XXL-TEST: Panasonic SC-PMX802 - Klanglich starke Stereo-Kompaktanlage mit DAB+, Streaming und vielen weiteren Features

Panasonic hat mit der SC-PMX802 eine neue HiFi-Kompaktanlage im Portfolio, die den Titel "All-In-One" tatsächlich verdient zu haben scheint. Neben hoher Klangqualität steht die Vielseitigkeit der Komponente klar im Fokus: Neben klassischen Quellen wie UKW/DAB+ und CD-Player ist ein vollwertiger Netzwerkplayer inklusive Internetradio, Streamingdiensten plus Bluetooth an Bord. Sowohl AirPlay 2 als auch Chromecast unterstützt die SC-PMX802 und kann vollständig über die Panasonic Music Control App gesteuert werden. Natürlich bringt sie auch klassische Anschlüsse mit und arbeitet problemlos mit einem Fernseher zusammen. Für guten Sound setzt Panasonic auf einen Technologietransfer von Technics, in der neuen Stereo-Anlage kommt die Hi-Res Verstärkerschaltung Jeno Engine zum Einsatz. Die mitgelieferten Lautsprecher bringen einen zusätzlichen Seidenkalotten-Hochtöner mit und decken Frequenzen bis zu 50 kHz ab. Verfügbar ist die SC-PMX802 in Silber und Schwarz zur UVP von 549 Euro. Im folgenden Video (3:41 Minuten) verschaffen wir uns einen ersten Eindruck über den Panasonic-Neuzugang:

 

Verarbeitung

Main Unit

Bereich rechts mit großem Lautstärke-Drehregler und Kopfhöreranschluss

Klangregler, USB-Slot, Power-Button

Seitenansicht

Unterseite

Beim Design der neuen Micro HiFi-Anlage wagt Panasonic wenig neues, stattdessen setzt man auf das bewährte, durchaus klassisch attraktive Design vorheriger Panasonic PMX-Systeme. Die Komponente ist mit den Abmessungen von 211 x 114 x 267 mm (BxHxT) wirklich sehr kompakt und findet sowohl in Racks, Regalen als auch auf einem Tresen oder Schreibtisch Platz. Hochwertig erscheint die Verarbeitungsqualität: Das Hauptgerät sitzt in einem Metallgehäuse mit leicht gerundeten Kanten. Die Front ziert eine Aluminiumplatte, auf der sich die sauber integrierten Bedienelemente befinden. Die Drehregler sind allerdings nicht aus Metall, sondern aus Kunststoff. Die Führung ist nicht ganz perfekt, sie wirken insgesamt etwas einfacher und verraten den doch eher günstigen Preis der Gesamtkomponente. Die Druckknöpfe der Quellenwahl und Wiedergabetasten sind ebenfalls aus Kunststoff, gefallen aber mit gutem Druckpunkt.

Lautsprecher einzeln

Ohne Abdeckung

Piezo- (rechts) und Seidenkalotten-Hochtöner (links)

Übergang Gehäuse - Schallwand

Seitenansicht

Rückseite

Lautsprecher-Terminals


Die mitgelieferten Bassreflex-Lautsprecher sind 161 x 238 x 262 mm (BxHxT) groß und verfügen über ein Holzgehäuse, das mit einem schick gemaserten Furnier versehen ist. Das Furnier weist eine angenehme Haptik auf und wirkt nicht allzu empfindlich, lediglich an der ein oder anderen Stelle, z.B. an den unteren Kanten sowie an den Ecken hin zur Schallwand, "franst" es ein wenig aus. Die Töner vorne sind sauber und plan auf der Schallwand montiert. Die Tiefen und Mitten übernimmt ein Treiber mit 14 cm Bambus-Polypropylen-Membran, außerdem verfügen die Bassreflex-Lautsprecher sowohl über einen 1,5 cm Piezo-, als auch einen 1,9 cm Seidenkalotten-Hochtöner. Letzterer ist für die höchsten Töne bis hinauf zu 50 khz verantwortlich. Vor die Treiber lässt sich eine stoffbespannte Abdeckung setzen, die klassisch per Befestigungsstiften am Lautsprecher angedockt wird.

Anschlüsse

USB-Slot vorne

Die Panasonic SC-PMX802 erlaubt an der Geräte-Front den Anschluss von USB-Speichermedien. Auch an der Rückseite gibt es einen USB-Anschluss, allerdings vom Typ B. Dort kann man direkt PCs, Laptops und einen Mac anschließen und überträgt das Audiosignal digital an das Panasonic Hauptgerät. Die D/A-Wandlung findet dann im HiFi-System und nicht im Computer statt, was zusammen mit der digitalen Signalführung klanglich klare Vorteile bietet. Außerdem stehen zwei AUX-Eingänge mit Stereo Cinch und einem 3,5 mm Miniklinken-Eingang sowie eine digitale optische Schnittstelle bereit.

Rückseite

Anschlüsse

Über S/PDIF kann der Fernseher angeschlossen werden, außerdem per Aux-in. Die Aux-in Auto-Play-Funktion sorgt dabei dafür, dass sich die Micro-HiFi-Anlage automatisch aktiviert, sobald der Fernseher eingeschaltet wird. Das ist ebenso praktisch wie die Möglichkeit, die Lautstärke per TV-Fernbedienung zu steuern. Die Lautsprecher-Terminals sind gekapselt und auch für größere Kabelquerschnitte (als die der beiliegenden Kabel) und Bananenstecker geeignet. Wie eingangs bereits erwähnt, empfängt das HiFi-System via Bluetooth auch drahtlose Audiosignale.

Bedienung

Fernbedienung

Für die Panasonic SC-PMX802 stehen verschiedene Steuerungsmöglichkeiten zur Verfügung. Will man nicht gerade die umfangreichen Streaming- und Netzwerk-Features nutzen, kann man die SC-PMX802 auch sehr gut direkt am Gerät bedienen. Wiedergabe-Tasten sind vorhanden, ein großzügig dimensionierter Lautstärke-Drehregler ebenfalls. Außerdem kann man schnell und unkompliziert mittels zwei Reglern für Bass und Treble Klangeinstellungen vornehmen. Im linken Bereich unterhalb der beiden Klangregler befindet sich die FAV-Taste. Damit kann man schnell entsprechende Favoriten aufrufen oder per langem Druck auch speichern. Allerdings damit lediglich 9 Speicherplätze. Insgesamt stehen 20 zur Verfügung, die mittels Fernbedienung und Zifferntasten belegt und aufgerufen werden können. Erfreulicherweise ist die Bedienungsanleitung gut übersetzt und steht beratend zur Seite. Es können Favoriten für UKW-Radio, DAB+ und auch Internetradiostationen festgelegt werden. Beim ersten Aufruf wird automatisch ein Senderscan durchgeführt. Wer sichergehen möchte, dass die Antenne perfekt positioniert ist, kann wiederholt die FB-Taste "Radio Menu" drücken, um "Signal Quality" auszuwählen.

Klangregelung vorne

Wer den Fernseher über den AUX-Eingang anschließen möchte, kann die automatische Wiedergabe über diesen Eingang innerhalb des Panasonic-Menüs aktivieren. Dabei wählt man zunächst den AUX IN an, um dann wiederholt die SETUP-Taste zu drücken, bis "AUX-IN Auto Play" angezeigt wird und wählt schließlich mit den Pfeiltasten "ON" aus. Beachten muss man lediglich, dass die TV-Lautstärke ausreichend hoch eingestellt ist und dass sich der Standby-Verbrauch um ca. 0,15 Watt erhöht. Der AUX-Eingang erlaubt ebenfalls die Anpassung des Eingangspegels in den Stufen LOW und HIGH. Dies wird im SOUND-Menü unter INPUT LEVEL erledigt.

Die beiliegende Fernbedienung erweitert also die Bedienmöglichkeiten der SC-PMX802, bringt Zifferntasten von 0-9 sowie dedizierte Tasten für die auswählbaren Quellen, aber keine Eject-Taste mit. Die Fernbedienung erinnert an die Remote von Blu-ray Disc-Playern im günstigen und mittleren Preissegment von Panasonic und kommt in handlichem Format und soliden Tasten daher. Unten befindet sich ein Navigationskreuz, dass sich auch bei der Auswahl von Internetradiostationen gut schlägt. Für alles, was den Netzwerk-Player betrifft, steht aber auch die Panasonic Music Control App im iOS App Store und Google Play Store zur Verfügung.

Panasonic Music Control App

Panasonic Music Control App

Quellen auswählen

Internetradio

Spotify Connect

Bevor man mit der Panasonic Music Control App die SC-PMX802 steuern und bedienen kann, muss die Komponente ins Heimnetzwerk integriert werden. Das funktioniert identisch zu anderen Chromecast-fähigen Geräten mit der Google Home App. Schaltet man die HiFi-Anlage zum ersten Mal ein, erscheint NET SETUP auf dem Display. Daraufhin drückt man OK, das Display zeigt SETTING an und man kann den weiteren Schritten der Einbindung in der Google Home App folgen. Ist die HiFi-Anlage im Netzwerk integriert, kann man den vollen Funktionsumfang inklusive Internetradio, Spotify Connect, Chromecast und AirPlay 2 nutzen. Außerdem sämtliche Features, die direkt mit der Panasonic Music Control App gesteuert werden.

Einstellungen der SC-PMX802 vornehmen

Klangregelung, D.Bass, Surround, CD High Res Re-Master, AUX IN Auto Play, alles kann mit der App gesteuert werden

EQ-Presets

Das Panasonic Ensemble wurde nach Start der App direkt erkannt und kann damit auch komplett gesteuert werden. Dazu gehören neben der Eingangswahl die Klangregelung, dem Festlegen der Klang-Presets, dem Aktivieren/Deaktiveren der Re-Master- und Surround-Funktion und dem vorhin erwähnten Einstellen des AUX IN-Eingangspegels auch die Verwendung sämtlicher Streamingdienste. Dies sowie die Nutzung von Internetradio geht mit der App besonders komfortabel, da die Darstellung am Smartphone- bzw. Tablet-Bildschirm deutlich übersichtlicher gelingt. Zu den unterstützten Diensten zählen Google Play Music, Deezer, Spotify, TIDAL, TuneIn und andere.

Klang (Bluetooth, CD-Wiedergabe, PC-Eingang / EQ-Presets, D.Bass, Re-Master)

Wir spielen zunächst einige Klassiker per Bluetooth zu, um die Auswirkungen der klangbeeinflussenden Funktionen, die die SC-PMX802 mitbringt, genauer beobachten zu können. Die Bluetooth-Kopplung ist im Übrigen flink erledigt. Ist noch kein Gerät mit der Anlage verbunden, wird diese bei Auswahl der Quelle Bluetooth direkt in den Pairing-Modus versetzt. Alternativ kann man im PLAY MENU das PAIRING manuell starten oder die "Selector"-Taste für den identischen Effekt gedrückt halten. Wählt man die Komponente dann in den sichtbaren Geräten am Smartphone aus, ist man binnen Sekunden verbunden.

Die SC-PMX802 bringt mit HEAVY, SOFT, CLEAR und VOCAL vier EQ-Voreinstellungen mit, die sich unterschiedlich auf die gebotene Akustik auswirken. Die Auswahl FLAT deaktiviert EQ-Voreinstellungen. Außerdem werden diese außer Kraft gesetzt, wenn man mit den Klangreglern für BASS und TREBLE Einfluß auf die Klangcharakteristik nimmt. Die Presets werden in ihrer akustischen Ausprägung ihrem jeweiligen Namen gerecht. Gut ist, dass kein Modus zu eklatant eingreift und dann schlicht übertrieben wirkt. Gehen wir bei FLAT von einer ausgewogenen Darstellung aus, die sich bei der Panasonic-Anlage durchaus auch mit klaren Mitten und erstaunlich gut aufgelösten Höhen präsentiert, betont Heavy sowohl die unteren Mitten als auch Tiefen ein wenig. Wie erwähnt, wird dabei aber nicht überbordend agiert. Sowohl der Verstärker als auch die Tiefmitteltöner kommen mit dem zusätzlichen Anspruch gut gerecht, zeigen etwas mehr Volumen und Fülle, schlagen aber bei moderat hohem Pegel nicht an. SOFT nimmt Höhen und Mitten zurück, was bei entsprechenden Titeln auch sofort auffällt. Diese Einstellung empfiehlt sich nur, wenn die SC-PMX802 lediglich zur musikalischen Untermalung im Hintergrund eingesetzt wird, nicht unbedingt für authentischen Musikgenuss. CLEAR hebt insbesondere die Höhen hervor, die Mitten bleiben weitgehend unangetastet, untenrum wird es hingegen deutlich dünner. VOCAL soll den Fokus auf die Stimme legen, was in Ansätzen auch gelingt. Davon abgesehen entspricht dieses Preset dem Modus FLAT. Insgesamt lassen sich die EQ-Voreinstellungen, auch dank des nicht allzu aggressiven Eingriffs, gut nutzen. Grundsätzlich lässt sich nichts dagegen sagen, die Einstellung schlicht auf FLAT zu belassen und im Bedarfsfall per Treble/Bass-Regelung etwas zu optimieren. Wer dem Gerät schnell und unkompliziert etwas mehr Bass entlocken möchte, kann aber auch flink auf HEAVY umschalten.

CD-Lade

Darüber hinaus bringt die SC-PMX802 auch eine D.BASS Einstellung für kraftvolle Basswiedergabe mit, auf die wir auch nochmal zurückgreifen wollen. Zunächst aber wechseln wir auf CD-Wiedergabe und lassen mit Ring of Fire und Walk The Line Johnny Cash ans Mikrofon. Die Klangregelung bleibt in diesem Fall unangetastet. Die Auflösung und Klarheit der Kompaktanlage ist wirklich beeindruckend, hier leistet die JENO Engine - bekannt aus hochwertigen Technics-Komponenten - ganze Arbeit. Die Stimme gelingt sehr charakteristisch und bleibt auch bei schnellem komplexem Geschehen unbeeinflusst. Sowohl Mitten als auch Höhen wirken leicht fokussiert, das stört aber aufgrund der grundlegenden Harmonie und sehr guten Balance überhaupt nicht, sondern sorgt für einen natürlichen Bühneneindruck mit klarer Struktur und gut differenzierbaren Instrumenten. Untenrum zahlen sich die 120 Watt RMS Leistung aus. Kraftvoll und satt erklingen die Kicks bei I Walk The Line und auch das Volumen der kompakten Schallwandler kann überzeugen. Sicher geht man hier beim Tiefgang nicht auf absolute Tauchstation, gerade hier wirkt sich das aber in keinem Fall negativ aus.

Interessant fanden wir auch die CD High Res Re-Master Funktion und haben ihr, ehrlich gesagt, kaum etwas zugetraut. Allerdings müssen wir hier revidieren: zwar sind die Auswirkungen nicht eklatant, dennoch bemerkenswert. Bei den genannten Johnny Cash-Tracks und auch beim nachfolgenden A Thing Called Love arbeitet dieses Feature noch ein paar Feinheiten heraus. Hörbar ist das bei der Differenzierung der einzelnen Instrumente und besonders gut am Beispiel von I Walk The Line, bei der sowohl die Stimme als auch die Detaillierung der Stahlsaiten der Gitarre noch etwas mehr Präsenz zeigt. Klar sind es Nuancen, aber wir sind positiv überrascht und können im Gegensatz auch anhand dieser Beispiele keine negativen Aspekte der Skalierung bzw. Hochrechnung feststellen. 

Die SC-PMX802 legt den Fokus auf eine natürliche akustische Darbietung, macht aber auch ganz klar Spaß. Mitreißend und dynamisch spielt die Anlage auf und ist in der Lage, schnell zu reagieren. Hinzu kommt, das man auch laut mit der Stereo-Kombination hören kann. Zwar ist unser persönliches Pegel-Limit beim maximalen Lautstärke-Wert von 50 noch nicht erreicht, für nicht allzu große Räume aber vollends ausreichend. Zumal man hier absolut souverän bleibt: keine Verzerrungen, keine Änderung der Tonalität hin zu aggressiven Höhen - die wir aufgrund der hohen Klarheit ein wenig befürchtet haben - und ein kraftvoller Tieftonbereich ohne Anschlagen der Woofer. Minimal drängt sich die Stimme bei Maximalpegel in den Vordergrund, das ist aber vernachlässigbar, insgesamt bleibt man der Grundtonalität treu und liefert ein harmonisch stimmiges, lebendiges Gesamtbild.

Panasonic Audio Player 2

Wir wechseln das Genre und dabei auch gleich die Art der Zuspielung. Der Anschluss unseres MacBooks an die Panasonic-Anlage ist unkompliziert, sofern man über ein entsprechendes Kabel mit USB-A und USB-B verfügt. In den Systemeinstellungen unter Ton kann die Kompaktanlage einfach ausgewählt werden, sie erscheint dort als "Panasonic USB Audio" - außerdem können wir auch drahtlos via AirPlay ohne Hindernisse zuspielen. Mit einem Windows-Rechner haben wir die SC-PMX802 nicht verbunden, hier ist aber laut Bedienungsanleitung ein Treiber erforderlich, der heruntergeladen und installiert werden muss. Panasonic stellt außerdem für beide Betriebssysteme die Panasonic Audio Player 2 App zur Verfügung, die für die Wiedergabe von HiRes-Dateien empfohlen wird. Der Player ist recht einfach aufgebaut und leicht zu bedienen. Praktisch ist, dass rechts unten direkt die Übertragungsrate (z.B. 96 kHz/24-Bit) angezeigt wird. Erwartungsgemäß ist der Qualitätsgewinn gegenüber hochwertigen CD-Aufnahmen nicht eklatant. Man bedenke, dass es sich um eine Komplettanlage zum Preis von unter 550 Euro handelt. Eine exzellente Struktur und Bühnenabbildung ist bei unseren Klangbeispielen stets gegeben und auch dynamisch liefert die SC-PMX802 eine recht beeindruckende Demo ab. Zudem bietet die digitale und bitgenaue Signalübertragung natürlich Vorteile gegenüber analoger Signalübertragung.

Für unseren letzten Klangeindruck haben wir uns für Electropop von Parov Stelar entschieden. Das Coco Album bietet melodiöse Klänge, zahlreiche Effekte, tolle Vocals und nachdrückliche Bässe gleichermaßen - die SC-PMX802 quittiert es mit hoher Souveränität. Die bereits angesprochene Harmonie lässt die Jazz-artigen Sounds bei For Rose besonders angenehm erscheinen und lullt den Zuhörer regelrecht ein. Das Timbre des Klaviers wird erstaunlich gut getroffen und auch die voluminöse Atmosphäre kommt besser zur Geltung, als wir das bei den kompakten Lautsprechern erwartet hätten. Die Tracks sind insgesamt etwas schärfer abgemischt, aggressiv sind die klaren Höhen aber keinesfalls. Kraftvoll und nachdrücklich sind die Bässe bei "Let's Roll" und wir finden: die D.Bass Schaltung ist nicht notwendig. Sicher legt die Panasonic Anlage dann noch etwas zu, allerdings ist der Tieftonbereich auch ohne DSP kraftvoll, satt und druckvoll. Bass-Fanatiker können für die Extraportion Punch darauf zurückgreifen und müssen lediglich mit einer nicht mehr ganz ausgewogenen Balance vorlieb nehmen. Die Pegelfestigkeit ist wiederum erstaunlich. Das Kompaktsystem bleibt auch bei außerordentlich hohem, also Maximalpegel, souverän. Selbst wenn man D.Bass zuschaltet, schlagen die Tieftöner nicht an - lediglich einmal gegen Ende von "Let's Roll" konnten wir die Woofer für einen kurzen Moment überfordern. Auch die Gesamtauslegung ändert sich kaum und man kann entspannt auch über einen längeren Zeitraum sehr laut hören. Diese Performance ist für ein Stereo-Komplettsystem dieser Größenordnung schon außerordentlich hoch. Was uns daran besonders gut gefällt, dass die Kulisse auch bei hoher Komplexität sauber strukturiert bleibt und man einzelne Klangeffekte und Instrumente stets differenzieren kann. Absolut sauber bleibt die Stimme bei "Let's Roll" und Lautstärke 50, gleichzeitig werden harte Kickbässe und Orgelklänge bedient. Die Snare erscheint klar, aber nicht schneidend. Dabei wirkt die SC-PMX802 stets spritzig und mitreißend, schlicht ein rundes Gesamterlebnis, dass in allen Situationen Spaß bereitet, gleichzeitig aber natürlich und ausgewogen erklingt.

Fazit

Panasonic SC-PMX802

Die Panasonic Micro-Stereoanlage hat uns überrascht. Eine derart eindrucksvolle akustische Performance haben wir von den kompakten Komponenten nicht erwartet. Gepaart mit der enormen Vielseitigkeit und Flexibilität wird hier ein leistungsstarkes Komplettpaket zu einem sehr attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis geboten. Die Integration eines kraftvollen Verstärkers und die von Technics bekannte JENO Engine hat sich zweifellos rentiert. Das Hauptgerät weist mit Metallgehäuse und Aluminiumfront auch eine sehr gute Verarbeitungsqualität auf, die Bedienelemente aus Kunststoff sowie das stellenweise nicht perfekte Furnier der Lautsprecher kann man in Anbetracht der Gesamtbilanz verzeihen. An Features mangelt es nicht: DAB+, Internetradio, Streamingdienste, Chromecast, AirPlay 2, TV-Anschluss mit AUX-In Auto Play, Spotify Connect, all das und mehr steckt in der SC-PMX802 und kann dank Panasonic Music Control App auch komfortabel bedient werden.

Überdurchschnittlich performante ALL-IN-ONE Kompaktanlage mit tollen akustischen Eigenschaften und einem regelrechten Feature-Arsenal

05.10.2021

 

Test: Philipp Kind
Datum: 05.10.2021

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