VERGLEICHSTEST: Ultra HD-TVs Samsung 55QN70F, Hisense 55U7Q Pro und TCL 55C7K

Bei uns in der Redaktion haben sich drei 55 Zoll-4K-TVs versammelt, die allesamt auf Quantum Dot-Basistechnologie fußen, die sich natürlich bei jedem Modell deutlich verfeinert präsentiert. Zum großen Kräftemessen angetreten sind der Samsung 55QN70F, der Hisense 55U7Q Pro sowie der TCL 55C7K.
Stellen wir die einzelnen Kandidaten zu Beginn kurz vor.
Samsung 55QN70F

Samsung 55QN70F
Aktuell kostet der elegante 4K-Neo QLED-Fernseher, der Samsungs Tizen-Betriebssystem besitzt, direkt bei Samsung 1.159 EUR. Die Marktpreise beginnen bei circa 990 EUR. Der "4K Vision AI Smart TV" verfügt über den Neural Quantum 4K AI Gen2 Prozessor, für eine präzise Hintergrundbeleuchtung sorgen Quantum Mini-LEDs. Für Gamer interessant sind die Motion Xcelerator 144 Hz-Funktion sowie umfangreiche Game-Steuerungs- und Bedienoptionen. Samsung verspricht eine hohe Upscaling-Qualität dank dem massiven Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Doch nicht nur umfangreiche Bild- und Tonfunktionen mit speziellen AI-Modi, die AI-unterstützt sind, auch zahlreiche Komfort-Features sind mit an Bord. Click To Search liefert schnell weitergehende Informationen zum aktuell laufenden Inhalt, während die Live-Übersetzung die Sprache der Untertitel der Inhalte des TV-Besitzers erkennt und sie umgehend in die gewählte Sprache übersetzt. Samsungs eigener Sprachassistent namens Bixby gehört ebenfalls zum Ausstattungsumfang und verarbeitet mehrere Befehle gleichzeitig.
Adaptive Sound Pro verbessert die Akustik unter der Miteinbeziehung der Raumakustik, hinzu kommt eine AI-gestützte Audio Remastering-Technologie, die auch für eine besonders gute Sprachverständlichkeit verantwortlich ist. Der Samsung ist optisch äußerst elegant gehalten, dieser Eindruck wird durch die gleichbleibend geringe Bautiefe nachhaltig unterstützt. Leider gibt es Lücken bei der HDR-Kompatibilität. Zwar werden HDR10, HDR10+ Adaptive und HLG unterstützt, nach wie vor aber nicht Dolby Vision. Dafür ist der Filmmaker Mode an Bord. Akustisch unterstützt der TV normales Dolby Digital und Object Tracking Sound Lite. Zudem ist Q Symphony vorhanden, für ein nahtloses Audioerlebnis in Zusammenarbeit mit einer kompatiblen Samsung Soundbar. Der Samsung-TV, den man mittels der Smart Things-App ins hausinterne Gerätenetzwerk integrieren kann, wird mit einer sehr kompakten Solar-Fernbedienung ausgeliefert. Außer in 55 Zoll ist er noch wahlweise in 65, 75 sowie 85 Zoll zu erwerben.
Hisense 55U7Q Pro

Hisense 55U7Q Pro
Direkt auf der Website von Hisense ist der 4K-TV, der unter der VIDAA Smart TV-Plattform läuft, mit 1.299 EUR gelistet. Die Marktpreise beginnen ab rund 900 EUR. Er bietet MINI-LED-PRO-Technologie für einen tiefen Schwarzwert und eine hohe Helligkeit, ist mit der HI-VIEW AI Engine PRO als Prozessor ausgestattet und besitzt den 165 Hz Game Mode Ultra. Im TV verbaut ist ein 2.1.2-Lautsprechersystem, das auch für Dolby Atmos geeignet ist. Ferner besitzt das Panel eine antireflektive Beschichtung, sodass man, so verspricht es Hisense, auch unter weniger günstigen Bedingungen eine tadellosen Bildeindruck genießen kann. Der 55U7Q Pro ist Pantone-validiert - im Sinne maximal natürlicher Farbtöne. Dank des AI Chroma-Lichtsensors werden Helligkeit und Farbtemperatur automatisch an die aktuell herrschenden Bedingungen angepasst. HDR-technisch ist der Hisense blendend ausgestattet. Er unterstützt Dolby Vision IQ, HDR10+ Adaptive, HDR10 sowie HLG. Zusätzlich ist der 55U7Q Pro kompatibel zu IMAX Enhanced und bringt den Filmmaker Mode mit.
Mittels des AI HDR Upscalers wird laut Hersteller "Bildqualität auf HDR-Niveau" erzielt. Auch das Upscaling niedriger auflösender Bildinhalte geschieht dank dem AI 4K Upscaler in überzeugender Qualität, und AI Szenario bietet eine Echtzeit-Bildoptimierung in Abhängigkeit des aktuellen Contents. Weitere Ausstattungsmerkmale umfassen den AI SPORTS MODE und eine solarbetriebenee Fernbedienung, deren Solarzellen sich allerdings nicht rückseitig, sondern auf der Front der Remote befinden. Mittels der HI-CONCERTO-Funktion arbeiten Hisense TV und Hisense Soundbar nahtlos zusammen, eine Game Bar bedient die Gaming-Fraktion. Es gibt den U7Q Pro außer in 55 Zoll noch in 100, 85, 75 und 65 Zoll.
TCL 55C7K

TCL 55C7K
Hier kommt unser Marktpreis-Schnäppchen: Mit rund 600 EUR ist der 55C7K im Vergleich zur Konkurrenz deutlich preiswerter, ohne aber ein umfangreicher Ausstattung zu sparen. Der Hersteller spricht von einem "Premium QD-MiniLED-Fernseher". Um dies zu untermauern, nennt TCL eine präzise Dimming-Möglichkeit mit bis zu 2.048 Zonen und einen Helligkeitswert bei HDR-Material von 2.600 Nits. Laut TCL besitzt der smarte Fernseher, der unter Android TV läuft, ein "CrystGlow HVA-Panel" und den AiPQ-Prozessor. Weitere Features umfassen eine native Bildwiederholfrequenz von 144 Hz und ein klangstarkes Bang & Olufsen-Audiosystem mit Beosonic-Funktion, um die akustische Stimmung in Echtzeit anzupassen. Dass TCL als besonderen Pluspunkt auch ein "ultraschlankes Design" anführt, können wir so nicht ganz bestätigen. Denn im Vergleich zum wirklich flachen Samsung nimmt sich der 55C7K schon bauchiger aus, wenngleich man mit der Bautiefe schon noch gut leben kann. Pluspunkt ist das große Angebot an Diagonalen. Außer in 55 Zoll gibt es das Modell in 50, 65, 75, 85, 98 und sogar in gigantischen 115 Zoll.
Kennzeichen des 55C7K ist auch TCLs "Halo Control"-Feature, das den gesamten Weg von der Lichterzeugung bis zum finalen Bild abdeckt. Kernmerkmale sind hocheffiziente, Licht emittierende Chips sowie eine selbst entwickelte Linsentechnologie. Im 55C7K stecken, so verkündet der Hersteller stolz, nicht weniger als 34 selbst entwickelte Patente - vieles davon steckt in einer Technik, die von TCL "superkondensierte Mikrolinsentechnologie" genannt wird. Hinzu kommt ein bionischer Algorithmus für eine dynamische Beleuchtung. TCL verspricht darüber hinaus, dass es keine Geisterbilder, dafür mehr Klarheit gebe - aufgrund einer präzise ansprechenden Hintergrundbeleuchtung. Auch ist das Panel so behandelt, dass es kaum zu störenden Reflexionen kommen kann. Das ergibt zusammen mit dem hohen nativen Kontrastverhältnis von 7000:1 ein sehr lebendiges Bild, das man unter allen Bedingungen in hoher Qualität wahrnehmen kann. HRD-technisch ist alles an Bord, so Dolby Vision IQ, HDR10, HDR10+, HLG und auch noch IMAX Enhanced.
Verarbeitung Samsung 55QN70F

Der QN70F (in der Bildmitte) besitzt die mit Abstand geringste Bautiefe

Finish des ultradünnen Rahmens im Detail

Recht kompakter Standfuß

Die saubere Gestaltung der Rückseite macht auch eine freie Aufstellung im Raum möglich
Der Samsung ist das optisch attraktivste Gerät in dieser Dreiergruppe. Der smarte Fernseher tritt dank seiner sehr geringen Bautiefe und der sauber gestalteten Rückseite aus jedem Winkel elegant auf. Allerdings besteht der sehr schmale Rahmen ums Display aus Kunststoff und nicht aus Aluminium. Der Standfuß sieht ebenfalls gelungen aus, ist kompakt, gibt aber trotzdem einen guten Halt. Die kleine, kompakte Fernbedienung besteht zwar ebenfalls komplett aus Kunststoff, wirkt aber trotzdem nicht zu billig.
Verarbeitung Hisense 55U7Q Pro

Der Hisense (rechts im Bild) ist deutlich tiefer als der Samsung (mittig)

Rückseite des Hisense

Ein Teil der Integration des Soundsystems

Breiterer Standfuß
Beim Hisense wurde der ebenfalls schmale Rahmen ums Display aus Metall gefertigt. Die Passungen sind gut, sodass man auch hier hinsichtlich der Verarbeitungsqualität keine Defizite feststellen kann. Der Fuß ist mit einer Oberfläche versehen, die gebürstetes Aluminium imitiert, besteht aber aus Kunststoff. Leider ist der Hisense deutlich tiefer als der Samsung, was die Eleganz aus seitlicher Betrachtung oder bei der Wandbefestigung schmälert. Die recht große Fernbedienung ist gut verarbeitet, die sich auf der Vorderseite befindenden Solarzellen wirken aber deplatziert und würden sich rückseitig besser machen.
Verarbeitung TCL 55C7K

Links im Bild: Der 55C7K

Rückseite

B&W Soundsystem

Aluminium-Rahmen
Bleibt der TCL, bei dem sofort der sehr sauber verarbeitete Aluminium-Rahmen rund ums Display positiv auffällt. Die dunkel-silberne Farbgebung des Rahmens findet ebenfalls unsere volle Zustimmung. Der Standfuß besitzt, wie bei den Konkurrenten auch, eine Kunststoff-Oberfläche. Insgesamt präsentiert sich das Finish des 55C7K als ausgezeichnet, das günstigste Modell gerät gerade gegenüber dem Hisense nicht ins Hintertreffen. Auch der TCL ist nicht extrem flach, im Vergleich zum 55QN70F wirkt auch er aus seitlicher Sicht etwas ungelenker. Die Fernbedienung tritt solide, aber etwas altbacken auf.
Anschlüsse Samsung 55QN70K

Anschlusssektion
Der Samsung 55QN70F bringt vier HDMI-Schnittstellen (kompatibel zu ALLM, VRR, eARC) sowie zwei USB-A-Ports mit. Ferner finden sich eine RJ45-Ethernet-Buchse und ein optischer Digitalausgang. Der Sansung besitzt Anschlüsse für einen einfachen Triple-Tuner (DVB-S2, DVB-T2, DVB-C). An Wireless-Optionen vorhanden sind ein WiFi 5-Modul sowie eine Bluetooth 5.3-Schnittstelle.
Anschlüsse Hisense 55U7Q Pro

Anschlusssektion
Der Hisense 55U7Q Pro kommt ebenfalls mit 4 HDMI-Schnittstellen (kompatibel zu ALLM, VRR, eARC). Ergänzt wird das Sortiment durch ein USB 3.0 und ein USB 2.0-Terminal (USB-A). Ein Kopfhörerausgang (3,5 mm) sowie ein optischer Digitalausgang, ein Ethernet RJ45-Anschluss und die Slots für den DVB-C/DVB-T2/DVB-S2-Triple-Tuner sind ebenfalls vorhanden. An WiFi-Technologie gibt es hier IEEE 802.11 a/b/g/n/ac (Dualband, wie überall üblich). Bluetooth stößt als weitere drahtlose Schnittstelle noch dazu.
Anschlüsse TCL 55C7K

Anschlusssektion
Der TCL ist etwas schmaler ausgerüstet und bringt Bluetooth 5.4 sowie ein WiFi 5-Modul mit. Er verfügt über vier HDMI 2.1-Slots (mit eARC und den anderen HDMI 2.1-Merkmalen), aber nur über eine einzige USB-Schnittstelle (USB-A, 3.0) und über einen optischen Digitalanschluss. Hinzu kommen die Schnittstellen für den eingebauten Triple-Tuner (DVB-C, DVB-T2, DVB-S2).
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