TEST: IOTAVX AVX1 Vorstufe - Preis-/Leistungs-Meister für 799 EUR

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Eine richtig gute AV-Vorstufe für 799 EUR? Geht nicht, werden viele abwinken. Geht doch, sagt IOTAVX, und präsentiert die AVX1. Diese hat zwar keine Decoder für Dolby Atmos und DTX:X, zeigt sich mit automatischem Lautsprecher-Einmesssystem und HDMI 2.0-Terminals aber sonst durchaus gut gerüstet. Die technisch-coole, durchaus attraktive Optik ist ein weiterer Vorzug.

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Passt perfekt: AVXP1-Endstufe

IOTAVX AVXP1 Innenleben Gesamt

Wahnsinn - überragender Aufbau der Endstufe, und das alles gibt es für 1.199 EUR

Mit der AVXP1-Siebenkanal-Endstufe für schlanke 1.199 EUR gibt es überdies einen perfekten Partner. Beide Komponenten findet man online bei HIFIPILOT

Verarbeitung außen und innen

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Schickes Design

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Tadelloses Display

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Lautstärkedrehregler, elegant beleuchtet

IOTAVX-AVX1-Fernbedienung

Fernbedienung

Die AVX1 sieht richtig gut aus, auch wenn man genauer hinschaut, überzeugt außen die Verarbeitung. Der Lautstärkedrehregler liegt gut in der Hand, das Display ist tadellos ablesbar. Unter der Vorstufe sind große, hochwertig erscheinende Gerätestandfüße montiert. Öffnet man die Vorstufe, findet man im Inneren nicht allzu viel. Hier erscheint das Finish schon einfacher als bei sehr teuren Vorstufen wie z.B. der CX-X5100 von Yamaha, die aber auf 2.500 EUR kommt.

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Netzteilsektion

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HDMI-Platine

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Sauberes Platinenlayout

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AVX1 für 799 EUR

Yamaha CX-A5100 Innenleben Gesamt

CX-A5100 innen (2.500 EUR)

Für 799 EUR kann man nicht mehr erwarten, das dürfte klar sein. Man kann der AVX1 wenig vorwerfen, sie spielt ihre Rolle als Geheimtipp erfolgreich. 

Ausstattung

Im Lieferumfang enthalten ist auch eine Fernbedienung. Sie ist von ordentlicher Qualität und bietet direkten Zugriff auf jeden HDMI-Eingang. Durch die wenigen Tasten ist sie übersichtlich und liegt zudem gut in der Hand. 

Die Mehrkanal-Vorstufe eignet sich für die Liebhaber klassischer Konfigurationen, Dolby Atmos und dts:X werden nicht decodiert. Das dürfte aber in Anbetracht des Preises und der Tatsache, dass nicht jeder Heimkino-Fan gleich Deckenlautsprecher oder Top Firing Module installieren möchte, nicht zu schwer ins Gewicht fallen. Die Vorstufe hat Decoder für folgende Formate an Bord: Dolby Digital, Dolby TrueHD, Dolby Pro Logic IIx/z, DTS, DTS HD Master Audio, DTS Neo:6, S/PDIF und natürlich verarbeitet sie Multi-Channel PCM Digital Audio. 

Als Lautsprecher-Einmess- und Room EQ-System wird die neueste Generation des EQFlex Raumkorrektur-Systems eingesetzt, welches auch den aktiven Subwoofer bei der Einmessung und akustischen Anpassung berücksichtigt. Zusätzlich stellt die AVX1 einen parametrischen Equalizer zur Verfügung, mit dem der Klang exakt auf den jeweiligen Raum und die eigenen Wünsche angepasst werden kann.

Für alle sieben Vollbereichskanäle stehen jeweils 11 programmierbare Filter bereit. Der Bassbereich kann mit Hilfe von drei Filtern eingestellt werden, das ist ein wahrhaftig üppiges Angebot, das auch versierte Anwender freut.

Eine Netzwerksektion findet sich bei der IOTAVX-Vorstufe nicht, diese benötigt aber auch nicht jeder Anwender. Insgesamt ist die Ausstattung partiell spärlich (kein Videoprocessing, keine Dolby Atmos/DTS:X-Decoder, keine Netzwerksektion, kein Assistent für die Ersteinrichtung), aber "Full House" kann man für den Kaufpreis auch nicht erwarten, wenn man eine XLR/Cinch-beschaltete AV-Vorstufe mit Lautsprechereinmessystem einkauft.

Anschlüsse

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Rückseite komplett

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XLR- und Cinch-Beschaltung

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HDMI-Sektion

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USB-Terminals, RS232-Schnittstelle

Die sauber verarbeitete Rückseite bietet eine tadellose Auswahl an Anschlüssen:

  • Video Eingänge: 6x HDMI mit HDCP 2.2 (3x Unterstützung für 4k UHD HDR Video)
  • Video Ausgänge: 2x HDMI mit HDCP 2.2 (1x Unterstützung für 4k UHD HDR Video)
  • Audio Eingänge: 2x Cinch, 1x S/PDIF coaxial, 1x Toslink optisch, 1x Bluetooth (IOTAVX Bluetooth Adapter notwendig)
  • Audio Ausgänge: 7.1 Cinch, 7.1 Balanced XLR
  • Weitere Ein- und Ausgänge: 1x IR Fernbedienung Eingang, 1x IR Fernbedienung Ausgang, 1x RS-232 Eingang, 1x Trigger Ausgang (programmierbar), 1x Dimmer Control (10 Stufen), 2x USB Eingang (Reserviert für Software-Updates)

Anmerkungen: Bluetooth ist mittels optionalem Bluetooth-Modul des Herstellers möglich (mit Bluetooth 4.0 und aptX). Videosignale werden durchgeschliffen, es gibt keine Videosignalverarbeitung.

OSD-Screenshots

Da kann die Vorstufe nicht mit den uns bekannten Marken wie Pioneer, Onkyo, Marantz, Denon oder Yamaha mithalten: Die On Screen Menüs sind sehr schlicht gehalten und daher nicht unbedingt als attraktiv einzustufen. Kleine Schriften vor blauem Hintergrund im MS-DOS-Style - das geht besser. Einen Assistenten für die Ersteinrichtung liefert IOTAVX auch nicht mit. Trotzdem haben wir alle relevanten Menüs für Sie im Überblick: 

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Klang-Betriebsmodi

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Eingangssetup

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Eingangsübersicht

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Lautsprecher-Setup

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Größe und Übernahmefrequenzen

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Auswahldes Kanals

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Distanzen

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Es finde sich übrigens auch ein EQFLEX-Einmesssystem

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Mikrofon

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Menü "Option"

 Etwas antiquiert, so könnte man das Handling des OSDs bezeichnen. Mit etwas Übung oder bereits vorhandenem Wissen sowie Kenntnis der englischen Sprache kommt man aber gut voran. 

Klang

Wir starten  klassisch mit Vivaldis Vier Jahreszeiten und dem Konzert in E-Dur, Op. 8 No.1 Allegro. Mit angenehm warmer Temperatur werden uns die Streicher gleich zu Beginn des temperamentvollen Violinkonzertes präsentiert. Sofort fällt die Präsenz und die enorm hohe Auflösung auf, mit denen uns die IOTAVX Vorstufe die einzelnen Streichinstrumente näher bringt. Der Hochtonbereich bis hinunter zu den Mitten begeistert mit überdurchschnittlicher Detaillierung und Klarheit. Selbst feinste Charakteristika der ersten Geige werden herausgearbeitet. Und das beeindruckendste: Die Violinklänge werden dabei nie unangenehm oder wirken scharf, überaus angenehm werden feindynamische Eigenschaften in sehr hoher Präzision modelliert, kleinste akustische Elemente werden nachvollzogen.

Im folgenden Largo o pianissimo, ebenfalls abgemischt in einer DTS-HD Master Audio Tonspur, gesellen sich Violoncello und Bässe hinzu. Trotz hoher Geschwindigkeit kommt hier alles auf den Punkt. Voluminös, aber nicht übersättigt, wirkt das Gesamtgeschehen und offeriert eine sehr ausgewogene und harmonische Bühne. Luftig und transparent bleibt die Kulisse stets durchhörbar, in Kombination mit der exzellenten Detaillierung wird eine hervorragende Instrumentaldifferenzierung realisiert, die auch von der sehr räumlichen und sauber gestaffelten Bühne profitiert. Dank ihrer Weitläufigkeit und Breite fühlt man sich als Zuhörer umschlossen und in die erste Reihe im Konzertsaal versetzt. Wie bereits erwähnt, bleiben die IOTAVX-Komponenten - wir haben die Vorstufe mit der bereits getesteten AVXP1 Endstufe kombiniert - stets ausgewogen und angenehm. Das gilt auch für hohe Lautstärken, beinahe keinerlei tonale Veränderungen gibt es auch im den höchsten Bereichen, die für konventionelle Wohnzimmer klar überdimensioniert sind. Absolut souverän wirkt die Kombi und verleugnet jegliche Anstrengung.

Mit dem zweiten Beispiel begrüßen wir einen alten Bekannten: Andrea Bocelli tritt mit seinem "Vivere" Konzert vor beeindruckender toskanischer Landschaft auf die Bühne und setzt in seiner Tenor-Stimme zu Melodramma und Romanza an. Nach der hervorragenden Performance beim vorangegangenen Klassik-Beispiel haben wir nicht weniger erwartet: Die Stimmcharakteristik des italienischen Meistersängers wird exakt getroffen und mit einer sensationellen Detailauflösung dargeboten. Das Orchester hinter Andrea Bocelli bietet ein hervorragendes Fundament für den Tenor und wird ebenfalls sehr differenziert und strukturiert wiedergegeben.

Zentrales Element ist aber klar die Stimme, die von absoluter Klarheit gezeichnet ist. Absolut prägend finden wir aber die Balance und Harmonie der IOTAVX Vorstufe. Unabghängig des gewünschten Pegels bleiben sämtliche akustischen Elemente stets angenehm. Gerade wenn Komponenten auf maximale Auflösung und höchsten Detailreichtum abgestimmt sind, muss man häufig mit Schärfe rechnen, insbesondere bei hoher Lautstärke. Dies konnten die Entwickler der AVX1 scheinbar vollends ausmerzen und realisieren eine absolut authentische Reproduktion, die nie anstrengend wirkt. Das gilt auch, als sich das Multitalent ans Piano setzt und Heather Headley die Bühne betritt. Auch bei der gesteigerten Komplexität des Duetts in Kombination mit Klavier und Orchester bleibt die Kulisse absolut differenziert.

Doch genug aus dem klassischen Genre. Jetzt darf sich die IOTAVX Vorstufe an die elektronischen Klänge von DJ Tiesto, aufgenommen in Kopenhagen während seiner "Elements of Life" Tour, wagen. Die klare und saubere Auslegung der Komponente bedeutet nicht, dass sie in Kombination mit einer leistungsfähigen Endstufe kein Spektakel veranstalten kann. Mit exzellenter Räumlichkeit und hoher atmosphärischer Dichte tummelt sich der Zuhörer unter den tanzenden Massen und wird mit strukturierten Kickbässen und einem enorm voluminösen Tiefton-Fundament umspielt. Dennoch profitiert auch dieses Genre vom hohen Detailreichtum und der ausgezeichneten Präzision.

Die einzelnen Synthesizer-Elemente sind hervorragend in die weitläufige Kulisse integriert, das Geschehen wirkt erneut sehr ausgewogen und verschmilzt so zu toller, mitreißender Club-Atmosphäre. Schnell und impulsiv wird der Subwoofer angesteuert und hinkt den übrigen elektronischen Sounds in keinster Weise hinterher. Satt, nachdrücklich und mit exzellentem Tiefgang untermalt er das Geschehen tadellos. Auch als im folgenden Track "Back in Your Head" ein pulsierendes, stetes Fundament erklingt, wird ein sauber gestaffelter tiefer Frequenzbereich realisiert. Die leicht bearbeiteten Stimmen von Teagan & Sara erklingen authentisch und sind stimmig in die treibende Klangkulisse integriert.

Bei "He's a Pirate" legt der niederländische Dj und Produzent noch einen Zahn zu und auch wir wollen die Prüfung der Pegelfestigkeit, nun natürlich die IOTAVX Komponenten in Kombination betrachtet, auf die Spitze treiben. Selbst in größeren Wohnzimmern beinahe unaushaltbare Pegel-Eskapaden werden schlichtweg souverän gemeistert. Das Gesamtgeschehen bleibt vollkommen unbeeindruckt, differenziert und tonal angenehm. Das ist auch, natürlich neben der bombastischen Pegelfestigkeit, ein essentieller Grund, weshalb man überhaupt Spaß daran hat, so laut aufzudrehen. Keine unangenehmen Spitzen, keine Unausgeglichenheit, schlichtweg ein solides "Nach-vorne-Schieben", ohne Unterlass. Das ist in dieser Preisklasse schon außergewöhnlich.

Bevor wir uns an einem Film-Beispiel versuchen, darf die Vorstufe noch ihre Stereo-Qualitäten unter Beweis stellen. Hier greifen wir auf das "Royal Philharmonic Orchestra" zurück, die allerdings etwas modernere Stücke, nämlich einzelne Titellieder von James Bond-Filmen, spielen. Schon in den ersten Minuten zeigt die Vorstufe wieder ihre überdurschnittlich gute Transparenz. Trotz der feindynamischen Brillanz bleibt die Harmonie erhalten. Hier könnten erfahrene Hörer vielleicht sogar ein wenig Schärfe bei den Blechbläsern erwarten. Wir finden aber, dass mit der Auslegung, gerade in diesem Preisbereich, die richtige Wahl getroffen wurde. Auch im Stereo-Betrieb ist die Bühne breit und tief und gefällt mit guter dreidimensionaler Ausprägung. Flott und präzise agiert die Vorstufe über den gesamten Frequenzbereich hinweg und bleibt auch bei komplexem Geschehen unbeeindruckt.

Als Filmbeispiel haben wir die Szene 44 aus dem zweiten Teil von Peter Jacksons Hobbit-Trilogie ausgewählt. Sofort fällt die dreidimensionale Wirkung der weitläufigen Kulisse in den Minen auf, von Benedict Cumberbatchs Drachenstimme hatten wir uns aber geringfügig mehr Struktur gewünscht. Das ist allerdings Kritik auf enorm hohen Niveau - die sich die IOTAVX Vorstufe leider gefallen lassen muss, bei der exzellenten Performance, die bisher beinahe durchweg geboten wurde. Direktionale Effekte versetzen den Zuschauer aber sofort wieder inmitten des Kinos und als der goldene Zwergenkönig sich über den Drachen ergießt und dieser flieht, zeigt auch der Subwoofer wieder enormes Volumen und enorm nachdrückliche und kraftvolle Punches. Auch hier zeigt die Vorstufe wieder eine exzellente Ausgewogenheit und harmonische Balance über den gesamten Frequenzbereich, die auch bei hohen Pegeln stets gewährleistet ist.

Wir finden, mit Musik kann man Komponenten einfach besser beurteilen als mit spektakulären Action-Sounds. Daher haben wir uns diese Szene aus Smaugs Einöde natürlich nicht ohne Hintergedanken ausgewählt: Der Abspann wird nämlich von Ed Sheerans "I See Fire" begleitet, dass die AVX1 wieder überragend präsentiert. Die zentrale Stimme des britischen Songwriters wird mit toller Charakteristik und sehr feinen Details wiedergegeben. Auch die Stahlsaiten der akustischen Gitarre, leicht hintergründig, sind unverkennbar und selbst das Klopfen auf den Korpus kommt natürlich beim Zuhörer an. Auch hier werden alle Kanäle einbezogen, die räumliche Kulisse wirkt stets stimmig, unpässliche Überschneidungen oder Verzögerungen gibt es nicht.

Mit Mad Max: Fury Road präsentieren die IOTAVX-Komponenten erneut einen Action-Blockbuster mit enorm starkem Musik-Score. Tom Holkenborg alias JunkieXL ist für den mitreißenden und wachrüttelnden Soundtrack der Neuauflage des australischen Fantasy-Actionfilmes verantwortlich und wird im Filmverlauf zu einer tragenden Säule der Immersion. Neben dem Electro-Sound sind aber auch die charakteristischen Motorengeräusche ein zentrales Element. Seien es kompakte, übermotorisierte Kleinwägen oder der tonnenschwere Tanker im Konvoi, die Klangeffekte werden authentisch wiedergegeben und mit ihren Feinheiten exzellent heraus gearbeitet. Explosionen kommen präzise auf den Punkt und werden mit enormem Nachdruck bis in die subsonischen Bereiche dem Zuschauer in die Magengrube manövriert. Der räumliche Eindruck begeistert mit dichter Atmosphäre und klar lokalisierbaren Effekten.

2.000 EUR kosten IOTAVX Vor- und Endstufe zusammen. Wie sieht hier das Konkurrenzumfeld aus? Es besteht aus AV-Receivern, nicht aber aus Vor-/Endstufen-Kombinationen.

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Denon AVR-X6400H: Elf Endstufen für hohe Flexibilität, kraftvoll-angenehmer Klang, sehr gute Pegelfestigkeit, aber nicht so hoch wie bei der IOTAVX-Endstufe. Die IOTAVX-Einheit verliert zwar bei der Ausstattung (kein Auro-3D/Dolby Atmos/DTS:X, keine Videosektion), gewinnt aber bei Anmutung und Klanggüte im reinen Mehrkanal (5.1/7.1) und Stereo-Betrieb. Für Ausstattungs-Freaks und Hightech-Cineasten ist der für rund 2.500 EUR angebotene 6400H das Richtige, für Audio-Gourmets die IOTAVX-Kombination. 

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Yamaha RX-A3070: Rund 2.500 EUR werden für den Neunkanal-Yamaha fällig. Keine elf Endstufen wie viele Konkurrenten, dafür DAB/DAB+ Tuner, exzellente DSP-Programme, tolle Steuerungs-App, XLR-Terminals und YPAO-Einmesssystem mit 64-Bit Genauigkeit. Klanglich sehr feinfühlig, gleichzeitig räumlich dicht und mit toller Staffelung bei verschiedenen akustischen Ebenen. Mit noch mehr Pegelfreude und nochmals besserer Grobdynamik setzt die IOTAVX-Kombination Akzente. Mehr Ausstattung und beinahe identisch gute Detaillierung bietet der überdies mit einer sehr guten Videosektion und Dolby Atmos/DTS:X Decodern ausgestattete Yamaha. 

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Auch für den Preis der IOATAVX-Endstufe, also für 1.199 EUR, gibt es schon hervorragende AV-Receiver, so den Pioneer SC-LX502 mit äußerst leistungsfähigen digitalen Endstufen. Hinzu kommen zahlreiche Netzwerk/Streaming/Multiroom-Optionen mit DTS Play-Fi, Google Chromecast und Fire Connect sowie Decoder für DTS:X  und Dolby Atmos sind an Bord. Überzeugen kann der SC-LX502 auch dank seines MCACC-Einmesssystems, das auch umfangreiche Nachbearbeitungsmöglichkeiten sowie sechs Speicherplätze für eigene Justagen zur Verfügung stellt. Klanglich agiert der SC-LX502 kraftvoll und dynamisch. Die Pegelfestigkeit der IOTAVX-Endstufe wird verständlicherweise nicht erreicht. Auch detailliert die IOTAVX-Kombination im Mehrkanal- und im Stereo-Betrieb besser. 

Fazit

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Wer auf Dolby Atmos und DTS:X verzichten kann, findet für knapp 800 EUR ein konkurrenzloses Angebot. Man bekommt zwar eine insgesamt eher sparsame Ausstattung, aber dafür eine Klangqualität, die sich mit doppelt so teuren Offerten locker messen kann: Die IOTAVX-Vorstufe brilliert ohne Einschränkung. Ein echtes "Dream-Team" bildet sie zusammen mit der bereits ausführlich von uns getesteten Siebenkanal-Endstufe aus gleichem Hause. Übrigens - nicht nur technisch-akustisch, sondern auch optisch bilden die Komponenten eine erstklassige Einheit. Rechnen wir die Preise von Vor- sowie Endstufe zusammen, kommen wir auf rund 2.000 EUR - und dafür spielt man gleich in der "Champions League" mit. Ein Volltreffer.

IOTAVX rockt den AV-Vorstufen-Markt: Erstklassige akustische Qualität und technische Hochwertigkeit für knapp 800 EUR
preisklassenreferenz
AV-Vorstufen
Test 26. Februar 2018

Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 26. Februar 2018

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