TEST: Panasonic SC-BMAX30 - transportabler Party-Lautsprecher mit 320 Watt RMS-Leistung für 449 EUR

Klangwertung

In diesem Abschnitt unseres Reviews möchten wir auf die klangliche Auslegung des BMAX30 genauer eingehen. Wir starten unsere Klangwertung mit "Let Me Take You There" von Volkan Kuday. Die zu Beginn des Tracks erklingenden und elektronisch erzeugten akustischen Elemente werden stimmig und sogar relativ natürlich umgesetzt. Als dann nach wenigen Momenten Volkan mit den ersten vokalen Elementen loslegt, waren unsere Erwartungen eher niedrig. Vokale Anteile werden von vielen Party-Lautsprechern eher stiefmütterlich behandelt, was einen oftmals oberflächlichen Klang mit wenig Substanz zur Folge hat. Auch der BMAX30 vollbringt keine Wunder bei der Darstellung von Volkans Stimme, aber unser Testkandidat schafft es, sich im direkten Umfeld sehr gut zu platzieren. Die Stimmfarbe wird relativ sauber getroffen, und das dynamische Gefüge während der vokalen Präsentation ist größer als bei zahlreichen anderen Party-Lautsprechern. In den Grundzügen, was wirklich beachtlich ist, kann das Gefühl, das von Volkans Gesang vermittelt wird, in unseren Hörraum manövriert werden. Daher lautet unser überraschend Fazit: Die vielschichtigen vokalen Elemente mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen werden - für einen relativ preiswerten Partylautsprecher - hervorragend umgesetzt. Untermauert wird die Gesamtwiedergabe von einen üppigen und zugleich präzisen Bassfundament, das selbst in der Magengrube spürbar ist. Auch hier greifen wir erklärend ein. Einen "fetten" Bass können viele Partylautsprecher präsentieren. Ordentlich per DSP gepusht, wird durch Volumen und Nachdruck in Bereichen um 100 Hz kaschiert, dass es keinen echten Tiefgang gibt. Das liegt auch daran, dass sich die Hersteller lieber für maximal möglichen Pegel bei sich in Grenzen haltenden Verzerrungen entscheiden, und gegen maximalen Tiefgang, der Leistung und auch Maximalpegel kostet. Nun zu unserem Testkandidaten. Panasonic hat hier einen, wie wir finden, gelungenen Mittelweg gefunden. Der Tiefgang ist überzeugend, die Präzision ebenso, und es fehlt weder an Volumen noch an Nachdrücklichkeit. Ebenfalls lösen sich die musikalischen Elemente hervorragenden vom BMAX30, und dadurch entsteht eine räumlich realistische Gesamtwiedergabe. Für den Indoor-Einsatz würden wir uns allerdings die Möglichkeit wünschen, die Klangparameter etwas anzupassen.

Weiter geht es mit dem KREAM-Remix von "Wicked Game". Die elektronisch bearbeitete Damenstimme, zu Beginn des Tracks, handhabt der BMAX30 sehr luftig, mit viel Fingerspitzengefühl und Detailreichtum. Bereits nach wenigen Momenten kommen harte und schnelle Kickbässe hinzu. Die weibliche Stimme wird im gesamten Verlauf des Titels, für einen Partylautsprecher, äußert detailliert umgesetzt und kann sich glaubwürdig von der Partyzentrale lösen. Etwas erstaunt sind wir von der Umsetzung der harten und schnellen Kickbässe, die vom BMAX30 trocken, präzise und punktgenau dargestellt werden. Der "Handshake" der weiblichen Gesangsstimme mit den sehr schnellen und nicht einfachen Syntheziser-Effekten und dem harten und schnellen Bassfeuerwerk gelingt außerordentlich gut.

Da wir in unseren Hörtestreihen versuchen, zu berücksichtigen, welches Material oft aus einem Partylautsprecher tönt, haben wir unsere Titelauswahl entsprechend angepasst und haben als nächsten Track"Turn The Lights Off" von Justé, Jaxstyle und Jon ausgesucht. Der Titel starten mit einer männlichen Stimme, die sich aus dem Hintergrund nach vorne schiebt, Synthesizer-Klängen sowie harten Bässen. Dieses Zusammenwirkung der verschiedenenen musikalischen Elemente meistert der BMAX30 für seine günstige Preisklasse mit Bravour und liefert eine klare und natürliche Stimmwiedergabe, ergänzt durch einen voluminösen Bass - der die Vocals aber nicht in den Hintergrund drängt. Als der Titel dann deutlich an Dynamik zulegt, liefert der Panasonic-Speaker nach wie vor ein ausgezeichnetes Bassfundament, eine von der Struktur her überzeugende Wiedergabe der Synthesizer-Parts sowie, wie wir es schon kennen, eine ausgezeichnete Stimmwiedergabe. Auch bei höherem Lautstärkepegel können wir nur wenige Auflösungsdefizite feststellen - das spricht für eine rundherum gelungene Auslegung.

Beim nächsten Titel möchten wir den BMAX30 erneut aus der Komfortzone locken. Für solche Manöver verwenden wir gerne „Ratchets“ von Hedegaard, da dieser Track schon zahlreiche Testsamples durch die machtvollen Bässe an die Grenzen des machbaren getrieben hat. Ab der ersten Sekunde explodiert die Wiedergabe förmlich mit harten, tiefen und satten Bässen sowie aggressiven Synthesizerpassagen. Von den zahlreichen Hürden zeigt sich der Panasonic BMAX30 unbeeindruckt und liefert ein sattes, trockenes, und präzises Bassfundament - ganz ohne dieses Wabernde, Unpräzise, das wir nicht nur bei verschiedenen anderen Partylautsprechern ab und zu vorfinden. Die Synthesizer-Effekte werden mit klaren Konturen und einer sehr guten Gesamtdynamik präsentiert, und die elektronisch erzeugte Männerstimme bindet unser Testmuster souverän ins Gesamtgeschehen ein. Die räumlich dichte und klare Gesamtwiedergabe flacht selbst bei höherem Lautstärkepegel nicht ab.

Wir wechseln das Genre und kommen zum Ende unserer Klangwertung. Wir spielen dem BMAX30 "Coming Undone" von der NuMetal Band Korn zu. Der Titel startet mit hart gespielten E-Gitarren sowie den ersten vokalen Elementen von Jonathan Davis, Frontmann der Band. Beide Sequenzen kann der Panasonic Speaker ausgezeichnet in Szene setzen, und es fehlt der Stimme und der E-Gitarrre nicht an gewollter Aggressivität - die aber selbst bei erhöhtem Pegel immer kontrolliert bleibt. Kurz darauf gesellen sich harte Drums hinzu, die vom BMAX30 mit einem hervorragenden Volumen und Struktur in den Hörraum transportiert werden. Im weiteren Verlauf bleiben die Gitarrenriffs hinsichtlich der harten Konturen erhalten, der Gesang von Jonathan besitzt Wiedererkennungswert und wird klar vorgetragen. Auch als der Titel weiter an Dynamik gewinnt, gelingt eine ausgezeichnete Gesamtwiedergabe, weil der BMAX30 grundsätzlich alles mit erstaunlicher Gelassenheit handhabt, und das auch bei forcierter Lautstärke. 

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Konkurrenzvergleich

Sharp Sumobox Cp Ls100 Frontansicht2

  • Sharp SUMOBOX CP-LS100: Wir starten unseren Konkurrenzvergleich mit der SUMOBOX CP-LS100 von Sharp, ein ebenfalls ein mittelgroßer bis großer Bluetooth-Lautsprecher, der für eine unverbindliche Preisempfehlung von 399 EUR im Handel erhältlich ist. Sharps SUMOBOX erweist sich als gut ausgestattet: Auf der Rückseite befinden sich zahlreiche Bedienelemente für die Klangregelung der unterschiedlichen Eingänge wie z.B. für Instrumente, für ein Mischpult oder auch für ein Mikrofon. Einem spassigen Karaoke-Abend steht daher nichts mehr im Wege. Für einen komfortablen Transport zur Grillparty verfügt der Sharp Lautsprecher über zahlreiche Tragegriffe aus Kunststoff, die auf den Seitenwangen und der Oberseite platziert wurden. Zudem lässt sich der Lautsprecher praktischerweise auch auf einen Lautsprecherstativ befestigen. Die Sharp SUMOBOX CP-LS100 verfügt über zwei massive und 8 Zoll große Tieftöner sowie zwei 2 Zoll große Hochtöner, die von einem 120 Watt-Verstärker angetrieben werden - das ist dann, wenn man z.B. Outdoor agiert und ordentlich Pegel braucht, für manche spontane Party etwas zu wenig, dürfte für die meisten Fälle aber ausreichen. Der maximale Schalldruck beträgt laut Hersteller 105 dB. Die Akustikingenieure von Devialet standen bei der Abstimmung der SUMOBOX zur Seite. Der Bluetooth-Lautsprecher verfügt über die SAM Technologie by Devialet. SAM steht für "Speaker Active Matching" und ist eine patentierte Technologie von Devialet und verarbeitet das musikalische Signal in Echtzeit und sorgt dafür, dass eine kraftvolle und detaillierte Wiedergabe im Vordergrund steht, ohne hörbare Verzerrungen. Weiterhin bringt der Partyspeaker einen austauschbaren Lithium-Ionen-Akku mit, der Wiedergabezeiten von bis zu 10 Stunden ermöglicht, bei moderaten Lautsprecherpegel - das ist nicht sonderlich viel. Etwas verwundert sind wir über der Tatsache, dass weder auf der Website des Herstellers noch in der Produktanleitung etwas von einem wie auch immer gearteten Schutz gegen Wasser und Staub zu lesen ist. Somit ist bei einem leichten Regenschauer Vorsicht geboten. Die Anschlusssektion auf der Rückseite des Speakers wird von gummierten Abdeckungen geschützt. In unserer Klangwertung überraschte die Sharp SUMOBOX CP-LS100 mit einem aufgeäumten Klangbild und einer ausgezeichneten Stimmwiedergabe - hier erzielt er ähnlich gute Ergebnisse wie der BMAX30. Selbst feinfühlige, ruhigere Songs meisterte der Sharp-Lautsprecher zu unserer vollen Zufriedenheit. Dynamische und basslastige Titel konnte der Bluetooth-Speaker ebenfalls mit einer sehr guten Tiefenstaffelung und ausreichend Dynamik umsetzten, der Tiefgang fällt allerdings etwas geringer aus als beim BMAX30. Bei höheren Lautstärkepegeln und sehr fordernden Titeln gelang teilweise aber keine komplett klare Differenzierung mehr, hier kann der BMAX30 mehr überzeugen.

Klipsch Gig XXL Frontansicht2

  • Klipsch Gig XXL: Weiter geht es mit dem Klispch Gig XXL, der für 399 EUR Kaufpreis im Handel erhältlich ist. Mit einem maximalen Schallpegel von mehr als 110 dB bei 0,5m Abstand macht das robuste Device zumindeat in der Theorie schnell klar, das er eine Gartenparty souverän beschallen kann. Großer Wert wurde auf ein erträgliches Gewicht des Lautsprechers gelegt, so wiegt der Gig XXL 8,2 kg und ist deutlich leichter als mancher Mitbewerber. Dank eines integrierten Tragegriffs auf der Oberseite des Speakers kann man ihn problemlos von A nach B transportieren. Der 4.400 mAh Akkupack ermöglicht Wiedergabezeiten von bis zu 8 Stunden, bei vollem Pegel - das ist nicht überzeugend Sollte dem Partylautsprecher während der Grillparty die Akkuleistung ausgehen, kann der Akku mit dem im Lieferumfang befindlichen Stromkabel an die Steckdose angeschlossen werden. Beim Ladevorgang kann der Speaker weiterhin genutzt werden. Dank der USB-Buchse auf der Oberseite ist es zudem möglich, das Smartphone zu laden. Die Verarbeitungsqualität ist für den aufgerufenen Kaufpreis in Ordnung, kann aber bei genaueren Hinsehen nicht vollends überzeugen. So waren bei unserem Testsample die Übergänge zur Metallabdeckung nicht perfekt gestaltet. Der Lautstärkedrehregler hatte eine leichte Unwucht und muss gut dosiert bedient werden. Hier wirkt der BMAX30 sichtbar reifer und präziser gefertigt. Nette Klipsch-Partygimmicks sind die Beleuchtungselemente um die Tieftönereinheiten, das im Lieferumfang befindliche Mikrofon für Karaoke-Abende sowie die Anschlussmöglichkeit für eine Gitarre. In unseren Klangtestreihen überzeugte der Klipsch-Lautsprecher mit einer überraschend feinnervigen Gesamtabstimmung. Gerade Freunde von gepflegter Rock-Musik dürfen nun aufhorchen, denn mit demGig XXL wird diese Musikrichtung sehr ansprechend präsentiert. Er ist ebenfalls für das Genre Heavy Metal exzellent geeignet, was für einen Partylautsprecher, der sonst eher auf Trance- und Club-Musik abgestimmt ist, eher untypisch ist. So erklangen Gitarren glaubwürdig und detailliert. Auch bei kritischen Stimmfarben zeigte sich der Klipsch XXL unbeeindruckt und lieferte einen klaren Hochtonbereich, ohne dabei die Stimmcharaktere zu verfälschen. Aber auch bei anderen Musik-Genres konnte der Partylautsprecher seine Trümpfe voll ausspielen und lieferte einen satten und sauberen Bassbereich. Für den Outdoor-Einsatz kann zusätzlich die Bass-Boost-Funktion aktiviert werden, was den Basspegel etwas anhebt. Im Innenbereich sollte diese Funktion allerdings deaktiviert werden.

Teufel rockster air 2

  • Teufel Rockster Air 2: Abschließen möchten wir den Vergleich im Konkurrenzumfeld mit dem  Teufel ROCKSTER Air 2. Dieser ist aktuell (11. März 2026) für reduzierte 499,99 EUR direkt im Onlinestore oder in eine der zahlreichen Flagshipstores des Herstellers erhältlich. Der Bluetooth-Lautsprecher punktet mit tadellosen Leistungsdaten. So können bis zu 103 dB (RMS, 1 m) und 115 dB (Peak, 1 m) an maximaler Lautstärke erzielt werden. Dahinter steckt ein 2-Wege-Bassreflexsystem, das Frequenzen von 47 - 22.000Hz wiedergibt. Es besteht aus einem High-Definition-Kompressionstreiber (25mm, Polypropylen) mit Constant-Directivity-Waveguide für eine homogene, zugleich dynamische Höhenwiedergabe auch bei hohen Lautstärken. Ein weiterer Vorzug dieses Treibers ist sein breites Abstrahlverhalten, das für sehr gute Sprachverständlichkeit sorgt, und zwar beinahe unabhängig davon, wo man aktuell steht. Ergänzt wird dieser Treiber von einem langhubigen 250-mm-Tieftöner, der enorme Pegelfestigkeit mit einem HiFi-mäßigen Klang verbinden soll. Effiziente Class-D-Endstufen mit 32-Bit-DSP stellen einen tadellosen Energiefluss sicher. Sie stammen von Texas Instruments und liefern bis zu 80 Watt - erstaunlich, was der Rockster Air 2 trotz dieser eher bescheiden anmutenden Leistungsangabe an Pegel stemmen kann. An Bord befindet sich Bluetooth 5.0 mit Qualcomm aptX, aptX HD und AAC, zudem können zwei ROCKSTER AIR 2 kabellos als Stereo-Setup oder bis zu 10 ROCKSTER AIR 2 mit XLR-Kabel im DJ-Setup miteinander verbunden werden. Am Gerät untergebracht sind Eingänge für Mikrofon, Instrument (z. B. Gitarre) und AUX, man kann dies alles mit Bluetooth (z. B. für Karaoke) mischen sowie den Klang anpassen. Der Rockister Air 2 bietet bis zu 58 Stunden Akkulaufzeit bei mittlerer Lautstärke, bis zu 31 Stunden auf maximaler Lautstärke im Eco-Modus. Für diese exzellenten Resultate verantwortlich zeichnet sich ein wechselbarer Hochleistungs-Lithium-LiFePO4-Akku mit Tiefentladeschutz (7.800mAh Kapazität). Zusätzlich gibt es einen 12-Volt-Autobatterie-Anschluss. Netzbetrieb ist beim Rockster Air 2 auch ohne Akku möglich. Dank insgesamt vier Tragegriffen kann der BT-Speaker locker geschultert werden. Die Bedienung bei schwierigen Lichtverhältnissen erleichtert ein beleuchtetes Bedienpanel, für eine Nachladefunktion beim Smartphone sorgt die USB-C-Powerbank-Funktion, und als praktisch erweist sich ein 35-mm-Stativflansch (kompatibel mit K&M Boxenstativ). Klanglich erfreute uns der Rockster Air 2 mit einem runden, kräftigen und lebendigen Sound auf Referenz-Niveau.

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