TEST: DALI RUBIKORE 2 - die perfekte Mischung aus kompakter Größe und hervorragendem Klang ?
Klangwertung

Wir starten unseren Klangcheck mit durchaus anspruchsvoller Musik, vor allem hinsichtlich des gesamten dynamischen Umfangs. Für die Zuspielung und Umsetzung unserer digitalen Signale, verwenden wir unseren Referenz-Streamingverstärker AVM Evolution AS 3.3. Bei hochwertigen Lautsprechern wie der DALI RUBIKORE 2 greifen wir sehr gerne die "Jungle Cruise" Version des Metallica-Klassikers "Nothing Else Matters" (Metallica, John Newton Howard) zurück. Facettenreich startet der Titel, und unsere Testkandidaten begeistern ab der erste Sekunde mit einer hervorragenden Plastizität und Klarheit. Der Bassbereich wird kraftvoll umgesetzt, ohne dabei, auch nicht bei höherem Pegel, die Kontrolle aus der Hand zu geben. Die verwendenden Streichinstrumente werden ebenfalls sehr natürlich und mit einem klar definierten Aufbau umgesetzt. Sehr gut gefällt uns der Chorgesang gegen Ende des Tracks, denn dieser löst sich hervorragend von den Lautsprechern und wird mit sehr sauberer akustischer Balance präsentiert.
Nicht einfacher wird es beim nächsten Stück. Wir starten die Wiedergabe von "The Kiss" von Trevor Jones. In diesem Stück spielt eine klassische Geige die tragende Rolle, die in mehreren Durchgängen in Erscheinung tritt. In Durchgang eins und zwei hören wir nur die besagte Geige und eine Trommel. Beide Instrumente werden ausgesprochen natürlich und mit einer fein gegliederten Struktur von den RUBIKORE 2 präsentiert. Als dann in Durchgang Nummer drei die Trommeln verstummen und die sehr prägnante Geige von einem Cello begleitet wird, gelingt die Darstellung der unterschiedlichen Charaktere der Instrumente grandios. Die Tonalität wird nie zu harsch oder gar aggressiv, vielmehr ist auch hier wieder Natürlichkeit angesagt. Als sich im Verlauf des Titels weitere Instrumente hinzugesellen, hören wir nach wie vor eine akkurate Differenzierung heraus. Im sechsten Durchgang erklingen weitere Geigen mit einer Gegenmelodie, und die zuvor sehr prägnante Geige rutscht bewusst etwas in den Hintergrund. Diese vielschichtige Abzeichnung bringen unsere Test-Lautsprecher ebenfalls auf enorm hohem Niveau zur Geltiung.
Weiter geht es mit "Hurricane" von Thirty Seconds to Mars. Die sphärischen Klänge zu Beginn des Titels sowie das darauffolgende Klavier werden detailreich und lebendig von den RUBIKORE 2 in den Hörraum transportiert. Als dann nach wenigen Momenten Jared Leto, Mastermind der Band, mit seiner unverkennbaren Stimme in den Track einsteigt, gelingt eine feinfühlige Präsentation der unterschiedlichen musikalischen Elemente, die allesamt klare Strukturen aufweisen. Die sehr fordernde Stimmfarbe kann sich hervorragend von den Lautsprechern lösen, und der Hochtöner liefert viele Facetten der sehr speziellen Stimme. Als dann im weiteren Verlauf harte Basseinsätze hinzukommen, werden diese tiefen Frequenzen mit erstaunlichem Volumen und vom Punch her kräftig umgesetzt, ohne dass die Lautsprecher dabei unkontrolliert agieren.
Dynamischer wird es beim nächsten Track. Hier ist die Wahl auf "Home" von Glockenbach feat. Tom Walker gefallen. Der Titel startet mit einer Akustikgitarre, und nach wenigen Momenten erklingen die ersten vokalen Elemente vom britischen Singer und Songwriter. Die verschiedenen akustischen Szenarien meistern die RUBIKORE 2 mit Bravour und überzeugen einmal mehr mit Facettenreichtum und Klarheit. Als der Titel dann deutlich an Fahrt aufnimmt, bleibt die Gesamtwiedergabe über alle Maßen klar und punktet mit einer absolut treffenden Tiefenstaffelung. Der 6,5 Zoll große SMC Clarity Cone Tief-/Mitteltöner liefert ein sattes, aber stets kontrolliertes und präzises Bassfundament. Selbst bei höherem Lautstärkepegel geben sich die RUBIKORE 2 keine Blöße und bleiben ihrer Linie treu.

Thorens TD 403 DD Plattenspieler
Im letzen Abschnitt unserer Klangwertung möchten wir den Klang bei der Wiedergabe von klassischer Schallplatte checken: Hierfür haben wir uns für "Smells Like Teen Spirit" von Nirvana entschieden und die Übermittelung der Signale übernimmt unser Thorens TD 403 DD. Der dynamische Titel startet mit einer E-Gitarre, und bereits nach wenigen Momenten folgen harte Drums, sehr fordernde E-Gitarren und ein kräftiges Bassfundament. Auch hier zeigen sich die RUBIKORE 2 unbeeindruckt und liefern eine dynamische Wiedergabe mit einer hervorragenden Tiefenstaffelung. Die spezielle Stimmfarbe von Kurt Cobain wird gekonnt in Szene gesetzt, da sie immer sehr dynamisch, aber nie zu metallisch oder harsch dargestellt wird.
Abschließen möchten wir unsere Klangeindrücke mit Hans Zimmer und "Gladiator Rhapsody". Der Titel behandelt zwei Themen aus dem Film "Gladiator" von Ridley Scott und wird von Lang Lang, dem weltbekannten chinesischen Pianisten, auf einem Klavier eingespielt. Das Klavier wird sauber umrissen und hinsichtlich Temperatur und Lebendigkeit authentisch von den kompakten Schallwandlern dargestellt. Auch, als der Protagonist das klassische Instrument mit Nachdruck bedient, bleibt die überragende Differenzierung erhalten und die Darbietung wird stets von der feinen Detaillierung getragen.
Konkurrenzvergleich

- KEF R3 Meta: Wir starten unseren Konkurrenzvergleich mit der KEF KEF R3 Meta. Der Dreiwege-Regallautsprecher ist für einen Stückpreis von 1.250 EUR in den Farbvarianten Schwarz Hochglanz, Weiß Hochglanz, Walnuss Matt und die Indigo Gloss Special Edition. Die KEF Schallwandler verfügen über Metamaterial-Absorptionstechnologie (MAT). Dies ist eine hochkomplexe, labyrinthartige Struktur, bei der jeder der speziell konzipierten Kanäle eine bestimmte Frequenz mit größtmöglicher Effizienz absorbiert. In Kombination der einzelnen Kanäle wirkt dieses System wie ein akustisches "schwarzes Loch", das 99 % des unerwünschten Schalls von der Rückseite des Hochtöners absorbiert. Daraus resultierende Verzerrungen werden beseitig, eine besonders direkte, klare, authentische Klangreproduktion ist die Folge. Typisch für KEF-Lautsprecher befindet sich ein ein Uni-Q-Treibersystem der 12. Generation in der Schallwand. Der hochentwickelte Koaxialtreiber funktioniert nach dem Prinzip der Punktschallquelle und offeriert einen in Bezug auf die zeitliche Richtigkeit nahezu optimalen Klang. Die weiteren Merkmale der R-Serie umfassen eine optimierte Hochtöner-Spaltdämpfung, die Resonanzen auf ein extrem niedriges Niveau setzt und so die Detailtreue verbessert, und ein flexibles Entkopplungs-Chassis, das unerwünschte Vibrationen eliminiert und so für mehr akustische Präzision sorgt. Die Hybrid-Tieftöner aus Aluminium garantieren nicht auf auf dem Papier exakte, druckvolle und dynamische Bässe, und die durchdacht konzipierte Frequenzweiche steht dafür, dass jedes Chassis genau den vorgesehenen Frequenzbereich wiedergibt. In unseren Klangtestreihen überzeugte uns die KEF R3 Meta durch ein räumlich dichtes und sehr angenehmes Klangbild, in dem die musikalischen Ebenen einwandfrei auseinander differenziert wurden.

- Canton Reference 9: Weiter geht es mit der Canton Reference 9. Diese ist in den Farbvarianten Schwarz (Piano Finish) sowie Weiß (Seitenmatt) für einen Stückpreis von 1800 EUR im Handel erhältlich und ist damit der teuerste Konkurrent in unserem Vergleich. Die in Weilrod entwickelten und gefertigten Lautsprecher sind erstklassig verarbeitet. Die Gehäuse verfügen über großzügige Radien an den Seitenwänden, sind mit extrem hochwertigen Böden und Deckeln versehen und verfügen über eine runde Schallwand, um eine größtmöglichste Kantenfreiheit des Gehäuses zu verwirklichen. Das neue Konzept reduziert dabei Beugungseffekte an den Kanten und trägt erheblich zur Optimierung der Schallabstrahlung des Lautsprechers bei. Ein computeroptimiertes Kammersystem und eine aufwendige innere Versteifung verhindern stehende Wellen und Gehäuseresonanzen. Die Oberflächenversiegelung „Schwarz Piano“ wird in insgesamt 12 Schichten aufgetragen, verschliffen und aufwändig poliert. Durch die akribische Veredelung entsteht eine erstklassige Tiefenwirkung. Die Reference 9 verfügt über eine 174-mm-BCT-Membran, die bei geringem Eigengewicht eine hohe Steifigkeit und hervorragende innere Dämpfung bietet. Für den Hochtonbereich ist der 25-mm-BC-Hochtöner zuständig. Ebenfalls zu erwähnen ist die Frequenzweiche, die mit handverlesenen Bauteilen bestückt ist. Neu für das Modell entwickelt wurde das Standfusskonzept, das eine Weiterentwicklung von Cantons Bass-Guide darstellt. Sie führt Schwingungen effektiv aus dem Gehäuse und erhöht zugleich das nutzbare Innenvolumen. Die Schallwellen werden im ersten Schritt nach unten geleitet und können dann nach vorne und hinten entweichen. Die Reference-Serie von Canton setzt auf WBT-Anschlussklemmen, die für eine hochwertige und langzeitstabile Verbindung sorgen. Zudem bietet das Anschlussterminal Anpassungsmöglichkeiten für die klanglichen Vorlieben. Bei unseren Testsamples kann der Hochtonbereich auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Dies erfolgt mittels vergoldeter Brücken und kann auf +/- 1,5 dB verändert werden. In unseren Klangtestreihen überzeugten die Weilroder Schallwandler mit einem facettenreichen und sehr luftigen, zugleich aber kräftigen Klangbild. Dabei konnten die Reference 9 nicht nur bei einem speziellen Genre voll punkten, sondern lieferten, bei allen zugespielten Arten von Musik eine herausragende Wiedergabe ab. Facettenreich und lebendig, zugleich kultiviert - diese Mischung hat uns überzeugt. Erstaunlich ist jedoch, wie nah die preislich günstigere dänische Test-Box den Fähigkeiten der Reference 9 kommt.
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