XXL-TEST: LG XBOOM360 DXO2T - Modern gestylter Bluetooth-Lautsprecher mit Ambient-Beleuchtung und Rundum-Klang
Klangwertung
Kommen wir nun zu unserer Klangwertung. Da der LG XBOOM 360 DXO2T über keine integrierte Freisprecheinrichtung verfügt, können wir sofort mit der Klangqualität bei der Musikwiedergabe beginnen. Dafür haben wir uns dem sommerlichen Titel "Dopamine" von Purple Disco Machine feat. Eyelar ausgesucht. Nach einigen Hörversuchen haben wir uns für die EQ-Kurve "Sound Boost" entschieden, da diese eine sehr gute Räumlichkeit bietet. Der Titel beginnt mit Synthesizer-Effekten, die sehr nüchtern und mit wenig Fundament umgesetzt werden. Nach einigen Momenten steigt dann die niederländischen Sängerin Eyelar ins Geschehen mit ein und wir sind überrascht, wie sauber das LG-Device die vokalen Elemente trifft. Die sehr hoch angesiedelte Stimmfarbe wirkt nie zu aggressiv oder aufdringlich. Die Basspassagen werden ebenfalls sehr stimmig vom Tieftöner und den beiden Passivradiatoren umgesetzt. Allerdings darf man hier bauartbedingt, keine überbordene Pegelfestigkeit erwarten, und der maximale Pegel, könnte unserer Meinung nach etwas höher sein. Sehr gut gefällt uns, wie sich der Klang vom Lautsprecher löst. Die 360° Soundarchitektur wird hervorragend umgesetzt. So können wir uns frei im Raum oder auf der Terrasse bewegen, ohne dabei negative klangliche Veränderungen feststellen zu können.
Weiter geht es mit "Jamming" von Bob Marley & The Wailers, allerdings in einem Fisher-Rework. Auch bei diesem Titel kann uns der LG Speaker wieder mit einer homogenen und stimmigen Stimmwiedergaben begeistern. Die Stimmcharaktere werden prima getroffen und selbst die Chorpassagen der Backgroundsängerinnen kann man als überzeugend präsentiert und klar herausgearbeitet bezeichnen. Die verwendeten Synthesizer der Remix-Version werden facettenreich in die Gesamtwiedergabe eingebunden. Auch beim Thema Bass kann der kompakte Lautsprecher mit einem für die Baugröße sehr guten und zugleich überraschend präzisen Bassfundament überzeugen.
Wir wechseln das Genre und starten die Wiedergabe von "The Loneliest Hour" von den schwedischen Rockern der Band Takida. Die zu Beginn des Titels elektronisch erzeugten Effekte werden hervorragend umgesetzt, und die kurz darauf folgenden harten Drums werden glaubhaft und sogar auch noch hörbar differenziert präsentiert. Als Frontmann Robert Patterson mit seiner unverwechselbaren Stimme einsetzt, sind wir begeistert, wie sauber und gefühlvoll die Vocals dargestellt werden, selbst als der Titel merklich an Fahrt aufnimmt - für 200 EUR richtig gut gelungen. Eine klare Unterscheidung der unterschiedlichen Instrumente und des doch fordernden Gesangs klappt selbst bei Maximalpegel noch hervorragend. Die Performance bei den tieffrequenden Elementen des Titels ist ebenfalls noch sehr gut, auch wenn es, aufgrund der kompakten Bauweise, doch etwas an Volumen fehlt.
Abschließen möchte wir unsere Klangwertung mit "Land of Confusion" von Disturbed. Der sehr explosive und energiegeladene Titel startet mit harten Gitarrenriffs sowie Drums, die der LG XBOOM 360 DXO2T in saubere Ebenen unterteilt tadellos umsetzen kann. Ebenfalls gefällt uns die Darbietung der Stimme von Frontmann David Draiman. Da die Stimme für eine Männerstimme tonale recht hoch angesiedelt ist, kann sie bei der Wiedergabe schnell aggressiv werden - der LG-Speaker hält hier allerdings ausgezeichnet eine gefällige Balance. Die harten Drums werden ebenfalls sehr gut vom kompakten BT-Speaker dargeboten, wirkt dieser zu keinster Zeit unpräzise oder zu plump aufgebaut.
Konkurrenzvergleich

- Marshall Kilburn II: Wir beginnen unseren Konkurrenzvergleich mit dem Marshall Kilburn II, der für rund 240 EUR im Handel erhältlich ist. Es gibt den Speaker in den Ausführungen Schwarz, Grau, Burgundy, Indigo sowie Schwarz und Messing ("Black & Brass"). Mehr als 20 Stunden Spieldauer, das ist ein tadelloser Wert, ermöglicht der eingebaute Akku. Zudem ist eine Schnellladefunktion an Bord, nach lediglich 20 Minuten Aufladen reicht die Energie schon wieder für 3 Stunden Spielbetrieb. Nach 2,5 Stunden ist der Akku komplett aufgeladen. Mit einem Gewicht von 2,5 kg kann man ihn noch relativ problemlos mitnehmen. Laut Marshalls Website ist er der "Lauteste seiner Klasse". Der Hersteller gibt jedenfalls 100,4 dB @ 1m als maximalen Schalldruck an. Optisch hält er sich klar an Marshall-"Designrichtlinien" und punktet mit seinem von dem Tragegurt einer E-Gitarre inspirierten Tragegriffs. Laut Marshall offeriert der BT-Speaker "multidirektionalen Sound" und bringt 36 Watt an Leistung mit, das ist ganz ordentlich, wenn auch nicht sensationell. Die Leistung verteilt sich folgendermaßen: 1 x 20 Watt Class D-Amplifier für den Tieftöner, 2 x 8 Watt Class D-Verstärkung für die Hochtöner. Im Inneren verbaut ist ein Bluetooth 5.0 Modul mit aptX. Hinzu kommt noch eine IPX2 Zertifizierung. Akustisch sind wir hin- und hergerissen. Einerseits liefert der Kilburn II einen runden und homogenen Sound sowie einen gelungenen Bassbereich mit einem tadellosen Volumen, gerade dann, wenn man den Bassregler etwas aufdreht. Nicht ganz glücklich sind wir mit Gesamtdynamik und Auflösungsvermögen - hier geht in dieser Preisklasse auf jeden Fall noch mehr.

- Teufel Rockster Go 2: Weiter geht es mit dem Teufel Rockster Go 2. Dieser ist direkt in einer der zahlreichen Flagshipstores des Hersteller oder im Onlineshop von Teufel in den Farbvarianten Night Black, Gray&Black sowie Black&Red erhältlich. Derzeit gibt es noch eine exklusive Fender x Teufel ROCKSTER GO 2 Edition. Optisch präsentiert sich der Rockster Go 2 mit einem hohen Wiedererkennungswert. Das Finish punktet voll, saubere Detailverarbeitung, ausgezeichnete Oberflächenqualität - nur der Druckpunkt der Tasten oben könnte noch klarer definiert sein. An der Rückseite befinden sich noch Buttons für Power und Bluetooth-Kopplung. Hält man den Power-Button gedrückt, schaltet sich der Bluetooth-Lautsprecher ein und aus, ein kurzer Druck und die gut sichtbare LED-Anzeige klärt über den aktuellen Ladezustand des Akkus auf. Ein umlaufender Rahmen um das Stoff-Meshgitter und auch die Bedienelemente an der Oberseite sind dann in typischem Teufel-Rot gehalten. Geladen wird der Rockster Go 2 per USB-C. Der seitlich integrierte Slot ist offen zugänglich und bildet gleichzeitig die einzige Schnittstelle des kompakten Bluetooth-Speakers. Der integrierte Akku liefert im Eco-Modus bei mittlerer Lautstärke bis zu 28 Stunden Spielzeit. Im Normalmodus sind zu 15 Stunden möglich. Dynamic Bass passt die Tieftonperformance exakt auf die gewählte Lautstärke an und mit Dynamore erhält man auf Tastendruck eine erweiterte, räumlichere Stereobühne. An Bluetooth ist der Rockster Go 2 mit der aktuellen Version 5.3 ausgestattet und bringt Kompatibilität für AAC mit. Auch Google Fast Pair wird unterstützt. Mittels Party Link können zwei oder mehr - bis zu 100 Stück - Rockster Go 2 gekoppelt werden. Verbindet man zwei Rockster Go 2 miteinander, wird automatisch ein Stereo-Setup generiert. Der Rockster Go 2 kann via USB-C auch mit einem PC oder Mac verbunden wird. Die Audiosignalübertragung erfolgt dann vollständig digital an die integrierte Soundkarte im Teufel-Speaker, die schließlich die Signalverarbeitung und Wandlung übernimmt. Im Lieferumfang ist auch eine Trageschlaufe enthalten, die sich problemlos befestigen lässt und dank der integrierten Halterung an der Rückseite praktisch eingehängt werden kann. An der Unterseite befindet sich zudem ein 1/4-Zoll-Gewinde für Stative und Halterungen. In unserer Klangwertung überzeugte der Speaker mit einem präzisen und harten Bassbereich, kombiniert mit einer ausgezeichnet Auflösung und Loslösung vom Lautsprecher, dank Dynamore.
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- Roberts Beacon 335: Für einen Stückpreis von 199 EUR ist mit dem Beacon 335 der erste reine Bluetooth-Lautsprecher der britischen Traditionsmarke Roberts im Handel erhältlich, und zwar wahlweise in Himmelblau, Carbonschwarz, Pastellcreme oder Weinrot. Der kleine aktive Schallwandler bietet gute, aber nicht überdurchschnittliche 15 Stunden Wiedergabezeit (bei mittlerem Pegel) mit einer Akkuladung. Das Aufladen dauert minimal (recht lange) drei Stunden, eine Schnellade-Option (wie z.B. 15 Minuten Laden für 3 Stunden Laufzeit) ist nicht vorgesehen. Dafür gibt es einen automatischen Standby-Betrieb. Nach 10 Minuten ohne Audiosignal blinkt die Power-LED auf der Oberseite, nach weiteren 5 Min. wird der Lautsprecher abgeschaltet. Roberts verspricht einen "satten, multidirektionalen Klang" und möchten diesen durch spezielle EQ-Kurven für unterschiedliche Einsatzzwecke, durch einen doppelten Passivradiator, die Treiberanordnung (45 mm Fullrange-Treiber mit Neodym-Antrieb) und durch einen Bassverstärker erreichen. An Anschlussformen gibt es neben Bluetooth auch noch 3,5 mm Aux und die Option, mobile Devices am Beacon 335 mittels USB aufzuladen. Zwei Beacon 335 können miteinander gekoppelt werden, um das Klangerlebnis deutlich zu verbessern. Zudem wäre es wünschenswert, wenn bei einem etwaigen Nachfolger Faktoren wie Resistenz gegen Wasser und Staub berücksichtigt würden. Bei der Klangwertung punktete der Bacon 335 mit einem lebendigen, homogenen Klang und einem wirklich ordentlichen Bassbereich. Nicht überzeugen konnte uns die vorgefertigten EQ-Presets.
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