SPECIAL: Sensationsfund – 2.000 Jahre alte Schallplatte entdeckt

Bei einer archäologischen Rettungsgrabung auf dem zukünftigen Gelände der neuen Firmenzentrale von Nubert wurde ein antikes Audiodokument in Form einer Tonscheibe gefunden. Handelt es sich um den ersten Fund einer antiken Schallplatte?

Seit Beginn des Jahres baut der schwäbische Lautsprecherhersteller Nubert in seiner Heimatstadt Schwäbisch Gmünd ein neues Entwicklungs-und Logistikzentrum. Der Baufortschritt kam jedoch unerwartet zu einem Halt, als Mitarbeiter der beauftragten Tiefbau-Firma auf antike Mauerreste und bemerkenswert aussehende Tonscherben stießen. Den Verantwortlichen war schnell klar, dass es sich hier um erhaltenswerte und wissenschaftlich wertvolle Fundstücke handeln muss. Ein sofortiger Baustopp wurde verordnet und entsprechende offizielle Stellen informiert.

Der ursprüngliche Fundort des mysteriösen Objektes

Das Remstal, in dem auch Schwäbisch Gmünd liegt, ist längt als römisches Siedlungsgebiet bekannt. Vom 2. bis 3. Jahrhundert befand sich dort ein Abschnitt des Grenzwalls Limes, so dass die Vermutung nahe lag, dass auch bei den neu entdeckten Fundstücken ein römischer Ursprung vermutet wurde. Die Aalener Limesvereinigung zeichnete sich verantwortlich für die sehr kurzfristig organisierte Rettungsgrabung, bevor das Gebiet neu überbaut wird.

Grabungsleiter Magnus Sonus bestätigte, das sich unter den zutage geförderten Fundstücken auch ein besonders mysteriöses Objekt befindet, dass als „eine Art antike Schallplatte“ bezeichnet wird. Ursprünglich wurde die Tonscheibe als religiöses Kultobjekt oder astrologisches Werkzeug identifiziert, diese ersten Annahmen mussten aber schnell überworfen werden. Erst mithilfe einer Laserabtastung offenbarte sich das wahre Gesicht des Objektes. „Folgt man den ringförmig angeordneten Vertiefungen und bildet diese grafisch ab, ergibt sich daraus ein Bild, das einem modernen  Oszillogram verblüffend ähnlich sieht“, so Sonus. Tatsächlich gelang es den Wissenschaftlern eine Klangdatei zu generieren. Es handelt sich somit tatsächlich um das erste Tondokument aus der Antike!

Stolze Bauherren mit Grabungsleiter Magnus Sonus

Die Geschichte der mechanischen Schallaufzeichnung muss komplett umgeschrieben wurden. Die bisherige Anname, dass Edison und Martinville diese erst im 19. Jahrhundert erfunden haben, kann nicht mehr als richtig gelten. Günther Nubert, Geschäftsführer der Nubert Speaker Factory und gleichzeitig Bauherr, geht in seinen Annahmen sogar so weit, dass Schwäbisch Gmünd bereits in der Römerzeit ein HiFi-Zentrum gewesen sein könnte.

In Zusammenarbeit mit Nubert bittet die Aalener Limesvereinigung nun um Mithilfe. Die Tondatei, bei der es sich um eine Musikaufnahme mit Sprechgesang handelt, steht als MP3-Datei zum Download bereit. Wer kann die verwendete Sprache identifizieren und möglicherweise sachdienliche Hinweise liefern? Die Tonaufzeichnung kann hier heruntergeladen werden: Klick!

 

Special: Philipp Kind
Datum: 01.04.2016




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