VERGLEICHSTEST: Ultra HD-TVs Samsung 55QN70F, Hisense 55U7Q Pro und TCL 55C7K

Klang

Sehen wir uns zunächst die Audiosysteme der Testgeräte im Vergleich an. Der Hisense ist mit einem 2.1-Kanal-Audiosystem mit 40 Watt Gesamtleistung ausgestattet, für Mitten und Höhen stehen insgesamt 15 Watt, für den Tieftonbereich 20 Watt zur Verfügung. Dolby Atmos wird unterstützt und auch mit DTS Virtual:X kann der Hisense Fernseher umgehen.

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Ton-Menü beim TCL

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Beosonic-Funktion

Der 55C7K von TCL ist für seinen günstigen Preis auf Audio-Seite erstaunlich gut ausgestattet und bringt ein von Bang & Olufsen abgestimmtes Audiosystem im 2.2-Kanal-Design mit 60 Watt Ausgangsleistung mit. Dazu gehören auch Beosonic-Klangeinstellungen mit vier unterschiedlichen Presets "Hell", "Energisch", "Warm" und "Entspannt". Auch hier wird sowohl Dolby Atmos als auch DTS Virtual:X unterstützt.

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Zwei Tonmodi beim QN70F

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Ton - Experteneinstellungen

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Der Samsung 55QN70F setzt auf ein einfacheres 2-Kanal-Audiosystem mit insgesamt 20 Watt Leistung. Der Samsung TV bringt, ebenso wie der Hisense, die Möglichkeit mit, die Akustik auf den Raum entsprechend anzupassen. Außerdem wird hier software-seitig mit Object Tracking Sound Lite und dem Active Voice Amplifier einiges geboten. Dolby Atmos wird ebenso wie DTS nicht unterstützt, ein Dolby Decoder ist aber integriert. Insbesondere die Effektplatzierung und das räumliche Empfinden profitieren hier. Außerdem unterstützt der Samsung Q-Symphony. Hier kann man eine Samsung-Soundbar mit dem Fernseher kombinieren und erhält ein nochmal immersiveres Klangbild. Wir haben hier zwar keine Samsung-Soundbar mit dabei, dennoch kennen und schätzen wir das System. Fernseher und Klangriegel arbeiten hier in der Regel wirklich Hand in Hand für mehr Atmosphäre und Lebendigkeit zusammen. Natürlich empfiehlt sich die Soundbar zusätzlich mit deutlich höherer akustischer Performance gegenüber einem Flachbildschirm.

Wir geben hier dem TCL 55C7K den Vorzug, der auf dem Papier schon einmal das überzeugendste Audiosystem mitbringt. Im Alltagsbetrieb bei Nachrichtensendungen und Talkshows überzeugt er auch direkt mit einer sehr klaren, aber nicht unganenehmen oder metallischen Stimmwiedergabe. Auch größere Wohnzimmer kann man hier mit höherem Pegel beschallen, ohne dass hier gleich etwas harsch bzw. fordernd im Hochtonbereich wird oder untenrum anschlägt. Der TCL vermittelt auch eine gute Räumlichkeit und geht mit der Kulisse in die Breite, so dass ein angenehmer und natürlicher Eindruck entsteht.

Die Grenze im Tieftonbereich zeigt dann die Filmwiedergabe auf, wir haben uns hier nochmal Skyfall gegönnt. Auch mit .2-Unterstützung und 60 Watt Gesamtleistung fehlt es dem Flachbildschirm, absolut erwartungsgemäß, also nicht zu negativ verstehen, an Tiefgang und Nachdruck in den unteren Regionen. Die charakteristischen Vokalstimmen von Daniel Craig, Ralph Fiennes und Judi Dench werden aber sehr gut getroffen und selbst beim Maximalpegel, der für mittelgroße Wohnumgebungen locker ausreicht, bleibt das akustische Geschehen sauber und ohne Verzerrungen. Mit den Beosonic-Einstellungen kann man ein wenig herumspielen, wenn man den Tonmodus "Invididuell" wählt. Die Modi Entstpannt und Warm zum Beispiel dämpfen Mitten und Höhen stärker ab, während Hell und Energisch klarer und etwas dynamischer klingt. Insgesamt bietet der TCL eine sehr gute akustische Leistungsfähigkeit, insbesondere wenn man den Preis bedenkt. Mit hoher Pegelfestigkeit, sehr guter Sprach- und Dialogwiedergabe und einem klaren, transparenten, aber nicht harschem Sound lassen sich alle Inhalte gut abbilden.

Der Hisense bietet eine um ein paar wenige dB höhere Gesamtlautstärke, das Rauschen bei Maximalpegel ist bei beiden Geräten ähnlich. Am Maximum ist der 55U7Q Pro aber ein wenig schärfer als z.B. der TCL, wirklich unangenehm wird es aber nicht und auch ein Anschlagen der Treiber konnten wir nicht feststellen. Obwohl der Hisense TV weniger Leistung mitbringt, wirkt er untenrum etwas selbstbewusster und bringt bei Explosionen, Geschossen und auch Motorengeräuschen etwas mehr Kraft und Nachdruck ins Spiel. Dabei bleibt er souverän, schlägt nicht an und zeigt außerdem bei hohem Pegel ebenfalls keine zu aggressiven Spitzen, dennoch ist der TCL etwas ausgewogener, aber auch weniger mitreißend. Stimmen präsentiert er ebenfalls mit sehr guter Authentizität und auch die Dynamik gefällt, so dass hier beim Action-Spektakel durchaus Spannung und Intensität transportiert wird. Tatsächlich würden wir uns hier, obwohl die technische Ausstattung an sich zunächst für den TCL C7K spricht, für den Hisense aussprechen. Hisense bietet mit dem Hisense TV Sound companion übrigens eine ähnliche Technologie wie Samsung mit Q-Symphony. Auch hier arbeiten TV und Soundbar Hand in Hand zusammen. Da wir dies allerdings selbst noch nicht in der Praxis überprüfen konnten, können wir uns hier kein Urteil erlauben.

Der Samsung QN70F ist, was die maximale Lautstärke betrifft, in etwa mit dem Hisense gleichauf und damit geringfügig lauter als der TCL C7K. Allerdings sollte man beim Samsung den Pegel nicht bis auf 100 anheben, sondern vielleicht bei maximal 95 bleiben. Je nach Stimmlage, insbesondere bei Männern, kann es zu leichten Verzerrungen kommen. Bleibt man knapp unter dem Maximalpegel, ist dies kein Problem mehr. Bezüglich der Tonalität liefert der QN70F eine sehr natürliche und ausgewogene akustische Darbietung. Stimmen werden exakt und mit feinen Charakterzügen wiedergegeben. Darüber hinaus rauscht der Samsung TV in hohen Lautstärkebereichen von allen drei Modellen am wenigsten.

Auch hier haben wir uns nicht nur Alltags-TV, sondern auch Skyfall erneut angesehen. Die Tieftonwiedergabe ist nicht überbordend, es fehlt erwartungsgemäß an Kraft und Nachdruck, als Javier Bardem dem Doppel-Null-Agent sein Walkie-Talkie demonstriert, der U-Bahn-Tunnel explodiert und der Zug entgleist. Die Stimme gelingt allerdings sehr charaktervoll und sauber, zudem ist die Bühne durchaus breit und einzelne Effekte können in ihrer Richtung nachvollzogen werden. Allerdings können, bei komplexer Kulisse, einzelne Effekte etwas untergehen und insgesamt ist die Räumlichkeit ein wenig eingeschränkt. Eine insgesamt solide akustische Performance, die wir auf Basis des integrierten Audiosystems und unserer Erfahrungen mit Samsung-Geräten in etwa in dieser Form erwartet haben.

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Wie in fast jedem, von uns erstelltem TV-Testbericht empfehlen wir für klanglich anspruchsvolle Anwender ein Upgrade, zumindest im Sinne einer passenden Soundbar. Wenn man nur gelegentlich eine dramatische Serie genießen möchte, bietet der Hisense hier unter Berücksichtigung aller Parameter das beste Gesamtergebnis. Mit klarer Stimme und einem insgesamt natürlichen Eindruck überzeugen alle drei Modelle. Vom TCL hätten wir aber auf Basis des B&O Audiosystems etwas mehr erwartet.

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