XXL-TEST: Cambridge Audio Evo One - performantes All-In-One-Device in edler Optik

Klangwertung
 
Nun möchten wir auf die klanglichen Eigenschaften des Cambridge Audio All-In One Device genauer eingehen. Wir starten unsere Klangwertung mit "Sinner" von Of Virtue. Der Titel beginnt mit elektronisch verzerrten Stimmen, die überraschend detailreich vom EVO One präsentiert werden. Nach wenigen Momenten klaren die vokalen Elemente auf und es gesellen sich harte Bässe dazu, die differenziert und mit Nachdruck in den Hörraum abgegeben werden. Nach einigen Hörversuchen haben wir uns für die EQ-Klangkurve "Bass-Verstärkung" entschieden. Als die harten E-Gitarren ins Geschehen eingreifen, sind wir erstaunt, wie räumlich und klar der EVO ONE die instrumentalen Elemente umsetzt. Bei höheren Pegeln werden allerdings die Stimmcharaktere sowie die Instrumente etwas harsch. Erstaunt sind wir allerdings vom Maximalpegel, die der EVO ONE im Stande ist, umzusetzen. Nahezu alle anderen Gerätschaften, die ein ähnliches All-In-One-Konzept verfolgen, können keinen so hohen Pegel abliefern.
 
Als nächstes Klangbeispiel haben wir uns für "Under Your Scars" von Godsmack entschieden, die wir im nächsten Jahr Live und in Farbe bewundern werden. Auch bei diesem Titel verwenden wir den Klangmodus "Bass-Anhebung". Das zu Beginn des Titels erklingende Klavier, das von Godsmack-Frontmann Sully Erna in Szene gesetzt wird, und die kurz darauf folgende Violine werden glaubwürdig und mit echtem Fingerspitzengefühl vom Cambridge Audio Device umgesetzt. Als Sully dann mit seinen feinfühligen Vocals einsetzt, sind wir wieder begeistert, welche überragende Räumlichkeit der EVO ONE durch die seitlich positionierten Treiber darbieten kann. Auch das Gefühl, das Sully übermitteln möchte, kommt akkurat zum Ausdruck. Als Sully dann zur Kopfstimme übergeht und in den höher angesiedelten Regionen agiert, gelingt eine hervorragende Differenzierung zwischen den verwendeten Instrumente wie z.B. den Streichern und dem Gesang. Allerdings sollte nicht der maximale Pegel des Device abgerufen werden, da sonst die Wiedergabe, gerade für empfindliche Ohren, etwas fordernd wird.
 
Nicht unumstritten ist die neueste Konstellation der Band Linkin Park. Unserer Meinung nach bleibt Chester Bennington legendär, allerdings sind wir von der derzeitigen Frontfrau, Emily Armstrong, ebenfalls positiv überrascht. Wir haben uns für das nächste Klangbeispiel den sehr dynamischen und nicht einfachen Titel "The Empitness Machine" ausgesucht. Der Titel starten mit aus dem Hintergrund agierenden Gitarren und nach wenigen Momenten steigt Mike Shinoda mit seinem Gesang in den Titel ein. Auch diese Facetten meistert das britischen All-In-One Device mit Bravour und Shinodas Stimme wird authentisch präsentiert. Nach rund. einer Minute entzündet sich dann förmlich ein Feuerwerk aus harten Drums und E-Gitarren, und auch dieses explosive Gemisch lässt den EVO ONE völlig kalt. Selbst als Emily mit ihren teilweise schreienden Textpassagen mit ins Geschehen eingreift, gelingt nach wie vor eine sehr gute Differenzierung. Die sechs Tieftöner des EVO ONE liefern einen lebendigen und satten Bassbereich, werden punktgenau getroffen und wirken zu keinster Zeit überladen oder unpräzise. 
 
Nachdem wir uns von der Wiedergabequalität von "handgemachter" Musik überzeugen konnten, wechseln wir das Genre und spielen dem britischen Schallwandler "Mockingbird" von Tiësto, Dimitri Vegas & Like Mike und Gabry Ponte zu. Die elektronisch erzeugten Effekte einer Spottdrossel, zu Beginn des Titels, werden sehr stimmig und klar vom EVO ONE präsentiert. Als nach wenigen Momenten die sehr spezielle Frauenstimme in den dynamischen Titel einsteigt, wird diese ebenfalls impulstreu sowie klar dargestellt. Bereits nach wenigen Momenten erlebt der Titel einen heftigen Dynamiksprung, und es folgen harte Bässe, gefolgt von fast schrillen Synthesizer-Effekten und dem Gesang. Auch hier dürfen wir uns von den Qualitäten des eingebauten 700 Watt Class-D Verstärkers überzeugen. Der EVO ONE schiebt massiv an, selbst bei höheren Lautstärkepegeln können wir keine Auflösungsverluste feststellen. Dabei wird das Device im Bassbereich nie zu undefiniert. 
 
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit einem CYRIL Remix vom Disturbed-Klassiker "The Sound of Silence". Auch dieser Track startet mit elektronisch erzeugten Effekten, die unser Testdevice hervorragend umsetzt. Die elektronisch aufpolierte Stimme von Disturbed-Frontmann David Drainmann wird punktgenau getroffen und wird glaubwürdig vom Device wiedergegeben. Auch beim Thema Basskraft kann der EVO ONE ein weiteres Mal überzeugen. Die sechs Tieftöner erzeugen einen ordentlichen Punch, sie sind durch den verhältnismäßig kleinen Durchmesser blitzschnell und können die Basssignale deutlich schneller umsetzen als ein großes Basschassis. 
 
Konkurrenzvergleich
 
Jbl L42ms Frontansicht2
 
  • JBL L42ms: Wie es unser Konkurrenzvergleich erahnen lässt, schließt Cambridge Audio eine große Lücke in den All-In-One Device mit dem EVO ONE. Der JBL LS42ms ist für 999 EUR in den Ausführungen Walnuss Natur oder Walnuss Schwarz im Handel erhältlich. Um den JBL L42ms vielseitig einsetzen zu können, verfügt das mittelgroße All-In One Device über Google Chromecast und kann komfortabel ins Heimnetzwerk sowie in ein Multiroom-Setup eingebunden werden. Auch über die klassische Bluetooth-Verbindung kann man streamen (Version 4.2). Ebenso werden AirPlay 2, Amazon Music, Qobuz, Internet-Radio sowie Spotify Connect unterstützt. Für eine komfortable Verbindung zu einem Smart-TV verfügt der L42ms auf der Rückseite über eine HDMI-Schnittstelle inklusive ARC Unterstützung. Streamen über vorhandene Musikserver ist, dank der UPnP Konnektivität, ebenfalls möglich. Zudem stehen auf der Rückseite eine USB-Buchse sowie ein Line-In Eingang für weitere Zuspieler zur Verfügung. Durch die Roon Ready und Works with Smart Things, kann das JBL Device nahtlos ins Zuhause integriert werden. Der All-In One Lautsprecher verfügt über zwei 20 mm messende Aluminiumkalotten Hochtöner mit Waveguides. Für die tieffrequenden Signale und den Mitteltonbereich sind die beiden 4 Zoll Tief/Mitteltöner verantwortlich. Ein 4-Kanal Class D-Verstärker mit einer Leistung von satten 200 Watt versorgt die Lautsprecherchassis tatkräftig. Eine moderne DSP-Engine passt alle Audiosignale perfekt an, bevor diese weitergeleitet werden. Als Besonderheit besitzt der JBL Speaker einen Bass-Kontur Regler. Dieser wird benötigt, wenn der Anwender das All-In One Device wandnah aufstellen möchte. Hier können wir einstellen, ob der Bassbereich um 3 dB gesenkt wird oder voll aufspielen soll. Diese Absenkung hat den Sinn, dass bei einer wandnahen Aufstellung störende Wandreflektionen vermieden werden. In unserer Klangwertung präsentierte sich der JBL L42ms als vielseitig einsetzbarer Schallwandler. Zudem bot dieser, eine facettenreiche und stimmige Gesamtwiedergabe. Bei der Musikwiedergabe präsentierten uns die beiden Tief/Mitteltöner einen hervorragenden Bassbereich, der gerade bei höheren Pegeln uns überzeugen konnte. Für die Wiedergabe von Filmton, verfügt der L42ms über einen Sound-Field Expansion (SFX)-Modus, der für eine hervorragende Räumlichkeit und ein breitere Klangbühne sorgt. 

Nubert Nupro Xs 8500 Rc Front Abdeckung 2

  • Nubert nuPro XS-8500RC: Die Nubert nuPro XS-8500RC ist derzeit für 1.960 EUR in einer schwarzen oder weißen Variante, direkt bei Nubert erhältlich. Der Riesenprügel aus dem Schwabwnland ist schon optisch beeindruckend, akustisch zieht das brutal starke (820 Watt Spitzenleistung) Device mit Dolby Atmos und DTS:X (virtuell bei All-In-One-Nutzung) alle Register: Räumlich dicht, enorm pegelfest, erstaunlich detailreich und enorm klar, eignet sich das riesige Nubert-Sounddeck perfekt für Filme und auch Musik. Die Ausstattung umfasst auch eine Bluetooth-basierte App, mit der man das komplette Gerät bedienunen kann. In die App integriert ist auch die Nubert-eigene X-Room-Calibration für eine automatische Einmessung des Bassbereichs bis 160 Hz - was einen akustischen Nutzen bringt, den man nicht unterschätzen darf: Die Bässe gewinnen an Kontur und Präzision auch in kritischen Räumen. Kompatibel zu Nuberts X-Connect Surround-Standard ist das große Sounddeck auch. So kann man es zum Beispiel mit dem Deckenlautsprecher nuPro Xi-2000 RC und zwei nuPro XS-3000 RC als Surroundspeaker kombinieren und hat dann eine extrem leistungsfähige Mehrkanal-Lösung. Ein TV-Gerät kann die Nubert Lösung problemlos aufnehmen.  

Anzeige


Weiter auf: Vorherige Seite Nächste Seite

Seiten: 1 2 3 4

Tags:

Alle aktuellen Tests auf AREA DVD

Themen-Schlagwörter (nach Häufigkeit sortiert)

Lautsprecher Blu-ray Disc-Review Samsung Panasonic IFA TV Kopfhörer Ultra HD Ultra HD Blu-ray-Review Soundbar LG Sony AV-Receiver CES Teufel Fernseher OLED Denon Subwoofer nubert Verstärker Special Bluetooth-Lautsprecher Dolby Atmos Yamaha Smartphone Bluetooth Aktivlautsprecher Stereo Canton Beyerdynamic Dali JBL Marantz Philips aktiver Lautsprecher AVR Wireless-Lautsprecher KEF Info-Special

Privacy Manager
  ZURÜCK