JBL XXL-TEST: JBL MA710 AVR plus Stage 5.1-System 260F, 245C, 250B und 220P - exzellent für den genussvollen Filmabend?

Bei HiFi im Hinterhof in Berlin hatten wir die Gelegenheit, in ein JBL Stage 5.1 Lautsprechersetup zu testen, das an einen der neuen JBL AV-Receiver, in unserem Falle an den MA710 mit sieben Kanälen und Dolby Atmos7DTs:X-Decoding hineinzuhören.
Zunächst die Preise für die Komponenten:
- JBL MA 710: 999 EUR
- JBL Stage 260F (Front L/R): Paarpreis 1.200 EUR
- JBL Stage 245C (Center): Stückpreis 500 EUR
- JBL Stage 250V (Surround L/R): Paarpreis 475 EUR
- JBL Stage 220P (Aktiver Subwoofer): Stückpreis 675 EUR
- Gesamtpreis 5.1-Set plus AV-Receiver: 3.849 EUR
In Berlin, in der Großbeerenstraße 65/66, ist dieses Setup derzeit vorführbereit.
- Hier geht es zu der JBL Stage-Lautsprecherserie beim HiFi im Hinterhof
- Und hier geht es zu den JBL MA-AV-Receivern bei HiFi im Hinterhof
Nun wenden wir uns den einzelnen Komponenten genauer zu.
JBL MA710

JBL MA710
Der MA710 ist der größte AV-Receiver mit Punktmatrix-Display. Es folgen dann die auf einem größeren Chassis basierenden Modelle MA 7100HP und MA 9100HP. Was zeichnet den MA710 aus? Er verfügt gegenüber den kleineren MA510 über 7.2 Kanäle. Somit wären auch kleine 5.1.2-Setups kein Problem, und daher ist hier auch die Möglichkeit geboten, Dolby Atmos und DTS:X zu verarbeiten.

Display
Sonst stimmt der MA710 Feature-seitig mit dem kleineren MA510 überein. Zwei zusätzliche HDMI-Eingänge machen insgesamt 6 Eingänge und einen Ausgang, allerdings sind nur drei der sechs Eingänge 8K-fähig. An Bord sind moderne HDMI 2.1 Gaming-Merkmale, wie zum Beispiel VRR, ALLM und QFT. High Frame Rate (HFR) wird mit 120 Hz/4K unterstützt, ebenso die HDR-Normen HDR10+ und Dolby Vision.

Rückseite, voll verkabelt

Rückseite, ohne Kabel

Sauberer Aufbau innen
An Leistung stehen 110 Watt RMS an 8 Ohm und 160 Watt RMS an 4 Ohm zur Verfügung, erzeugt von modernen, rauscharmen Class D-Endstufen.

Lautstärke-Drehregler

Eingangswahl-Regler
Der AV-Receiver zeigt sich in einer sehr attraktiven, progressiv-modernen Optik, die mal eine willkommene Abwechslung zu bisher bekannten optischen Konzepten bei AV-Receivern und AV-Verstärkern darstellt.

Verarbeitung im Detail
Er ist gut verarbeitet und beherrscht auch das angesagte Thema Streaming konsequent. Apple AirPlay 2, Google Chromecast und, für besonders einfach einzurichtendes Streaming vom Smartphone oder vom Tablet, Bluetooth aptX Adaptive sind vorhanden.

Fernbedienung
Zudem ist der MA710 in der Lage, dass Audioquellen in einer zweiten Hörzone wiedergegeben werden. Ein Phono MM-Anschluss sorgt für die direkte Einbindung von Plattenspielern mit MM-Tonabnehmersystem, auch wenn diese selbst keinen Phono-EQ eingebaut haben oder ein separater Phono-EQ zur Verfügung steht. Verbaut ist laut JBL auch die "EZ Set EQ" Funktion, hierbei handelt es sich um eine Anpassungsmöglichkeit und Einmessung der vorhanden Lautsprecher auf den Hörraum.
Das funktioniert folgendermaßen:
Bitte beachten: Da der MA710 zum Test bereits komplett einmessen war, haben wir hier Bespielscreenshots verwendet.

Auswahl: Bluetooth- oder Netzwerk-Modell?

Suche nach Devices
Zuerst wird im Google Play Store oder im Apple Store die EZ Set EQ App aufs Smartphone geladen. Bei iPhones kann das im iPhone eingebaute Mikrofon im Anschluss für die Einmessung verwendet werden. Ähnlich wie bei Nuberts X-Room Calibration ist dies bei Android-basierten Devices nicht der Fall. Hier gibt es einen Link zum Dayton Audio iMM-6C USB-C externen Mikrofon, also einem Third Party-Produkt. Je nach JBL AV-Receiver-Modell, interagiert die App per Bluetooth oder Netzwerk-Verbindung mit dem JBL AV-Receiver.

Einstellung der unteren Grenzfrequenz
Sind die Themen Mikrofon und App-Verbindung erledigt, geht es um das, was EZ Set primär tut. Der wichtigste Faktor ist hier, störende Interaktionen mit dem Hörraum, die bei niedrigen Frequenzen auftreten zu können, deutlich zu reduzieren. All dies wird exakt so justiert, dass es möglichst gut zum Frequenzgang der jeweiligen Lautsprecher passt. Wichtig ist natürlich, dass die Boxen im Vorfeld schon mit etwas Bedacht und Sachkenntnis positioniert wurden. Natürlich kann man Systeme mit oder auch ohne aktiven Subwoofer mittels EZ Set kalibrieren. Nachdem man eine Verbindung zum AVR hergestellt hat, wählt man die Lautsprechergruppe aus, die man kalibrieren möchte.

Eingemessene Lautsprecher in der Übersicht
Im Anschluss wird die tiefste untere Grenzfrequenz der Lautsprecher eingegeben, das garantiert später eine korrekte Messung. Danach folgen verschiedene bebilderte Instruktionen für eine stimmige Einmessung, darin geht es z.B. darum, dass man sich zur Haupthörposition begeben sollte, und in welchem Abstand das Smartphone zu den Lautsprechern gehalten werden sollte. Nachdem alles vorbereitet ist, erfolgt die Messung, im Anschluss daran wird das passende Ergebnis berechnet.
Das Handling, nicht nur bezogen aufs Einmessen, ist insgesamt einfach, die Regler für Eingangswahl und Lautstärke direkt am Gerät lassen sich einfach bedienen. Das zweizeilige Punktmatrix-Display lässt die 2000er wieder aufleben, ist aber einwandfrei ablesbar. Auf der Fernbedienung, die tadellos in der Hand liegt, befinden sich recht wenige Knöpfe. Unter anderem kann man die Surround-Modi durchschalten, das Menü aufrufen (hier ist besonders das Lautsprecher-Setup interessant), die Eingänge wechseln und die Lautstärke regeln. Auch das Display kann direkt gedimmt werden, und es findet sich ein Mute-Button. Fürs Navigieren findet sich gleich oben auf der Remote ein Navigationskreuz mit einem mittigen Bestätigungsknopf.
Weiter auf: Nächste Seite
Tags: AV-Receiver • HiFi im Hinterhof • JBL • Lautsprecher • Stage






