XXL-SPECIAL: Die Trends der IFA 2019 für Consumer Electronics - Künstliche Intelligenz, Display-Innovationen und die moderne Art der Klangwiedergabe

Laut der GFU (Consumer & Home Electronics) gibt es zahlreiche Trends, die die IFA 2019 wesentlich mitbestimmen werden. So zum Beispiel die Themenbereiche Künstliche Intelligenz, innovative Display-Konzepte, Ultrakurzdistanz-Beamer oder leistungsfähige Soundbars. Wir stellen einige Bereiche im folgenden Text vor. 

Künstliche Intelligenz im TV

Samsung Q900

So zum einen KI (Künstliche Intelligenz). Hier sorgten Samsung und Yamaha aber schon auf der IFA 2018 für Aufmerksamkeit. Samsung hatte in der 8K-TV-Baureihe Q900, die Weltpremiere in Berlin feierte, den "8K Quantum Prozessor" vorgestellt, dessen Arbeitsweise wir kurz erläutern möchten.

Upscaling mittels KI

Meist wird niedriger auflösendes Material auf 8K hochgerechnet. Daher hat Samsung einem leistungsstarken Upscaling eine besonders hohe Priorität bei der Q900er Baureihe eingeräumt: "AI Upscaling", Upscaling mit Hilfe von künstlicher Intelligenz, ist das Ergebnis der Bemühungen. Herzstück des AI Upscalings ist eine Filterdatenbank. "Machine Learning Super Resolution" (MSLR) erstellt eine spezielle Datenbank mit Filtern, die der Quantum 8K Prozessor für das Upscaling verwendet. Hierbei werden Daten von Millionen von Videoquellen herangezogen: Videostreams, kurze Clips, Filme, 2K/4K-Inhalte, 8K Inhalte, Musikvideos etc. Aus diesen Daten, die auch miteinander kombiniert werden, werden dann die entsprechenden intelligenten Filter generiert. Es gibt demnach eine Analyse- und Lernfunktion hinsichtlich Struktur, Kanten und Details des jeweiligen Quellmaterials. Die Strukturerstellung stellt kleinste Details wieder her, Bildrauschen wird intelligent und mit der exakt richtigen Dosierung entfernt und die Kantenwiederherstellung schärft sorgfältig die Kanten von Objekten und Textbausteinen im Bild.

Wie genau arbeitet diese Filterdatenbank? Millionen von Datensatz-Paaren bilden die Grundlage. Diese Datensatz-Paare besteht aus einem Datensatz mit niedriger und einem Datensatz mit hoher Auflösung. Anschließend wird die Datenbank maschinell klassifiziert. Im nächsten Schritt wird dann ein Bildfilter erstellt. Jede Klassifizierung wird analysiert, und der perfekte Filter für Strukturen, Bildrauschen und Kantenwiederherstellung wird angewandt. Ein Filter wird in mehreren Varianten dupliziert: Als Filter für SD-Inhalte, als Filter für HD-Inhalte, als Filter für Full-HD-Inhalte und als Filter für UHD-Inhalte. Durch diese extreme Genauigkeit ist es möglich, in nie dagewesener Qualität Inhalte hochzuskalieren. Natürlich spielt auch die extrem hohe Rechenleistung des Quantum-Prozessors eine Rolle. Der 8K-TV erkennt bekannte Muster im jeweiligen Bildmotiv und wendet im Anschluss an die Analyse den exakt zum Use Case passenden Filter an.

Des Weiteren kümmert sich der Prozessor mit künstlicher Intelligenz auch um die Aufbereitung des passenden Klangs zur jeweiligen Sequenz. 

2019er Modell Samsung Q90R

2019 bietet Samsung nun auch in den Ultra HD-QLED-Serien den "Quantum Prozessor 4K" mit KI an. Der schnelle Prozessor kümmert sich überdies auch um den Samsung-eigenen Sprachassistenten Bixby. 

Wir konnten bereits die Q900er Serie von 2018, aber auch den Ultra HD-TV Q90R von 2019, beide mit dem Quantum Prozessor mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet, bewundern. Und das Upscaling macht in der Tat einen grandiosen Eindruck. Besonders imposant war, was der 8K-TV Q900, obwohl noch mit der ersten Generation des Quantum 8K-Prozessors ausgestattet, aus Ultra HD-Inhalten oder sogar Full HD-Inhalten zauberte. Kaum Ruckeln, eine brillante Schärfe, exzellente Bewegungswiedergabe: Man konnte Ultra HD-Inhalte, wenn man weniger tief in der Materie ist, beinahe für 8K-nativen Content halten.

Mittlerweile geben die TV-Hersteller praktisch alle Gas und rüsten ihre TVs mit Chips aus, die über künstliche Intelligenz verfügen. Klar dürfte sein, dass LG als größter Widersacher Samsungs hier selbstredend etwas Ähnliches offerieren möchte. Bei LG ist dies der Alpha 9 Prozessor in der zweiten Generation:

LG Alpha 9 Prozessor

Bildoptimierung mit künstlicher Intelligenz

Er ermittelt automatisch die Qualität der Signalquelle und wendet das optimale Upscaling an. Zusätzlich zur Erkennung der Signalquelle führt der Prozessor einen Feinabgleich der Tone-Mapping-Kurve in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen durch und optimiert die Bildhelligkeit aufgrund von empirischen Werten, wie das menschliche Auge Bilder unter verschiedenen Lichtbedingungen wahrnimmt. Der Prozessor erkennt die Raumhelligkeit mit Hilfe des eingebauten Umgebungslichtsensors und passt dann die Bildhelligkeit entsprechend an. Der Alpha 9-Prozessor der 2.Generation ist zudem in der Lage, HDR-Inhalte weiter zu optimieren, indem er auch hier die Helligkeit anpasst und so auch die dunkelsten Sequenzen in allen Details auf den Bildschirm bringt.

Der Prozessor ist, ebenso wie bei Samsung, auch für guten Klang zuständig. Mittels eines intelligenten Algorithmus wird ein Audio-Upscaling z.B. von Zweikanal-Material auf Virtual 5.1 vorgenommen. Der Prozessor verbessert die Ausgabe auf Basis der angelieferten akustischen Inhalte, so ermöglicht er zum Beispiel eine sehr gute Stimmwiedergabe bei Nachrichtensendungen oder Dokumentationen, aber auch bei Filmen. Der Anwender kann die Klangeinstellungen in Abhängigkeit von den räumlichen Bedingungen selbst bestimmen. Wie schon seit längerer Zeit bei LG üblich, ist das Soundsystem der Top-TVs auch kompatibel zu Dolby Atmos-Inhalten. Integriert ist zudem Google Assistant, das ist schon seit 2018 so, 2019 kommt Amazon Alexa noch dazu. Die "ThinQ AI" TVs des Jahrgangs 2019 haben überdies eine neue Spracherkennungsfunktion. 

Künstliche Intelligenz im AV-Receiver

Doch nicht nur TVs, auch Hightech-AV-Receiver und AV-Vorstufen arbeiten mit KI. Beispiel: Der von uns getestete Yamaha RX-A2080, ein 9.2 Kanal MusicCast Netzwerk-Receiver mit der 2018 eingeführten Funktion Surround:AI.

Yamaha RX-A2080

Kern des Systems ist eine KI- und DSP-basierte Raumklanganpassung, bei der Szene für Szene das akustische Geschehen in Echtzeit analysiert und der Fokus auf die jeweiligen Dialoge, Hintergrundgeräusche, Sound-Effekte oder die Musik gelegt wird. Ein Knopfdruck genügt und Surround: AI wählt automatisch die jeweils beste Klangeinstellung aus. Ein besonders intensives und beeindruckendes akustisches Erlebnis ist die Folge.

Schalten wir Surround:AI zu, greift der RX-A2080 auf DSPs mittels Cinema DSP HD3 Chip zurück und bezieht außerdem die vorhandenen Dolby Atmos Lautsprecher mit ein. Und die Mission kann man durchaus als gelungen bezeichnen: Die Klangkulisse wirkt bei Filmen und Musikkonzerten nochmals weitläufiger und breiter, auch gewinnt sie durch die Überkopf-Ebene an Dreidimensionalität. Beeindruckend ist, dass die Gesamtkulisse aber nicht weniger authentisch wirkt, beinahe im Gegenteil: Stimmen erscheinen zentraler und näher am Zuhörer bei aktiviertem Surround: AI und werden so noch präsenter wahr genommen. Auch die Atmosphäre profitiert und wirkt insgesamt dichter und gewinnt an Lebendigkeit. Wir hätten nicht gedacht, dass sich das Wirken von Surround:AI so positiv bemerkbar macht. 

Innovative Display-Konzepte: Rollable TVs, transparente OLEDs, MicroLED

Der Signature OLED R fährt sich automatisch aus

Schon auf der CES deutete LG mit dem Signature OLED R ("Rollable TV") an, wohin die Reise geht: Innovative Bildschirmkonzepte wie im Falle des Signature OLED R ein 65 Zoll-TV mit Ultra HD-Auflösung, dessen Bildschirm sich aus einem Unterbauschrank rollt und ausbreitet. Zudem standen schon auf dem Mobile World Congress 2019 Smartphones (z.B. von Huawei und Samsung) im Fokus, die faltbare Displays aufweisen. Aktuell gibt es im Falle Samsung aber noch Probleme mit der Funktionalität.

Transparenter OLED

Panasonic zeigte auf der diesjährigen Convention einen transparenten OLED. Jüngst präsentierte Samsung ein drehbares Display im 43 Zoll-Format, zunächst soll das Gerät auf dem südkoreanischen Markt erscheinen: "The Sero" heißt der Fernseher.

Normaler TV

Hochkant im 9:16-Format

Dabei handelt es sich zum einen QLED-Fernseher mit 43 Zoll-Diagonale, dessen Display drehbar ist und somit auch Social Media-Inhalte im 9:16-Format darstellen kann. Daneben lässt sich der Sero aber auch mit horizontalem Display als klassischer Fernseher nutzen. Nach dem "The Frame" und "The Serif" ist der "The Sero" der dritte Design-Fernseher von Samsung. Bislang ist nur eine Markteinführung in Südkorea geplant. Dort soll das Gerät ab Mai für 18.9 Millionen Won (ca. 14.600 EUR) erhältlich sein. Warten wir ab, ob ein solches Modell auf der IFA präsentiert wird. Wir erwarten erneut einen großen Auftritt von Samsung im "City Cube".  Vielleicht ist auch "Micro LED" daran beteiligt.

The Wall 2019

The Wall 2018

Zahlreiche Möglichkeiten durch Micro LED

Erstmals zeigte Samsung auf der CES 2018 den 8K-TV "The Wall" mit MicroLED-Technik. Mittlerweile wurde die Technik verfeinert, und zur CES 2019 wurden die Neuerungen präsentiert. Mittels der Modularen Technologie wird es zukünftig möglich sein, Screens in praktisch jeder Größe im Handumdrehen zu realisieren. Eben durch den modularen Aufbau und einer vorangeschrittenen Miniaturisierung (gegenüber dem Vorjahr konnte sowohl die Größe der Pixel als auch der Abstand zwischen den Bildpunkten nochmal deutlich verringert werden) der Micro LEDs sind wahrhaftig jegliche Größen denkbar. Und nicht nur das: damit einhergehend sind auch individuelle Seitenverhältnisse, wie z.B. 21:9 oder 32:9, möglich. Immer passend zu den räumlichen, ästhetischen und funktionalen Anforderungen des Anwenders. Und die IFA 2019 wird, so die Veranstalter, Micro LED-Schirme zeigen, die sich wie Kacheln zu beliebigen Formen und Größen kombinieren lassen.

Beamer

Bei dem aktuellen Hype um Displays jeglicher Art sind Beamer etwas ins Hintertreffen geraten. Aber ganz so einfach lassen sich diese Devices auch nicht verdrängen, es gibt neue, interessante Konzepte. Besonders wohnfreundliche Lösungen schaffen das aus kürzester Distanz – installiert in unmittelbarer Nähe der Bildfläche, zum Beispiel auf einem Sideboard direkt vor der Projektionswand.

VPL-VZ1000ES im Einsatz

Ultrakurzdistanz-Beamer sind demnach stark im Kommen. Besonders angetan hat es uns der Sony Ultrakurzdistanz-Beamer VPL-VZ1000ES, den es bei GROBI.TV aktuell für 9.899 anstatt für 19.999 EUR gibt (mit sehr geringen Laufzeiten oder sogar null Stunden Laufzeit). Natürlich hat Schappert auch einen der leistungsstarken Ultrakurzdistanz-Beamer in der Vorführung. Im Gerät steckt die First-Class-Technik aus dem Sony VPL-VW760 4K-Beamer. Hier sind wir gespannt, was es auf der IFA 2019 Neues zu diesem Thema gibt.

Innovative Beamer-Konzepte von LG

Andere interessante Beamer-Modelle, die sich überall mühelos aufstellen lassen, stecken in schlanken, vertikalen Gehäusen mit Tragegriff. Sie werfen das Projektionslicht nach oben gegen aufklappbare Spiegel und positionieren die Bilder damit ohne komplizierte Einstell-Prozeduren passgenau auf der Leinwand. Spektakuläre Farben versprechen neue Beamer, die als Lichtquellen separate Laserstrahlen in den Grundfarben Rot, Grün und Blau verwenden. LG zum Beispiel bietet solche Modelle an. 

Soundbars und 360 Grad-Speaker

Samsungs Top-Soundbars mit Harman/Kardon-Technologie

Auch Panasonic hat Interessante Soundbars im Portfolio

Für starken Ton zum großen Bild sorgt nicht nur ein breites Angebot an Soundbars, die mit der Wiedergabe von 3D-Tonformaten Heimkino-Atmosphäre erzeugen. Gerade im Moment kommen die neuen Top-Soundbars von Samsung mit Harman Kardon-Technologie auf den Markt. Und auch Panasonic möchte sich mit neuen innovativen Soundbars wichtige Marktanteile sichern.

Der jüngste Audio-Trend aber heißt 360-Grad-Wiedergabe: Rundum strahlende Lautsprecher, die auch die Höhendimension des Raums akustisch ausleuchten, verleihen dem Begriff Raumklang eine ganz neue Bedeutung. Wobei es hier zwei verschiedene Ansätze gibt: Einen softwarebasierten und einen hardwarebasierten.

  • Mit "360 Reality Audio" hat Sony im Rahmen der CES 2019 für akustisches Aufsehen gesorgt. Allerdings ist Sonys Konzept anders als erwartet. Denn nicht die Hardware spielt hier die Hauptrolle, sondern die Software. Gemeint ist: Es werden spezielle Aufnahmen (Codec: MPEG-H 3D Audio von Fraunhofer ISS) angefertigt, und diese werden dann wiedergegeben. Sonst sieht 360 Grad Sound meist so aus, dass konventionelle Stereosignale über ein 360 Grad Lautsprecher-System wiedergegeben werden. Das ist nicht Sonys Ansatz - dafür ist Sonys System auch sehr gut für Kopfhörer geeignet und hier versprechen die Japaner, was bisher nie gelang, durch spezielle digitale Signalverarbeitung einen realistischen Raumeindruck mit passenden Entfernung-Informationen (z.B. zu den einzelnen Instrumenten eines Orchesters) schaffen zu können. Das "Mittel zum Zweck" wird eine spezielle App fürs Smartphone sein, die erst das Gehör analysiert und im Anschluss ein individuelles räumliches Klang-Umfeld für die perfekte Präsentation generiert. Wir zitieren Sony: "Instrumente werden in unabhängige „Objekte“ umgewandelt, die an einer beliebigen Stelle im Raum platziert werden können. Bei der Wiedergabe über mehrere virtuelle oder echte Lautsprecher können sie von vorn, hinten, oben und unten gehört werden".  Bei der bislang bekannten Stereowiedergabe oder bei klassischem 5.1-Kanal-Surround Sound werden Instrumente lediglich in einem festgelegten Lautsprecher-Muster wiedergegeben und auf einer horizontalen Ebene gruppiert. Ganz neu ist das mit den "Audio-Objekten" aber insgesamt nicht. Dolby Atmos, DTS:X und Auro-3D werden darum auch "objektbasierte Audioformate" genannt. Das traditionelle kanalbasierte Setup ist in Grundzügen zwar noch vorhanden, allerdings machen sogenannte "Audio-Objekte", die auf die im jeweiligen Setup enthaltenen Lautsprecher in Echtzeit passend verteilt werden, die Besonderheit dieser Formate aus.
  • Auch reine Hardware-Lösungen im 360 Grad-Prinzip werden immer wichtiger. Apple verfolgt mit dem "HomePod" einen 360 Grad Audio-Ansatz, der vorsieht, alle Quellsignale, also klassisches Stereo in den meisten Fällen, in Form einer speziellen Chassis-Anordnung glaubwürdig umzusetzen. Der Home Pod kommt mit einem Ring aus sieben Hochtönern mit "Beamforming". Jeder Tuner hat seinen eigenen Verstärker. Diese Technologie, so Apple, stellt eine erstklassige Richtungs­steuerung sicher. Die Hochtöner sind in einem gefalteten Trichterdesign rund um den Sockel angeordnet und senden den Musikfluss ins Zentrum des Trichters und anschließend unten in einem 360° Muster nach außen, was einen atmosphärisch dichten räumlichen Eindruck generiert. Durch dieses spezielle technische Layout werden frühe Reflexionen z.B. durch im Raum stehende Tische praktisch ausgeschlossen. Bose setzt beim Lautsprecher "SoundLink Revolve" auch auf 360 Grad-Audio, Amazon geht diesen Weg beim Echo Plus ebenfalls. Von Teufel sind ähnliche Produkte, sieht man sich die Konzepte der IFA 2018 an, für 2019 zu erwarten. Also ein großer Trend, der durch immer weiter verfeinerte Technologie an Fahrt gewinnt, schon ohne speziell entwickelte Software. Selbst bei großen passiven HiFi-Lautsprechern kommt das rundumstrahlende Arbeitsprinzip zu neuen Ehren, wie zum Beispiel die Nubert nuPyramide 717 belegt. Warten wir ab, was die IFA 2019 bringt. 
Wireless/Multiroom-Lautsprecher

Harman/Kardon Citation 500

Yamaha MusicCast 20 aus dem Einsteigerbereich

Wireless-/Multiroom-Lautsprecher liegen nach wie vor im Trend. Viele Modelle lassen sich zu Multi-Room-Systemen vernetzen und sie alle wetteifern um die Gunst der Kunden mit einem immer größeren Musikangebot aus Streaming-Diensten – auch mit solchen, die Musik in hochauflösender Qualität über das Internet liefern. Und diese Lautsprecher werden immer edler, wie z.B. die 2018 erstmals auf der IFA präsentierte Harman/Kardon Citation-Serie beweist. Den noblen Citation 500 haben wir bereits getestet. Derartige Wireless-/Multiroom-Systeme laufen entweder auf proprietären Lösungen (Heos by Denon, Yamaha MusicCast Teufel Raumfeld) oder aber unter Google Home, Apple AirPlay 2 oder DTS Play-Fi. Oftmals sind mehrere Systeme integriert, natürlich darf auch die Kompatibilität zu Amazon Alexa vielerorts nicht fehlen. Yamaha und Denon z.B. bieten Skills für die Steuerung ihrer AV-Receiver an. Verfügt der Anwender z.B. über einen Amazon Echo Dot, kann man entsprechende Sprachbefehle für die Steuerung des AV-Receivers geben.

Apple bahnt sich im Verlauf des Jahres 2019 auch verstärkt den Weg in Smart TVs. Ein eigenes Apple TV Device ist dann nicht mehr nötig 

Klar im Trend 2019 liegt Apple AirPlay 2, praktisch jede große Brand hat dieses System integriert oder bietet in Kürze Updates für die Verwendung an. Auch innerhalb der Smart TV Plattformen wird Apple AirPlay 2/Apple Home Kit immer wichtiger.

Plattenspieler

Yamaha GT-5000

VINYL 500 mit MusicCast

Aber auch Vinylplattenspieler erfreuen sich anhaltender Beliebtheit. Die IFA spiegelt den Trend mit neuen Modellen, die Tonträger von gestern mit modernen HiFi-Konzepten konfrontieren. Die jüngsten Geräte bestechen nicht nur mit feinmechanischer Präzision, sie bauen auch mit eingebauten Vorverstärkern und sogar mit integrierten Bluetooth-Sendern für den Musikfunk Brücken in die Moderne. Yamaha offeriert z.B. sowohl einen Highend-Plattenspieler klassischer Bauart (GT-5000), als auch einen modern aufgemachten Vinyl-Artisten mit MusicCast für die Einbindung ins Heimnetzwerk und fürs Streaming.

5G

Samsung 5G Device vom Mobile World Congress 2019

Natürlich ist auch 5G ein klarer Trend. 5G, die Technik für ultra-performante Kommunikationsnetze der nächsten Generation, prägt weitere Neuheitentrends. Das 5G-Leistungspaket umfasst eine hohe Datenrate von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde im Download, verringerte Latenzen, Energieeinsparungen, Kostensenkungen, höhere Systemkapazitäten und eine massive Steigerung der Gerätekonnektivität. Kurzum: Ohne 5G sind Schlüsseltechnologien der Zukunft, wie autonomes Fahren, E-Health etc. nicht oder nur sehr schwer möglich. Das weiß auch die Bundesregierung und verpflichtet daher die Netzbetreiber vor der 5G-Frequenzversteigerung u.a. dazu bis Ende 2022 98% aller Haushalte, Autobahnen und die wichtigsten Bundesstraßen mit mindestens 100 Mbit/s zu versorgen.

Fazit

Die IFA 2019 wird sicherlich wieder sehr spannend. Neue Konzepte und die Perfektionierung bestehender Ideen - wir freuen uns schon auf unseren Besuch in Berlin im September 2019. 

Special: Carsten Rampacher
Datum: 01. Mai 2019

 

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