XXL-TEST: Nubert nuBoxx AS-225 max - ein nahezu optimaler HiFi-/TV-Aktivlautsprecher für knapp 500 EUR

Für 498 EUR ist der brandneue Nubert nuBoxx AS-225 max HiFi-/TV-Akitvlautsprecher erhältlich, und zwar wahlweise in weißer oder schwarzer, grundsätzlich zurückhaltend-matter Gehäusevariante. Er ist eine gründlich überarbeitete und erweiterte Version des nuBox AS-225 HiFi-/TV-Aktivlautsprechers an, den wir bei uns im Test hatten und der für 398 EUR noch bei Nubert zu haben ist. Unterschiede finden sich darin, dass das neue Produkt auch Decoder für Dolby Digital (kein DTS leider) mitbringt, überdies wurde die DSP-Sektion überarbeitet.

Nubert nuBox AS-225

Anstatt DSP-Modi für Movie und Music bringt das neue Gerät nun zwei unterschiedlich intensive "Wide" Modi mit. Nach wie vor gibt es eine DSP-Betriebsart, die auf besonders gute Sprachverständlichkeit ausgelegt ist (Voice + Modus).

Technische Eigenschaften und Verarbeitung

Rückseite mit zwei Bassreflex-Öffnungen

Wie es sich für ein Nubert-Produkt gehört, ist die nuBoxx AS-225 max sehr gut verarbeitet und gefällt uns mit der schlichten Optik gut. Das Stoff-Abdeckgitter ist hochwertig ausgeführt und transparent, sodass man alle LED-Arrangements sehr gut auch durchs Abdeckgitter erkennen kann. Auch die Bedienung mittels Fernbedienung leidet nicht, wenn das magnetisch haftende Gitter angebracht ist.

Sehr gute Detailverarbeitung

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Füße

Das eigentliche Gehäuse ist mit einer speziellen, etwas altbacken wirkenden Strukturoberfläche versehen, die aber als Pluspunkt robuste Alltagseigenschaften bietet. Hier nisten sich nicht so schnell hässliche Kratzer ein. Die mit gleichbleibendem Spaltmaß ans Gehäuse montierte Schallwand ist mit mattem schwarzen Lack bezogen.

25 mm Hochtöner

225 mm Tiefmitteltöner

Die einzelnen Chassis sind solide und exakt eingepasst, die Schrauben bei den Tief-/Mitteltonchassis (2 x 118 mm mit Polypropylen-Membran) sind sichtbar, bei den Hochtönern (2 x 25 mm mit Seidenkalotte) finden sich keine sichtbaren Schrauben. Auch die Metallplatte, auf der sich die LEDs und der Dreh-/Drückregler befinden, ist mit vier Schrauben an der Schallwand befestigt.

Mit einer Höhe von 12,9 cm, einer Breite von 60 cm und einer Tiefe von 34 cm (mit Frontabdeckung) erweist sich die nuBoxx AS-225 max als kompakt. 9,3 kg wiegt sie. Man sollte sich von diesen kompakten Abmessungen aber nicht täuschen lassen, denn im Inneren arbeiten kräftige Verstärker mit einer Nennleistung von 4 x 30 Watt und einer Musikleistung von 4 x 45 Watt. Das sind gute, und wie man bei Nubert weiß, auch ehrliche Werte. Eine ebenfalls für die Schwaben typische Softclipping-Schalter verhindert größere Verzerrungen.

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Frequenzen zwischen 36 Hz und 22 kHz gibt der nuBoxx AS-225 max Aktivlautsprecher wieder. Verarbeitet werden Dolby Digital (AC-3) Signale und PCM (bis 96 kHz/24-Bit). Nubert zeigt sich großzügig beim mitgelieferten Zubehör. Dieses umfasst auch ein 1,5 Meter langes HDMI-Kabel und ein 1,5 Meter langes optisches Digitalkabel. So kann es sofort losgehen, wenn man den HiFi-/TV-Aktivlautsprecher ausgepackt hat. 

Anschlüsse

Verbindungsauswahl

Hinten untergebracht sind ein Stereo-Cinch-Anschluss, ein optischer und ein koaxialer Digitaleingang, HDMI 2.1 mit eARC, sowie ein Pre-Out für den kabelbasierten Anschluss eines aktiven Subwoofers. Hinzu kommt Bluetooth 5.0 mit aptX HD und AAC.

Bedienung

Dreh-/Drückknopf

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Man kann den HiFi-/TV-Aktivlautsprecher über den Dreh-/Drückknopf steuern, der zentral auf der Frontblende untergebracht ist. Rund um dieses multifunktionale Bedienelement gruppieren sich zahlreiche LEDs, die in unterschiedlichen Farben und Formen leuchten und für unterschiedliche Bedienprozesse - Eingangswahl, Klangeinstellung oder Justage des Wide-Effekts - zuständig ist. Der nuBoxx AS-225 max liegt aber auch eine exzellente Fernbedienung bei, die deutlich über dem Level liegt, den die meisten Konkurrenz-Remotes schaffen. Die solide Nubert-Fernbedienung ermöglicht eine komfortable Bedienung aller Prozesse vom Hörplatz aus.

Fernbedienung

Damit man jedoch versteht, welche Funktion gerade angewählt ist und bearbeitet werden kann, sollte man sich einmal genauer mit der Remote und den LEDs rund ums Dreh-/Drück-Bedienelement auseinander gesetzt haben. Oben links auf der Fernbedienung ist der Standby-Knopf, oben rechts die Mute-Taste. Darunter ist die Taste "Tone". Mittels dieser werden die akustischen Regelmöglichkeiten aufgerufen, der Wechsel zwischen den verschiedenen Parametern ist ebenfalls möglich. Rechts neben der Tone-Taste sind die "Tone Level" Bedienelemente, mit diesen regelt man die Intensitiät des jeweiligen Parameters. Grüne LEDs stehen für die Regelung des Bassbereichs. Hier kann man in einem Einstellbereich zwischen +/- 10 dB die Bass-Intensität einstellen. Blau steht für die kombinierte Einstellung von Mitten/Höhen im gleichen Einstellbereich. Rot symboliert die eingebaute Loudness-Funktion. Zwei rote LEDs unten links und rechts zeigen, dass die Loudness-Funktion inaktiv ist. Fünf leuchtende halbkreisförmige rote LEDs stehen für die aktivierte Loundness-Funktion, die durchaus mehr Klangvolumen und auch eine gute Dynamik selbst bei höherem Pegel ermöglicht.

Unterhalb der Tone-Taste ist der Knopf für die "Wide" Funktion. Rechts und Links des Drehrades auf der Front leuchten nur zwei hellblau-weiße LEDs - die "Hörizonterweiterung" ist deaktiviert. Leuchten jeweils drei LEDs links und rechts des Reglers, findet eine "dezente Raumerweiterung" statt, die wir als äußerst gelungen empfinden und auch für die Testreihen verwendet haben. Leuchten fünf LEDs links und rechts, ist laut Nubert eine "deutliche Raumerweiterung" aktiv. Diese ist unserer Ansicht nach manchmal des Guten etwas zu viel, da Tonalität und Präzision im Gegensatz zur dezenten Variante etwas beeinträchtigt werden. Leuchten links und rechts jeweils eine LED und oben drei Stück, ist die Voice + Funktion mit der Fokussierung auf Sprachwiedergabe in Betrieb. Unten auf der Fernbedienung finden sich drei Speicherplätze, auf der Klang-Presets abgelegt werden können. Die jeweilige Preset-Taste muss für drei Sekunden zum Abspeichern gedrückt werden. Möchte man die jeweilige Einstellung aufrufen, reicht ein kurzer Tastendruck. 

Lautstärkeregelung mit weißen LEDs, wenn der koaxiale Digitaleingang verwendet wird

Weiße LEDs ums zentrale Bedienelements, zeigen anhand ihrer Anzahl die gerade aktuelle Lautstärke an. Diese wird mit der präzisen "Volume" Wipptaste auf der Fernbedienung geregelt. Wahlweise kann man natürlich auch den gerasterten drehknopf auf der Gerätefront wählen, dessn Haptik aber schon als sehr einfach wahrgenommen wird, daher bevorzugen wir die Fernbedienung. 

Nun fehlen nur noch die direkten Eingangswahltasten, die ebenfalls auf der Fernbedienung enthalten sind. Ist HDMI aktiv, leuchtet eine violette LED. Eine weiße LED steht für die Verwendung des koaxialen Digitaleingangs. Rot entspricht dem optischen Digitaleingang. Grün symbolisiert den analogen Aux-Eingang, und, natürlich Blau steht für Bluetooth. Auf der Fernbedienung ist noch die "Pairing" Taste für das Einrichten einer Bluetooth-Verbindung mit Tablet oder Smartphone. 

Klang

Blu-ray Mission Impossible, Phantom Protocol: Wir starten mit Kapitel 9, das in Dubai spielt. Den Music Score gibt der schwäbische Aktivlautsprecher sauber wieder, mit einer erstaunlich breiten räumlichen Wirkung. Die Dialoge im Land Rover kommen klar und mit guter Herausarbeitung stimmtypischer Charakteristika zur Geltung. Auch das plötzliche Ausweichmanöver wegen auftauchender Kamele wirkt realistisch, und als nun wieder der Music Score mit viel Dynamik ertönt, handhabt der nuBoxx AS-225 max diese Herausforderung gelassen.

Überrascht hat uns, wie detailreich und klar auch Einzelheiten (z.B. Tippen auf dem Smartphone-Bildschirm und daraus resultierende Bestätigungstöne herausgearbeitet werden. Gleichzeitig gibt es richtig Kraft bei größeren und großen Effekten. Im nächsten Kapitel muss sich Ethan außen am Burj Khalifa mittels Spezialhandschuhen zum exzellent gesicherten Serverraum durchschlagen. Die Geräusche der Handschuhe wirken sehr authentisch, wieder ein Beleg für die Detailfreude des AS-225 max. Auch der Music Score wird, parallel zu den Bemühungen Ethans, in den Serverraum zu gelangen, ein weiteres Mal prima eingebunden. Das heftige Wehen des Windes in der schwindelerregenden Höhe umgibt den Zuhörer komplett, wenn man nicht zu weit entfern (ideal 3 bis 4 Meter) vom HiFi/TV-Aktivlautsprecher entfernt sitzt.

Der Sandsturm ist einige Kapitel weiter mitten in der Stadt, und Ethan verfolgt bei miserablen Sichtverhältnissen seinen Widersacher. Hupende Autos, quietschende Reifen, herumwirbelnde Sandkörner - all dies wird vom Nubert Aktivlautsprecher zu einem erstaunlich facettenreichen Klangbild zusammengefügt, stets impulstreu, immer dynamisch, und eben bei weitem nicht so fade, wie wir es von mancher Soundbar oder manchem Sounddeck kennen. Die "dezente Hörizonterweiterung" macht einen hervorragenden Job und bietet ein hörbares Mehr an Räumlichkeit ohne störenden Präzisionsverlust. Größere Effekte wie die verschiedenen Aufprall- und Crash-Situationen machen klar, dass die Leistungsangaben von Nubert auch der Realität entsprechen. Klar - bei mehr als 75 Prozent des maximal möglichen Pegels merkt man schon kleinere Verzerrungen und auch ein Abflachen des Klangbilds. Andere Produkte diese Machart erreichen solche Pegel aber erst gar nicht. 

Greyhound, gestreamt von Apple TV, ab Laufzeit 07:00: Das Tosen der Wellen bekommt der nuBoxx AS-225 max sehr glaubwürdig umgesetzt. Die Dialoge im Inneren des für die damalige Zeit extrem modernen Zerstörers mit dem gedämpften Rauschen des Meeres wirken ebenfalls gelungen, die Sprachverständlichkeit ist tadellos. Wechsel im Dynamikumfang setzt der Nubert HiFi-/TV-Aktivlautsprecher umgehend um, die Impulstreue lässt nicht zu wünschen übrig. Die maximal möglichen Pegel sind ordentlich, nicht extrem hoch, dafür aber kann man noch relativ laut hören, ohne dass sich zu deutlich störende Verzerrungen einstellen. Parallel stattfindende akustische Ereignisse arbeitet der nuBoxx AS-225 max exakt heraus.

Hier mangelt es an nichts - sogar nicht an Tiefgang, der herausragend ist für eine so kompakte Komponente. Auf dem Schiff wird nun in Windeseile die Gefechtsbereitschaft hergestellt, die dazugehörige Sirene arbeitet unser Testkandidat treffend heraus. Der Spannungsbogen, der sich auch durch den Music Score bildet, ist klar nachvollziehbar. Die räumliche Weite und auch die räumliche Tiefe gefallen uns ausgesprochen gut. Mehr in jeder Hinsicht - das kann man im Vergleich zum bereits guten Vorgänger sagen. Mehr Tiefgang, mehr Nachdruck, mehr Kontur und mehr Kontrolle - eine sehr gelungene Überarbeitung, das steht fest. Immer wieder überzeugend ist die Klarheit, mit der auch vokale Anteile herauskommen. Nichts erscheint verwaschen, sondern zu jedem Zeitpunkt sauber definiert.

Moderne Fernseher ab der Mittelklasse haben mittlerweile sehr gute Soundsysteme, meist sogar mit Dolby Atmos-Unterstützung - obwohl ein Decoder für Dolby Atmos beim AS-225 max fehlt, kommen die im TV verbauten Soundsysteme nicht an Nuberts HiFi-/TV-Aktivlautsprecher heran. Hörbar mehr Nachdruck, Volumen, Differenzierungsvermögen und Aktzenturierung sind die deutlichen Vorzüge der schwäbischen Lösung. 

Musik, gestreamt über Bluetooth: Hier starten wir mit "Where Did You Go" von Jax Jones und MNEK. Der HiFi-/TV-Aktivlautsprecher beeindruckt uns mit den identischen Tugenden, die wir schon bei den Filmbeispielen mit Dolby Digital-Decoding festgestellt haben: Standhaftes Bassfundament, richtig guter Tiefgang, passende Einarbeitung der Stimmen (die nur minimal zu weit hinten stehen, wenn wir die dezene Hörizonterweiterung wählen. Besser ist es hier, diese Erweiterung zu deaktivieren, legt man größten Wert auf die vokale Komponente).

Kurzum, Nuberts Multitalent macht viel Spaß und verleitet uns, direkt zum nächsten Klangbeispiel zu springen: Wir hören den Techno-Klassiker "Are You ready To Fly" von Dune aus den 90er Jahren. Hohes Tempo, harter Bass - was wird passieren? Antwort: Solides Fundament, keine Überforderung, tadelloser maximal möglicher Pegel. Nuberts Aktivlautsprecher gibt sich keine Blöße, und störendes Übersteuern kommt nicht vor. Bravo - Nubert zeigt, wie es geht.

Zurück geht es in die 80er Jahre, zu "Cold days, Hot Nights", einem der beiden Hits von Moti Special. Wieder verblüffen uns Tiefgang und Fundament des nuBoxx AS-225 max - hier hat man, deutlich wahrnehmbar, Hand angelegt im Vergleich zum Vorgänger. Der war zwar gut, aber bei weitem nicht so nachdrücklich und standfest. Insgesamt überzeugen und auch Dynamik und Räumlichkeit, der leicht blecherne Sound in den oberen Mitten ist Folge der Tatsache, dass es sich um eine mittlerweile alte Aufnahme handelt. "Drive" von The Cars läuft als nächster Titel im Testraum. Und wiederum beeindruckt der nuBoxx AS-225 max: Ruhig, aber nie monoton, souverän, mit stets spürbarem Fundament - Das bringt viele Pluspunkte aufs Nubert-Konto, und so machen die Evergreens der 80er Jahre große Freude. Auch die vokale Komponente wurde nahtlos ins tonale Gesamtgefüge integriert.

Nun wird es schwierig: "Land Of Confusion" in der Cover-Version von Disturbed ist nicht einfach zu handhaben für eine solche Komponente. Hier "verhebt" sich mancher ausgewachsene aktive Lautsprecher deutlich. Gut, sensationell ist das Ergebnis hier definitiv nicht. Aber für eine Soundbar/ein Sounddeck der 500 EUR Liga sind die Resultate höchst beachtlich. Durchsetzungskraft ist da, die E-Gitarre und die Vocals haben die nötige Aggressivität. Ab 80 Prozent der maximal möglichen Lautstärke aber ist Dröhnen in den oberen Mitten wahrnehmbar. 

Konkurrenzvergleich

LG Soundbar Eclair DQP5: Was für ein Preissturz! War die ultrakompakte Soundbar mit dem kraftvollen Subwoofer mit 699 EUR Setpreis ursprünglich deutlich teurer als der nuBoxx AS-225 max, ist der Preis im Netz auf unter 300 EUR gesunken. Das 3.1.2 System präsentiert sich voll ausgestattet mit Decodern für DTS:X und Dolby Atmos, zudem kann man den kleinen Klangriegel nebst Subwoofer wahlweise in weißer oder schwarzer Version kaufen. Die Eclair, die bis auf Bluetooth keine Streamingfunktionen hat, lässt sich komplett per BT-basierter App bedienen und ist sauber verarbeitet sowie optisch pfiffig gestaltet. Klanglich schlägt sich die Eclair gut, die akustische Homogenität und die nahtlosen Übergänge zwischen den Frequenzbereichen, welche der nuBoxx AS-225 max  Aktivlautsprecher bietet, kann aber nicht offeriert werden. 

Nubert nuBox AS-225: Mit 398 EUR ist der Vorgänger 100 EUR preiswerter und nach wie vor zu haben. Die Verarbeitung ist auch hier gut, die DSP-Modis sind ausgewogen, die Fernbedienung weniger hochwertig. Akustisch tritt das neue Modell wuchtiger und mit mehr Tiefgang an, und zudem ist die Detaillierung über den gesamten Frequenzbereich besser. Auf einen Dolby Digital-Decoder muss man bei der nuBox AS-225 zudem verzichten. Insgesamt nach wie vor eine gute Soundlösung, und 100 EUR sind für viele Menschen gerade derzeit eine richtige Stange Geld. Daher - schlecht bedient ist man auch mit der nuBox AS-225 keinesfalls, wem die 100 EUR nicht wehtun, der greift zum Nachfolger. 

Teufel Cinebar Ultima: Für derzeit 649,99 EUR (Stand 12. Juni 2022) erhält man  mit der Cinebar Ultima eine im wahrsten Wortsinne mächtige Soundbar, die robust verarbeitet ist und optisch gerade in eher technisch orientierten Wohnlandschaften eine Menge hermacht. Sie gibt es in schwarzer oder weißer Variante, unserer (subjektiven) Ansicht nach sollte diese "liegende Standbox" grundsätzlich schwarz sein. 380 Watt Spitzenleistung sorgt für eine souveräne Wiedergabe auch bei hohem Pegel. In der Praxis aber hält die kompakte Nubert-Lösung AS-225 max richtig gut mit. Vorteil Teufel: Das große Display. Beide Systeme warten mit cleveren und hoch entwickelten DSP-Raumerweiterungs-Algorithmen auf. Dynamore bei Teufel, die Wide-Funktion bei Nubert. Hier waren in beiden Fällen echte Experten am Start, beide DSP-Features arbeiten exzellent. Mittels optionaler Effekt-Speaker und einem optionalem kabellosen Subwoofer kann man die Cinebar Ultima zu einem Surroundsystem ausbauen. 

Fazit

Nubert hat mit dem nuBoxx AS-225 max einen weiteren Schritt nach vorn im Vergleich zum Vorgänger gemacht. Akustisch tischt der HiFi TV-/Aktivlautsprecher ein schmackhaftes Menü auf: Kräftiges Fundament, sehr gute räumliche Weite im Wide-Modus "Dezent", eine tadellose Einarbeitung von Stimmen, ein überraschend guter Tiefgang und eine Detaillierung, die wir in dieser Qualität nicht von einem Gerät dieser Bauart erwartet hätten.

Die praxisgerechte Anschlussbestückung ist ebenfalls hervorzuheben. Verarbeitet ist der nuBoxx AS-225 max tadellos, und die Frontansicht bei montiertem magnetisch haftendem Gitter ist schick. Das Bedienkonzept, das gänzlich ohne Display auskommt, ist nach kurzer Eingewöhnung sehr leicht zu durchschauen. Das Handling mit der außerordentlich hochwertigen Fernbedienung bereitet viel Freude. Abstriche gibt es für den fehlenden DTS-Decoder, gerade für Blu-ray-Fans (hier gibt es viele Scheiben mit DTS-Tonspuren) ein Nachteil. Weniger relevant ist das Fehlen des DTS-Decoders für passionierte Streamer, bei Netflix & Co. spielt DTS keine Rolle.

Dolby Atmos, wie bei anderen Angeboten z.B. von Samsung, Sony oder LG in identischen Preisklassen, ist bei der Nubert-Offerte auch nicht vorhanden. Dafür aber gibt es richtig hochwertige, belastbare Chassis und eine Endstufe, die hält, was die Leistungsdaten auf dem Papier versprechen. Mit den Soundsystemen selbst von akustisch starken TVs kann man den schwäbischen HiFi-/TV-Aktivlautsprecher nicht vergleichen - viel ausdrucksstärker, präziser und mitreißender spielt der nuBoxx AS-225 max. Bleibt das Thema Preis: Knapp 500 EUR sind für das kompakte Device nicht wenig, der aktive Lautsprecher ist sein Geld jedoch Wert. 

Kraftvoll und präzise aufspielender, solider kompakter HiFi-/TV-Aktivlautsprecher mit gelungener DSP-Technologie
Soundbars/Sounddecks bis 500 EUR
Test 14. Juni 2022

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 14. Juni 2022

 

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