TEST: LG xboom Grab by will.i.am - trendiger Style trifft auf Klasse-Sound und AI-Power
Klangwertung
Nun möchten wir genauer auf die klanglichen Eigenschaften des LG xboom Grab by will.i.am eingehen. Im ersten Schritt möchten wir die integrierte Freisprecheinrichtung checken. Wir verstehen den Angerufenen außerordentlich gut und auch der Angerufene versteht uns hervorragend, ohne Hall oder Störgeräuschen. Bilanzierend eine hervorragende Performance.

Top-Freisprecheinrichtung inklusive
Auch in diesem Test haben wir uns nach mehreren Hörversuchen für die EQ-Kurve "AI-Sound" entschieden, bei der eine Genre-Analyse in Echzeit mittels KI erfolgt und der Klang entsprechend dem Quellmaterial angepasst wird, das hat hier wieder prima funktioniert.
Wir beginnen unsere Klangwertung mit "Darker Still" von den australische Metalcore-Band Parkway Drive. Die ersten Sekunden hören wir ein Pfeifen sowie Gitarrenklänge, und beide Facetten kann der kleinste Sproß aus der neuen xboom- Serie lebendig und natürlich, nicht so dumpf wie wir es erwartet hätten, wiedergeben. Als nach wenigen Momenten dann Winston McCall, Frontband der Band, mit seinem außergewöhnlichen und von der Stimmhöhe her tiefen Gesang ansetzt, sind wir erstaunt, wie sauber die vokalen Elemente vom doch eher preisgünstigen Bluetooth-Lautsprecher getroffen werden. Als der Titel dann Fahrt aufnimmt, steht weiterhin ein hervorragendes Zusammenspiel aus feinfühligen Gitarren, dem sehr fordernden Gesang sowie den voluminösen Drums im Vordergrund. Überdies liefert der kompakte Bluetooth-Lautsprecher in Anbetracht der Baugröße einanständiges Bassfundament.
Weiter geht es mit dem Titel "Wrong Side in Heaven" von Five Finger Death Punch. Mit einer Gitarre geht es los, und dise wird klar und tadellos erkennbarer Struktur präsentiert. Darauf folgen Drums, und bereits nach wenigen Momenten steigt Ivan Moody, Frontmann der Band, vokal ein. Das Zusammenspiel von Gitarrenklängen, voluminösen Drums sowie Gesang gelingt erstaunlich gut. Die Stimmfarbe von Moody wird ebenfalls wieder überzeugend vom Device getroffen. Als der Titel dann an Fahrt und Facetten zunimmt, fehlt es dem xboom Grab gerade bei höherem Lautstärkepegel etwas an Durchschlagskraft, was aber nicht verwunderlich ist bei eiem Speaker seiner Größe. Für den Einsatz im Schwimmbad, auf dem Spielplatz & Co. ist die Performance aber definitiv vollkommen ausreichend.
Bevor wir das Genre wechseln, wird es nochmal "rockig". Wir spielen dem LG xboom Grab by will.i.am "The Loneliest Hour" der schwedischen Rocker von Takida zu. Der Titel weist elektronisch erzeugte Effekte am Anfang auf, und darauf folgen sofort harte Drums. Auch bei diesem Track präsentiert uns der Bluetooth-Lautsprecher ein in sich schlüssiges Klangbild mit sauber gezeichneten Grundkonturen. Als Frontmann Robert Patterson mit seiner unverwechselbaren Stimme durchstartet, erstaunt uns der Grab wieder mit einer gefühlvollen und detaillierten Stimmwiedergabe, und dies bleibt selbst dann erhalten, als der Titel merklich an Fahrt aufnimmt. Überzeugen kann ebenfalls der Bassbereich, vor allem bei mittleren Lautstärkepegel. Hier besitzt er ein für die Baugröße des Lautsprechers beachtliches Volumen und trägt deutlich zur stimmigen Gesamtwiedergabe bei.
Wir wechseln das Genre und spielen dem LG Speaker "Escapism" von Raye & 070 Shake zu. Innerhalb weniger Sekunden schiebt der Titel förmlich nach vorn, mit satten und schnellen Bässen, und dem sehr fordernden Sprechgesang von Raye. Auch bei diesem Track fällt uns sofort die wirklich gute Stimmwiedergabe auf. Die Stimmfarbe von Raye tadellos getroffen und sogar relativ facettenreich dargestellt. Die tieffrequenden Signale werden ebenfalls gut herausarbeitet, und dadurch entsteht bilanzierend stimmiges und homogenes Klangbild. Natürlich dürfen wir hier bei der kompakten Baugröße kein Pegelmonster erwarten, die dargebotene Performance ist aber gerade in Anbetracht des Kaufpreises definitiv gelungen.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit einem CYRIL Remix von "The Door" von Teddy Swims. Der Titel startet ab Sekunde 1 mit schnellen Bässen sowie Synthesizer-Klängen. Letztere werden klar und mit solider Einarbeitung akustischer Einzelheiten präsentiert. Das Segment der tieferen Freqenzen wird ebenfalls ordentlich bedient, allerdings sollte der Anwender den Lautstärkeregler mit Bedacht bedienen und nicht auf Maximalpegel aufdrehen, da sonst die Srtruktur des Titels darunter leidet. Überzeugend gelingt die Darstellung von Teddy Swims spezieller Stimmfarbe, die relativ hoch angesiedelt ist. Daher kann sie gerne mal etwas fordernd oder gar schrill wirken, nicht so jedoch bei unserem LG Testsample. Für günstige 190 EUR Kaufpreis liefert der Speaker eine ohne Zweifel hervorragende Stimmwiedergabe.
Konkurrenzvergleich

Teufel Rockster Go 2: Derzeit (Stand 04. Juni 2025) ist der kompakte und grundsolide verarbeitete Bluetooth-Lautsprecher der Berliner Sound-Experten für schmale 100 EUR erhältlich. Dank eines integrierten Eco-Modus hält der Akku bis zu 28 Stunden, das verlangt nach zurückhaltender Lautstärke. Unter normalen Bedingungen hält der Akku gut 15 Stunden, was gut, aber nicht sensationell ist. Wie auch das LG-Pendant verfügt der Rockster Go 2 über Bluetooth 5.3, und Dynamic Bass passt die Tiefton-Performance exakt auf die aktuell anliegende Lautstärke an. Über eine KI wie der xboom Grab verfügt der in Berlin ersonnene Bluetooth-Speaker nicht, ebenso wenig über eine Beleuchtungsfunktion. Google Fast Pair wird unterstützr, und mittels Teufel Party Link können bis zu 100 Rockster Go 2 miteinander verbunden werden. Koppelt man zwei Rockster Go 2, wird automatisch ein Stereo-Setup erstellt. Mittels USB-C mit dem PC oder Mac verbunden, kann der kleine Lautsprecher auch als externe Soundkarte dienen. Diese Funktion ist bei LG nicht vorhanden. Wie der xboom Grab ist auch der Rockster Go 2 mit einem IP67 Schutzzertifikat ausgestattet. Er ist in drei Farbversionen und auch in einer Fender x Teufel Edition (zu einem höheren Kaufpreis) verfügbar. Klanglich beeindruckte uns der Rockster Go 2 definitiv, denn er spielt erstaunlich kräftig und erwachsen auf.

Hama x Canton Mate Pro: Mit 109 EUR ist der gar nicht mal so kleine Bluetooth-Lautsprecher wirklich günstig. Fürs investierte bekommt der Käufer einen großen, solide verarbeiteten Bluetooth-Lautsprecher mit drei gut funktionierenden unterschiedlichen EQ-Modi und der Option, zwei der Speaker wireless zu einem Stereo-Paar zu koppeln. Spritzwasser- und staubgeschützt ist der Mate Pro auch, und mit 60 Watt ist die Leistung der eingebauten Verstärkereinheit großzügig bemessen. Das Zweiwege-Lautsprechersystem wird von passiven Radiatoren unterstützt. Der Mate Pro verfügt über einen 3.600 mAh starken Li-Ion Akku, der aber nur Wiedergabezeiten von bis zu 12 Stunden generiert - das ist doch etwas wenig und stellt den praktischen Nutzen der eigentlich lobenswerten Powerbank-Funktion in Frage. Klanglich ist der Speaker mit der bereits älteren Bluetooth-Version 5.0 an Bord wirklich gut geworden, er hat Kraft und punktet auch mit einer guten Pegelfestigkeit. Bei der Materialauswahl aber merkt man, dass der sehr faire Kaufpreis auch deswegen realisiert werden konnte, weil man auf ein etwas einfacheres Finish zurückgegriffen hat.

Yamaha WS-B1A: Für einen Marktpreis von knapp 100 EUR ist der kompakte Aktivlautsprecher in ansprechenden Farbvarianten (Black, Carbongrau mit Akzenten in Roségold und die Variante Hellgrau, ebenfalls mit Akzenten in Roségold) verfügbar. Die IP67 Schutzklasse macht ihn staubdicht und der Lautsprecher ist für einen bestimmten Zeitraum gegen Wasser resistent. Die Verarbeitung des kleinen Geräts möchten wir als hervorragend bezeichnen. Das umfassende Kunststoffgeflecht hinterlässt einen robusten Eindruck, und der darauf befindliche Stoff sitzt akkurat und fest. Die gummierte Oberseite wirkt haptisch ausgezeichnet. Der integrierte Akku liefert bis zu 12 Stunden Musikgenuss, natürlich bei moderaten Pegeln - das ist kein wirklich guter Wert nach heutigen Maßstäben. Um den integrierten Akku vollständig zu laden, vergehen ca. drei Stunden, wie beim LG. Was uns sehr gut gefällt ist, die optional für 29 EUR erhältliche Ladestation mit der Bezeichnung CC-T1A. Dadurch entfällt der lästige Kabelsalat und der Bluetooth Speaker lässt sich komfortabel laden. Zudem kann der WS-B1A dann noch besser als stationärer Speaker im Haushalt genutzt werden. In den Klangtestreihen überzeugte der Bluetooth-Lautsprecher mit einem tadellosen Hochtonbereich sowie mit einer sauberen Stimmwiedergabe, die aber nicht ganz das Niveau des LG xboom Grab erreicht. Die beiden Passivradiatoren des Yamaha unterstützen bei morderaten Pegeln einen soliden Bassbereich. Etwas Punktabzug gibt es bei der Ausstattung des Yamaha-Speakers. So vermissen wir eine Freisprecheinrichtung sowie eine Trageschlaufe, um den Lautsprecher anständig transportieren zu können.
Fazit

Der LG xboom Grab by will.i.am ist einn üppig ausgestatteter, sehr robuster und attraktiver Bluetooth-Lautsprecher inklusive Beleuchtungselement. Der gesamte Funktionsumfang unseres Testkandidaten ist per AI-Funktionen steuerbar. Sei des die Auswahl des passenden Klangeffekts, die akustische Anpassung auf die aktuelle Situation am Aufstellungsort oder die Steuerung der Lichteffekte passend zum akustischen Inhalt - für alles steht die Künstliche Intelligenz bereit. Mit einer guten, wenn auch nicht sensationellen Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden und mit einer wirklich guten Verarbeitungs- und Materialqualtät wartet der kleinste der drei zusammen mit Universaltalent will.i.am entwickelten Bluetooth-Lautsprecher ebenfalls auf. Klanglich sind wir vor allem von der ausgezeichneten Stimmwiedergabe vollauf überzeugt, aber auch die akustische Gesamtharmonie und die Räumlichkeit sind auf hohem Niveau, gerade in Anbetracht der Preisklasse.
KI-gesteuerter, kompakter & robuster Bluetooth-Lautsprecher in trendiger Optik, der akustisch ebenfalls überzeugen kann

Bluetooth-Lautsprecher bis 200 EUR
Test 18. Juni 2025
Test: Carsten Rampacher, Sven Wunderlich
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 18. Juni 2025
Weiter auf: Vorherige Seite
Tags: Bluetooth • Bluetooth-Lautsprecher • Bluetooth-Speaker • Lautsprecher • LG • LG xboom by will.i.am • LG xboom Grab by will.i.am






