TEST: DALI EPIKORE 9 - feiner, ästhetischer Premium-Standlautsprecher für Anwender mit höchsten Ansprüchen

Klang

Diana Krall, Wallflower - The Complete Sessions, gehört haben wir das gesamte Album:

Tracklist, Teil 1

Tracklist, Teil 2

Track-Liste, Teil 3

Premiere bei Dali ins Bensheim: Noch nie haben wir ein komplettes Album durchgehört, aber wir waren so sehr angetan von den akustischen Qualitäten der EPIKORE 9 beim Wallflower-Album von Diana Krall, dass wir einfach weitergehört haben bis zum Ende. Was können wir im einzelnen notieren? Zunächst eine extrem feinfühlige Stimmwiedergabe und ein sehr luftiges Raumgefühl mit präzise angeordneten akustischen Elementen. Die EPIKORE 9 agiert zurückhaltender als die große EPIKORE 11, aber immer noch vehement genug. Bei allen Titels loben wir die sehr feinperlige, gefühlvolle Wiedergabe und den runden, schlichtweg schönen Klang. Dianas Stimme, ganz egal, ob sie haucht oder mit mehr Nachdruck singt, ertönt immer realistisch, fundiert und klar. Die Epikore 9 ist mit dieser akustischen Auslegung exakt richtig für den Genusshörer, der keinen Lautsprecher haben möchte, der analytisch seziert oder einen „erdrückt“ mit exorbitanter Dynamik. Die Epikore 9 agiert wie ein edles Klavier: feine, ausgewogene Tonalität und Temperatur, der dargestellte virtuelle Raum ist klar definiert, intensiv, aber trotzdem luftig und erdrückt den Hörer nicht. Die Differenzierung zwischen den instrumentalen und den vokalen Anteilen gelingt extrem gut, jedes klangliche Element besitzt einen großzügigen Entfaltungsspielraum. Instrumentale Soli erklingen ungemein sensibel und vielschichtig, setzt dann Dianas Stimme mit ein, ist das gesamte Ergebnis äußerst plastisch. Der Sound löst sich, wie von unsichtbarer Hand souverän geführt, von den Chassis. Der Bassbereich präsentiert sich als kultiviert und rund, auch bei hohem Pegel steht ein solides, sorgfältig gestaffeltes Fundament bereit. Die Übergänge zwischen den einzelnen Frequenzen gelingt auf hohem Level, nahtlos und mit enormer Impulstreue. Im Speziellen der Übergang vom unteren Hochton- in den oberen Mitteltonbereich ist nahezu optimal, sehr ausgeglichen und homogen. Das führt ebenfalls zu einem in sich geschlossenen Klangbild. Ganz gleich, wie sich der Rhythmus des jeweiligen Titels gestaltet: die Epikore macht jede Gangart ohne jeden Kompromiss mit.

Anzeige

James Bond Titelmelodien

Hier haben wir die folgenden Film-Titelsongs gehört: 

  • Spectre - Writing on a Wall, Sam Smith
  • No Time to die - Billie Eilish
  • Golden Eye - Tina Turner
  • A View to a Kill - Duran Duran
  • Moonraker - Shirley Bassey (2000er Remaster)

Die Erfolgsstory der EPIKORE 9 setzt sich nahtlos fort. Jede Stimme hat ein unglaubliches Charisma, die Stimmfarbe wird extrem genau getroffen. Auch kleine „Zwischentöne“ fehlen nicht. Sehr viel Feingefühl lässt die EPIKORE 9 aber auch bei instrumentalen Details walten und ihr gelingt eine enorm freie räumliche Ausbreitung Sehr gut spürbar ist stets ein solides, exaktes Bassfundament, das aber nie übertrieben auftritt und somit die klangliche Gesamtbalance negativ beeinflussen würde. Die flüssigen, nahtlosen Übergänge zwischen den einzelnen Teilen des Frequenzspektrums sind hervorzuheben, und auch der frei und klar, aber nie zu dominant aufspielende Hochtonbereich,  mit viel Strahlkraft und Transparenz, dokumentiert die Extraklasse der dänischen Box. Die Mitten sind bei jedem der Titel klar umrissen und sehr akkurat strukturiert, und jedes auch noch so große Dynamikspektrum wird vollumfänglich erfasst. Verschiedene musikalische Ebenen trennt die EPIKORE 9 auch bei hohem Pegel einwandfrei voneinander, trotzdem ist das Gesamtergebnis sehr harmonisch, rund und homogen. Bei allen von uns gehörten Titelmelodien löst sich der Klang überragend gut von den Chassis. Wir stellen nahezu keine Verfärbung oder Verzerrungen auch bei sehr hohem Pegel fest, was die exzellenten Eindrücke abrundet Der NAD M66 Hightech-Vorverstärker und die vier NAD M23 Endstufen sind natürlich auch perfekt dazu geeignet, die vielfältigen Talente der EPIKORE 9 perfekt herauszustellen.

The Electro Session

In dieser Session spielen wir elektronische Musik unterschiedlicher Richtungen zu, um festzustellen, wie sich die EPIKORE 9 bei solchen Titeln schlägt. Im einzelnen haben wir folgende Titel laufen lassen: 

  • My Passion - Mike Van Doorn Trouce Mix, Pulsemaster DJ Team
  • Middle Of Nowhere, Adan Hujens
  • Feeling so real, Westbam Remix, Moby
    Café del Mar, Three‘n‘One Radio Edit
    Insomnia, Radio Edit, Insomnia

In sämtlichen Klangbeispielen begeistert uns die EPIKORE 9 mit einem enorm wuchtigen, zugleich präzisen Bass, auch bei Middle Of Nowhere ist der Premium-Lautsprecher auf Linie: satt, klar, tief und druckvoll. Das muss explizit erwähnt werden, weil dieser Track enorme Anforderungen an die Bass-Fähigkeiten der jeweiligen Elektronikkette und der Lautsprecher stellt. Auf den Punkt gebracht - die Epikore 9 kommt mit jedem Bassgefüge zurecht, immer ist der Bass knallhart, kein Nachschwingen, immer notieren wir eine optimale Effizienz.  

Anzeige
Yamaha True X 800x600

Zugleich loben wir die hervorragende räumliche Wirkung, elektronische Elemente „fliegen“ weit in den Hörraum hinein und die EPIKORE 9 überzeugt uns mit einem stets sehr schnellen, dynamischen Aufbau. Auch bei elektronischen Titeln stellen wir fest, dass der dänische Ausnahme-Lautsprecher erneut exzellente Übergänge zwischen den Frequenzbereichen ermöglicht und auch bei hoher Lautstärke durch einen über alle Maßen souveränen Klang auffällt.

Aber schon bei gehobener Zimmerlautstärke ist die EPIKORE 9 präsent und wach, sammelt mit dem sehr lebendigen Klang fleißig Punkte. Insgesamt denkt man immer, gerade bei diesen im Vergleich zu Klassik oder Jazz eher einfach gestrickten Musikstücken wäre eine besonders hochwertige Box eigentlich nicht von großer Relevanz. Aber die Praxis spricht eine andere Sprache. Geschliffen, mit der nötigen Härte im Bassbereich, und enorm transparent - die sehr leistungsfähige EPIKORE 9 setzt auch hier ihr Potential frei und beweist, dass Trance- oder Dance-Tracks auf einer solchen akustischen Lichtgestalt wie der EPIKORE 9 deutlich besser klingen als auf "normalen" Lautsprechern - und zwar in jeder Hinsicht. 

Pop der 80er Jahre

  • West End Girls, 2023er Remaster, Pet Shop Boys
  • A Question Of Lust, Depeche Mode
  • You Win Again, Bee Gees
  • The Sun Always shine on TV, 2015er Remaster, a-ha
  • Relax - Frankie Goes To Hollywood

Grundsätzlich spielt die Epikore 9 bei unseren Titeln mit ordentlich Nachdruck auf, übertreibt es aber trotz des sehr kräftigen Fundaments nicht - die Folge: Es entsteht immer ein homogener, in sich schlüssiger Klangeindruck, ohne dass ein Frequenzbereich mit zu viel Dominanz in Erscheinung treten würde. Auch bei älteren Aufnahmen wirkt die Stimmwiedergabe gelungen, nur wenig störende Überhöhungen in den oberen Mitten. Bei allen gehörten überzeugt uns die breitflächige, zugleich tiefe räumliche Wirkung, und der dänische Luxus-Lautsprecher erzeugt stets einen sehr emotionalen und mitreißenden Sound
Man bekommt direkt, ohne Filter, eine großartige, exakt definierte Bühne im Hörraum dargeboten, und freut sich auch über die sehr genaue Verteilung sämtlicher Effekte und Klanganteile. Diese Session schließt unsere Hörtestreihen ab und wir können schreiben, dass die EPIKORE 9 bei wirklich jeder musikalischen Richtung für einen grandiosen Klangeindruck sorgen kann. Jedes Diven-hafte Verhalten ist der Box fremd, sie beschäftigt sich grundsätzlich enorm sorgfältig mit dem jeweiligen Quellmaterial und beeindruckt durch die enorme Impulstreue. Die Titel, ob nun Originalversionen oder Remastered-Versionen, sind nicht mehr auf allerneuestem technischen Stand, bieten eigentlich keine perfekten Voraussetzungen für klangliche Höhenflüge. Aber die EPIKORE 9 packt entschlossen an und holt auch aus teils kritischen Quellen ein Maximum heraus. 

Anzeige


Weiter auf: Vorherige Seite Nächste Seite

Seiten: 1 2 3 4

Tags:

Alle aktuellen Tests auf AREA DVD

Themen-Schlagwörter (nach Häufigkeit sortiert)

Lautsprecher Blu-ray Disc-Review Samsung Panasonic IFA TV Kopfhörer Ultra HD Ultra HD Blu-ray-Review Soundbar LG Sony AV-Receiver CES Teufel Fernseher OLED Denon Subwoofer nubert Verstärker Bluetooth-Lautsprecher Special Yamaha Dolby Atmos Smartphone Bluetooth Aktivlautsprecher Stereo Canton Dali Beyerdynamic JBL Marantz Philips aktiver Lautsprecher AVR Wireless-Lautsprecher KEF Info-Special

Privacy Manager
  ZURÜCK