TEST: ELAC Debut Linie 5.1-Lautsprecherset – Stand-LS F5/Center C5/Regal-LS B5/Aktiver Sub S10

Elac Debut Linie Gruppenbild

Auf dem obigen Gruppenbild sind noch die beiden aktiven Subwoofer S10EQ und S12EQ aus der brandneuen ELAC Debut Linie by Andrew Jones – wir bedenken diese zwei Bassisten mit automatischer Einmessung in einem separaten Doppeltest und widmen uns im ersten Bericht über den neuen, hochwertigen Einstieg in die ELAC-Welt den Standlautsprechern F5 (758 EUR Paarpreis), dem Center C5 (249 EUR Stückpreis), der kleineren der beiden Regallautsprecher B5 (Paarpreis 318 EUR) und dem günstigsten aktiven Subwoofer S10 (Stückpreis 329 EUR). So kommen wir auf einen recht günstigen Preis von 1.654 EUR fürs komplette 5.1-Set. Viele Fragen kommen uns nun in den Sinn. Wir hier noch typische ELAC-Qualität geboten? Kann man mit neuen akustischen Bestleistungen in der Liga bis 2.000 EUR rechnen? Reicht der kleine und sehr preiswerte S10 Aktivsubwoofer aus, um dieses System im Bassbereich zu optimieren? Wir versuchen, auf diese Fragen im Laufe dieses Berichts Antworten geben zu können. Zunächst einmal halten wir fest, dass sich die Wahl der Farbe sehr einfach gestaltet: Es gibt die Debut Linie lediglich in „Schwarz Dekor“. 

Elac Debut Linie S10 Bassreflexrohr Front

Farblich zu den passiven Boxen passende Gestaltung der Bassreflexöffnung beim S10 Aktivsubwoofer

Elac Debut Linie F5 Hochtoener

Hochtöner nochmal mit eigenem Gitter. Titanfarbene Ringe rund um die Chassis

Elac Debut Linie B5 Anschluesse Bassreflexrohr

Gute Lautsprecherkabel-Anschlussterminals bei allen Debut-Lautsprechern

Starten wir und betrachten wir die Verarbeitung aller Lautsprecher. Optisch ist festzuhalten, dass ELAC hier eine zeitlose und eher klassische Optik gewählt hat. Die Verarbeitung ist, wie es der Preisklasse entspricht, natürlich deutlich weniger aufwändig als bei den größeren ELAC Lautsprecherserien ab der – gerade neuen – 200er Baureihe. Die Gehäuse sind eckig, und das im wahrsten Sinne. Gerundete Ecken findet man hier nicht, aber das ist in solchen Preisregionen auch nicht zu erwarten. Die Folierung ist dafür gut geworden, und auch das Oberflächen-Design der Folie sieht modern und schick aus. ELAC hat keine magnetisch haftenden Lautsprechergitter bei der Debut-Serie im Angebot, sondern konventionell befestigte Schutzwälle gegen Schäden an der Membran. Und hier müssen wir milde Kritik anbringen. So schön ist es, dass ELAC Metallstifte anbietet, um das Gitter hochwertig zu befestigen: Nicht ganz gelungen ist die Tatsache, dass diese Stifte nicht im Gitter, sondern in der Schallwand der Box stecken. Das hat zur Folge, dass derjenige Anwender, der die Debut-Lautsprecher ohne Gitter aufbauen möchte, immer auf die Stifte blickt, und nicht nur auf kleine unscheinbare Vertiefungen, in denen die Stifte verschwinden würden, wären sie direkt am Gitter. Und aufgrund der sauber gestalteten Schallwand wäre es bedenkenlos möglich – unter ästhetischen Gesichtspunkten – die Debut-Boxen ohne Gitter zu betreiben. Die hochwertig erscheinenden Chassis sind nämlich, das ist top für diese Preisliga, ohne sichtbare Schrauben in die Schallwand eingelassen. Titanfarbene Ringe rund um die Chassis, ein zusätzliches Gitter vor dem Hochtöner und die sichtbare Membranstruktur der Tief- und Mitteltöner sind weitere Merkmale, die beweisen, dass ELAC die für den Hersteller typische Hochwertigkeit auch in die gehobene Einstiegsklasse bringen möchte. Dafür sprechen auch die Lautsprecherkabel-Anschlussterminals. Sie sind solide und praktisch, allerdings gibt es auch bei der F5 Standbox keine Bi-Wiring-Anschlüsse. Aber, Hand aufs Herz – wer braucht das in diesen Preisklassen? Die F5 hat solide und optisch gut integrierte Standfüße, ebenso der nach unten abstrahlende aktive Subwoofer S10. Bei diesen beiden Komponenten können auch Spikes montiert werden. 

Elac Debut Linie F5 Gruppenbild

Klassik und Moderne optisch gut verbunden – die F5 aus der Debut Linie

Elac Debut Linie F5 Front Seitlich

2,5 Wege Bassreflex-Konstruktion

Elac Debut Linie F5 Rueckseite Seitlich

Zwei Bassreflexöffnungen auf der Rückseite

Elac Debut Linie F5 Tieftoener

3 x 130 mm Konusmembran bei der F5

Die Debut Linie F5 ist eine 2,5 Wege-Bassreflex-Standbox, die 14,9 kg wiegt und 965 mm hoch, 200 mm breit und 222 mm tief ist. Damit hat der klassisch geformte Standlautsprecher beste Chancen, noch als „wohnzimmerkompatibel“ durchzugehen. Bestückt ist der Schallwandler mit 3 x 130 mm Tiefton- bzw. Tief-/Mitteltonchassis und mit einem 25 mm Kalottenhochtöner. Die Übergangsfrequenzen gibt ELAC mit 100 und 2.600 Hz an. Der Frequenzbereich (nach IES 268-5) reicht von 42 Hz bis 20 kHz. Die Empfindlichkeit gibt ELAC mit 85 dB (2,83V/1m) an. Die F5 kann an Verstärkern mit 4 bis 8 Ohm verwendet werden. Die empfohlene Verstärkerleistung sollte pro Kanal zwischen 20 und 140 Watt betragen. Die Nennbelastbarkeit beträgt laut ELAC 55, die Musikbelastbarkeit 80 Watt.

Elac Debut Linie C5 Front Seitlich1

C5 Center ohne Gitter

Elac Debut Linie C5 Front Seitlich2

C5 Center mit Gitter

Elac Debut Linie C5 Rueckseite Seitlich

C5 Center von hinten

Elac Debut Linie C5 Hochtoener

Identischer Hochtöner beim Center

Elac Debut Linie C5 Oberflaechenfinish

Oberflächen-Finish

Der C5 Centerlautsprecher hat ein Gewicht von 8,2 kg und ist 200 mm hoch, 476 mm breit und 222 mm tief. Es handelt sich um eine 2-Wege-Bassreflex-Konstruktion mit 2 x 130 mm Tief-/Mitteltonchassis und einem 25 mm Kalottenhochtöner. Also demnach die identische Chassisbestückung wie bei der F5, was für ein gleichmäßiges und homogenes Klangbild im Mehrkanaleinsatz führen dürfte. Die Übergangsfrequenz liegt bei 3.000 Hz. Einen Frequenzbereichvon 48 Hz bis 20 kHz gibt der C5 wieder. Er weist eine Empfindlichkeit von 87 dB (2,83V/1m) auf und ist mit Verstärkern mit Impedanzen zwischen 4 und 8 Ohm kompatibel. Die empfohlene Verstärkerleistung: 20 bis 120 Watt pro Kanal. Die Nennbelastbarkeit liegt bei 50, die Musikbelastbarkeit bei 70 Watt. 

Elac Debut Linie B5 Gruppenbild

Die B5 Regalbox ist mit 342 mm Höhe, 200 mm Breite und 222 mm Tiefe recht kompakt

Elac Debut Linie B5 Rueckseite Seitlich

Rückseite

Elac Debut Linie B5 Hochtoener

Hochtöner

Elac Debut Linie B5 Tiefmitteltoener

Tiefmitteltöner

Die B5 ist, wie bereits weiter oben erwähnt, die kleinere der beiden Kompaktboxen aus der Debut Linie. Sie ist 324 mm hoch, 200 mm breit und 222 mm tief und somit recht klein. Sie wiegt pro Stück 6 kg. Bestückt ist sie mit einem 25 mm Hochtöner und einem 130 mm Chassis für den Tief- und Mitteltonberiech. Die Übergangsfrequenz liegt bei 3.000 Hz. Der darstellbare Frequenzbereich reicht von 44 Hz bis 20 kHz. Die Empfindlichkeit: 87 dB (2,83V/1m). Auch die B5 eignet sich für Verstärker mit einer Impedanz zwischen 4 und 8 Ohm, die vom Hersteller empfohlene Verstärkerleistung beträgt 20 bis 120 Watt/Kanal. Die Nennbelastbarkeit: 50 Watt, die Musikbelastbarkeit: 70 Watt. 

Elac Debut Linie S10 Front Seitlich

Der S10 ist würfelförmig (343 x 343 x 343 mm)

Elac Debut Linie S10 Rueckseite Seitlich

Von hinten

Elac Debut Linie S10 Tieftoener Unterseite

250 mm Basschassis, nach unten abstrahlend

Elac Debut Linie S10 Innenleben

200 Watt Leistung  der Bash-Endstufe und übersichtliches Layout

Elac Debut Linie S10 Anschluesse Bedienelemente Rueckseite

Die üblichen Einstelloptionen: Pegel, Übernahmefrequenz, Phase (0/180 Grad), An-/Abschaltautomatik

Der S10 Aktivsubwoofer wiegt 12 kg und ist mit Abmessungen von 343 x 343 x 343 mm exakt würfelförmig. Der Basslautsprecher eignet sich laut ELAC ideal für kleinere Räume und offeriert 200 Watt Leistung, die von einer digitalen Bash-Endstufe an ein 250 mm Basschassis übertragen werden, das nach unten (Downfire) abstrahlt. Die Übergangsfrequenz ist zwischen 50 und 150 Hz einstellbar, der Frequenzbereich geht von 35 bis 150 Hz. 

Klang

Als AV-Receiver setzen wir auf einen sehr leistungsstarken Denon AVR-X6200W.

Zu Beginn hören wir in DTS-HD Master Audio „Back In Your Head“ von Tiesto. Dieser Track befindet sich auf der BD „Elements Of Life, Copenhagen“, und in diesem 2-Disc-Set auf der zweiten Disc. Und höre da – die Debut-Lautsprecher können sich mit einem geschlossenen Klangbild ebenso gelungen in Szene setzen wie mit einem impulstreuen, harten und soliden Bass. Der kleine S10 Aktivsubwoofer überrascht uns, wenn wir nur hören, ohne ihn zuvor gesehen zu haben, sind wir vom klaren sowie kraftvollen Bass überrascht. Ideal sind Hörräume mit einer Größe von knapp 15 bis knapp 25 Quadratmeter für dieses Set. Andrew Jones legte bei der Entwicklung und akustischen Ausrichtung dieser Lautsprecher offensichtlich größten Wert auf hohe akustische Harmonie auch bei beachtlichem Pegel. Nie wird der Klang unangenehm, zu spitz oder gar aggressiv. Dafür opferte ELAC etwas maximale Brillanz im Hochtonbereich. Wir finden diese Auslegung aber gerade bei relativ günstigen Lautsprechern durchaus sinnvoll. Das einzige, was gleich erwähnt werden muss: Einsteiger-AV-Receiver sind kaum für eine Zusammenarbeit geeignet. Dazu ist der Wirkungsgrad der Debut-Schallwandler etwas zu gering. Man sollte schon auf einen AVR der 500 bis 700 EUR-Liga gehen, dann hat man eine stimmige Kombination. Mehr über den richtigen AV-Receiver lesen Sie hier. Beim Tiesto-Track lassen sich die ELAC-Schallwandler jedenfalls kaum etwas vorwerfen. Solide Surroundakustik, gelungene Front-Surround-Balance und eine ansprechende Pegelfestigkeit – ein ordentliches „Debüt“ sozusagen.

Als nächster Titel, wiederum in DTS-HD Master Audio, steht „The Sun Always Shines On TV“ auf dem Programm. Dieser Track ist auf der „Ending On A High Note“-Blu-ray von a-ha, 2010 im Oslo Spektrum fand das Konzert statt. Und wir sind ein weiteres Mal angetan – sehr stimmig werden die lebhaften Beifallsbekundungen der Fans zum Besten gegeben. Die Drumsticks kommen sehr gut heraus bei den Probeschlägen. Der Aufbau des Liedes gelingt mit sorgfältig arrangierter Kulisse, die Stimme von Morten Harket wirkt sehr plastisch. Bedingt durch die identische Bestückung mit Chassis, liefert da ELAC Debut Set eine sehr homogene, in sich schlüssige Vorstellung ab. Das Einzige, was teurere Lautsprecher wirklich besser machen: Es gibt mehr Auflösung und Strahlkraft im Hochtonbereich. Aber es sollte jedem Anwender klar sein, dass er bei einem Marken-5.1-Ensemble für nicht einmal 1.700 EUR irgendwo Abstriche machen muss. Was uns immer wieder auffällt: Der Center integriert sich enorm gut zwischen die beiden F5 Standlautsprecher, hier bleibt aus akustischer Sicht praktisch keine Lücke frei. Wie präzise der Synthesizer präsentiert wird, verdient ebenfalls Lob. Die E-Gitarre ist sehr gut eingearbeitet, lässt nur das letzte Bisschen Fetzigkeit etwas vermissen.

In PCM 5.1 lauschen wir nun „Romanza“ von Andrea Bocelli. Die Stimme des italienischen Tenors kommt ausgezeichnet heraus – interessanterweise wirken die Höhe hier recht detailreich. Die Auflösung ist für die Preisklasse prima. Selbst, als Andrea die Stimme erhebt und wir mit hohem Grund-Lautstärkepegel fahren, kippt das Klangbild nicht. Die Streicher und auch die anderen Instrumente werden akkurat eingearbeitet und verlieren gegenüber der fokussierten Stimme nicht unpassend am Gewicht. Ingesamt die bislang beste Vorstellung des ELAC Debut-Lautsprechersets. Hier könnte man denken, selbst mit einiger Hörerfahrung, einem deutlich teureren Schallwandler-Set zu lauschen. All das, für was ELAC beim Klangliebhaber bekannt ist, findet sich hier: Pegelfestigkeit, Klarheit, eine angenehme Auslegung und ein solides, aber nie überzogenes Fundament, Eine Frage, die wir zu Beginn stellten können wir sogleich beantworten: Im Hörraum bis knapp 25 Quadratmeter kann man, möchte man nicht mit extrem hoher Lautstärke hören, bedenkenlos den kleinen S10 Aktivsubwoofer nehmen.

Was können die Debut-Lautsprecher im Filmtonbetrieb? Wir haben „Das Bourne Vermächtnis“ in den Panasonic DMP-BDT375 eingelegt und hören nun gespannt zu. Wir verwenden die englische DTS-HD Master Audio-Tonspur. Das vierte Kapitel läuft, und die Propeller-getriebene Drohne startet. Die Geräuschkulisse kommt sehr genau heraus, und der Music Score wird mit erstaunlich tiefer Raumwirkung wiedergegeben. Die Stimmen sind klar verständlich, nur das letzte Bisschen Charismatik fehlt – ein Tribut an die Preisliga. Als Aaron Cross seinen Löffel weglegt, wird auch dieser sehr kleine Effekt tadellos eingearbeitet. Demnach sind auch ruhige Szenen, von Umgebungsgeräuschen und Dialogen getragen, gut geeignet, um festzustellen, dass das Debut-Set in der Lage ist, eine überraschend hohe atmosphärische Dichte zu schaffen. Im 5. Kapitel dann fliegt die Blockhütte in die Luft, ein sehr nachdrücklicher Effekt, der vom kleinen aktiven Subwoofer und den beiden Frontlautsprechern souverän wiedergegeben wird. Ohne Nachschwingen, mit stabilem, trockenem Bass, machen sich die Elac-Boxen ans Werk. Die Dichte der gesamten Wiedergabe ist auch hier hoch, man wähnt sich schon in einer normalen 5.1 Konstellation mitten im Geschehen. Die Flucht von Aaron bei starkem Schneefall durch die Wälder wird mit sehr sauber arrangierten Spannungsbogen dargeboten, die Dialoge in der Kommandozentrale kommen exakt zur Geltung. Fest steht – schon nach diesen Eindrücken können wir sagen, dass die Debut-Serie auch Freude von aktuellen Action-Filmen glücklich macht. Die dynamischen Differenzen zwischen leisen und sehr effektreichen Sequenzen werden glaubhaft dargestellt. Durch die auf Homogenität getrimmte Gesamt-Auslegung sind die Debut-Lautsprecher sehr gut auch für den mehrstündigen Filmgenuss geeignet. 

In Dolby True HD liegt die englische Tonspur von „Batman – The Dark Knight“ vor. Hier ist es schade, dass wir nicht noch die A4 Top Firing Module aus der Debut-Serie bekommen haben, denn dann hätte man hier einen schönen Upmix durchführen können. Sehr beeindruckend ist die Akustik aber auch so bereits. Der trocken ausgelegte aktive Subwoofer stellt die ersten beiden massiven Bassschläge ganz am Anfang gelassen und mit hoher Impulstreue dar. Die bedrohliche Atmosphäre wird sehr gut verdeutlicht. Als die Glasscheibe im Wolkenkratzer herausgesprengt wird, kommt dieses Geräusch enorm realistisch zur Geltung, ebenso wird die Aktion, als die Gangster sich im Stahlseil auf die andere Straßenseite in luftiger Höhe begeben, detailreich klanglich dargestellt. Selbst die Schritte die Treppe zur Schalterhalle der Bank hinauf werden authentisch verarbeitet. Dass die Schalterhalle sehr weitläufig ist, entgeht dem Zuhörer nicht, denn den leichten Hall, auch bei den Stimmen und Schreien offensichtlich, stellen die Debut-Lautsprecher gekonnt dar. Als der erboste Filialleiter das Feuer mit der Pumpgun eröffnet, haben die Schüsse eine massive, sehr dynamisch vorgebrachte Durchschlagskraft. Das Bohren am Tresor, ein kleinerer Effekt, inklusive Aufsetzen des Bohrers werden ebenso präzise und sauber übertragen. 

Im Stereobetrieb liefert die beiden F5 gute Leistungen ab. Bei Wolfgang Amadeus Mozarts Violinenkonzert Nummer 4 in D-Dur (KV 218, PCM 192 kHz) beim 1. Allegro wird eine tadellose Gesamtdynamik geboten, auch das Fundament bei den orchestralen Einsätzen ist wirklich als gut zu bezeichnen. Dass die Debut-Serie der Einstieg in die ELAC-Klangwelt ist, verdeutlichen die Violinen-Soli: Fürs investierte Geld ausgezeichnet, absolut gesehen geht hier hinsichtlich Auflösung und Feindynamik aber noch deutlich mehr, wie unsere im Heimkino verbaute ELAC FS 409 eindrucksvoll verdeutlicht. Wer aber in durchaus leicht gehobener Qualität Stereo hören möchte, ohne enorm viel Geld zu investieren, fährt mit den beiden F5 aber tadellos. Wir hören noch in normaler CD-Qualität die Extended Version von „Das Omen“ (Mysterious Arts). Und hier geben die F5 richtig Gas. Obwohl das Quellmaterial nicht besonders hochwertig ist, kann man mit einem lebhaften und räumlich gut gestaffelten Sound rechnen. Der straffe, nicht unangenehm nachschwingende Bass, bedingt durch die relativ hart aufgehangenen Membranen, runden unsere Eindrücke ab.

Fazit

Elac Debut Linie C5 Hochtoener

ELAC liefert mit der Debut-Serie eine rund sowie homogen klingende Lautsprecher-Baureihe an die Kunden aus. Als 5.1-Ensemble kostet unser Test-Set keine 1.700 EUR. Dafür wird eine authentische Räumlichkeit, eine sehr anständige Pegelfestigkeit und ein hervorragender Bass offeriert. Ganz gleich, ob F5 und S10, oder nur die F5: Der Bass ist impulstreu, straff und bringt auch bei gehobener Lautstärke genug Durchsetzungskraft mit. Bedingt durch die gelungene akustische Gesamtauslegung, eignen sich die ELAC Debut-Boxen für Musik- und Filmtonwiedergabe gleichermaßen gut. 

Akustisch stark, solide und preiswert – die Debut-Serie markiert einen vollauf gelungenen Einstieg in die ELAC-Klangwelt
ueberragend
Mehrkanal-Lautsprechersets bis 2.000 EUR
Test 24. November 2015

+ Räumlichkeit
+ Exzellente Basswiedergabe von S10 und F5
+ Stimmen sehr gut verständlich
+ Sehr angenehme Auslegung auch beim mehrstündigen Hören
+ Tadellose Pegelfestigkeit
+ Gute Verarbeitung
+ Günstiger Preis

– Wirkungsgrad nur durchschnittlich
– Nur eine Farbvariante lieferbar

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 24. November 2015 




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