SPECIAL: Mark Levinson/Arcam/JBL-Kette im Harman Experience Store München - Arcam CDS50, Mark Levinson No.523/534 und JBL Synthesis 4367-Boxen

Wir konnten bei unserem kürzlich erfolgten Besuch im Harman Experience Store in München noch ein weiteres Stereo-Setup von Mark Levinson in Augenschein nehmen, das sich auf einer speziellen Aktionsfläche direkt im Store und nicht im separat untergebrachten Studio befindet. Wir stellen im folgenden Text alle Komponenten vor.

Auf der High End 2018 wurde der CDS50 erstmals gezeigt

Anschlüsse

Beginnen wir mit dem Arcam CDS50 – wer es noch nicht weiß: Seit einiger Zeit gehört der renommierte und innovative britische Anbieter Arcam, auch zum Harman-Imperium: Der SACD/CD-Netzwerkplayer unterstützt Napster, Deezer, Todal, qobuz, zudem befindet sich der Zugang zu einer Internet Radio-Plattform an Bord. Der CDS50 gibt Flac, WAV, AIFF, OGG, MP3, AAC und WMA wieder. Weitere Merkmale des flachen sowie schick auftretenden Geräts sind ein USB-Eingang, ein Ethernet-Anschluss, ein XLR-Ausgang (Stereo), ein Cinch-Ausgang (Stereo), RS232C sowie ein optischer + ein koaxialer Digitalausgang. Für eine brillante Wiedergabe sorgt ein 32-Bit-DAC mit hoher Präzision. Music Life App fürs Streaming. Der CDS50 spielt auch CD-R und CD-RW ab. Fehlt noch der Preis – dieser liegt bei 849 EUR.

No.523

Detail rechts

Rückseite

Der Vorververstärker stammt aus dem Hause Mark Levinson und trägt die Bezeichnung No.523. Kennzeichen: Doppelter Mono-Aufbau, Class A-Kopfhörerausgänge (bis hinunter auf 32Ohm) und eine Class A Pure Phone-Stufe. Der No.523 wurde in den USA entwickelt und wird von Hand in den USA gebaut. Weiteres Merkmal ist ein wählbarer 80Hz Hochpass-Filter der vierten Ordnung für perfekte Subwoofer-Integration.Der Vorverstärker ist perfekt für Leibhaber der analogen Wiedergabe: Sechs analoge Line- und Phono-Eingänge: 2 x XLR, 3 x Cinch, 1 x Cinch-Phono. Analoge Ausgänge: 1 x XLR, 1 x Cinch, 1 x Kopfhörer. Kontrollbuchsen: RJ45 (Ethernet), RS232, Trigger In/Out, USB-A, Mini-USB. Gewicht: 17,7kg. Der Preis für das edle Stück Technik liegt bei 17.800 EUR.

Endstufe

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Rückseite

Von oben

Die passende Stereo-Endstufe No.534 kommt auf nicht unbeträchtliche 22.800 EUR. Was gibt es dafür? Einen kompletten Dual-Mono-Aufbau, eine Pure Path-Schaltung, einen direkt gekoppelten Signalweg, Spannungsverstärkungs- sowie Antriebsstufen im Class A-Betrieb. Die Leistung beträgt 250W/Kanal (bei 8Ohm, 20Hz bis 20kHz, weniger als 0,3 Prozent Gesamt-Klirrfaktor), die Endstufe ist bis auf 2 Ohm hinunter stabil. Stolz das Gewicht: 48,5kg.

Die beiden Mark Levinson Komponenten kosten ein Vermögen, sehen aber bereits so aus, als wären sie für die Ewigkeit gemacht. Dicke, massive Frontblenden, beim Pre-Amp extrem hochwertige Drehregler, und dazu das für Mark Levinson typische, schlichte, hochwertige Design: Ein Traum für den HiFi-Enthusiasten.

4367 mit Gitter

Offen

Hornvorsatz vor dem Hoch-/Mitteltöner

Mächtiger Basstreiber

Regler unterhalb des Mittelhochtöners

Terminals

Kommen wir zu den Lautsprechern: Ein Paar JBL 4367 aus der Synthesis-Serie, Paarpreis 17.000 EUR. Hierbei handelt es sich um Zweiwege-Lautsprecher, die mit einem großen 38cm Basschassis und einem Mittel-/Hochtontreiber mit Hornvorsatz bestückt sind. Der Basstreiber ist mit einer üppig dimensionierten Schwingspule bestückt, der Mittel-/Hochtöner verfügt über einen starken Neodym-Magnetantrieb. Das Horn mit patentierten JBL-Technologien sichert eine enorme Dynamik und einen hohen Wirkungsgrad. In unseren Testreihen aber hat es sich stets durch eine klare, bestimmte Spielweise, aber nie durch unpassende Aggressivität hervorgetan.

Die JBL-Box wartet, was man in diesen Preisregionen auch erwarten kann, mit einer hochwertigen Frequenzweiche auf, die eine optimale Verteilung auf die Chassis garantiert. Man kann diesen talentierten Lautsprecher wahlweise in Stereo-Setups, aber auch in Mehrkanal-Installationen verwenden. Maximal darf der angeschlossene Verstärker 300W an RMS-Leistung mitbringen (minimal 25 Watt). Frequenzen zwischen 30Hz und 40kHz werden bei -6dB wiedergegeben. Wie bei Hornkonstruktionen üblich, fällt der Wirkungsgrad mit 94dB (2,83V/1m) ausgezeichnet aus.

Der Lautsprecher weist eine Nominalimpedanz von 6 Ohm auf und arbeitet nach dem Bassreflex-Prinzip. Was an massiver Technik in der 4367 steckt, beweist das Gewicht von satten 61,2kg pro Lautsprecher.  Auf der Front sind zudem Trim-Regler für die Präsentation hoher und extrem hoher Frequenzen verbaut. Natürlich finden sich auf der Rückseite Bi-Wiring-Terminals.

Was die Gestaltung angeht, ist der 4367-Schallwandler im Retro-Design gehalten, er wirkt wie eine professionelle Lautsprecherbox aus den 70er Jahren . Also optisch eher technisch-nüchtern als elegant und nobel. Wir finden das Design aber richtig gut.  

Die Anlage in Betrieb

Die Endstufe packt brachial zu

Akustisch liefert diese Traum-Kombination natürlich eine extreme Performance. Die ausgewogene, gleichzeitig sehr dynamische Auslegung hat uns begeistert. Das für viele Horn-Lautsprecher typische aggressive Ansprechverhalten findet man bei der 4367 nicht einmal im Ansatz. Selbst im großen Experience Store wirkt die leistungsfähige Mark Levinson Endstufe nicht verloren und stellt allzeit auch anspruchsvolle Pegel-Wünsche restlos zufrieden. Stimmen lösen sich sehr gut von den Lautsprechern und wirken äußerst charismatisch.

Dieses Setup sollte man gehört haben

Komplexe Wechsel im Rhythmus oder bei der Dynamik eines Songs bereiten der exklusiven Kette keinerlei Probleme – impulstreu wird jede Veränderung sogleich umgesetzt. Verblüffend ist, wie üppig die Räumlichkeit ausfällt: Auch wenn man wirklich weit weg vom System steht, sind Gesamt-Räumlichkeit und Struktur des jeweiligen Titels noch sehr beeindruckend.

Special: Carsten Rampacher
Fotos: Oksana Fritz
Datum: 24. Mai 2019

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