TEST: Technics Ottava S SC-C30 - Vielseitiges All-in-One-Talent mit eindrucksvollem Sound

Wenn man sich auf die Suche nach Top-Modellen im Wireless-Lautsprecher-Bereich begibt, dann stößt man früher oder später auf die verschiedenen Ableger des japanischen Herstellers Technics. Nicht zuletzt hatten wir im Dezember den Technics OTTAVA f SC-C70MK2 im Hause, der uns klanglich stark begeisterte. Nun hat das etwas kleinere Modell, der OTTAVA SC-C30, den Weg in die Redaktion gefunden. Aktuell ist die Komponente für 599 Euro zu haben und soll nicht nur eine tolle Klangatmosphäre bieten, und zwar mithilfe der gleichen Technologien, die auch im SC-C70MK2 zu finden sind, sondern auch komfortabel und vielseitig nutzbar sein. Wie bereits angesprochen, lassen sich im Verstärker des SC-C30 auch wieder die JENO Engines finden, die für einen sehr breiten Frequenzgang sorgen sollen, sowie das Space-Tune-Setup, wodurch sich die Klangeigenschaften des Speakers über verschiedene Modi perfekt an die Raumbedingungen anpassen können.

Rückseite des SC-C30

Konkret handelt es sich beim SC-C30 um einen drahtlosen Lautsprecher mit diversen Multimedia-Funktionalitäten, die dem Nutzer viele Möglichkeiten geben, Musik zu rezipieren. Darunter fallen die klassische Bluetooth-Funktionalität, das Abspielen von Musik von einem angeschlossenen USB-Stick sowie Streaming-Diensten wie Spotify und Deezer, aber auch die Verbindung mit AirPlay und Chromecast-fähigen Apps. Weiterhin können auf direktem Wege Audiogeräte über einen 3,5mm Klinken- und einen optischen Anschluss mit dem Speaker verbunden werden. Über die „Technics Audio Center“-App können außerdem Musikdateien von sich im Netzwerk befindlichen Geräten zugeführt und der SC-C30 als Empfänger für Internetradiosender verwendet werden.

Als Sahnehäubchen lässt sich der Speaker auch mit anderen Lautsprechern im Netzwerk verbinden und somit als Multiroom-System verwenden, das Ganze auch mit einem weiteren SC-C30, sollte man sich davon ein Paar gönnen und sie im Stereo-Modus betreiben wollen.

Im Folgenden wollen wir dementsprechend untersuchen, ob der SC-C30 in seiner Handhabung und mit der Präsentation seiner Klangqualitäten überzeugen kann.

Verarbeitung

Hochwertiges Aluminium an der Oberseite mit Technics-Gravierung und Display

Unterseite mit vier Standfüßen

Feste Verschraubung

Im Betrieb weiß leuchtende LED an der Vorderseite unten

Packt man den SC-C30 aus, ist man zuallererst vom Gewicht des Speakers überrascht, denn der ist für einen „mobilen“ kabellosen Schallwandler mit seinen 4,5kg schon ein ordentlicher Brocken. Dafür macht er aber auch sofort einen sehr wertigen Eindruck, da er durch das Gewicht nicht nur fest und stabil auf seinen Standfüßen an der Unterseite steht, sondern das Gewicht schließlich auch irgendwo herkommen muss. Dafür zeigt sich, neben hochwertiger Treiber, wohl die oben angebrachte Aluminiumplatte verantwortlich, die dem SC-C30 nicht nur einen Teil ihres Gewichts und ihrer Stabilität verleiht, sondern uns auch mit ihrer Optik gleich in den Bann zieht. Die silbern schimmernde Oberfläche zusammen mit dem schwarzen Lautsprechergitter und dem elegant gebogenen Gehäuse (Abmessungen 315x190x191mm) wirkt wirklich sehr elegant, ist aber gleichzeitig kompakt und lässt sich platzsparend im Raum platzieren. Durch sein zeitloses Design präsentiert sich der Speaker also sehr anmutig und weiß außerdem, sich harmonisch in den Wohnraum einzufügen. Uns wurde der SC-C30 in schwarz zur Verfügung gestellt, erhältlich ist er aber ebenso in cleanem, angenehmem Weiß.

Anschlüsse hinten

Rippenoptik an der Rückseite

Sauberes Finish an der Seite

Ebenso saubere und elegante Verarbeitung an der Oberseite


An der Rückseite finden wir die Anschlüsse des Lautsprechers, im Genauen einen AUX-Eingang, einen USB-Slot, einen optischen Eingang sowie den LAN- und Stromanschluss und einen kleinen Knopf, um die Helligkeit des OLED-Displays in drei Stufen zu dimmen, oder es ganz auszuschalten. Abgesehen davon ist die Rückseite in einem Rippendesign konstruiert, was trotz des Kunststoffmaterials nicht nur optisch etwas hermacht, sondern laut Hersteller auch für eine bessere Wärmeableitung der inneren Schaltkreise dienen soll.

Apropos Display: Dieses befindet sich an der Oberseite auf der Aluminiumplatte, in der oberen Hälfte mittig und wird ringförmig umgeben von den Bedienelementen. Dabei finden wir oben den Power-Knopf, unten den Play/Pause-Button und ringsherum + und - für das Regeln der Lautstärke, die Source-Taste und eine Stern-Taste für das Festlegen von favorisierten Playlisten oder Internetradiosendern. Bis zu neun Sender oder Playlisten können hier registriert werden.

Display im Bluetooth-Betrieb

Display und Bedienelemente im Detail

Innenleben des SC-C30

Bassreflexöffnung an der Seite

Wir entfernen einmal kurz das Lautsprechergitter und schauen uns das Innere an. Ohne Abdeckung wirkt das Gerät sehr technisch und sieht jetzt optisch nicht unbedingt ansprechend aus, auch hier offenbart sich die Verarbeitung aber als sehr ordentlich. An Ausstattung vorfinden können wir hier zwei 6,5cm Tieftöner, zwei 1,6cm Hochtöner und ein 12cm Subwoofer, der zusammen mit den Tieftönern für präzisen Tiefgang sorgen soll.

Einrichtung

Kommen wir zur Praxis und machen uns an die Einrichtung des SC-C30. Dazu entnehmen wir der Verpackung einfach das mitgelieferte Netzkabel und stecken damit den Speaker an die Steckdose (Netzteil ist dabei integriert). Danach starten wir das Gerät ganz einfach über den Power-Knopf am Bedienungsring oben. Nach dem Start können wir, während am Display „Wifi Setup“ angezeigt wird, den Speaker in unser WLAN-Netzwerk einbinden. Dieser Schritt kann aber auch für den Moment übersprungen werden, da der SC-C30 ja auch andere Funktionalitäten wie Wiedergabe über Bluetooth oder USB bietet. In diesem Fall wird dann nach einem Neustart ein blinkendes WLAN-Symbol am Display angezeigt, um zu signalisieren, dass der Lautsprecher nach wie vor eingebunden werden kann. Diese Einbindung kann dann, je nach Wahl, über die WPS-Taste oder aber über die Google-Home-App vorgenommen werden. Wahlweise hat der SC-C30 auch einen LAN-Anschluss an der Rückseite, um die stabilste Verbindung zu garantieren. Wir haben uns für die Einbindung mit der Technics-Audio-Center-App und anschließend Google Home entschieden, da sich so dann auch die Chromecast-Fähigkeit nutzen lässt. Im Folgenden zeigen wir hier ein paar Screenshots von der Einbindung.

Beginn der Einrichtung mit dem Technics Audio Center

Die App ist nutzbar für mehrere verschiedene Technics-Geräte

Hinweis, das Gerät in Betrieb zu nehmen

Überprüfung, ob das Gerät für das Wi-Fi Setup bereit ist

Umstieg auf die Google-Home-App

Suche nach dem SC-C30 mit Google Home

Der SC-C30 wurde gefunden

Verbindung zum WLAN wird hergestellt

Wenn die Verbindung hergestellt wurde, ertönt ein Signalton

Auswahl des Ortes des SC-C30 zur einfacheren Geräteverwaltung

Verknüpfung des Gerätes mit dem eigenen Google-Konto

Gerät ist ins WLAN eingebunden und kann via Chromecast in Betrieb genommen werden

Die Technics-Audio-Center-App empfiehlt es sich außerdem für die zentrale Konfiguration und komfortable Steuerung des SC-C30 herunterzuladen. Mit dieser lässt sich der Speaker direkt mit dem Handy steuern und man hat außerdem in der App einen zentrierten Zugriff auf die ganzen verschiedenen Abspielmöglichkeiten. Außerdem lassen sich so weitere Zusatzfunktionen konfigurieren wie z.B. ein Equalizer, ein Play Timer, womit man einstellen kann, welcher Radiosender um welche Uhrzeit automatisch angeschaltet werden soll, und man kann leichter die selbst erstellten Favoritenlisten verwalten. Internetradiosender und Musikdateien sowie Podcast-Episoden können in eine Favoritenliste von neun Slots eingefügt werden, außerdem können in der Podcast-Rubrik aus dem großen Angebot in einer separaten Liste die Lieblingspodcasts markiert werden.

Auswahl aus den registrierten Geräten

Auswahl aus verschiedensten Audioquellen

Favoritenliste mit bis zu neun Einträgen

Übersicht der registrierten Geräte

Soundkonfigurationsmöglichkeiten

Sonstige Einstellungen

Play Timer zur automatischen Aktivierung des Speakers zur gewünschten Zeit

Konfiguration eines Play-Timer-Slots

Play Timer mit einem belegten Slot

In der App inbegriffener Equalizer

Abgesehen von diesen eher konfigurativen Features hat man in der App aber natürlich auch Zugriff auf die verschiedenen Streaming-Dienste wie Deezer, Spotify, TIDAL sowie Internetradiosender, Podcasts und die Wiedergabe mit direkt angeschlossen Geräten. Der SC-C30 kann via Spotify Connect, sofern der SC-C30 mit dem lokalen Netzwerk verbunden ist, als Abspielgerät für Spotify von anderen Geräten im Netzwerk verwendet werden. Wenn außerdem ein Medienserver mit Musikdateien vorhanden ist, können diese ebenfalls über das Netzwerk am SC-C30 wiedergegeben werden. Der Speaker stellt sich hiermit als wunderbarer Multimedia-Allrounder heraus, der alle möglichen Audioquellen umsetzen und somit schön als kleine All-in-One-Lösung fungieren kann. Einzig und allein die Audio-Center-App an sich müssen wir etwas kritisieren. Leider kam es bei unserer Benutzung einmal zu einem Absturz und die Ladezeiten sind stellenweise etwas lang, gerade wenn ein Podcast abgerufen werden soll. Hier dauerte es manchmal mehrere Sekunden, bis die gewünschte Episode dann tatsächlich abgespielt wurde. Die App ist in ihrer Gestaltung zwar übersichtlich und dennoch vielseitig, das Handling ist aber gelegentlich etwas schwergängig.

Auch FLAC-Dateien von einem USB-Stick sind lesbar

Auswahl aus zahlreichen Internetradiosendern

Auswahl aus vielen verschiedenen Podcastkategorien

Eine Liste aus beliebten Podcasts

Auch Podcasts können zu Favoriten erklärt werden

Favorisierte Podcasts in einer separaten Liste

Das Space Tune Setup zur Einmessung des SC-C30

Bevor wir uns auf den Klangtest stürzen, betätigen wir noch das Space Tune Setup, welches der SC-C30 verwendet, um seinen Klang perfekt der Raumsituation anzupassen und so den bestmöglichen Sound zu generieren. Für das schnelle Setup kann man sich zwischen drei Voreinstellungen entscheiden, nämlich wandnah, wenn der Speaker in der Nähe einer Wand steht, ecknah, wenn er sich in der Ecke des Raumes befindet, oder aber frei, wenn keines der beiden zutrifft. Über das eingebaute Mikrofon und dem damit verbundenen Einmessvorgang kann man den Klang noch weiter optimieren. Dieser Einmessvorgang lässt sich entweder über die Audio-Center-App oder direkt am Gerät starten, indem man den Play-/Pause-Knopf fünf Sekunden lang gedrückt hält und anschließend noch einmal dieselbe Taste drückt. Dann erscheinen kurz einige Tonsignale und nach nicht einmal einer Minute ist die Einmessung durchgeführt. Verfügt man über ein iOS-Gerät, so lassen sich außerdem über die Space-Tune-Measure-Funktion der Frequenzgang und die akustischen Bedingungen im Raum messen und den Sound noch präziser an die Raumsituation anpassen.

Klang

Beginnen wir jetzt also mit dem Klangtest und hören erstmal in „Access is Denied“ von SayMaxWell hinein. Was uns hier am schnellsten auffällt, ist dass die auf der Website versprochene Basskraft nicht nur vorhanden ist, sondern auch mit Nachdruck Stimmung bringt. Der Bass ist stark, atmosphärisch, aber gleichzeitig beherrscht. Auch wenn es sich hier „nur“ um einen einzelnen Lautsprecher in der Ecke des Zimmers handelt, fühlt man sich dennoch eingenommen von den Tiefen des Tracks. Gleichzeitig aber verschwinden die Synthesizer-Sounds und die Voice Samples nicht in den Hintergrund, sondern der SC-C30 weiß, wie man die Bässe zwar stark wiedergibt, aber den anderen Frequenzen immer noch ihren Spielraum lässt. Weiterhin sind wir beeindruckt von der Pegelfestigkeit. Der Speaker ist zwar nicht besonders groß, leistet aber überraschend starke Arbeit durch die Lautstärke, die er generieren kann und dabei verliert die Darstellung auch nicht an Präzision oder klingt spitz bzw. unangenehm. Bei „HR 8938 Cephei“ von Deadmau5 sind wir ähnlich begeistert, weil sich uns auch hier eine stark harmonische Soundkulisse präsentiert, bei der die verschiedenen Frequenzen und Sounds des Synthesizers nahtlos ineinander übergehen, aber sich auch gleichzeitig klanglich toll in Szene setzen. Die Klänge werden hervorragend voneinander gelöst. Als wir noch etwas lauter aufdrehen, stellen wir leider fest, dass es dann dem Tieftöner doch etwas zu viel wird und er nicht mehr mit dem Kickbass eines Deadmau5-Tracks mithalten kann. Nun, wir dürfen nicht vergessen, dass wir hier mit einem kabellosen Lautsprecher für 600 EUR arbeiten, und unter diesem Standpunkt kann man, selbst wenn er bei wirklich hohen Lautstärken dann doch irgendwann schwach wird, wenig über die atmosphärische Basskraft des SC-C30 meckern. Erwähnt werden sollte es aber natürlich trotzdem.

Gehen wir weiter in orchestrale Gefilde mit „Forest Kingdom“ aus dem Nier: Automata Soundtrack. Die einnehmende Klangatmosphäre aus den vorigen Beispielen setzt sich hier am Anfang mit den Glockenklängen fort. Uns persönlich hallen die Glocken etwas zu sehr nach, wodurch sie die Aufmerksamkeit etwas zu sehr auf sich ziehen, allerdings kann man mit dem Equalizer der Technics-Audio-Center-App hier nachhelfen. Zu vermerken ist aber wieder eine sehr klare Darstellung der Vocals, welche mit dem Orchester wunderbar im Einklang ertönen und eine anmutige Stimmung  vermitteln. Auch die später dazukommenden Flöteninstrumente fügen sich gut ins Geschehen ein und vermischen sich nicht mit den bereits vorhandenen Klangebenen, sondern alle Bestandteile des Orchesters inklusive dem Chor sind distinkt voneinander deutlich wahrnehmbar. Auch beim Zusammenspiel mit vielen verschiedenen Instrumenten bleiben keine Wünsche offen. Einzig und allein die Abstimmung zwischen verschiedenen Frequenzen bei komplexen Soundkulissen dieser Art könnte, wenn es starke Tiefen zu kontrollieren gilt, etwas besser funktionieren. Die gelieferte Leistung des SC-C30 ist aber keineswegs schwach, sondern reißt durch ein großteils toll voneinander gelöstes und vielschichtiges Klangbild mit. Das Gleiche bekommen wir dann noch einmal bei „Sound of the End“ zu spüren, bei der in der ersten Hälfte eine packende Inszenierung des Vokalensembles, der Streicher und der Pauken erforderlich ist. Auch diese weiß der SC-C30 mit Leichtigkeit zu trennen und macht sie im Einzelnen sehr harmonisch wahrnehmbar. Beim ruhigeren Übergang zum zweiten Teil des Stücks zeigt der Speaker wieder eine starke atmosphärische Darstellung, die mitnehmend und einhüllend wirkt. Manchen könnte hier der Bass etwas zu stark sein, aber für solche Zwecke kann man ja mit dem Equalizer der Audio-Center-App nachbessern. Unsereins gefällt die stimmungsvolle Darbietung sehr.

Machen wir noch etwas Stimmungsvolles mit „Far Away“ aus dem Klassiker Red Dead Redemption von Rockstar Games. Die weichen Vocals kommen hier wieder angenehm zur Geltung und erzeugen im Zusammenspiel mit den akustischen Gitarrenkünsten von José Gonzalez einen homogenen Sound. Man könnte meinen, Gonzalez hätte die Aufnahme auf den ersten Versuch ganz unbedarft bei Sonnenuntergang angefertigt, so authentisch und locker wird die Ballade vorgeführt. Auch hier lässt sich wieder festhalten, dass der SC-C30 nie unangenehme Klänge serviert, sondern die bewusste Vintage-Style Aufnahme mit ihrem kratzigen Sound gekonnt umsetzen kann. Man fühlt sich direkt an den Ritt nach Mexiko in Red Dead Redemption zurückerinnert.

Zum Schluss noch etwas Entspanntes mit „My Life is Going On“ von Burak Yeter und Cecilia Krull. Uns gefällt hier vor allem das nahtlose Zusammenspielen der Vocals mit den elektronischen Dance-Klängen, die hier viel gleichzeitig zu hören sind, aber auch in schnellem Wechsel gekonnt dargestellt werden müssen. Wir können berichten, dass diese Aufteilung dem SC-C30 wieder gut gelingt, auch mit dem treibenden Kickbass. Hier wird der Speaker leider bei hohen Lautstärken wieder schwach und kann bei den Tiefen nicht mehr mit dem verlangten Pegel mithalten. Das ändert aber nichts daran, dass im Gesamtklangbild die Frequenzen sehr gut miteinander harmonieren und auch der Bass stark, aber beherrscht agiert.

Konkurrenzvergleich

Zu einer guten Kaufentscheidung gehört immer eine Abwägung, deshalb wollen wir zum Schluss noch einmal schauen, was die vergleichbaren Produkte sind, die der SC-C30 einen harten Wettkampf bieten könnten.

Ein etwas günstigerer Kandidat wäre da die z.B. die im letzten Jahr von uns getestete Direkt 800 BT von Heco für aktuell 399 EUR, die uns damals in Sachen Verarbeitung und Sound gerade für diesen Preis sehr überzeugen konnte. Durch ihre Abmessungen und ihr Gewicht von 9kg ist die 800 BT aber wohl eher als eine hochwertige Stereoanlage zu betrachten, die auch als TV-Lautsprecher verwendet werden kann. Da ist der SC-C30 etwas leichter in der Handhabung, zumal dieser auch mehr Multimedia-Features wie Chromecast-Funktionalität vorzuweisen hat. Hier kommt es dann schlichtweg darauf an, was die Präferenz des Nutzers ist. Klanglich und preislich gut beraten ist man der 800 BT aber allemal.

Zum gleichen Preis wie der SC-C30 ist der Citation 500 von Harman Kardon erhältlich, der damals wirklich neue Maßstäbe in der klanglichen Raffinesse eines Streaming-Lautsprechers gesetzt hat und bei uns auf ganzer Linie für Begeisterung gesorgt hat, auch aufgrund seiner einfachen Handhabung durch Sprachsteuerung mit Google Assistant. Mit im Gepäck sind hier dann auch die Einbindung ins lokale WLAN-Netz, Streaming über Bluetooth und Chromecast. Einzig der USB-Anschluss, sowie der optische Audio- und Klinkenausgang fehlen. Der SC-C30 bietet eben noch eine kleine Stufe mehr Allrounder-Funktionalität, klanglich schenken sich die beiden Kontrahenten aber wirklich nichts.

Zum Abschluss noch der „große Bruder“ des SC-C30, nämlich der SC-C70MK2, den wir kürzlich im September testen durften. Im Großen und Ganzen gleichen sich die beiden Systeme, da Technics natürlich Wert darauf gelegt hat, dass die eingebauten Klangtechnologien zu einem ähnlichen Klangerlebnis führen. Beim SC-C70MK2 wird natürlich einiges etwas „größer“ bemessen, so sind im SC-C70MK2 größere Töner verbaut und die Lautsprecher haben eine höhere Ausgangsleistung. Zusätzlich verfügt der SC-C70MK2 über einen CD-Player, bietet also noch eine weitere Möglichkeit, Audio zuzuspielen. Auch klanglich trumpft der größere Ableger der SC-C Speaker stark auf und tritt mit hochwertiger Materialverarbeitung auf, allerdings ist er natürlich mit einem Kaufpreis von fast 900 EUR eine Stufe teurer als der SC-C30. Für sein Geld bekommt man aber auf alle Fälle die entsprechende Leistung.

Fazit

Klein, aber oho! Das scheint das Motto von Technics bei der Entwicklung des SC-C30 gewesen zu sein. Klar, es gibt eine Vielzahl an kleineren Lautsprechern, aber in der Relation zu seiner Größe bietet der SC-C30 eine herausragende Klangperformance, die es locker erlaubt, am Lautstärkeregler auch mal richtig Gas zu geben. Beeindruckend ist dabei die Pegelfestigkeit. Selbst, wenn man richtig aufdreht, verliert der Speaker nicht an klanglicher Raffinesse, einzig bei sehr bassstarken Titeln wird es dann doch irgendwann zu viel und der Tieftöner beginnt, nachzugeben. Das ist aber dann schon bei Lautstärken, bei denen man das Wort des Gegenübers schon lange nicht mehr verstehen würde, daher überwiegt hier eher die schön einhüllende und harmonische Präsentation. Ebenfalls überzeugt hat uns die hochwertige Verarbeitung und schlichte, aber schicke Optik, mit der der SC-C30 in jedem Wohnzimmer eine gute Figur machen kann. Außerdem stark ist natürlich die vielseitige Einsetzbarkeit. Nicht bei jedem Gerät, das als Allrounder betitelt wird, kann man darauf zählen, dass auch wirklich alle Multimedia-Aspekte abgedeckt sind, aber die Fähigkeit, Internetradio, Podcasts und alle möglichen Streamingdienste via Chromecast wiederzugeben, sowie die USB-, Klinken- und optischen Anschlüsse an der Rückseite sprechen für sich und machen den Speaker für seinen Preis zu einer tollen All-In-One-Lösung. Dass der Sound dann auch noch zu begeistern weiß, setzt der Performance des SC-C30 die Krone auf.

Der Technics Ottava S SC-C30 überzeugt mit hochwertiger Verarbeitung, Klangstärke und Funktionsvielfalt in einem

Wireless Speaker Oberklasse
Test: 01.03.2021

Test & Fotos: Michael Kind
Datum: 01.03.2021

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