TEST: Stereo-Streaming-Vollverstärker NAD M10 - High Tech-Paket für knapp 3.000 EUR

Multitalent aus Kanada: Der NAD BluOS® Streaming-Vollverstärker M10 soll gleichermaßen kompakt wie vielfältig und leistungsfähig sein. Optisch extrem attraktiv, mit einem riesigen Touch-Display auf der Front, mit bärenstarken digitalen Endstufen und zahlreichen Streaming-Optionen: Er ermöglicht dank der Steuerung mit der BluOS-App das Streamen Musik von lokalen Servern und Festplatten, ebenso von Online-Services oder Internet-Radiosendern. Die Streaming-Plattform BluOS® unterstützt dabei bis zu 64 im Netzwerk angemeldete Player sowie unkomprimierte Datenformate einschließlich der Studio-Master-Qualität MQA, das man  z.B. bei TIDAL (Master Quality" vorfindet. Kurz gesagt, kann man Files in Hi-Res-Qualität, aber mit deutlich geringerem Datenvolumen dank MQA wiedergeben.

Seit neuestem ist BluOS überdies auch zu Amazon Music HD kompatibel, so kann man den erst kürzlich eingeführten hochauflösenden Streaming-Dienst Amazon Music HD bereits nutzen. BluOS ist eine der ersten Plattformen, die Anwendern den Zugang zum hochauflösenden Amazon-Katalog bietet. Amazon Music HD kostet für Prime-Kunden 12,99 Euro pro Monat, 14,99 Euro für andere Amazon-Kunden. Das Familienpaket kostet 19,99 Euro pro Monat. Neue Abonennten erhalten einen kostenlosen 90-Tage-Testzugang, bestehende Abonnenten können Amazon Music HD 90 Tage ohne zusätzliche Kosten nutzen. Übrigens: Wer möchte, kann seine Musikbibliotheken über die Roon-Plattform verwalten und abspielen – der M10 kann als „Output“ innerhalb des Roon-Netzwerks eingesetzt werden. 

Nun wenden wir uns wieder dem M10 zu, der ohne Fernbedienung geliefert und über die zugehörigen Apps gesteuert wird. Im einzelnen handelt es sich um die BluOS-App sowie Dirac-App für die Einmessung). Das erforderliche Messmikrofon wird mitgeliefert. 

Aus einem Stück gefertigtes Gehäuse aus massivem Aluminium, hier die Rückseite

Einmessmikrofon

Mikrofon

Der NAD-Verstärker ist exzellent verarbeitet, der edle Gehäusedeckel verdeutlicht das ebenso wie das aus einem Guss gefertigte, kleine Gehäuse. An Anschlüssen ist alles Relevante vorhanden:

Innenleben

Ins kleine Gehäuse eingebaut sind extrem verzerrungsarme HybridDigital-Endstufen mit einer Dauerleistung von 2 x 100 und einer Impulsleistung von 2 x 300 Watt. Das Innenleben erscheint aufräumt, wegen des digitalen Arbeitsprinzips der Endstufen (praktisch keine Erwärmung, hohe Effizienz) kann das Gehäuse so klein gehalten werden, da es weder riesige Kühlrippen noch einen großen Ringkern-Transformator braucht. 

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Hochwertige, Acryl-ummantelte Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse

Optischer Eingang, HDMI ARC-Anschluss, LAN/USB-Terminals, Service-Buchse

Trigger-Ausgang, 2 Analog-Eingänge, Pre-Out für externe Endstufe, 2 x Subwoofer Pre-Out, Koaxial-Digital, kein Phono-Eingang

Zu den Anschlüssen. HDMI-ARC ist vorhanden, ebenso ein koaxialer und ein optischer Digitaleingang, aber kein dedizierter Phono-Eingang. An Bord ist ein bidirektionales Bluetooth® aptX® HD Modul, das nicht nur den hochauflösenden Audiostream vom Smartphone oder Tablet entgegennehmen kann, sondern ihn bei Bedarf auch an einen mit dem NAD gekoppelten Bluetooth®-Kopfhörer weiterleitet.

Schickes Menü zum Management der Eingänge

Auch übers Display kann die Klangregelung vorgenommen werden

Der M10 bringt das schon zu Anfang erwähnte hochauflösende Display mit, das ganz verschiedene Dinge anzeigen kann. Auch das gesamte Geräte-Menü kann auf dem Display anzeigt werden, ebenso natürlich der aktuelle laufende Titel mit Album-Cover oder eine VU-Meter-Anzeige, die den momentanen Leistungsabruf anzeigt. Sofort im Display sichtbar nach dem Anschalten sind auch neue Firmware-Versionen, die schnell und problemlos installiert werden. Das Mikrofon wird mittels des mitgelieferten Adapters mit dem M10 verbunden. 

Teil 1 der Menü-Einstellungen, Settings "Player"

Setup der Eingangsquellen

Menüpunkt "Music Library"

Reboot-Möglichkeit und Factory Reset

Umfangreiche System-Informationen

Auch möglich: VU-Meter-Anzeige

Die Bedienung des nur gut 20 Zentimeter breiten NAD Verstärkers erfolgt auch komfortabel über die kostenlos für iOS und Android verfügbare BluOS® App. Hier einige Screenshots der Einrichtung und der Menüs von bluOS:

Beginn der Inbetriebnahme der Streaming-Tätigkeiten des M10

Der M10 wird sogleich erkannt

Festlegung eines Namens

Sofort kann der NAD-Verstärker verwendet werden

Musik abspielen

Hauptmenü

Viele Musikdienste können mittels BluOS genutzt werden

Die Ersteinrichtung funktioniert völlig problemlos. Der M10 wurde von der BluOS-App umgehend erkannt und konnte zügig ins Netzwerk integriert werden. BluOS offeriert sehr zahlreiche Musik-Streaming- und Internet Radio-Dienste. Allerdings sind nicht alle Dienste in jedem Land verfügbar.

Der M10  ist mit Dirac Live® ausgestattet und lässt sich mittels der Dirac-App und über das mitgelieferte Mikrofon perfekt auf die Akustik des Raums anpassen. Zusätzlich zu Pegelanpassungen bei bestimmten Frequenzen verwendet Dirac Live® spezielle Algorithmen, um auch das Impulsverhalten der abgespielten Audiosignale zu analysieren. So werden mögliche Abweichungen zwischen den im Originalsignal enthaltenen Impulsen und ihrer Wiedergabe korrigiert - im Sinne eines räumlich dichten, authentischen Klangs. Unsere Screenshots zur Einmessung:

Los geht es

Der NAD M10 wurde sofort erkannt

Sessel oder Couch?

Exakte Anweisungen

Erklärungen zur Einstellung von Gain und Lautstärke

Erinnerung: Steht das Mikrofon an der richtigen Stelle?

Messung

Hörposition wurde erfolgreich eingemessen

Vorgang abgeschlossen

Grafischer Überblick

Graphen für Left und Right

Zum Abschluss nochmal alle wichtigen Features zum neuen NAD M10 in der Übersicht: 

  • Extrem verzerrungsarme HybridDigital-Verstärker
  • 2 x 100 W Dauerleistung an 4 und 8 Ω, 2 x 300 W Impulsleistung an 4 Ω
  • Integriertes BluOS® Streamingmodul,
  • Ethernet-Anschluss
  • Roon ready
  • Bidirektionales Bluetooth® aptX® HD
  • Apple AirPlay 2
  • Koaxialer und optischer Digitaleingang
  • 2 analoge Hochpegeleingänge
  • HDMI-ARC-Eingang
  • MQA (24 Bit / 96 kHz), DSD und PCM Wiedergabe
  • Zwei separate Subwooferausgänge, Vorverstärkerausgang
  • Dirac Live® Raumkorrektur 
  • Messmikrofon und USB-Adapter im Lieferumfang
  • Hochauflösender TFT-Touchscreen
  • Abmessungen (BxHxT): 215 x 100 x 260 mm
  • Gewicht: 5 kg
  • Preis 2.999 EUR

Wenden wir uns nun den akustischen Eigenschaften des NAD M10 Stereo-Vollverstärkers zu.

Klang

Der M10 bringt verschiedene Audioeinstellungen innerhalb der BluOS-App mit. 

Klangregelung deaktiviert

Klangregelung aktiviert

Ganz oben im entsprechenden Menü kann man die Klangregelung aktivieren oder deaktivieren. Ist sie aktiviert, ist es möglich, Bass und Höhen zu justieren. Ebenso kann man angeschlossene Subwoofer auswählen (1/2 Subwoofer) und die passende Übernahmefrequenz voon 40 Hz bis 20 Hz in 10 Hz-Schritten einstellen. es folgen die Optionen "Replay Gain", Ausgabe-Modus und die mögliche Eingabe eines Lautstärke-Limits. Am Ende des Screens kann man die Werte auf Wunsch auf die Werkseinstellung zurücksetzen. 

Musik Tidal Master Quality

Komplett mittels Dirac eingemessen und an den großen Canton Reference 5 K brilliert der M10 in den Klang-Testreihen: Bei "Shallow" (Lady Gaga, Bradley Cooper) fasziniert vor allem die enorme Räumlichkeit des Klangbilds, er löst insbesondere die Stimmen von Brandley und Lady Gaga exzellent auf und löst sie zudem überzeugend vom Lautsprecher. Der straffe Bass setzt exakt zum richtigen Zeitpunkt ein, klar, mit Substanz, und einer enorm guten Trennung von den vokalen Elementen. Und eine Wucht, ein Nachdruck, den man dem kompakten Verstärker nie zugetraut hätte. Hier müssen sich viele große Stereoverstärker strecken, um mitzukommen, viele hängt der NAD souverän ab. Auch die Herausarbeitung dynamischer Differenzen, ganz gleich, ob groß oder klein, gelingt vorzüglich. 

Bei "Paradise" von Bazzi wiederholt sich das Spiel: Angenehm, homogen, in sich schlüssig, enorm pegelfest, und mit einer dichten, zugleich authentischen Räumlichkeit. Klar, für knapp 3.000 EUR Kaufpreis kann man auch viel erwarten. Alles andere als ein souveräner Auftritt wäre eine große Enttäuschung gewesen. Aber diese Mischung aus kleinen Abmessungen und einem Auftritt, der mancher Vor-/Endstufen-Kombination gut zu Gesicht stünde, das hat schon was. Wie gut sich bei Klang-Beispiel Nummer zwei wieder die Stimme von den Instrumenten trennt, das ist weit überdurchschnittlich. Der M10 widerlegt auch das gerade von HiFi-Gourmets gern vorgetragene Argument, digitale Endstufen würden "synthetisch" und nicht authentisch klingen. NAD kann hier mit der hauseigenen, innovativen Class D Verstärkertechnologie "HybridDigital" aufwarten.

Was heißt das? HybridDigital™ soll die  jeweiligen Vorzüge digitaler und analoger Verstärkertechniken in einem System vereinigen. Man erlebt mit dieser Technologie, so NAD, die Impulstreue und Dynamik, für die digitale Verstärker bekannt sind, ohne jedoch auf die emotionale Spielweise eines klassischen Analogverstärkers verzichten zu müssen. Und das sind keine leeren Phrasen, sondern der M10 liefert auch entsprechend ab: Er spielt auch im Detail feinfühlig und mit emotionaler Ausprägung auf. Trotz der digitalen Endstufen erwärmt sich der NAD M10 bei hohem Pegel und längerer Spieldauer spürbar, beunruhigend ist das aber nicht.

Toller Tiefgang, richtig gute Staffelung im Bassbereich: Bei "Formation" von Beyonce legt der M10 immer weiter zu, so weiter man die Lautstärke aufdreht. Keine Dynamik-Einbrüche, kein Aufweichen des Bass-Bereiches, die Pegelfestigkeit ist überragend. Der Tiefgang ebenso, und gerade der sehr tiefe Bassbereich benötigt enorm viel Energie - alles kein Problem für den M10. Er verbindet überdies eine natürliche vokale Dynamik mit einer nie aggressiven, immer gelassenen tonalen Abstimmung - hier haben die NAD Ingenieure ganze Arbeit geleistet.

Wechsel des Musikstils, nun wenden wir uns "No More" (Live-Version) von Disturbed zu. Und wieder beweist uns der M10, dass er immer liefern kann, ganz gleich bei welchem Musikstil: Die E-Gitarre fetzt, der Bass schiebt, und die Stimme des Sängers hat genau das richtige, gewollte Maß an Aggressivität. So taucht der Hörer tief ein in den live performten Song, die Räumlichkeit umgibt einen vollumfänglich. Der NAD M10 ist konsequent auf das Hören mit hohem Pegel ausgelegt, das macht er auch hier wieder deutlich. Wer Scheu davor hat, den kleinen Kasten in obere Lautstärke-Regionen zu scheuchen, dem sei gleich gesagt:  Hier gibt es riesige Stereo-Vollverstärker mit gigantischen Kühlkörpern und fettem Ringkern-Trafo, die sich dem Feuer der digitalen Endstufen des M10 beugen müssen, und zwar früher als erwartet. 

"Proud Mary" (Creedance Clearwater Revival, live aus Woodstock) präsentiert der M10, trotz des Alters der zugrunde liegenden Originalaufnahme, mit kräftigem Bass und einer über den gesamten Darstellungsbereich überzeugenden Detaillierung. Lebendig und natürlich, mit dem schon aus den anderen Testreihen her bekannten Nachdruck, lässt der M10 auf dem Weg zu einem sensationellen Testerfolg auch hier nichts anbrennen. Die Instrumente weisen alle genau das richtige Maß an Kontur auf, und die Stimm-/Instrumentaltrennung ist ein weiteres Mal hervorragend.

Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert Nummer 20 in D-Moll- Köchelverzeichnis 466, erstes Allegro, löst ebenfalls ein tiefes, umfassendes Hörerlebnis aus. Die Streicher ertönen mit Brillanz, aber ohne Härte, das Klavier besticht mit exakt getroffener Temperatur und hörbarer Anschlagdynamik. jede Art von Tempowechsel wird impulstreu umgesetzt, bei größeren Dynamiksprüngen wird auch das Ausmaß des Umfangs exzellent umgesetzt. Eines bleibt aber als Highlight: Wie virtuos das Klavierspiel von Friedrich Gulda (leider 2000 verstorben) präsentiert wird, ist selbst für 3.000 EUR Kaufpreis phänomenal. Selbst äußerst anspruchsvolle, erfahrene Hörer werden begeistert davon sein, wie viel pure Musikalität im kleinen M10 steckt.

Musik über Spotify

Weiter geht es mit "Swing" von Sofi Tukker. Der instrumentale Beginn gefällt durch dichte Atmosphäre, als dann der Beat startet, stemmen die digitalen Endstufen das Mehr an Leistung sofort, ohne spürbare Anstrengung und mit vorbildlicher Impulstreue. Grandios, wie satt und präzise der Basseinsatz erfolgt. Auch die weiblichen Stimmanteile arbeitet der M10 treffend heraus. Kraft ist stets in Hülle und Fülle vorhanden, gleichzeitig aber erschöpft sich das Können des NAD-Verstärkers nicht in den vulkanartigen Kraftausbrüchen. Ebenso ausgeprägt ist das vortreffliche Maß an akustischer Kultur, was man bei jedem Quellmaterial merkt. 

Kommen wir zu "Dare Me" von Sean Finn, und wieder drückt der NAD massiv im Bassbereich. Jedes neu hinzukommende akustische Element im Hintergrund wird umgehend dazugestellt, so dass man stets einen umfassenden, kompletten akustischen Eindruck hat. Der M10 bietet, das steht nach den zahlreichen Testreihen fest, eine selbst für 3.000 EUR beinahe unschlagbare Mischung aus schierer Kraft, enormer Dynamik, aus Klangkultur und Liebe zum Detail. Das Ganze kombiniert mit einer angenehmen Tonalität, die selbst bei extremen Pegeln erhalten bleibt. 

Filmton (über HDMI-ARC)

Da der M10 auch ein HDMI-ARC--Terminal hat, wollten wir wissen: Kommt er auch  mit Action-Spektakeln gut zurecht? Wir verbinden den Verstärker mit unserem Samsung Q950R. Im Anschluss legen wir die James Bond 007 Blu-ray von "Skyfall" ein, und hören ab Filmbeginn zu. Schon bei der eher subtilen Geräuschkulisse zu Filmbeginn erzeugt der M10 eine weite Räumlichkeit, und er überzeugt mit einer sehr sauberen Detaillierung. Die Stimme von 007 in der Wohnung in Istanbul, als er aus der Ferne mit der MI6-Zentrale in London spricht, kommt sehr gut heraus. Der Music Score, so haben wir es auch erwartet, kommt lebendig und präzise zur Geltung. Die Verfolgungsjagd durch Istanbul per Auto arbeitet der M10 mit Schwung heraus. Auch die MP-Salven aus der automatischen Waffe des Killers Patrice am Markt sind sehr gut zu vernehmen. 

Nun hören wir uns das bestens bekannte "Wien-Kapitel" von "Mission Impossible - Rogue Nation" an. Und auch hier beweist uns der NAD wieder: Kraft und Kultur, exzellent vereint. Als Benji in der U-Bahn-Station seine Spezialbrille aufsetzt, hört man sehr realistische Scan-Geräusche. Der Music Score mit kräftigem Bass wird passend serviert. Im legendären Wiener Opernhaus gibt der NAD die Geräusche der Opernbesucher, die Gespräche, die allgemeine Geräuschkulisse, sehr feinsinnig wieder. Als kurze Zeit später Puccinis "Turandot" aufgeführt wird, Ethan Hunt sich parallel mit einem Killer hoch über der Bühne auseinandersetzt, hat der M10 keine Probleme, alle parallel stattfindenden akustischen Ereignisse tadellos auseinander zu differenzieren. Oben harte Faustschläge, unten komplexe Arien und orchestrale Einsätze: Der NAD Verstärker schafft ein kräftiges, räumliches und glaubwürdiges Klangpanorama. Natürlich kann kein Zweikanal-Setup ein richtiges Mehrkanal-System ersetzen, aber nicht jeder braucht zwingend des 360 Grad-Feeling kompletter 5.1.4 oder gar 7.2.4-Systeme. Und für denjenigen, der hochwertige Stereo-Wiedergabe mit sehr gelungenen Fähigkeiten auch bei der Präsentation von Filmton kombinieren möchte und nur geringen Platz zur Verfügung hat, ist der NAD eine hervorragende Lösung. 

Fazit

Der NAD M10 ist mit knapp 3.000 EUR Kaufpreis alles andere als ein Schnäppchen. Wenn man den kleinen Stereo-Streaming-Verstärker in Augenschein nimmt, stellt man sich trotz des großen Displays und der sauberen Verarbeitung schon die Frage: Warum so viel Geld für so wenig "Materie"? Die Antwort gibt der NAD M10 selbstbewusst in der Klangwertung: Er agiert so geschmeidig, so kraftvoll und so kultiviert, dass selbst manche Stereo Vor-/Endstufen-Kombination ins Hintertreffen gerät. Ganz gleich, ob Piano-Solo, Elektro-Beats, fetzige E-Gitarre oder ehrlicher Rock: Der M10 behandelt jede Quelle, jeden Musikstil mit Sorgfalt und Präzision. Stimmen, weibliche wie auch männliche, arbeitet der Verstärker treffend ein, die Trennung von den restlichen akustischen Elementen ist überragend. Der M10 ist extrem pegelfest und kann auch an sehr hochwertigen Standlautsprechern ohne Schwierigkeiten betrieben werden. Anschlussseitig ist auch ein HDMI-ARC-Terminal vorhanden, das heißt, man kann den NAD-Verstärker auch mit dem TV verbinden und die Lautstärke dann komfortabel über die Fernbedienung des TVs steuern. Filmton gibt der N10 ebenfalls exzellent wieder, räumlich dicht, kräftig und lebendig. Leider ist kein dedizierter Phono-Eingang vorhanden, ebenso fehlt eine Fernbedienung. Mitgeliefert wird dafür ein Messmikrofon für die Dirac-Einmessung, die mittels App problemlos funktioniert. 

Erstklassiger, innovativer und extrem kompakter Stereo-Streaming-Verstärker

Gesamt-Referenz Stereoverstärker Oberklasse
Test 25. September 2019

Test: Carsten Rampacher
Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 25. September 2019

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