TEST: Panasonic SC-HTB496 - 2.1 Einsteiger-Soundbar mit Wireless Subwoofer

Da sich gerade preisgünstige Soundbars momentan großer Beliebtheit erfreuen, haben wir von Panasonic die SC-HTB496 zum Test erhalten. Hierbei handelt es sich um ein 2.1 System, das aus einer Soundbar mit HDMI ARC Anschluß sowie einen Wireless Subwoofer besteht. Um Streaming vom Smartdevice zu ermöglichen, besitzt die Panasonic SC-HTB496 Bluetooth 4.2.

Das ausschließlich in schwarz erhältlich Set hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 299 EUR. Zu bedenken ist allerdings, dass sich auch die Konkurrenz nicht bedeckt hält, so zum Beispiel LG mit einer top verarbeiteten 3.02 All-In-One-Soundbar DSN-7CY mit Meridian-Technologie, Dolby Atmos und DTS:X sowie echten Top Firing-Modulen. Da gibt es zwar keinen Subwoofer, dafür sonst echtes Oberklasse-Feeling und das für 300 EUR Marktpreis (UVP des 2020er Modells: 479 EUR).

Zurück zum Test-Kandidaten. Das System hat eine Gesamtleistung von 320 Watt. Davon bekommen 160 Watt die zwei 4,5 x 12 cm messenden Füllrange-Lautsprecher, die nach vorne gerichtet sind, ab. Der externe Subwoofer hat demnach auch eine Leistung von 160 Watt.

Zudem besitzt die Panasonic SC-HTB496 unterschiedliche Equalizerkurven, die mit der Fernbedienung ausgewählt werden können. So stehen dem Nutzer die Klangmodi "Standard, Kino, Sport, Musik sowie Nachrichten" zur Verfügung.

Die Frontansicht der Soundbar

Die Soundbar besteht aus schwarzem Kunststoff und ist an der Front sowie auf der Oberseite mit schwarzem Akustikstoff bezogen. An der Front befinden sich zwei LED's, die in fünf verschiedenen Farben über den Betriebszustand der Soundbar informieren. Der Akustikstoff ist sauber angebracht, könnte aber etwas straffer sitzen.

Verschiedene Standfüsse liefert Panasonic ebenfalls mit

Damit die Soundbar an die unterschiedlichen Gegebenheiten problemlos angepasst werden kann, befinden sich im Lieferumfang zwei Sätze Standfüsse mit unterschiedlichen Höhen. Die Soundbar kann aber mit den im Lieferumfang befindlichen Adapter aber auch direkt an der Wand befestigt werden. 

Die Bohrungen für die Wandhalter

Bedienelemente an der Soundbar

Die Bedienelemente für den Betrieb sind auf der Oberseite zu finden, im hinteren Teil. Dort untergebracht sind Taster für das Ein- und Ausschalter der Soundbar, Taster für die Lautstärkeregelung sowie die Eingangswahl bzw. Bluetooth-Pairiung. Die einzelnen Knöpfe haben einen guten Druckpunkt.

Fernbedienung im Scheckkartenformat  

Wer die Soundbar aber lieber von der Couch aus bedient, für den liefert Panasonic eine Fernbedienung im Scheckkartenformat mit. Die Fernbedienung besteht, wie meistüblich, aus schwarzem Kunststoff. Auf der Fernbedienung binden sich neben der Eingangswahl und Lautstärkeregelung auch Taster für die Klangmodi Standard, Cinema/Sports sowie Music/News. Zudem kann mittels der Fernbedienung der Subwooferpegel angehoben bzw. gesenkt werden. Das Bluetooth-Pairing lässt sich ebenfalls direkt mit der Fernbedienung durchführen. Die Taster haben einen etwas wackeligen haptischen Eindruck auf uns hinterlassen. 

Status LED's an der Front


Ein Display sucht man bei der Panasonic SC-HTB496 vergebens, leider oft an Manko preiswerter Soundbars. An der Front informieren dafür zwei LEDs über den Betriebszustand. Um aktuelle Betriebsmodi anzuzeigen, stehen fünf unterschiedliche Farben zur Verfügung. Für uns auch in dieser günstigen Preisliga keine überzeugende Lösung. 

Akustikstoff auf der Oberseite und an der Front

Die Rückseite der Soundbar

Wenden wir uns nun der Rückseite und der Anschlusssektion des Soundriegels zu. Wir wir eingangs erwähnt haben, besitzt die Panasonic einen HDMI ARC-Anschlus, mit dem der TV verbunden werden kann. Wer einen Fernseher der älteren Generation besitzt, der kann die Soundbar und den TV auch über den optischen Digitalanschluss verbinden. Zudem verfügt die Soundbar über einen USB-Anschluss, somit können auch Inhalte von einem USB-Stick wiedergegeben werden.

Die Anschlüsse in der Übersicht

Frontansicht des Wireless Subwoofer

Das Gehäuse des mitgelieferten Subwoofer besteht aus Holz, auf dem eine schwarze Folierung aufgebracht wurde. Wir wir bereits erwähnten, verfügt der Wireless Subwoofer über eine Leistung von 160 Watt. Damit der Subwoofer mit der Soundbar auch ohne Kabel kommuniziert, werden die beiden via Bluetooth miteinander gekoppelt. Der Subwooferpegel kann mittels der Fernbedienung verändert werden.

Der Tieftöner des Subwoofer wurde seitlich angebracht und wird durch eine Abdeckung, bezogen mit schwarzem Stoff, geschützt. Durch seine kompakten Abmessungen von 171 x 382 x 363 Millimeter (B x H x T) fügt es sich harmonisch in den Hörraum ein. Der Subwoofer arbeitet nach dem Sidefire-Prinzip und besitzt somit das Bassreflexrohr auf der Vorderseite. Dies hat den Vorteil, dass der Bassmacher auch in ein Eck gestellt werden kann und es keine störenden Dröhngeräusche wie z.B. bei einem Downfire Subwoofer gibt. Im Bassreflexrohr ist eine LED mit eingearbeitet, die über die Wireless-Verbindung zur Soundbar Auskunft gibt.

Tieftöner seitlich untergebracht

Bassreflexrohr in der Detailansicht

Kantenverarbeitung beim Subwoofer

Stromanschluss und Bedienelement auf der Rückseite 

Die Rückseite des "Bassmachers" zeigt sich schlicht und zurückhaltend. So finden wir auf der Rückseite lediglich den Stromanschluss des Subwoofers sowie einen Taster zum Koppeln mit der Soundbar, falls dies mal nicht automatisch geschehen sollte.

Klang

Jetzt möchten wir der Einsteiger-Soundbar aber auf den Zahn fühlen und wollen wissen, wie sich die Kombo in unseren Klangtestreihen schlägt. Auch in diesem Test werden wir eine schöne Mischung aus Musikwiedergabe und Filmton finden. Wir starten mit der Musikwiedergabe, welche wir der Panasonic Soundbar mittels Bluetooth zuspielen.

Wir starten die Klangtestreihen mit "In Loving Memory" von Alter Bridge. Der Titel startet mit einem Gitarrensolo, was in einer durchaus brauchbaren Qualität aus der Soundbar ertönt. Begeistert sind wir von der Stimmwiedergabe von Myles Kennedy. Die Vocals sind hinsichtlich der Stimmfarbe wirklich gut getroffen und werden zu kleinster Zeit agressiv. Klar - der bei höherem Pegel ertönt die Stimme leicht blechern, und die Detaillierung enttarnt der Musik-Liebhaber schnell als höchgstens durchschnittlich. Aber man sollte hier bei der Bewertung auch die Gerätekategorie und die Preisklasse berücksichtigen. Der Subwoofer unterstützt die Soundbar passend im Tieftonbereich, was für ein erstaunlich rundes, voluminöses Klangbild sorgt. Natürlich darf man hier keine trockenen und tiefen Bässe erwarten, aber in Anbetracht der Preisklasse schafft das System eine hervorragende Darbietung.

Weiter geht es mit dem nächsten Musiktitel und wir senden der SC-HTB496 den Titel "Girls Like Us" von Zoe Wees. Nicht unkritisch, aber gerne verwendet in Test. Der Titel hat etwas mehr Dynamik und auch Zoes Stimmfarbe ist sehr fordernd. Aber auch hier zeigt sich die Panasonic Kombi fast unbeeindruckt. Die Stimmfarbe von Zoe ist eine kleine Nuance zu hoch, was aber fast nicht ins Gewicht fällt. Auch die Basswiedergabe wirkt dabei sehr solide. Etwas mehr Struktur und Tiefe könnte hier Verwendung finden, aber wir sagen, für eine Einsteigersoundbar mit Wireless Subwoofer ist die dargebotene Leistung eigentlich hervorragend. 

Einen letzte Musikwiedergabe starten wir noch, bevor wir zur Filmtonwiedergabe kommen. Wir haben uns für "Hypnotized" von Purple Disco Machine, Sophie and the Giants entschieden. Der Titel starten mit Synthesizer-Klängen und einem leichten Chorus im Hintergrund. Unter der Prämisse, dass es sich um ein günstigen Soundbar-/Subwoofer-System handelt, können wir der SC-HTB496 und dem Wireless-Subwoofer ein gutes Teamwork konstatieren. Klar, für musikalisch anspruchsvolle Anwender eignet sich ein solches System nicht. Dazu wirkt die Bühne zu schmal, der Klang verteilt sich nicht so offen wie gewünscht im Hörraum. Um ab und zu aber mal Musik in voll befriedigender Qualität zu hören, reicht das Gebotene locker aus, der Gesang wirkt recht lebendig, nur begrenzt durchs Auflösungsvermögen im Hochtonbereich. Der Bass kommt erstaunlich wuchtig zur Geltung. Die Präzision ist ok, hier scheinen aber verständlicherweise Defizite durch. 

Nun beginnen wir mit Klangbeispielen bei der Wiedergabe von Filmton. Wir beginnen mit Mission Impossible: Rogue Nation und zu Beginn des Films soll Ethan Hunt das riesige Airbus-Frachtflugzeug mit der gefährlichen Fracht stoppen. Als die Triebwerke des großen Frachtflugzeuges starten, kommt im Hörraum authentisch zur Geltung und präsentiert sich mit ordentlich Nachdruck. Auch die räumliche Darstellung ist sehr gut. Stimmen arbeitet die Soundbar im DSP "Cinema" prima ein, sie sind gut verständlich, stehen aber nicht unpassend im Vordergrund. Gut, vokale Präsenz ist nicht das vordergründige Merkmal dieser Sequenz: Eher der emorme Fluglärm, den die Turboprop-Triebwerke des Airbus veranstalten, und der verzweifelte und auch folgenreich-lautstarke Versuch von Ethan, den Flug zu stoppen und das Ankommen der Fracht am Zielort zu vereiteln. 

Nun skippen wir vor zur Sequenz im Wiener Opernhaus und geben uns dem Gesang des Tenors hin. Auch hier gefällt uns die sehr gute Wiedergabe von Orchester und Gesang. Auch als Ilse Faust ihre Waffe lädt, punktet die Panasonic Soundbar mit Authentzität. Teilweise wirkt der Soundriegel aber etwas überfordert, wenn mehrere akustische Ergebnisse parallel mit ähnlicher Präsenz aufeinandertreffen, so z.B., als auf der Opern-Bühne Puccinis "Turandot" in vollem Gange ist, zugleich aber hoch oben über der Bühne Ethan mit seinem Widersacher erbittert kämpft. Dann geht etwas Struktur verloren, und akustische Ebenen mischen sich leicht. 

Von Sky Ticket streamen wir "London Has Fallen" und verwenden das sehr gut abgestimmte "Cinema" DSP. Für die Preisklasse langt der aktive Wireless-Subwoofer nachdrücklich zu. Die Präzision stufen wir als voll befriedigend ein. Klar, beim Tiefgang merkt man die Abmessungen dann schon, aber wir sprechen über ein 2.1 Ensemble in der Preisklasse unter 300 EUR. Die räumliche Wirkung auch der Soundbar selbst ist richtig gut, und die Zusammenarbeit Soundbar-Subwoofer funktioniert nahtlos - das hätten wir in dieser Güte nicht erwartet. Der Music Score wird prima eingearbeitet, und selbst komplexere dynamische Gefüge klingen zumindest ordentlich. Natürlich darf man hier kein immenses Potential erwarten. Richtig gut ist die Pegelfestigkeit. Kritikpunkt ist ein hörbares Zischeln der Stimmen bei hohem Pegel (ab ca. 70 Prozent des maximalen Pegels gut vernehmbar bei dieser Quelle). Der actiongeladene Streifen fordert, überfordert das Panasonic-System aber nicht. Für uns, bedingt durch die sehr gute Räumlichkeit, das Volumen und die Kraft des Subwoofers, und die saubere Staffelung der Effekte, ein richtig gutes Angebot in der Liga zwischen 250 und 300 EUR. Die Soundqualität selbst eines TVs der oberen Mittelklasse wird vom Panasonic SC-HTB496 auf jeden Fall sehr klar übertroffen: Mission erfüllt. 

Konkurrenzvergleich

LG DSN-7CY: Für Marktpreise um die 300 EUR liefert die LG Soundbar Außergewöhnliches. Das All-In-One-Gerät bietet mit 160 Watt genug Power, um auch bei höherer Lautstärke souverän aufzutreteb, Allerdings fehlt ein Wireless Subwoofer, sodass das Panasonic System den wuchtigeren Bass bietet. Für ein All-In-One-Device ist die Basskraft der DSN-7CY aber hervorragend ausgeprägt. Zudem bringt die Soundbar Decoder für Dolby Atmos, DTS:X und sogar richtige Top Firing-Module mit. Auch ein effektives Meridian Sound-Tuning fehlt nicht. Streaming-Features bis auf Bluetooth hat LG hier bewusst nicht integriert, meist findet sich alles Relevante ohnehin schon im Smart-TV. 

Yamaha YAS-209: Rund 280 EUR kostet das Soundbar-/Subwoofer-Set mit DTS Virtual:X (funktioniert sehr überzeugend) derzeit. Dafür gibt es App-Steuerung, einen richtig guten, klaren und kräftigen Klang, und 200 Watt Gesamtleistung. Ein starker Konkurrent, mit noch mehr Räumlichkeit, dafür erzielt die Panasonic-Lösung nochmals höhere Pegel. 

Fazit

Für schlanke 299 EUR (UVP) ist die Panasonic SC-HTB496, bestehend aus Soundbar und Wireless Subwoofer, erhältlich. Zu Beginn des Test waren wir etwas skeptisch, was diese Kombo zu diesem Kaufpreis in der Lage ist zu leisten. Die ausschließlich in schlichtem Schwarz erhältlichen Komponenten sind größtenteils sauber verarbeitet, lediglich die Stoffbespannung der Soundbar könnte etwas strammer sitzen. Umfangreiche Netzwerkfunktionen wurde in das Panasonic 2.1 System nicht integriert, um Inhalte von Tablet & Co. auch auf der Soundbar abspielen zu können, ist aber Bluetooth vorhanden. Natürlich besitzt die Soundbar einen HDMI ARC-Anschluss. Netflix, Sky & Co. können so über den Fernseher gestreamt werden und die Panasonic SC-HTB496 übernimmt die klangliche Präsentation. Wie bei Panasonic-Soundbars üblich, können verschiedene Klangkurven über die kompakte, einfache Fernbedienung abgerufen werden. So stehen dem Nutzer die EQ-Kurven "Standard, Cinema, Sports, News sowie Music" zur Verfügung. Etwas gewöhnungsbedürftig stellte sich für uns das fehlende Display dar. Es informieren zwar kleine LEDs an der Front über den Betriebszustand des System's, welche aber teilweise nicht eingeordnet werden konnte. Im Bereich Klang hat uns die Panasonic SC-HTB496 erstaunt, was für diesen wirklich schmalen Kaufpreis möglich ist. So brillierte das System mit einer überragenden Stimmwiedergabe und auch der Wireless Subwoofer unterstützte die Soundbar im Tieftonbereich sehr gut. Natürlich darf man in dieser Preiskategorie kein High-End Produkt erwarten, fürs investierte Geld aber ist die Performance ausgezeichnet. 

Einsteiger-Soundbar mit hohem praktischen Nutzwert und erstaunlich kräftigem Klang
2.1 Soundbar-/Subwoofer-System bis 300 EUR
Test vom 09. Juli 2021

 

Test: Sven Wunderlich, Carsten Rampacher
Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 09. Juli 2021 

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