TEST: Klipsch Flexus Core 300 - Soundbar im 5.1.2-Layout mit Onkyo-Elektronik und Dirac Live-Einmessung
Fazit

Bei der Klipsch Flexus CORE 300 handelt es sich um eine üppig dimensionierte 5.1.2 Dolby Atmos-Soundbar mit Onkyo-Elektronik und Dirac Live-Einmesssystem. Letztere Funktion ist derzeit ein Alleinstellungsmerkmal bei Soundbar-Systemen. Ebenfalls unterstützt die Klipsch Soundbar die DTS:X Wiedergabe, dem Hauptkonkurrenten von Dolby Atmos, wenn es um objektbasiertes 3D-Audio geht.
Erhältlich ist die Flexus CORE 300 in den Farbvarianten Walnuss oder Schwarz für einen Kaufpreis von 1.199 EUR. Unser Testmuster trägt das klassisch-schwarze Oberflächenfinish. Wie bei vielen hochwertigen Soundbar-Systemen üblich, lässt sich die Flexus CORE 300 problemlos zu einem echten Surround-Set erweitern. Hierfür hält Klipsch die Flexus SURROUND 100 für 299 EUR/Paarpreis sowie die Flexus SURROUND 200 für 399 EUR/Paarpreis parat, beide Modellen sind Wireless-Rearlautsprecher. Für die Erweiterung des Bassbereichs sind die beiden aktiven drahtlosen Subwoofer Flexus SUB 100 und SUB 200 erhältlich. Für den Flexus SUB 100 werden 349 EUR aufgerufen und für den SUB 200 dann 449 EUR. Für 49,99 EUR bekommt man eine Wandhalterung.
Streaming-seitig werden zum Beispiel Apple AirPlay 2, Google Cast, Spotify Connect sowie TIDAL Connect unterstützt. Hi-Res-Audio findet native Unterstützung leider nur bis 96 kHz/24-Bit. Was in der Ausstattungsliste unserer Meinung nach fehlt, ist ein Internetradiodienst wie z.B. TuneIn. Eine konventionelle Bluetooth-Verbindung ist selbstverständlich mit der Klipsch Soundbar ebenfalls möglich.
Die neuen Soundbar-Systeme von Klipsch verfolgen die Designsprache der Heritage-Serie. Unser Testsample besitzt auf der Gehäuseoberseite eine hochwertig auftretende Abdeckplatte, die in Echtholz Esche schwarz ausgeführt ist. Überhauptt weiß das Finish der großen Soundbar zu gefallen. Auf der Frontpartie, den Seitenwangen sowie der Rückseite, schützt ein Kunststoffgeflecht die Lautsprecherchassis. Auf dem Geflecht sitzt ein akkurat verarbeitetes schwarzes Akustikgewebe.
Die Anschlusssektion holt sich ein weiteres Lob ab. HDMI-eARC, ein HDMI-Eingang, ein Pre-Out für den Anschluss eines externen aktiven Subwoofers per Kabel sind ebenso vorhanden wie eine RJ45-Netzwerkbuchse für die kabelgebundene Einbindung der Flexus CORE 300 ins Heimnetzwerk. Für die Dirac-Live Einmessung, die direkt über die Klipsch Connect Plus App erfolgt, befindet sich in der Anschlusssektion eine Buchse fürs mitgelieferte Messmikrofon.
In unserer Klangwertung überzeugte die Klipsch Flexus CORE 300 mit einer äußert detailreichen und glaubhaften Gesamtdarstellung. Bei der reinen Musikwiedergabe hätten wir uns von den Stimmcharakteren etwas mehr an Präsenz gewünscht davon abgesehen, liefert unser Testkandidat eine rundherum überzeugende Darstellung mit sauberen Konturen und sehr guter räumlicher Wirkung. Bei der Wiedergabe bei Filmton konnte uns das Klipsch Device mit einer hervorragenden Struktur der verschiedenen akustischen Ebenen überzeugen, selbst bei lebhaften Szenen. Die vier Basschassis lieferten zudem ein tadelloses Bassfundament in kleineren Räumen. Wie bei nahezu allen All-In One Devices empfehlen wir bei größeren oder offenen Räumen die Verwendung eines externen Subwoofers.
Üppig dimensionierte, hochwertige Soundbar mit ausgezeichneten Klangeigenschaften, reichhaltiger Ausstattung und Dirac-Live Einmessung

Soundbars bis 1.500 EUR
Test 05. Februar 2026
Test: Sven Wunderlich
Fotos: Sven Wunderlich
Redaktion: Carsten Rampacher
Datum: 05. Februar 2026
Tags: Dolby Atmos Soundbar • DTS:X • Klipsch • Lautsprecher • Soundbar












