugend agiert die Onkyo/Ultrasone-Kette. Wer also dann ab Juli das Bundle kauft, macht absolut keinen Fehler. Der enorm bequeme, leichte Edition M stört auch beim längeren Tragen nicht.

Ludwig Van Beethovens Klavierkonzert Nummer 5, Opus 73, „Emperor“ Adagio, (MQA 192 kHz) beeindruckt durch tief empfundene Emotionalität und eine ungemein feine Abstufung der einzelnen Instrumente. Die Streicher sind harmonisch, gleichzeitig sehr transparent, und beim Klavier wird die Anschlagdynamik auch hier ausgezeichnet dargestellt. Feines Abklingen gibt der DP-X1 genauso wie beabsichtigt wieder und schafft es, die filigrane Note auch leiser Passagen überragend zu betonen.

„Blue in Green“ (MQA 192 kHz) von Miles Davis beweist ein weiteres Mal, dass man diese Highend-Kette bewundern muss, wenn man ein echter Klangliebhaber ist. So präzise und nachvollziehbar sind hier die Tastenbewegungen des Pianos, das Saxophon präsentiert sich in einer Qualität, als würde live gespielt. Das Hineinblasen ins Instrument sowie kleine dynamische Differenzen kommen erstklassig heraus.

„With Every Breathe I Take“ (MQA 192 kHz) von Frank Sinatra verdeutlicht ebenfalls, wie differenziert Stimmen wiedergegeben werden. Besonders beeindrucken Räumlichkeit und Strukturierung. Die Streicher im Hintergrund werden fließend, aber gleichzeitig sehr detailliert, eingearbeitet. Nun, am Ende unserer Checks, geht es richtig ab.

In MQA 96 kHz liegt „Uprising“ (The Resistance) vor. Mit enorm kraftvollem Bass und einer dichten Räumlichkeit ist der Erlebnis-Faktor enorm hoch. Der DP-X1 offeriert grundsätzlich ein ganzheitliches, von Lebendigkeit sowie Räumlichkeit geprägtes Klangerlebnis.

Fazit

Onkyo DP-X1 Ultrasone Ed5

Top-Team: Onkyo DP-X1 und Ultrasone Edition M

Ebenso wie der Pioneer XDP-100 im damaligen Test verdient sich auch der DP-X1 von Onyko die höchste Testauszeichnung. Das hat viele Gründe: Der für die Leistungsfähigkeit günstige Preis, der Support der genialen MQA-Technologie, die superbe Verarbeitung, der enorm aufwändige Aufbau und natürlich die über jeden Zweifel erhabenen akustischen Eigenschaften. Der Balanced Kopfhörer-Ausgang, die perfekte Umsetzung der Onkyo-Klangphilosophie und bis zu 432 GB Gesamtspeicher (mit 32 GB intern plus 2 x externe microSD Karten mit je 200 GB) runden den vortrefflichen Eindruck ab. Der Ultrasone Edition M passt im Übrigen nahezu perfekt zum Onkyo HiRes-Könner – dank des Ultrasone-exklusiven S-Logic Plus wird durch Erzeugung einer natürlichen, angenehmen Räumlichkeit, gepaart mit hoher Detailtreue, eine ideale Basis für die Umsetzung Onkyo-typischer Klangeigenschaften gegeben.

Unter Miteinbeziehung des Preis-/Leistungsverhältnisses ist der Onkyo DP-X1 der zurzeit beste portable Musikplayer überhaupt
masterpiecelogo
Portable High Resolution Audio-Player Luxusklasse
Test 05. Mai 2016

 




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