TEST: KEF Q1 Meta - kompakter Regallautsprecher mit Metamaterial-Absorptionstechnologie

Klangwertung

Avm Evolution As 3.3 Frontansicht3

Streaming-Vollverstärker AVM Evolution AS 3.3

Wir starten unseren Klangwertung mit der 2025er Version von "I Refuse" von Five Finger Death Punch. Als Unterstützung haben sich die Jungs von 5FDP Maria Brink ins Boot geholt, Frontfrau von "In This Moment". Der Titel startet mit einem Klavier - und dieses wird von den kompakten KEF Q1 Meta erstaunlich detailreich und natürlich hervorgehoben, gerade in Anbetracht der bescheidenen Preisklasse lässt dies aufhorchen. Als nach wenigen Momenten Ivan Moody, Frontmann der Band, mit seiner sehr markanten und tiefen Stimme in den Titel einsteigt, sind wir ein weiteres Mal überrascht. Diesmal, weil die KEF Q1 Meta die Stimmfarbe sorgfältig herausarbeitet und sauber trifft. Zudem lösen sich die vokalen Anteile überzeugend von den kompakten Regallautsprechern und verteilen sich mit akkurat definierter Ausbreitung im Hörraum. Klar - riesig, das heißt deutlich über 20 Quadratmeter, sollte der Hörraum nicht messen, und zu weit sollte man auch nicht von den KEF Q1 Meta entfernt sitzen. Aber für ein akustisch gefälliges Arrangement im kleineren Hörraum, so scheint es, sind die KEFs richtig gut geeignet  Als Maria mit ihren grazilen und zerbrechlich wirkenden Stimmfarbe loslegt, sind wir ein weiteres Mal sehr angetan davon, wie facettenreich die KEF Q1 Meta ihre Stimmpräsenz umsetzen kann. Nun legt der Titel weiter an Dynamik und Facetten zu - und auch unter diesen Umständen bleibt die Wiedergabe homogen und souverän. Natürlich darf man hier die nicht die Differenzierung von großen 3-Wege Lautsprechern erwarten, aber für einen kleineren Hörraum und das zu investierende Budget ist die Gesamtwiedergabe als Hervorragend einzustufen.

Weiter geht es mit "Darker Still" von den australische Metalcore-Band Parkway Drive, die wir in Kürze "Live und in Farbe" bewundern dürfen. Das Pfeifen sowie die Gitarrenklänge zu Beginn des Titels werden von den KEF Q1 Meta sehr lebendig und natürlich dargeboten. Als nach wenigen Momenten Winston McCall, Frontband der Band, mit seinem sehr speziellen, außergewöhnlichen und tiefen Gesang loslegt, werden die vokalen Elemente auch bei diesem Titel mit tadellosen Konturen und mit deutlichen Wiedererkennungswert präsentiert. Im weiteren Verlauf des Songs nimmt die Dynamik weoter zu. Hier präsentieren uns die KEF Q1 Meta weiterhin ein realistisch dargebrachtes Zusammenspiel aus Gitarren, dem sehr fordernden Gesang sowie den voluminösen Drums. Zudem liefern die Speaker ein richtig kräftiges Bassfundament ab - für die kompakte Baugröße.

Wir wechseln das Genre und starten die Wiedergabe des CYRIL Remixes von Teddy Swims "The Door". Ab der ersten Sekunde legt der Titel mit schnellen Bässen sowie Synthesizer-Klängen los. Das Bassfundament wird von den KEF Q1 Meta auch hier kraftvoll und präzise dargestellt, wiederum unter Berücksichtigung der kompakten Baugröße, die natürlich Faktoren wie den Tiefgang schon beschränkt. Fürs kleine Gehäusevolumen sind die Ergebnisse aber wirklich beachtlich. Begeistert sind wir von der Präsentation von Teddy Swims charismatischer Stimmfarbe, die oft als Bariton beschrieben wird. Die vokalen Elemente lösen sich erneut ausgezeichnet von den 2-Wege Regallautsprechern. Die verwendeten Synthesizer werden zu keinster Zeit schrill oder aggressiv, mit etwas Bedacht am Lautstärkeregler bleiben sie stets sehr gut durchhörbar und klar.

Mit deutlich mehr Gefühl geht es weiter, und wir haben uns für "Daylight" von  David Kushner entschieden. Das zu Beginn des Titels erklingende Klavier können die KEF Q1 Meta sehr homogen und mit einer passenden Kontur umsetzen. Selbst die Nebengeräusche wie z.B. das Quietschen eines Holzbodens, bleiben klar und deutlich erhalten. Als David dann mit seiner nicht einfach darzustellenden Stimme einsetzt, sind wir von der Präsentation der eher preisgünstigen KEF Q1 Meta begeistert, denn die sehr raue, teilweise kratzig wirkende Stimme wird von den Lautsprecher charismatisch, gefühlvoll umgesetzt. Ebenfalls überzeugen kann der Chorgesang, der David begleitet. Die zahlreichen Effekte nehmen wir klar wahr, und der Bassbereich besitzt ein sehr gutes Volumen.

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Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit der Coverversion von "Such A Shame" von DJ Klaas. Zu Beginn des Tracks erklingt eine elektronisch verzerrte Damenstimme zusammen mit Synthesizer-Elementen. Beide akustischen Bestandteile werden wiederum überraschend detailreich und einer mit einer hervorragende Tiefenstaffelung präsentiert, und ein weiteres Mal überzeugen uns die KEF Q1 Meta mit einer tollen Loslösung der musikalischen Elemente. Schließt man die Augen, wirken die Lautsprecher deutlich größer, als sie tatsächlich sind. Als nach wenigen Momenten der Titel dann einen beträchtlichen Dynamiksprung mit harten Bässen sowie weiteren Synthesizer-Klängen erlebt, liefern die KEF Schallwandler eine ausgezeichnete Differenzierung der vokalen Elemente und der Synthesizer-Effekte. Der Bassbereich wird ebenfalls mit einer sauberer Staffelung und dem nötigen Volumen präsentiert.

Konkurrenzvergleich

Elac Debut Reference Dbr62 Gruppenbild1

  • ELAC Debut Reference DBR62: Wir beginnen unseren Konkurrenzvergleich mit der Elac Debut Reference DBR62. Diese ist ebenfalls als kompakte Zweiwege-Bassreflex-Regalbox ausgelegt, die zum Paarpreis von 598 EUR im Handel erhältlich ist. Wahlweise gibt es den Schallwandler in der von uns getesteten Version mit weißer Schallwand, grauem Abdeckgitter und einem Korpus in Eiche-Folierung oder aber mit schwarzer Schallwand, Walnuss-foliertem MDF-Gehäuse und mit mittelgrauem Abdeckgitter als Kontrast vorne. Und auch in der Praxis erweist sich die Verarbeitung als ordentlich. Die vorn unten eingelassene Bassreflexöffnung sorgt zudem dafür, dass man die Box auch wandnah aufstellen kann. Die Bestückung setzt sich aus einem 25 mm Hochtöner mit Textilkalotte und einem Mittel-/Tieftöner mit Aluminium-Druckgusskorb zusammen. Die Membran des Tief-/Mitteltöners besteht aus leichter, zugleich steifer Aramidfaser. ELAC sieht im gewählten Material deutliche Vorteile gegenüber anderen Materialien wie Papier oder Polypropylen, gerade was Steifigkeit sowie Dämpfung angeht. Der bereits erwähnte doppelt konische Bassreflexkanal stellt eine dynamische Basswiedergabe sicher, gleichzeitig kommt es kaum zu störenden Strömungsgeräuschen. Der Lautsprecher gibt Frequenzen zwischen 44 Hz und 35 kHz wieder, dadurch eignet er sich sogar für Hi-Res-Audio-Anwendungen. Die Nominalimpedanz beträgt 6 Ohm, und der Wirkungsgrad ist durchschnittlich: 86 dB bei 2,83V/1m. Die Crossover-Frequenz liegt bei 2.200 Hz, und maximal verkraftet der kompakte Lautsprecher 120 Watt. Er wiegt 8,2 kg pro Stück und ist 359 mm hoch, 208 mm breit und 275 mm tief. In unserer Klangwertung punkteten die Kieler Lautsprecher mit einem kultivierten und gleichzeitig lebendig Klang.

Dali Oberon 3 Ohne Mit Gitter Paar

Dali Oberon 3: Weiter geht es in unserem Konkurrenzvergleich mit der Dali Oberon 3. Diese sind in den Farbvarianten Wallnuss Dunkel, Weiß, Esche Schwarz sowie Eiche Hell für 598 EUR erhältlich. Das Gehäuse der Oberon 3 besteht aus CNC-gefrästen MDF-Platten, die Folierung wird mittels hochwertiger Vinylfolien bewerkstelligt. Die Chassis sind präzise eingepasst, die Folierung erscheint auch an den kritischen Kanten akkurat. Hochwertige, acrylummantelnde Lautsprecherkabel-Anschlussterminals sind ebenfalls zu loben. Die Oberon 3 besitzt kein Unibody-Gehäuse, sondern eine separate Schallwand, was hier auch zum optischen Konzept gehört. Denn die Schallwand ist bei unserem Test-Exemplar in weiß, der eigentliche Korpus im Farbton Eiche foliert. Auf der Rückseite ist die Bassreflex-Öffnung untergebracht, schlicht gehalten mit einer mattschwarzen Kunststoffumrandung. Durch die Maßnahme, die Bassreflexöffnung hinten zu platzieren, sollte man bei der Aufstellung der Oberon 3 in Wandnähe einen Abstand von 20 bis 30 cm zur Wand einhalten. Die Oberon 3 weist folgende Basis-Daten auf: Frequenzen zwischen 47 Hz bis 26 kHz können wiedergegeben werden, die Empfindlichkeit liegt bei 87 dB, die Impedanz bei 6 Ohm. 108 dB maximaler Schalldruck sind maximal erreichbar. Die empfohlene Verstärkerleistung liegt laut Hersteller zwischen 25 bis 150 Watt. Die Oberon-Serie greift bereits auf Dalis SMC-Technologie zurück. Das Polstück der in den OBERON Tiefmitteltönern eingesetzten Magnetsystemen besteht aus einer Kombination von Eisen und dem patentierten Magnetmaterial SMC. Bei der Konstruktion der Chassis und Frequenzweichen sowie den zum Einsatz kommenden Materialien wurde Wert darauf gelegt, dass ein besonders breites Abstrahlverhalten gewährleistet ist. In unserer Klangwertung überzeugte die Dali Speaker mit einer akustischen Harmonie, Klarheit und auch einer ausgezeichneten Detaillierung für die Preisliga überzeugen.

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