XXL-TEST: Sony HT-A5000 - 5.1.2-All-In-One-Soundbar mit hochwertigem Digital-Processing und zahlreichen Surround-Optimierern

Mit der Sony HT-A5000 haben wir die nächste laut Datenblatt sehr interessante Soundbar für einen Test erhalten.

Beim Testmodell handelt es sich um eine 5.1.2 Dolby Atmos Soundbar mit 360 "Spatial Sound Mapping" (wenn man die optional erhältlichen Wireless Rear-Speaker dazukauft) sowie dem mittlerweile üblichen Decoding von DTS:X und Dolby Atmos. Der optisch wenig spektakuläre Sony-Soundriegel ist ausschließlich in der von uns getesteten schwarzen Farbvariante für 799 EUR Kaufpreis erhältlich. Die HT-A5000 wird ohne Subwoofer und ohne Wireless-Rearspeaker geliefert, kann aber durch die optional erhältlich Rear-Lautsprecher SA-RS3S (499 EUR) und den Subwoofer SA-SW3 (499,99 EUR) zu einem Surround-Set erweitert werden. 

Die Sony Soundbar unterstützt wie schon erwähnt die objektbasierten Audiotechnologien Dolby Atmos- und DTS:X, und um eine glaubhafte Dolby-Atmos Wiedergabe zu ermöglichen, besitzt die Soundbar zwei real vorhandene Top-Firing Module auf der Oberseite, um Deckenreflektionen zu nutzen. Weiterhin verfügt die Soundbar über zwei sogeannte "Beam"-Hochtonlautsprecher, drei Front-Lautsprecher sowie zwei integrierte Subwoofer für den Tieftonbereich. Die Dolby Atmos Speaker, die drei Front-Lautsprecher sowie die zwei integrierten Subwoofer haben eine im Sony-Jargon "X-Balanced Speaker Unit" genanntes Layout. Durch die Rechteckform wird der Membranbereich für kräftigere Bässe maximiert, so der Hersteller. Die Auslenkung wird bei gleichbleibendem Schalldruck für weniger Verzerrungen und klare Stimmen verringert. 

Wie bei allen großen TV-Herstellern mittlerweile üblich, verfügen die Soundbars in Verbindung mit ausgewählten Fernsehern aus dem eigenen Hause über spezielle Funktionen. So auch bei Sony, bei Anschluss an einem BRAVIA Fernseher mit Acoustic Center Sync werden sowohl die Soundbar als auch der Fernseher als Center-Lautsprecher in einem Home Entertainment-Systems verwendet. 

Damit der Klang bestmöglich an den Raumgegebenheiten angepasst werden kann, verfügt die HT-A5000 über eine Raumkalibrierung, die im On-Screen Menü durchführbar ist - wir werden diesen Prozess auch mittels Screenshots beschreiben. Hier kurz das Wesentliche: Durch ein in die Soundbar integriertes Mikrofon wird der Raum analysiert und entsprechende Algorithmen sorgen dabei für eine Anpassung der Soundbar-Akustik an den Hörraum.

Weitere Ausstattungsmerkmale umfassen ein WiFi-Modul, AirPlay 2, Bluetooth, Chromecast Built In, Spotify Connect sowie High-Res Audio mit einer Abtastrate von bis zu 24 Bit/96kHz. Ebenfalls mit an Bord ist der Support für Sony 360 Reality Audio.

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360 Reality Audio von Sony verwendet objektbasierte, räumliche Audiotechnologie, um Stimmen, Chor und Instrumente mit Positionsdaten zu versehen und in einem sphärischen Raum zu platzieren. Beim Hören soll man sich durch das "Rundum-Erlebnis" wie in einer Live-Darbietung fühlen. Das Konzept hat Unterstützung von Branchenpartnern und Künstlern erhalten und gemeinsam mit den großen Plattenfirmen (Sony Music Entertainment, Universal Music und Warner Music), Live Nation sowie Musik-Distributionsdiensten gibt es ein musikalisches Ökosystem rund um 360 Reality Audio. Dies umfasst sowohl die Produktion, die Distribution als auch die Wiedergabe von Musik. Bei Tidal z.B. sind entsprechende Titel verfügbar - demnach braucht man sowohl einen Titel in 360 Reality Audio als auch ein kompatibles Wiedergabe-Device.

Frontansicht der Sony HT-A5000

Zurück zum Testkandidaten. Mit einer Länge von 120 cm, eine Höhe von ca. 6,5 cm und eine Tiefe von knapp 14 cm ist die Soundbar durchaus ausladend und bringt 6,1 kg auf die Waage. Aufgrund der stattlichen Abmessungen ist die HT-A5000 das perfekte Ausgabeorgan für TV-Größen ab 55 Zoll. Gestaltet ist die Soundbar in einem schwarzen Kunststoff-Finish, die Lautsprecherchassis werden von einen massiven Metallgitter geschützt. Der 9-Kanal-Digitalverstärker der Soundbar liefert eine Maximalleistung von 450 Watt, was für mittelgroße Räume ausreichen sollte.

Die Soundbar ist mit Google Assistant-fähigen Geräten mit Chromecast built-in sowie mit Amazon Alexa-fähigen Geräten kompatibel, ebenso zu Apple Siri. Dadurch kann zum Beispiel die Anwahl der Lieblingstitel von Spotify & Co. mit der Stimme gesteuert werden. 

Die Sony HT-A5000 schleift über HDMI 8K-Quellen, 4K/120Hz-Inhalte, einschließlich der zusätzlichen Codierung in HDR10, HLG und Dolby Vision, durch.

Ebenfalls unterstützt die Sony HT-A5000, im Zusammenspiel mit den optional erhältlichen Rearlautsprechern, Sonys 3D-Klangtechnologie 360 Spatial Sound Mapping. Dafür ist eine automatische Raumeinmessung mittels der Soundbar nötig und das System erzeugt zahlreiche virtuelle Phantom-Speaker, um ein optimiertes und weitläufiges Klangbild zu erschaffen. Diese Funktion ist aber laut Sony nur mit den optionalen Rearlautsprechern möglich und somit für unseren Test, nicht von Bedeutung.

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Insgesamt aber gibt es zahlreiche virtuelle Surrounderzeugungs-Basistechnologien, die man alle verwenden kann: S-Force PRO, die Vertical Surround Engine, Dolby Speaker Virtual, Dolby Surround sowie DTS Neural:X.

Top-Firing Module für eine realistische Dolby-Atmos Wiedergabe 

Mithilfe von Edge-KI (Künstliche Intelligenz) werden komprimierte Musikdateien durch DSEE Extreme (Digital Sound Enhancement Engine) in Echtzeit optimiert. Die dynamische Erkennung von Instrumentierung, Musikstil und weiteren Eigenschaften jedes Titels (wie Gesang oder Pausen) stellt das Auflösungsvermögen hoher Frequenzen, welches bei der Komprimierung verloren geht, wieder her. Nochmals eingehen möchten wir auf die weiter oben bereits erwähnte Vertical Surround Engine und S-Force PRO Front-Surround. Mit Hilfe dieser Features erzeugt die Soundbar intensiven virtuellen Surround Sound aus allen Richtungen. Unter Verwendung der Front-Lautsprecher reproduziert die digitale Klangfeld-Verarbeitungstechnologie von Sony ein realistisches Surround Sound-Schallfeld - dies alles wird dem Anwender versprochen, demnach ist die Soundbar ein wahres digitales Wunderwerk. Wie sie tatsächlich klingt, dazu später mehr. 

Touchsensoren auf der Oberseite der Soundbar

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Auf der Oberseite der Soundbar sind zahlreiche Bedienelemente untergebracht. So finden wir hier Berührungssensoren für das Ein- und Ausschalten der Soundbar, Sensoren für die Eingangswahl sowie für die Bluetooth Verbindung. Der darauffolgende Sensor ist interessant für die Wiedergabe von Spotify. Wird der HT-A5000 Musik von Spotify zugespielt, kann die Wiedergabe durch Betätigen fortgesetzt werden, ohne dabei die Spotify App öffnen zu müssen. Leider funktionierte dies in unserem Fall  nicht. Weiterhin lokalsieren wir auf der Oberseite zwei Berührungssensoren für die Lautstärkeregelung. Die Sensoren reagieren sehr schnell auf auszuführende Befehle.

typische Sony-Remote, aus schwarzem Kunststoff gefertigt

Dem Lieferumfang liegt eine aus schwarzem Kunststoff gefertigte Fernbedienung bei. Damit können aus der Ferne die verschiedenen Eingänge anwählen sowie die Lautstärke einstellen. Werden die optionalen Rearspeaker verwendet, kann man die Lautstärke ebenfalls über die Remote anpassen. Zudem ist es möglich, den Pegel eines etwaig vorhandenen Subwoofers zu justieren. Weitere Einstellmöglichkeiten in Form eines Dimmers, einer Mute-Schaltung et cetera sind mit der Fernbedienung ebenfalls möglich. Betätigt man die SOUND FIELD Taste, wird der Ton mit entsprechendem Raumklangeffekt wiedergegeben und erklingt dadurch räumlicher und, wie wir finden, tonal etwas heller. Für High-Resolution Wiedergabe sollte SOUND FIELD ausgeschaltet sein. 

Einfarbiges Display an der Front der HT-A5000

Etwas außerhalb des Mittelteils an der Front der Soundbar befindet sich ein Punktmatrix-Display. Dieses informiert mittels Laufschrift über den gewählten Eingang sowie die Lautstärke. Das Display ist sehr einfach gestaltet, erfüllt aber seinen Zweck und ist gut ablesbar sowie dimmbar.

Die Sony HT-A5000 verfügt über eine gute Verarbeitungsqualität

Seitliche Bassreflexöffnungen in der Detailansicht

Die Rückseite des Klangriegels

In diesem Abschnitt möchten wir uns nun der Rückseite der Sony Soundbar zuwenden. Im rechten Teil der Rückansicht befindet sich die Anschlusssektion, dort befindet sich ein HDMI-Eingang für externe Zuspieler wie z.B. Blu-ray- Player oder Spielkonsolen. Zudem befindet sich in der Anschlusssektion ein HDMI-Port für die Verbindung zum TV, dieser unterstützt eARC und ARC.

Die "S-Center-Speaker-In" Buchse, dient für den Anschluss an einem BRAVIA Fernseher mit Acoustic Center Sync. Dadurch werden die Lautsprecher des TVs in das Klanggeschehen mit eingebunden und sollen in Zusammenarbeit mit der Soundbar ein stimmigeres Klangbild erzeugen, wie weiter oben schon kurz angesprochen. Weiterhin besitzt die HT-A5000 einen optischen Digitalausgang, für eine Verbindung zum TV mittels Lichtleiterkabel. Zudem befindet sich in der Anschlußsektion ein USB-Anschluss, um ein USB-Speichergerät zu verbinden.

Anschlußsektion Teil 1

Anschlußsektion Teil 2

Gewindebohrungen auf der Unterseite für die Winkel für die Wandmontage

Wer die Sony HT-A5000 direkt an die Wand und am besten unter dem TV montieren möchte, für den liefert Sony einen Satz Haltewinkel aus Metall mit. Auf der Unterseite stehen verstärkte Gewindebohrungen für das Befestigen der Haltewinkel aus Metall zur Verfügung. Damit ist eine solide und sichere Befestigung gewährleistet.

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