Große Hör-Session bei HiFi im Hinterhof: Naim Uniti Atom HE Edition/Focal Clear MG + Utopia und zwei Stax-Sets
Klangtestreihen Naim/Focal
Zusammen mit: Focal Utopia

Tracks:
- Look of Love/Diana Krall: Der Klang ist sehr klar, mit analytischem Charakter, und folgt dem reinen HiFi-Ideal auf eine ungeahnt detailreiche Art und Weise. Dabei erweist sich die Wiedergabe als räumlich geschlossen sowie extrem differenziert. Exzellent, wie erwartet, ist die Detaillierung über den gesamten Frequenzbereich. Die Stimme Dianas überzeugt uns mit Maßstäbe setzender Feindynamik. Alle Instrumente werden mit sehr feinen Konturen präsentiert.
- I Wish It Would Rain Down/Phil Collins: Die E-Gitarre wird exzellent, fetzig, zugleich klar, dargestellt. Phils Stimme tritt ungemein charismatisch auf und der Utopia bringt sie auf den Punkt. Hier merkt man schon den exorbitant hohen Kaufpreis: Jede, noch so kleine akustische Einzelheit wird präzise erkannt und sitzt genau dort, wo sie hingehört. Das ist Hören nahezu in 1:1 Qualität. Dazu passt der extrem exakte Bass. Aus den von uns genannten Faktoren entspringt zudem eine enorme Impulstreue. Trotz aller fein dosierten Klarheit wird der Klang auch bei höherem Pegel nicht zu harsch (schwierig bei dem Titel).
- Vivo per Lei/Bocelli, Georgia: Wie wir es schon erwartet haben, gibt sich das Piano sehr feinfühlig und die Anschlagdynamik der Tasten kommt grandios heraus. Beide Stimmen begeistern auch anspruchsvolle Hörer mit überwältigender Feindynamik, die man so bislang kaum gehört hat, unabhängig von der Wiedergabekette. Der Aufbau des Titels ist bis ins Detail zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar. Die sehr feine Räumlichkeit, die wie ein fein gewobener Teppich erscheint, passt optimal zu den restlichen Eindrücken. Vorzug auch: Die authentische Gesamtdynamik. Knapp 5.000 EUR sind sehr, sehr viel für einen Kopfhörer - aber der Utopia erweist sich auch als fein nivellierendes Präzisionsinstrument, dem keine Einzelheit verborgen bleibt.
- Land Of Confusion/Disturbed: Energiegeladen, wie es sein muss, trotzdem nie zu aggressiv - zugleich aber wirklich klar. Die Konturen der E-Gitarre sind auch bei höherer Lautstärke konstant klar erkennbar. Der straffe Bass erzeugt ordentlich Nachdruck, und die gesamte Präsentation erweist sich als räumlich dicht.
- Insomnia/Faithless/Monster Mix: Feiner Aufbau, jeder neue Effekt wird sorgfältig dazu addiert - auch bei solcher Musik merkt man, wie es um die Fähigkeiten des Utopia bestellt ist. Eine akkurate Auflösung über den gesamten Frequenzbereich und eine tolle Räumlichkeit sind weitere Pluspunkte. Der Bass trifft exakt den richtigen Punkt und brilliert mit hoher Präzision. Ein dreidimensionales Klangbild sorgt für viel Realität bei der akustischen Darstellung. Unterschiede im dynamischen Gefüge kommen sofort und absolut passend heraus. Die Stimme tritt charismatisch auf und integriert sich vorbildlich ins tonale Gesamtgefüge.
Zusammen mit Focal Clear Mg:

- Look of Love: Eine Idee weicher als beim Utopia, aber: Auch richtig gute Details, im Hochtonbereich ist der Utopia noch stärker, bringt alles exakter auf den Punkt. Dafür gibt sich der Clear Mg sehr verbindlich. Die Stimme Dianas wirkt minimal dezenter, aber mit feiner Kontur - hier empfinden wir den Clear Mg als extrem angenehm, aber niemals verwaschen oder gar unpräzise. Der Song ertönt relaxt, erweist sich als perfekt fürs lange Hören. Räumlich ist die Darbietung schlüssig, der Bass spielt sauber auf und bringt viel Volumen mit.
- I Wish It Would Rain Down: Wieder etwas weicher als DER Utopia, wir können praktisch nichts Harsches im Klangbild entdecken, was bei diesem Song (schwieriges Quellmaterial) einer kleinen Sensationn gleichkommt. Ein aufgeräumter, sanft-brillanter Hochtonbereich erfüllt höchste Ansprüche, die Stimme Phils ist markant, aber zugleich homogen-nahtlos eingearbeitet. Der Bass tritt straff auf, zugleich ist das nötige Volumen da. Zu erwähnen ist das sehr gute Ansprechen, wenn sich die Dynamik ändert. Klare Bilanz: Eine extrem angenehme Gesamtwiedergabe, das haben wir so bei diesem Song noch nie gehört.
- Vivo Per Lei: Das Klavier überzeugt mit nahezu perfekter Temperatur, die Anschlagdynamik der Tasten stellt der Utopia, wie erwartet, noch prägnanter dar. Andreas Stimme erweist sich beom Clear MG als absolut überragend, auch in Details. Georgias Stimme punktet mit grandioser Dynamik, hier ist der Zuhörer regelrecht gefesselt von der vokalen Präsenz. Eines wird hier, beim dritten Klangbeispiel in dieser Konstellation, klar: Atom und Clear Mg sind ein perfektes Team. Die realistisch auftretende virtuelle Bühne und eine räumlich äußerst präzise Staffelung sind weitere große Vorzüge. Perfekt für lange Hörsessions.
- Land Of Confusion: Ein kraftvoller Bass mit hoher Standfestigkeit erfüllt unseren Gehörgang. Die absolut geniale räumliche Abbildung hätten wir in dieser Ausprägung nicht etwartet. Die Stimme hat den richtigen Schuss Aggressivität, übertreibt aber nicht. Das macht das Hören gleichermaßen ereignisreich wie angenehm. Auch bei höherem Pegel bleiben zudem praktisch alle Konturen erhalten.
- Insomnia: Hier notieren wir eine hohe räumliche Dichte und eine sehr saubere räumliche Einarbeitung von Details. Sämtliche Synthesizer Elemente ertönen plastisch, und mit einer homogenen Klarheit. Der Bass überzeugt mit Kraft und Volumen. Die gleichbleibend hohe Auflösung über den gesamten Frequenzbereich sollte ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Die Stimme ist sehr homogen eingearbeitet.
Im direkten Vergleich, der aufgrund der hohen Preisdifferenz natürlich nicht ganz fair ist, stellt der Utopia seine Ausnahme-Position durch die unfassbar feine Detaillierung heraus. Das ist Weltklasse, das steht außer Frage. Allerdings ist sein Klang analytischer als der des Clear Mg, damit könnte man den Focal Utopia z.B. auch mit einem extrem hochwertigen röhrenbasierten Kopfhörer-Amp verbinden. Was das "Zusammen passen" angeht, so finden wir die Kombination aus dem Focal Clear Mg und dem Naim Uniti Atom HE Edition für nahezu perfekt. Ein kultivierter, extrem angenehmer Klang, optimal für lange Hörsessions, mit feiner Auflösung und einer erstklassigen Räumlichkeit.
Wenden wir uns nun den STAX Komponenten zu. Der Naim fungiert hier als "streamender Zuspieler" und ist mittels XLR mit den Stax-Amps verbunden.
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Tags: Focal • Kopfhörer • Kopfhörerverstärker • Naim • STAX






