TEST: Saxx AS 30 DSP - hochwertiges Bluetooth-Lautsprecherpaar zum fairen Kaufpreis

Saxx hat die AS 30 überarbeitet. Die schmucken, in weißer oder schwarzer Variante lieferbaren Lautsprecher arbeiten als Master-/Slave-Set. In der Masterbox befinden sich Anschlüsse und Elektronik, mittels eines handelsüblichen Lautsprecherkabels (mitgeliefert) wird die Slave-Box mit dem Master verbunden.

Zubehör

Für die Preisklasse sehr hochwertige Fernbedienung

Preislich bleibt Saxx bodenständig. Im August gibt es einen Vorbesteller-Preisrabatt. Das Set kommt auf 291,46 EUR (mit 16 Prozent Mehrwertsteuer). Nach dieser Aktion wird das Ensemble dann für 340,20 EUR (16 Prozent MwSt.) angeboten. Neu ist die komplette, feinfühlige DSP-Regelung für Höhen und Bässe. Klingt nach nichts besonderem, aber durch die feine Justierbarkeit in sehr zahlreichen Schritten (30) bietet Saxx sehr gute Anpassungsmöglichkeiten. Zudem befindet sich auf der sehr eleganten und prima verarbeiteten Fernbedienung (mit richtigen Tasten, keine billigen Folientasten) noch eine Taste, die durch ein Ohren-Symbol gekennzeichnet ist. Mittels dieser wird, wenn man die Boxen an den TV anschließt, die Sprachverständlichkeit optimiert.

Seitliche Perspektive

Tiefmitteltöner

Hochtöner 

Optisch gefallen uns die AS 30 DSP sehr gut. Das sauber lackierte Unibote-Gehäuse mit sauber eingepassten Chassis (2,6 cm Seidenkalotte für den Hochtonbereich, 13,5 cm Tiefmitteltöner mit Polypropylen-Membran) ohne sichtbare Verschraubung.

Finish im Detail und Saxx-Logo

Keine sichtbare Verschraubung

Die stabil wirkenden Gehäuse bestehen aus MDF und machen auch bei höherem Pegel keine störenden Gehäusegeräusche. Bluetooth ist allerdings in der älteren Version 4.0 (und nicht in der aktuellen Version 5.0) integriert. Die Bassreflex-Boxen werden von einer recht kräftigen Verstärkereinheit gespeist. Die Dauerleistung beträgt 2 x 50 Watt, die Impulsleistung 2 x 70 Watt. 

Anschlüsse an der Master-Box

Terminal an der Slave-Box

An Anschlüssen finden sich Cinch-Stereo, 1 x 3,5 mm Miniklinke, ein optischer Digitaleingang und 1 x USB-B (keine Treiber erforderlich). Zudem findet sich noch ein Cinchanschluss für die Verbindung mit einem aktiven Subwoofer. 

Rückseite aktive Masterbox

Rückseite der passiven Box

Die aktive Box wiegt 4 kg und ist 170 mm breit, 255 mm hoch und 185 mm tief, zuzüglich Netzkabel und Kühlung (50 mm). Die passive Box ist 3,5 kg schwer und misst 170 x 255 x 185 mm (B x H x T).

Klang

Wir starten hier mit dem nicht eben einfach wiederzugebenden Titel "Natural" (Imagine Dragons). Mit einer tadellosen Klarheit wird die Stimme des Sängers wiedergegeben. Das Auflösungsvermögen ist prima für die Preisklasse. Mit etwas Feintuning - etwas mehr Höhen, etwas mehr Bass, sehr gut dosierbar - steigt der Eindruck von Dynamik und Lebendigkeit. Der Bassbereich ist recht präzise, Wunder hinsichtlich des Tiefgangs darf man freilich nicht erwarten. Hier merkt man doch, dass die Boxen recht kompakt sind. Das wiederum bringt aber den Vorzug mit sich, dass die AS 30 DSP praktisch überall unterzubringen sind. 

Zwischeneinschub: California Dreamin in der Cover-Version von Diana Krall, keine leichte Kost für die preiswerten Lautsprecher aus Niedersachsen. Trotzdem aber erleben wir alles andere als einen herbe Enttäuschung, sondern eine richtige Überraschung. Fein durchzeichnet und keinesfalls einfältig und monoton erfolgt die Wiedergabe der Stimme Dianas, und das Bassfundament wird prima präsentiert. Die Klarheit bei hohen Frequenzen und die nahtlosen Übergänge zwischen den Frequenzbereichen sprechen für sich. Das Piano könnte natürlich präziser getroffen werden, es klingt leicht belegt, hier fehlt es an Auflösung und Feindynamik. Aber für die aufgerufenen Preise kann man sich wahrhaftig nicht ernsthaft beschweren. 

Von Disturbed lauschen wir nun dem Song " A Reason To Fight". Die akustische Gitarre und die Stimme des Sängers kommen überraschend gefühlvoll heraus. Der ganze Aufbau des Stücks wirkt kultiviert, zugleich ist die Auflösung prima. Plötzlich dann ein Dynamiksprung, und es strömen von einer Sekunde auf die andere jede Menge Energie und Nachdruck in den Song. Die AS 30 DSP gehen hier tadellos mit und "hinken" nicht zurück. Ganz im Gegenteil, der Zuhörer erlebt die Dynamik "live" mit. Auch das Schlagzeug kommt prima heraus. 

Ariana Grandes "Break Up With Your Girlfriend, I'm Bored" wird mit einem bei diesem Track wirklich überraschend starken Bass einwandfrei dargestellt. Adrianas Stimme wird mit klarer Frische in den Hörraum gestellt, dabei löst sie sich, wenn man nicht zu weit von den Schallwandlern sitzt, auch gut von den Chassis. Das sehr geringe Maß an Verzerrungen ist lobenswert, ebenso der erneut impulstreue Aufbau. 

Nun geht es richtig rund: "Kernkraft 400 2K19" von Teknova soll kraftvoll und dynamisch wiedergegeben werden - und die AS 30 DDP gehen das Tempo und die dynamischen Wechsel anstandslos mit. Die realisierbaren Pegel überraschen, hier ist man schon erstaunt, was an Energie aus den kompakten Boxen kommt. Die soliden Gehäuse machen auch bei hohem Pegel keine unschönen Geräusche. 

Von Tiesto, Zaxx und Olivera folgt "Afflication". Direkt zu Beginn ertönt eine kindlich wirkende weibliche Gesangsstimme, deren Konturen die AS 30 DSP erneut sauber treffen. Auch der schon unterschwellig vorhandene Bass präsentiert sich prima aufgebaut. Die verschiedenen Effekte sammeln die Saxx-Schallwandler sauber auf und integrieren sie schwungvoll. Die relativ satten Bassschläge werden ordentlich präsentiert, hier merkt man aber, dass nicht allzu viel Gehäusevolumen bereitsteht. Zudem ist der Tiefmitteltöner hinsichtlich der vorhandenen Membranfläche auch nicht allzu groß. Die erzielbaren maximalen Pegel sind erstaunlich, auch sehr gut gefällt uns, dass selbst bei rund 85 Prozent des maximal möglichen Pegels kaum Verzerrungen auftreten. 

Wir beamen uns zurück in die 80er Jahre und lauschen "Take On Me" von a-ha. Die 2015 erstellte Remaster-Variante entlockt den AS 30 DSP erneut eine richtig mitreißende, sehr gelungene Darstellung. Pegelfest, dynamisch und mit einer facettenreiche Stimmwiedergabe, liefern sie zu hundert Prozent ab - denn man darf nie vergessen, was auf dem Preisschild steht. Auf jeden Fall beeindruckt ein weiteres Mal die Impulstreue, und der Gesang wird gekonnt fokussiert, ohne aber dass instrumentale Anteile zu weit in den Hintergrund rücken. 

Konkurrenzvergleich

Nubert nuBox AS-125: Preislich etwas über der Saxx-Alternative gelegen, bieten die nuBox AS-125 nach wie vor einen exzellenten Gegenwert fürs Geld. Allerdings fehlt ein USB-DAC, da, so argumentiert Nubert, die meisten PCs und Notebook über Bluetooth verfügen. Akustisch geben die Schwaben Gas, mit bewährten, belastbaren Treibern und einer aufwändigen Endstufen-Konfiguration. Das alles kann aber nicht verhindern, dass sich die ohne Zweifel erstklassig fürs Geld aufspielenden Saxx-Schallwandler ebenfalls eine Preisklassenreferenz sichern. Mit USB-DAC und sorgsam gerundeten Gehäuseecken bringen sie auch spezielle Vorzüge ins Spiel. 

Quadral Breeze Blue XL: Mit einer UVP von 399 EUR spielen die Bluetooth-Aktivisten aus Hannover noch etwa in der identischen Preisliga. Sie sehen auch schmuck aus und überzeugen durch harmonischen und recht klaren Klang. Die neueren Saxx AS 30 DSP setzen sich aber mit bessere Auflösung und kraftvollerem Bass durch. 

Saxx AS 30: Das preiswertere Vorgänger-Modell, optisch sehr ähnlich, ist durch weniger Kontrolle im Pegel-Grenzbereich, weniger Basskraft und weniger Feinauflösung erstaunlich chancenlos gegen den generalüberholten, teureren Neuling. 

Fazit

Das Saxx AS 30 DSP-Master-/Slave-Set begeistert im Test nicht nur durch die schicke Optik und die sehr gute Verarbeitung, sondern vor allem durch die exzellente Akustik und die sinnvolle Ausstattung inklusive USB-DAC und präziser Steuerung von Bässen und Höhen. Auch die Fernbedienung ist sehr hochwertig für diese Preisklasse. Mit enormer Pegelfestigkeit, überraschend kräftigem Bass und tadelloser Auflösung stellt das Set von Saxx eine besonders gute Wahl dar.

Formschön, akustisch bei den Besten: Das Saxx AS 30 DSP Ensemble begeistert im Test

Master-/Slave-Aktivlautsprecher-Sets bis 500 EUR
Test 15. August 2020

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 15. August 2020

 

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