TEST: Magnat Multi Monitor 220 Master-/Slave-Aktivboxenpaar - Unversaltalent für anspruchsvolle Beschallungsaufgaben?

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Magnat möchte mit dem Multi Monitor 220-System den Markt für Master-/Slave-Kompaktautsprecher bereichern. Für 499 EUR erhält der geneigte Interessent optisch klassisch auftretende Monitorlautsprecher, in den Master-Schallwandler ist ein Class D-Verstärker mit 2 x 40 Watt Leistung eingebaut. Das dürfte auch für höhere Pegel ausreichen. Insgesamt sechs digitale und analoge Quellen können angeschlossen werden, darunter nicht nur das mittlerweile selbstverständliche Blueooth (mit aptX), sondern auch Plattenspieler - das ist sehr selten. Der Phono MM Vorverstärker lässt sich bei Verwendung des Cinch-Anschlusses zuschalten. Zu haben sind die Multi Monitor 220 ausschließlich in schwarzer Variante mit Alu-Brush-Finish-Folierung. 

Magnat-Multi-Monitor-220-Master-Rueckseite-Seitlich

Master-Box mit Elektronik und Anschlussterminals

Magnat-Multi-Monitor-220-Slave-Rueckseite-Seitlich

Slave-Box von hinten, verbunden werden beide Lautsprecher einfach mit einem handelsüblichen Lautsprecherkabel

Der Multi Monitor 220 bringt, wie schon oben beschrieben, umfangreiche Anschlussmöglichkeiten mit. Optischer und koaxialer Digitaleingang und Bluetooth - das sichert schon eine gewisse Grund-Flexibilität. CD-Player, altes Mini-Disc- oder DAT-Deck, Smartphone, Tablet - all das nimmt problemlos Verbindung auf. 

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Reichhaltige Anschlussauswahl, nur ein USB-DAC fehlt

Weiter geht es mit dem Stereo-Analog-Cincheingang. Unter diesem gibt es einen Umschalter, der den Phono MM-Verstärker aktiviert, wenn er in der linken Position ist. Hinzu kommt noch ein 3,5 mm Miniklinken-AUX-Eingang und ein Vorverstärkerausgang für den Anschluss eines aktiven Subwoofers. Das ist sehr praktisch, wenn man die Multi Monitor, gerade im größeren Hörraum, als 2.1-System verwenden möchte. Nicht so gut: Ein USB-DAC fehlt in der Ausstattung.

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Master-Lautsprecher: Netzschalter, Anschluss fürs Netzkabel, hochwertige Schraubanschlüsse fürs Lautsprecherkabel

Verarbeitet werden digitale Eingangssignale bis zu 192 kHz/24-Bit, und natürlich auch auf entsprechende Technik, um hochauflösende Audio-Signale präzise verarbeiten zu können. Der eingebaute digitale Class D-Verstärker kommt auf 2 x 40 Watt RMS, das reicht für gehobene Pegel locker aus. Das Elektronik-Modul mit allen Anschlüssen ist im rechten Lautsprecher-Gehäuse untergebracht. Die Verbindung von linkem und rechtem Lautsprecher erfolgt über ein klassisches Lautsprecherkabel, das bereits im Lieferumfang enthalten ist.

Magnat-Multi-Monitor-220-Master-Innenleben

Mehrschichtiger Aufbau der Elektronik im Inneren der Master-Box

Einen guten Eindruck hinterlässt der Aufbau in mehreren "Stockwerken" bei der aktiven Master-Box. Solide ist die Platte, auf deren Rückseite die Elektronik angebracht ist, in die Gehäuserückseite eingelassen. 

Magnat-Multi-Monitor-220-Hochtoener

25 mm fmax-Hochtöner, der bis 40 kHz hochspielt

Magnat-Multi-Monitor-220-Tiefmitteltoener

Tiefmitteltöner

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Die Chassisbestückung umfasst einen 25 mm fmax-Hochtöner mit kräftigem Magnetsystem und optimiertem Abstrahlverhalten. Für den Tiefmitteltonbereich zeichnet sich ein "FE-Dynamics-Chassis" mit einer Keramik-Aluminium-Membran verantwortlich. Auch hier verbaut Magnat einen kräftigen, verzerrungsarm arbeitenden Magnetantrieb. Das hat zur Folge, dass die Multi Monitor 220-Systemlösung Frequenzen von 35 Hz bis 40 kHz wiedergeben kann. 

Magnat-Multi-Monitor-220-Master-Bassreflexrohr

Bassreflex-Port

Magnat-Multi-Monitor-220-Verarbeitung

Schallwand separat

Magnat-Multi-Monitor-220-magnetische-Abdeckeung

Magnetisch haftendes Gitter

Magnat-Multi-Monitor-220-Detail-Front

Magnat-Logo

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Magnat-Multi-Monitor-220-Fernbedienung

Fernbedienung 

Das Gehäuse aus E1-MDF-Holzplatten ist laut Magnat dickwandig und resonanzarm. Im Inneren der Lautsprecher findet sich je ein sorgfältig abgestimmter Airflex-Port mit gerundeten Kanten. Das stellt sicher, dass es im Bassbereich nicht zu unschönen Strömungsgeräuschen kommt. Die schwarze Frontabdeckung aus Akustikstoff wird magnetisch angedockt. Die Optik ist sehr klassisch, und wir hätten uns etwas mehr Finesse gewünscht. Die hinteren Gehäuseecken sind recht spitz, und anstatt auf ein im Trend liegendes Unibody-Gehäuse setzt Magnat auf eine traditionelle Konstruktion mit separater Schallwand, die aber recht exakt eingepasst ist. Die Folierung ist gut auf dem MDF-Gehäuse aufgebracht und weist keine Mängel auf. Preisklassengemäß von der Qualität her ist die mitgelieferte Fernbedienung, die sich als sehr praktisch erweist. Über die "Pair" Taste oben rechts ist es sehr einfach, beim per Source-Funktion gewähltem Bluetooth-Eingang, ein Smartphone oder Tablet zu koppeln. Die Bluetooth-Kopplung funktioniert absolut störungsfrei, keine Artefakte oder Unterbrechungen traten während des Testbetriebes auf. 

Klang 

Beim 007-Titelsong "A View To A Kill" erweisen sich die beiden Magnat-Lautsprecher als gute Besetzung. Sie modellieren die abrupten Start des Titels sauber heraus und liefern eine solide Einbindung der Stimme. Gehobene Zimmerlautstärke ist problemlos möglich, hier wirken die Multi Monitor 220 souverän. Kleine dynamische Differenzen arbeitet das System impulstreu heraus. Erwachsen und irgendwie cool - so kann man das Multi Monitor 220 hinsichtlich der Wiedergabe-Charakteristik gut beschreiben. 

Mit "Live And Let Die" (Paul McCartney & Wings) wenden wir uns nun dem zweiten James Bond-Titelsong zu. Und auch hier können uns die kompakten Monitor-Lautsprecher überzeugen. Sie sind schon so ausgelegt - das "Monitor" tragen sie nicht umsonst im Namen -, dass sie eher fürs Nahfeld geeignet sind und dort viel Atmosphäre verbreiten. Man muss sie aber keinesfalls ausschließlich als "Abhör-Monitor" im privaten Tonstudio verwenden, sondern kann sie auch im kleineren Musikzimmer sehr gut einsetzen. Dynamisch und lebendig, recht neutral, verhalten sie sich "Hi-Fi-konform". Hier wird nichts verbogen oder kräftig interpretiert, hier wird so wiedergegeben, wie die Quelle veranlagt ist. 

"Bond Nummer 3" - "All Time High" aus dem 007-Streifen "Octopussy". Das Paar Multi Monitor 220 kann auch ohne Schwierigkeiten lauter spielen. Der Bass ist immer noch straff und klar definiert, weicht nicht auf. Die Trennung der Stimme von den Instrumenten gelingt tadellos, die Spielweise der zwei Kompaktlautsprecher ist neutral und entspannt. Kleine musikalische Einzelheiten arbeitet das Magnat-System gut heraus, zu hören zum Beispiel anhand der Darstellung des Saxophons. 

Und wenn wir nun "Champagne" möchten? Nein, nicht trinken, sondern hören, und zwar von Andrea Bocelli. Die Magnat Multi Monitor 220 zeigt sich auch hier wieder von ihrer detailreichen Seite und bringt nicht nur Andreas Stimme, sondern auch das Piano treffsicher zur Geltung. Die Darbietung ist ausgesprochen filigran, wer daran enkt, dass Magnat in den 80er und 90er Jahren mit der legendären Bulldogge, die für aggressives akustisches Auftreten werben sollte, an den Start gegangen ist, mag gar nicht glauben, dass das derselbe Hersteller ist. Fundiert, mit Geschick im Detail, modellieren die Multi Monitor 220 viele Details heraus. Klar darf man nie vergessen, dass das Paar unserer Monitore keine 500 EUR kostet. Damit sind dem akustischen feingeistigen Treiben schon Grenzen gesetzt. Aber diese Grenzen merkt man erst auf einem Niveau, das schon durchaus beachtlich ist. 

Und beim Duett von Eros Ramazzotti und Anastacia "I Belong To You" manifestieren sich die schon zuvor aufgeführten Qualitäten weiter. Klar, mit solider Basis, und einer sehr ausgewogenen Wiedergabe auch im Hochtonbereich verdeutlichen uns die Multi Monitor 220, dass sie für den Musikfreund, der auf ein besonders gutes Preis-/Leistungsverhältnis Wert legt, eine hervorragende Wahl sind. Sie spielen seriös, ehrlich und auch hier wieder mit einem guten Feingefühl auf. Die vokalen und instrumentalen Konturen arbeiten die Magnat-Schallwandler prima heraus, man kann richtig konzentriert hören und die Musik auf sich wirken lassen, ohne das unangenehme Defizite auffallen, die gerade bei preiswerten Konstruktionen oft nicht lange auf sich warten lassen. 

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