TEST: KEF Q1 Meta - kompakter Regallautsprecher mit Metamaterial-Absorptionstechnologie

Aus der beliebten und vor einiger Zeit neu aufgelegten KEF Q Meta-Serie stammen unsere neuesten Testmuster. Nachdem wir bereits die vielseitig einsetzbaren Q4 Meta, die Q Concerto Meta sowie das Flaggschiffmodell, die Q11 Meta, im Einzeltest hatten, möchten wir uns in diesem Test das kompakteste Modell der KEF Q Meta-Serie genauer ansehen: Die KEF Q1 Meta.
Hierbei handelt es sich um einen 2-Wege Regallautsprecher, der für einen Paarpreis von 548 EUR in den Farben Satin White (Weiß), Walnut (Walnuss) und Satin Black (Schwarz) zu erwerben ist. Unsere Testmuster sind in Satin Black ausgeführt.

Im Detail: Der Uni-Q Treiber
Als Highlight zu werten ist die Tatsache, dass bei der aktuellen und preisgünstigen Q-Serie KEFs hochentwickelte Metamaterial-Absorptionstechnologie (MAT) zum Einsatz kommt. MAT wird bereits in den hochpreisigeren Serien von KEF erfolgreich verwendet und sorgt nachweislich für ein Plus an Präzision und Klarheit im Hochtonbereich. Die Performance des Uni-Q-Treibers der 12. Generation wird somit wirkungsvoll optimiert, davon konnten wir uns bei den bereits getesteten Modellen der Q-Serie selbst überzeugen.
Bei der MAT-Technologie handelt es sich um eine labyrinthartige, komplexe Struktur, in der jeder der aufwändig konstruierten Kanäle eine bestimmte Frequenz mit hoher Effizienz absorbiert. In Kombination wirkt das Ganze dann wie ein "akustisches schwarzes Loch", in dem 99% des unerwünschten Schalls verschwinden. Das Resultat: Ein unverfälschter und natürlicher Klang.

Frontansicht ohne Lautsprecherabdeckung
Wie wir bereits eingangs erwähnt haben, ist die KEF Q1 Meta derzeit das kompakteste Lautsprecher-Modell aus der KEF Q Meta-Serie und eignet sich hervorragend als Regallautsprecher für kleinere/mittelgroße Hörräume. Natürlich können die Schallwandler ebenfalls in einem Mehrkanal-Set als Rear-Lautsprecher eingesetzt werden. Durch die Abmessungen von 302 mm Höhe, einer Tiefe von 277 mm sowie einer Breite von 180 mm machen die KEF Q1 Meta auf einem Sideboard oder auf einem Regal stets eine gute Figur. Optional sind beim Hersteller die SQ1 Lautsprecherstative für 299 EUR und B2 Wandhalterungen für 49 EUR erhältlich.

Die tadellose Detailverarbeitung im Detail
Die Schallwandler der KEF Q Meta-Serie überzeugen durch ein modernes, minimalistisches Design mit seidenmatter Oberfläche. Wie bereits erwähnt, sind die Lautsprecher in den Ausführungen Satin Black (Schwarz), Satin White (Weiß) und Walnut (Walnuss) erhältlich, mit jeweils farblich abgestimmten Membranen. Die Detailverarbeitung, wie z.B. die Kantenbereiche, sind bei unseren Testmustern äußerst sauber ausgeführt. Der Uni-Q Treiber ist präzise in die Schallwand eingelassen und sitzt fast plan mit dem Gehäuse. Um die Treibereinheit vor Fremdeinwirkung zu schützen, ist auf der Front eine Kunststoffabdeckung inklusive Akustikgewebe vorgesehen. Das aufgebrachte Gewebe sitzt fest auf der Abdeckung und erweckt einen tadellosen Eindruck. Erfreulicherweise sind die Abdeckungen magnetisch haftend, und unschöne Haltelöcher sind dadurch in der Schallwand nicht vorhanden.

Die Rückseite der Lautsprecherabdeckung

KEF-Logo auf der Oberseite der Lautsprecherabdeckung

Detailansicht der 25 mm Aluminiumkalotte mit MAT
Die nach dem 2-Wege-Bassreflex-Prinzip konzipierte KEF Q1 Meta verfügt über einen 13 cm-Uni-Q-Treiber der 12. Generation mit MAT. Der Frequenzgang (+- 3dB) ist mit 51 Hz - 20 kHz angegeben, die Empfindlichkeit liegt bei 86 dB und die Nennimpedanz bei 4 Ohm. Der maximale Schalldruck kommt auf 108 dB und die empfohlene Verstärkerleistung liegt laut KEF zwischen 10 bis 150 Watt.
Im Inneren der KEF Q1 Meta verarbeitet eine Hochleistungsfrequenzweiche die Audiosignale mit enormer Präzision. Das Filternetzwerk wurde, so führt KEF aus, mithilfe einer Vielzahl von Messungen und mittels viel Detailarbeit im Vergleich zur Vorgänger-Q-Generation merklich verbessert. Die Frequenzweiche spricht spürbar empfindlicher an und gewährt eine nahtlose Zusammenarbeit mit Hoch- und Mittel-/Tieftöner für eine in sich schlüssige, homogene Wiedergabe. Für die Optimierung kam der schalltote Raum im KEF-Firmensitz in Maidstone, Großbritannien mit einem speziellen Referenzmikrofon-Meßaufbau häufig zum Einsatz, den wir persönlich von einem Besuch her kennen. Durch die umfassenden Prüfungen an und neben der Achse waren die Ingenieure in der Lage, die akustischen Interaktionen jedes Modells besser nachzuvollziehen und verstehen. Simulation und modernes Prototyping waren dann die Grundlagen fürs neue, optimierte Frequenzweichen-Design.

Die Rückseite der KEF Q1 Meta
Wenden wir uns nun der Rückseite der KEF Q1 Meta zu. Dort finden wir das gleiche, hochwertig anmutende Oberflächenfinish vor wie auf der Front und der Seitenpartie. Im oberen Teil der Rückseite untergebracht ist ein aufgesetztes und in schwarz matt ausgeführtes Bassreflexrohr. In der unteren Etage stoßen wir auf die vergoldeten Lautsprecherdrehanschlüsse. Werden die farbigen Staubkappen entfernt, nehmen diese Bananenstecker sowie herkömmliche Kabelverbindungen auf.

Das aufgesetzte Bassreflexrohr im Detail

.... sowie die Lautsprecherdrehanschlüsse
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