XXL-TEST: beyerdynamic Aventho 300 - der neue Champion der Bluetooth-Over-Ear-Kopfhörer mit ANC?
Tragekomfort

Bequem gepolstertes Kopfband

Präziser, hochwertiger Verstellmechanismus
Der Aventho 300 sitzt äußerst bequem auf dem Kopf. Er drückt nicht unangenehm, bei korrekter Anpassung an die Kopfgröße mittels des präzise einstellbaren Kopfbandes hat man aber auch nicht den Eindruck, dass der Over-Ear-Kopfhörer bei jeder Kopfbewegung gleich der Schwerkraft folgt. Die Ohrmuscheln und das Kopfband sind sehr gut gepolstert, und das Material, das für die Ohrmuscheln innen verwendet wurde, ist nicht zu schweißtreibend.
Klang/Akustik: Wichtige Features
In der Klangwertung gehen wir nicht nur auf die Qualität bei der Wiedergabe von Musikstücken etc. ein, sondern auch auf die Qualität von ANC, Freisprecheinrichtung und die Auswahl an DSP-Modi.
ANC und Transparenz-Modus

Auch an der Ohrmuschel kann man zwischen Transparenz- und ANC-Modus umschalten
Die aktive Geräuschunterdrückung ist in fünf passenden Stufen schaltbar, arbeitet sehr wirkungsvoll und kann in den Stufen 4 und 5 auch ein durchaus lauteres Umfeld, im Zug, im Flugzeug zum Beispiel, oder auf einem belebten Platz (wenn man z.B. auf einer Bank entspannen möchte), ausgezeichnet ausblenden. Was uns neben dieser hohen Effizienz noch sehr positiv auffällt: Früher hatten Kopfhörer mit aktivierter aktiver Geräuschunterdrückung oftmals Probleme bei der Darstellung eines klaren, brillanten Hochtonbereiches. Durchs geräuschunterdrückende System sind zahlreiche wertvolle akustische Anteile bei hohen Frequenzen verloren gegangen. Davon ist beim Aventho 300 nichts zu spüren, der Hochtonbereich bleibt facettenreich, klar und ausdrucksstark. Und: Das manchmal drückende, einengende Gefühl, das eine aktivierte Geräuschunterdrückung beim Gehör und damit auch beim Befinden des Trägers auslösen kann, finden wir beim Aventho 300 ebenfalls nicht. Insgesamt nicht nur eine reife, sondern eine nahezu optimale Qualität, die beyerdynamic hier aufbietet. Der ebenfalls fünfstufige Transparenzmodus verrichtet genauso eine hervorragende Arbeit und erweist sich als passend sowie fein dosierbar.
Freisprecheinrichtung
Die Freisprecheinrichtung ist ebenfalls auf hohem Level: Sprachverständlichkeit und Stimmcharakteristik sind exzellent, und zudem stellen wir absolut kein Rauschen auf beiden Seiten des Gesprächs fest. Insgesamt eine Performance, die Maßstäbe setzt.
EQ-Modi

EQ "Aus"
Es stehen folgende EQ-Modi, abrufbar über die App, bereit:

EQ-Modus "Neutral"
- Neutral (eigentlich falsche Bezeichnung, Neutral ist der EQ-Modus"Aus"). Bei "Neutral" werden Bässe merklich abgesenkt, der Mitteltonbereich maßvoll hervorgehoben und die Höhen leicht zurückgenommen.

EQ-Modus "Bass"
- Bass: Deutliche Anhebung des Bassbereiches, aber auch im Bereich um 4.000 Hz gibt es noch eine Anhebung.

EQ-Betriebsart "Sanft"
- Sanft: Mit deutlichen Absenkungen im unteren und ganz besonders im oberen Hochtonbereich.

EQ-Modus "Loundness"
- Loudness: "Badewannen-Charakteristik" mit zurückgenommenen Präsenztonbereich
- Sprache: Der Präsenztonbereich wird hervorgehoben.

Grafischer EQ
- Meine EQs: Hier kann der Anwender selbst ein Preset erstellen. Mittels grafischem EQ werden die folgenden Bänder dargestellt: 150 Hz, 250 Hz, 1 kHz, 4 kHz und 8 kHz.

Hier kann man den EQ-Modus "Loudness" bearbeiten
- Es ist auch möglich, die bestehenden EQ-Modi abzuändern und dann als neu bezeichnetes Preset abzuspeichern.
Nun folgt die Klangwertung.
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