PREVIEW: Erste Bildeindrücke der JVC "Beamer-Einstiegsdroge" LX-NZ3

Direkt bei JVC hatten wir die Möglichkeit, das LX-NZ3 Beamer-Einstiegsmodell mit DLP-Projektionstechnik und Laser-Lampe genauer unter die Lupe zu nehmen. Der seit kurzem im Handel erhältliche Projektor kostet 3.500 Euro.

Die enorme Lichtstärke von 3.000 Lumen gewährleistet selbst bei einem nicht verdunkelten Raum ein eindrucksvolles Projektionsbild, verspricht JVC. Natürlich möchten wir es nicht unerwähnt lassen, dass es trotzdem imposanter ist, den Beamer im dunklen Raum laufen zu lassen.

JVC LX-NZ3

Realisiert werden die ausgezeichneten Werte mit Hilfe der verbauten Laser-Technologie „BLU-Escent“. Sie arbeitet mit blauen Laserdioden als Lichtquelle und überzeugt neben ihrer Helligkeit durch eine besonders lange Lebensdauer von circa 20.000 Stunden. Besonders in HDR aufgenommene Inhalte gibt der LX-NZ3 daher lebendig und detailreich wieder. Das bestätigen auch unsere Testreihen.

Zusätzlich zum auf UHD Blu-rays und bei zahlreichen VoD-Dienstleistern verwendeten HDR10 unterstützt er auch HLG (Hybrid Log Gamma). Der LX-NZ3 bietet nativ die Ultra HD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln, ebenso wie die ganzen Ultra HD-TVs.

Wie sieht die Ausstattung des JVC-Beamers aus? Aufgrund der Tatsache, dass die Helligkeit von HDR10-Inhalten von Video zu Video stark variiert, ist es im Interesse einer stets optimalen Bildqualität erforderlich, die Helligkeitseinstellung (Tone Mapping) an den jeweiligen Inhalt anzupassen. Die „Auto Tone Mapping“ Funktion des LX-NZ3 führt daher eine automatische Anpassung basierend auf den Mastering-Informationen (Max CLL / FALL) durch.

Der hochwertige Zuspieler DP-UB9004 zusammen mit dem LX-NZ3

Der LX-NZ3 besitzt auch einen Lens Shift mit einem weiten vertikalen Bereich von ± 60% und einem horizontalen Bereich von ± 23%. Der Projektor punktet mit einem 1,6-fachen Zoom, dadurch ist eine Projektionsentfernung von 3 bis 4,8 m bei einer diagonalen Bildgröße von 100 Zoll möglich. Dank dieser Flexibilität lässt sich der Projektor in praktisch allen Umgebungen einsetzen, ohne dass die Bildqualität verschlechternde elektrische Trapez-Korrekturen erforderlich sind.

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Die Laserlichtquelle des LX-NZ3 ist in der Lage, die Lichtleistung verzögerungsfrei zu steuern, daher ist im Vergleich zu herkömmlichen mechanischen Blenden eine dynamische Anpassung der Helligkeit beinahe in Echtzeit möglich. Die Steuerung der Laserleistung in Abhängigkeit von der Helligkeit ermöglicht es dem LX-NZ3, Bilder so zu reproduzieren, dass sie sehr nahe an der natürlichen menschlichen Wahrnehmung liegen. Des Weiteren lässt sich bei Ausgabe eines komplett schwarzen Signals durch die Steuerung der Laserleistung ein Kontrast von ∞: 1 realisieren.

Menü des JVC-Projektors

Bildeinstellungen - Erweitert

HDR-Einstellungen

Der Beamer verfügt über ein gutes Sortiment an Anschlüssen.  Zwei HDMI-Eingänge, Computer-In, UBS Mini-B (für Service), RS232, USB Typ A (Power Supply) und 12V Trigger sind vorhanden. Der LX-NZ3 misst dank seines 0,47-Zoll-DMDs nur ca. 40 cm in der Breite und 34 cm in der Tiefe und ist einer der kompaktesten hochauflösenden 4K-Projektoren. Er lässt sich dank des geringen Platzbedarfes einfach installieren. Das Gerät ist wahlweise mit einem schwarzen oder weißen Gehäuse lieferbar, damit kann man den LX-NZ3 auch im Wohnzimmer an der Decke montieren, ohne dass ein „schwarzer Kasten“ störtl, in der weißen Variante fällt er kaum auf.

Bild

Der LX-NZ3 offeriert zum deutlich günstigeren Preis im Vergleich zum DLA-N5 (5.999 EUR ) ein sehr erfreuliches Bild. Klar, der NZ3 erreicht nicht D-ILA-Qualität. Bei „Aquaman“ (Ulta HD Blu-ray) oder „The Meg“ (Ultra HD Blu-ray)sieht man das besonders bei Panorama-Aufnahmen daran, dass die Tiefenwirkung nicht so enorm ist. Auch bei der Farbdarstellung muss man ein paar Abstriche machen. Diese außerordentlich präzise Farbbalance der D-ILA-Modelle kann nicht erreicht werden. Aber: Ein Bild, das auch anspruchsvollere Anwender positiv überraschen wird, bietet der LX-NZ3 ohne Zweifel. Er durchzeichnet sauber, mit nur geringen Schärfeverlusten in den hinteren Bildebenen, er detailliert richtig gut, und das Bild im Gesamten wirkt sehr homogen.

Bei „Aquaman“ beweist uns der NZ3, wie gut er auch mit Bildsequenzen zurechtkommt, die eine enorme Panoramawirkung entfalten. Hier schafft es der Beamer, auch in den hinteren Bildebenen noch saubere Strukturen darzustellen. Aber auch dann, wenn Gesichter im Fokus des Bildes stehen, überzeugt der LX-NZ3 mit sehr feiner Darstellung bis in die Poren der Haut. Die Rüstungen/Spezialanzüge stellt der Beamer plastisch dar, Personen, die im Vordergrund des Bildes auftauchen, heben sich dreidimensional vom Rest im Hintergrund ab. Auch Bilder, die die maximale Helligkeit (3.241 Nit) maximal, 902 durchschnittlich) des Films aufweisen, werden sehr gut erfasst. Heißt: Ordentlicher Detailkontrast, sehr guter Gesamtkontrast. Klar, die D-ILA-Beamer bieten einen noch besseren HDR-Effekt, gerade mit dem neuen Frame Adapt HDR mit dynamischer Anpassung jedes Frames wird hier eine enorm hohe Qualität offeriert. Aber, nochmals gesagt, in seiner Preisliga macht der LX-NZ3 seinen Job richtig gut. Auch die Farbpräzision ist ausgezeichnet, sei es das Blau des Himmels oder das trübe grau-grün-blaue Gemisch unter Wasser, das enorm authentisch wirkt.

Einstellungen zur Installation, der JVC LX-NZ3 verfügt über horizontalen und vertikalen Lens-Shift

Weitere Einstellungsmöglichkeiten

Informationsanzeige während der Wiedergabe

Ähnliches lässt sich von „The Meg“ sagen. Klar, manchmal gehen z.B. in sehr hellen Bildteilen Einzelheiten unter. Das macht ein D-ILA-Projektor mit Frame Adapt HDR nochmals sichtbar besser. Dass manche Sequenzen auch hinsichtlich der gebotenen Farbsättigung nicht D-ILA-Level erreichen, verwundert ebenfalls nicht. Aber: Das Bild wirkt sauber durchzeichnet und recht ruhig, obwohl der LX-NZ3 im Gegensatz zu den D-ILA-Modellen nicht über eine Frame Interpolation verfügt.

Das JVC-eigene Material „Peru“ in Ultra HD 60Hz  zeigt Sequenzen aus dem lateinamerikanischen Land. Farbenfrohe Gewänder, die in erstaunlich leuchtenden Farben gezeigt werden, tolle Panoramen mit dicht bewaldeten Hügeln, sich bewegende Wolkenformationen: All das verdichtet sich zu einem homogenen, klaren visuellen Gesamteindruck. Die Bildtiefe erreicht kein D-ILA-Niveau, aber in seiner Preisklasse agiert der LX-NZ3 sehr gekonnt.

Erstes Fazit

Mit dem sauberen, klaren Bild und der tadellosen Ausstattung kann man den LX-NZ3 als sehr gut gelungen bezeichnen. Klar erzielt er nicht die Bildqualität der D-ILA-Modelle von JVC. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, kostet doch der kleinste DLA-N5 bereits satte 5.999 EUR. Somit richtet sich der viel günstigere NZ3 an eine gänzlich andere Klientel. Bei dieser steht ausgezeichneter Heimkino-Spaß zum erträglichen Kaufpreis ganz oben auf der Agenda. Und für diese Anwender ist der LX-NZ3 hervorragend geeignet.

 

Special: Carsten Rampacher (Red. Philipp Kind)
Bilder: Oksana Fritz
Datum: 13.12.2019

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