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XXL-SPECIAL: Neues Yamaha Web-Interface / Web-Steuerung mit dem RX-V6A AV-Receiver

Anhand des Yamaha RX-V6A, den wir kurz vor Weihnachten im Test genau untersuchen konnten, wollen wir uns in diesem Special das neue Web-Interface mit erweiterten Konfigurations- und Einstellungsmöglichkeiten von Yamaha ansehen. Nachdem in der RX-Ax80 Serie von manchen Anwendern die Web-Steuerung schmerzlich vermisst wurde, hat Yamaha bei den neuen Modellen nachgebessert und bietet nun wieder ein vollwertiges Web-Control-Setup an. Das neue Interface steckt in den Geräten ab dem RX-V6A und wird somit auch im neuen RX-A2A (zu unserem Special) integriert sein. Wie man auf die Web-Schnittstelle des AV-Receivers zugreift und was damit möglich ist, lesen Sie hier.

Hier sind wir falsch

Das Web-Interface wird wie üblich über einen Browser an PC/Mac/Notebook aufgerufen. Dafür benötigt man die IP-Adresse, die, sofern nicht bekannt, im OSD-Menü des Yamaha AVRs unter "Netzwerk" und dem Unterpunkt "Informationen" eingesehen werden kann. Die IP-Adresse gibt man dann direkt in die Adresszeile im Browser ein. Wichtig ist hierbei, dass hinter der Zahlenfolge der Zusatz "/setup" eingegeben wird. Vernachlässigt man dies, landet man auf einer Seite mit nur wenigen Einstellungsmöglichkeiten bezüglich des Netzwerkes, AirPlay, Standby, etc.. Mit dem Zusatz /setup öffnet sich das erweiterte Web-Setup, mit deM weitreichende Konfigurationseinstellungen und Setup-Möglichkeiten gegeben sind.

So empfängt uns das neue Web-Interface

Einem kleinen Wermutstropfen für weniger sprachgewandte Anwender sieht man sich beim ersten Aufrufen gegenüber, denn das Web Setup der Yamaha AV-Receiver ist, zumindest aktuell, lediglich in englischer Sprache verfügbar. Die Struktur stimmt allerdings in weiten Zügen mit dem OSD überein, so dass man sich hier im Bedarfsfall weiterhelfen kann. Die verfügbaren Möglichkeiten sind, wie erwähnt, umfangreich. Das zeigt sich schon direkt auf der Startseite, die nur im obersten Abschnitt schon mit Power-/Sleep-/Pegel-Einstellungen, Mute-Button sowie Quellen- und Szene-Wahl aufwartet. Außerdem verheißen die zahlreichen Reiter im oberen Bereich zusätzliche, weitreichende Optionen. Die einzelnen Überpunkte lauten:

  • General - allgemeine Einstellungen
  • Speaker - Lautsprecher-Setuo
  • Sound - Klangeinstellungen
  • DSP
  • Scene - Szene-Einstellungen
  • Zone Scene - Szene-Einstellungen für Zone 2
  • Video HDMI - HDMI-Einstellungen
  • Network - Netzwerk-Einstellungen
  • Bluetooth
  • Tuner
  • System - Systemkonfiguration
  • Information
  • Other - Reboot/Firmware-Update/Backup/Restore

Einstellungsmöglichkeiten unter "General"

Sehen wir uns die einzelnen Seiten genauer an. Unter General lassen sich, zusätzlich zu den bereits erwähnten Parametern, diverse Toneinstellungen direkt vornehmen. Der Straight-Modus kann ebenso wie Pure Direct direkt aktiviert werden, alternativ sämtliche verfügbaren DSP-Programme von Adventure bis zu Sci-Fi. Außerdem kann man Adaptive DRC, eine automatische Anpassung des Dynamikumfangs für authentisches, nachbarfreundliches Hören zu später Stunde. Mit Dialogue Level und DTS Dialoge Control kann man die Sprachverständlichkeit maximieren, auch Yamahas Dialogue Lift für die optimale akustische Position der Sprachwiedergabe kann man einstellen.

Zusätzliche, generell greifende Toneinstellungen (Bass & Treble), Extra Bass, monauraler Sound-Output und Delay für Zone 2, sowie die Möglichkeit der Aktivierung des Enhancers für komprimierte Audio-Dateien finden sich im untersten Abschnitt des Punktes General.

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Lautsprecher-Konfiguration

Präzise Einstellungsmöglichkeiten

Pegel und EQ

für alle Lautsprecher

Besonders umfangreich, und für viele Nutzer sicher komfortabler als die Einstellung am OSD, ist der Punkt Speaker. Die Lautsprechereinstellungen setzen zunächst die Festlegung der Endstufenzuordnung voraus. Wird nur die Hauptzone verwendet und kein Bi-Amping betrieben, sind keine weiteren Einstellungen notwendig.

"Config" als erster Abschnitt legt zunächst die Größe sowie die Übernahmefrequenz (40/60/80/90/100/110/120/200 Hz) für jeden einzelnen Lautsprecher fest. Auch zusätzliche Optionen wie "Virtual Cinema Front" kann man aktivieren und es lässt sich festlegen, ob Komponenten als Dolby Enabled Speaker fungieren sollen. Wie man es nicht anders kennt, kann man den Abstand jedes einzelnen Schallwandlers zum Hörplatz festlegen (5cm Schritte beim RX-V6A) sowie den Pegel (0,5 dB Schritte beim RX-V6A). Unter Equalizer wählt man die gewünschte EQ-Kurve aus. "GEQ" steht für die individuelle Anpassung und innerhalb dieses Abschnittes steht der volle parametrische EQ, wie im OSD-Menü des AV-Receivers, für alle Lautsprecher zur Verfügung. Im letzten Abschnitt wählt man den passenden Widerstand für die angeschlossenen Lautsprecher.

Sound

Sound 2

Sound 3

Sound 4

Sound 5

Im Punkt "Sound" befindet sich zum einen Möglichkeiten der Audio-Eingangszuweisung, zum anderen Lipsync bzw. Lipsync-Delay-Einstellungen und zahlreiche Optionen zur Festlegung des gewünschten Pegels an verschiedenen Quellen. Ganz oben lässt sich auf Wunsch der Dynamikumfang begrenzen sowie "Virtual Surround Back Speaker" aktivieren und mit "Adaptive DSP Level" die Lautstärke des DSP-Effektpegels festlegen. Danach folgen Lipsync-Infos und -Einstellungen für alle Eingänge sowie die bereits genannten Zuweisungmöglichkeiten.

Mit "Input Trim" lassen sich Pegelunterschiede verschiedener Quellen präzise in 0,5 dB-Schritten von -6 dB bis +6 dB (RX-V6A) ausgleichen. Das gilt nicht nur für Eingangsquellen, sondern z.B. auch Music-on-Demand-Diensten via MusicCast oder Bluetooth und USB. Selbstverständlich stehen auch die Möglichkeiten eines einstellbaren Maximalpegels sowie der Lautstärke, die der AV-Receiver beim Einschalten des Gerätes anwenden soll zur Verfügung, sowohl für die Hauptzone als auch für Zone 2. Ingesamt gibt es auch sechs Speicherplätze für festgelegte Pegel, die abgerufen werden können. Ganz unten findet sich die Einstellung des DTS Mode, dieser kann aber in der Regel unangetastet bleiben.

DSP

DSP 2

DSP 3

DSP 4

DSP 5

Der Abschnitt DSP ist ebenso umfangreich, aber recht schnell erläutert. Unter DSP Skip legt man fest, welche DSP-Programme bei der Auswahl mit der Fernbedienung übersprungen werden sollen. Wechselt man dann mit der "Program"-Taste das DSP-Programm, stehen nur diejenigen zur Verfügung, die in diesem Bereich der Web-Oberfläche nicht aktiviert sind. "Off" bedeutet hier also, dass das entsprechend gelistete DSP-Programm angewählt werden kann.

Unter Program Select kann man ein gewünschtes DSP-Programm bei der jeweiligen Quelle voreinstellen, außerdem den Klangmodus "Straight" aktivieren und festlegen, ob der Compressed Music Enhancer arbeiten soll. Danach folgen mit "DSP Parameter" für das jeweilige DSP-Programm geltende Einstellungsmöglichkeiten, die teilweise sehr präzise ausfallen können. So lassen sich, abhängig vom jeweiligen DSP-Programm, z.B. die Raumgröße, Lebendigkeit, Nachhall, etc. justieren. Auch die DSP-Programme speziell für Kopfhörer, Stichwort SILENT CINEMA, stehen hier zur Auswahl.

Scene

Scene 2

Scene 3

Zone Scene

Der Punkt "Scene" dient der Einstellung der Parameter, die beim Aufrufen einer bestimmten Szene abgerufen werden sollen. Es lassen sich definierte Optionen, wie Eingangsquelle, Klangmodus, Pegel usw. hier festlegen, die dann wiederum mit dem Aufruf der entsprechenden Szene (z.B. per Fernbedienung) vom Yamaha AV-Receiver automatisch gesetzt werden. Es lassen sich hier 8 Szenen abspeichern. Yamahas Szenen können einem bestimmten Eingang zugewiesen werden, müssen es aber nicht. So kann man sich z.B. für verschiedene Entertainment-Inhalte unterschiedliche Szenen definieren und zwischen diesen Wechseln, ohne dass sich z.B. die Quelle ändern muss. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn ein Quellgerät sowohl für die Zuspielung von Musik- als auch Filmton verwendet wird. Die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten lassen sich hier besonders komfortabel justieren.

In etwas kleinerem Umfang ist dies unter "Zone Scene" auch für die zweite Zone möglich.

Video/HDMI

Video/HDMI 2

Video/HDMI beinhaltet, wer hätte es vermutet, Optionen für die HDMI-Verbindung mit anderen Geräten. HDMI Control (CEC) sowie Standby Sync, Standby Through und der Audio Return Channel lassen sich hier aktivieren/deaktivieren, ebenso das Upscaling auf UltraHD-Auflösung. Die Zuweisung eines HDMI-Eingangs zu einer Quelle, die prinzipiell ohne Videoausgabe verwendet wird, ist möglich, auch die Limitierung auf HDCP 1.4 und der gewünschte HDMI-Modus. Hier belässt man es in der Regel bei den werksseitigen Einstellungen, außer man verwendet z.B. ein altes HDMI-Kabel oder eine andere Komponente, die noch nicht den modernen Spezifikationen entsprechen und nicht die volle HDMI-Bandbreite verarbeiten können.

Network

Network 2

Im Reiter "Network" findet man sämtliche Netzwerk-Parameter und kann auch Netzwerk-Standby aktivieren/deaktivieren. Hier finden sich auch Einstellungen für AirPlay (Lautstärkeregelung) sowie MusicCast.

Bluetooth

Tuner

Unter Bluetooth findet man Einstellungen zur drahtlosen Audiosignalübertragung, darunter auch die Option, die es dem RX-V6A erlaubt, als Bluetooth-Transmitter Audiosignale an kompatible Bluetooth-Empfänger, z.B. einem BT-Kopfhörer oder BT-Lautsprecher, zu senden. Tuner erlaubt die direkte Bedienung des integrierten FM- und DAB-Tuners sowie die Festlegung von vordefinierten Radiostationen.

System

System 2

System 3

System 4

System 5

Der Punkt System stellt zusätzliche generelle Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung, hier können Hauptzone und Zone 2 umbenannt werden, außerdem die Sprache des OSD-Menüs festgelegt werden und Optionen wie der ECO Mode, Memory Guard, etc. aktiviert/deaktiviert werden. Darüber hinaus können bestimmte Bedienelemente am Gerät inaktiv geschaltet werden und es können auch komplette Eingänge übersprungen werden. Besonders praktisch, wenn man lediglich über wenige angeschlossene Geräte verfügt bzw. wenig Zuspielmöglichkeiten nutzen möchte. Analog zu "Skip DSP" stehen alle Eingänge zur Verfügung, die hier nicht aktiviert sind, also auf "Off" stehen.

Wer möchte, kann Eingänge umbenennen, Einstellungen zur Anzeige sind möglich, Trigger Output-Optionen sind vorhanden und selbst angezeigte Informationen (Display-Overlay) können auf Wunsch übersprüngen werden. Unter Auto Play legt man fest, ob bei diversen Netzwerk-Quellen bzw. USB automatisch die Wiedergabe beginnen soll.

Information

Other

Wie nicht anders zu erwarten offeriert der Reiter "Information" sämtliche Infos zum verwendeten Yamaha AV-Receiver, in unserem Fall der RX-V6A, und dem Netzwerk.

Den Abschluss macht "Other" mit der Möglichkeit, den AV-Receiver neuzustarten sowie ein Backup zu erstellen bzw. zu laden und ein Firmware-Update durchzuführen.

Fazit

Mit dem neuen Yamaha Web-Interface ist eine komplette Konfiguration des AV-Receivers inklusive sämtlicher Optionen möglich. Wer möchte, kann alles darüber justieren und das OSD-Menü komplett links liegen lassen. Manches gelingt über den Web-Browser sogar komfortabler als direkt am Gerät. Rudimentäre Englischkenntnisse sind von Vorteil, grundsätzlich sollte aber jeder damit zurechtkommen. Insgesamt wird hier in der Praxis ein klarer Mehrwert geboten.

 

Special: Philipp Kind
Datum: 29.01.2021

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