XXL-PREVIEW: dCS Vorverstärker/DAC/Streamer Bartók APEX - Kompromissloses Premium-Feeling ab 22.500 EUR
Anschlüsse
Das rückseitig untergebrachte Anschlussangebot ist ausgesprochen reichhaltig, hier die Übersicht und auch die Formate, die entgegen genommen werden können:

Anschlussübersicht gesamt

Ausgänge wahlweise XLR oder RCA, digitale Eingänge jeder Ausprägung, zudem World Clock-Anschlüsse

Netzschalter hinten, zudem RJ45, Network Loop, USB-A und USB-B
- Digitale Eingänge: Ethernet/Netzwerk (RJ45), akzeptiert 24-bit 44.1 – 384kS/s PCM, DSD/64 & DSD128 im DFF/DSF Format; USB 2.0 Interface (Typ B), akzeptiert 24-bit 44.1 – 384kS/s PCM, DSD/64 & DSD128 im DoP Format; USB On-The-Go Interface (Typ A) akzeptiert 24-bit 44.1 – 384kS/s PCM, DSD/64 & DSD128 im DFF/DSF Format; 2 x AES/EBU-Eingänge 3-pin XLR/weiblich), akzeptiert 24-bit 44.1 – 192kS/s PCM, DSD/64 & DSD/128 in DoP Format; 1 x Dual AES-Paare, akzeptiert 24-bit 88.2 – 384kS/s PCM, DSD/64 & DSD/128 in DoP Format; 1 x SPDIF (RCA/Cinch) akzeptiert 24-bit 44.1 – 192kS/s PCM & DSD/64 im DoP Format; 1 x SPDIF (BNC) akzeptiert 24-bit 44.1 – 192kS/s PCM & DSD/64 im DoP Format; 1 x SPDIF optisch (TOSLINK) akzeptiert 24-bit 44.1 – 96kS/s PCM
- Ausgänge: 1 x XLR (Paar). Ausgangspegel: 0.2V, 0.6V, 2V, 6V RMS (Full-Scale-Eingang, festgelegt im Menü). Ausgangsimpedanz: 3Ω. Maximaler Widerstand: 600Ω (10k-100kΩ wird empfohlen); 1 Paar asymmetrische Cinchausgänge. Ausgangspegel: 0.2V, 0.6V, 2V, 6V RMS, vollskalierter Eingang, Setting im Menü. Ausgangsimpedanz: 52Ω. Maximaler Widerstand: 600Ω (10k-100kΩ wird empfohlen)
- Kopfhörer-Anschlüsse (bei eingebautem Kopfhörerverstärker): 1 x Stereo XLR, 1 Stereo Cinch, Full-Scale-Ausgangspegel: 1.4W RMS an 33Ω, 0.15W RMS an 300Ω. Minimale Kopfhörerimpedanz: 33Ω
- 2 x Word Clock -Eingänge (2 x BNC), akzeptiert Standard Word Clock bei 44.1, 48, 88.2, 96, 176.4 oder 92kHz. 1 x Word Clock Output (BNC)
Die App

Geräteauswahl. Der Bartók wurde direkt erkannt

Auswahl möglicher Quellen

Qobuz-Playlist in der App

Einstellungen

Audio: Informationen zur Quelle

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Support und Informationen
Die App ist einfach bedienbar und bietet neben dem Zugriff auf Streaming- und Wiedergabefunktionen auch einiges an Informationen zum Beispiel über das gerade anliegende Quellmaterial.
Klang

Unser Aufbau

Perlisten S7t

VTL ST-150
Verbunden haben wir den dCS Bartók APEX mit der VTL Röhrenendstufe STL-150 (2 x 150 Watt) und mit den Standlautsprechern Perlisten S7t.

Wiedergabe über TIDAL Connect
Diana Krall, Desperado: Hier notieren wir eine sehr sensible Ausformung der Stimme. Das Klavier besitzt exakt die richtige Temperatur. Sehr feine akustische Strukuren werden impulstreu umgesetzt, und die gesamte Räumlichkeit wirkt in Weite und Tiefe komplett glaubwürdig. Insgesamt versprüht der Titel, den wir schon auf sehr vielen unterschiedlichen Ketten gehört haben und der uns daher bestens bekannt ist, eine unglaubliche atmosphärische Dichte, wenn die vom Bartók gesteuerte Präsentation aktiv ist. Gerade feine Konturen wie zum Beispiel beim Spielen der Tasten auf dem Klavier kommen mit unvermittelter Direktheit und einem fein dosierten Charme heraus.
John Williams, Imperial March, Wiener Philharmoniker: Herauszuhören ist die sehr saubere Staffelung der einzelnen Ebenen im Orchester, auffällig ist des weiteren die exzellente Aufbereitung des gesamten dynamischen Umfangs. Exakt und plastisch werden die Strukturen jedes einzelnen Instruments herausgearbeitet, was zu einem vollumfänglichen, kultivierten Musikhören führt. Der Hochtonbereich erklingt sehr brillant und transparent, aber nie zu scharf. Straffe Konturen im Bassbereich sowie nahtlos integrierte, akkurat aufgebaute Mitten garantieren ein angenehmes, zugleich intensiv-fesselndes Hörerlebnis. Die enorme Wucht und Ausdruckskraft, die in diesem legendären Stück steckt, kann unsere Kombination sehr realistisch auf den Punkt bringen.
Boris Blank, Resonance: Ein äußerst weitläufiger und zugleich sensibler räumlicher Aufbau wird von uns direkt ab Beginn wahrgenommen. Die Stimmanteile, die kurz hörbar sind, werden exakt ein- und ausgefadet. Ein solider, stabiler Bass, vom dCS Tool mit äußerst sauberen Konturen versehen, kennzeichnet den Einsatz in tiefen Frequenzgefilden. Ein ehrliches, luftiges Raumgefühl wird fokussiert, und jedes klanglich vorhandene Element sitzt am richtigen Platz.
Billie Eilish, No Time To Die: Wieder überzeugt das Piano von Beginn an mit optimalem Timing, Sensibilität und Struktur. Billies sehr spezielle Stimme kommt, auch wenn sie Z.B ins Mikrofon haucht, hervorragend heraus und wirkt daher maximal glaubwürdig. Der ganze Titel erscheint so, als würde Billie direkt im Hörraum auftreten. Der dCS Bartók schafft es, die Distanz des Zuhörers zur Musik auf ein Minimun herabzusetzen, und gleichzeitig den Hörer mit dichter Räumlichkeit zu umgeben. Es mangelt nie an Präzision, trotz dieser räumlich umfassenden Auslegung.
Duran Duran, A View To A Kill: Klare Impulse, auf den Punkt getroffen, sowie eine sehr dynamische Gesamtdarstellung sind bei diesem 007-Titelsong herauszuhören. Der Bass ist ebenfalls präsent und erstaunlich exakt herausgearbeitet, was wir bei diesem relativ alten Quellmaterial in dieser Qualität eher selten heraushören dürfen. Die Vocals sind nicht, wie man es ebenfalls leider öfters hört, zu sehr im Hintergrund, sondern besitzen die korrekte Gewichtung, ohne aber dass der Präsenztonbereich überzogen und unausgewogen präsentiert wird.
Paul Kalkbrenner, No Goodbye: Der bewusst leicht verzerrte Bass wird mit der nötigen Härte wiedergegeben, und dies ändert sich nicht, auch nicht bei beachtlichem Pegel. Hier zu loben ist die VTL ST-150, bei der man aufgrund der direkten, unverfälschten Leistungsbereitschaft nicht glauben, dass es sich um eine Röhren-Modell und nicht um eines mit Transistor-Bestückung handelt. Die weibliche Stimme besitzt ein dicht ausgebreitetes Charisma, auch hier wird die bewusste elektronische Bearbeitung exzellent verdeutlicht. Ein auch diesmal wieder großzügiges Raumgefühl rundet unsere Höreindrücke wirkungsvoll ab.
Erstes Fazit

dCS ist bekannt für absolute Premium-Produkte, und es geht innerhalb des Portfolios noch sehr deutlich teurer zu, als es bereits mit dem Bartók der Fall ist. Dieser ist mit Preisen ab 22.500 EUR (ohne den aufwändigen Kopfhörerverstärker) bereits weit von dem entrückt, was viele HiFi-Enthusiasten auszugeben bereit sind. Aber wer nun denkt, so eine Investition lohnt sich nicht, irrt gewaltig. Natürlich, das möchten wir gar nicht anzweifeln, sind auch Vorstufen/DAC/Streamer weitaus günstigerer Preisklassen mittlerweile hervorragend. HiFi-ROSE oder Eversolo zum Beispiel wären hier aufzuführen. Aber das, was dCS hier zusammenstellt, ist nochmals in einer ganz anderen Liga unterwegs. Woran merkt und spürt man das? Ganz einfach: Es ist dieses Maß an luftiger Plastizität, das den Bartók als Gerät der Extraklasse ausgezeichnet. Diese feinsten Konturen, die man zuvor gar nicht kannte und daher auch nicht vermisste, sind plötzlich vorhanden. Es ist dieses vollständige, kultivierte Hören, das dort weitergeht, wo selbst hochwertige andere Komponenten aufhören. Das Unternehmen ist auch in der Profitechnik bestens bekannt und entwickelt D/A-Wandler-Strukturen in House und mit enormer Erfahrung. Das merkt man dem Bartók in jeder Sekunde an, in der er spielt. Dass das Device ein Gehäuse aus besonders hochwertigem, langlebigem Aluminium hat, ist in dieser Preisklasse selbstverständlich, ebenso das sehr gut auflösende Display. Einziger Wermutstropfen: Die noble Fernbedienung kostet noch Aufpreis, diese hätten wir lieber serienmäßig im Lieferumfang gesehen.
Special und Fotos: Carsten Rampacher
Redaktion: Philipp Kind
Datum: 31. März 2025
Tags: Audio Reference • DAC • dCS • Netzwerk-Audio-Player • Streamer • Streaming-DAC-Vorverstärker • Vorverstärker • Vorverstärker/Streamer/DAC












