TEST: Dali Phantom S-280 - der größte und klangstärkste Einbaulautsprecher der Dänen

Das Equipment

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NAD M17 Voverstärker und M28 Endstufe

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Hochwertige Verarbeitung

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Display des M17

Natürlich kommen nur beste Komponenten im Testraum bei Dali in Frage, um die Phantom S-280 optimal anzusteuern. Und da passt es perfekt, dass NAD inklusive den Flaggschiffen der Master Series ebenfalls vom gleichen Haus vertrieben wird. Da im Testraum auch häufig mehrkanalig gearbeitet wird, steht dort der AV-Prozessor NAD M17, der für 8.890 EUR den Besitzer wechselt.

Dessen Hauptmerkmale umfassen symmetrische XLR-Ausgänge für alle 11.1 Kanäle (Mini XLR für Höhenkanäle) sowie separate D/A-Wandler für jeden Kanal. Zudem gibt es getrennte lineare und aktive Netzteile für die analogen und digitalen Sektionen und das zukunftssichere MDC-Modulsystem (Modular Design Construction), die Module AM 17 Audio und VM 310 Video sind ab Werk integriert. Für eine perfekte Anpassung des Lautsprechersystems auf die akustischen Bedingungen im Hörraum sorgt Dirac Live als modernes, leistungsstarkes Lautsprecher-Einmesssystem. BluOS-Streaming plus BluOS-Multiroom-Integration sind natürlich mit dabei.

BluOS unterstützt nahezu alle relevanten Musik-Streamingdienste und sehr viele Formate, darunter auch FLAC, WAV, AIFF und MQA. Der Luxus-Prozessor ist auch Roon ready.Apple AirPlay 2 mit Siri Sprachsteuerung gehört ebenfalls mit zum Feature-Portfolio. Die Anschlussbestückung umfast fünf HDMI Eingänge mit 4K UHD-Unterstützung 4K/60p/4:4:4/HDCP 2.2 und zwei HDMI Ausgänge (1 x HDCP 2.2 mit CEC, 1 x HDCP 1.4), hinzu kommen sieben analoge Stereo-Eingänge und jeweils zwei koaxiale und optische Digitaleingänge, Dolby Atmos® und DTS X werden an 3D-Audioformaten decodiert.

Es finden sich fünf individuell programmierbare AV-Voreinstellungen, und die Front wird dominiert vom großen, hochauflösenden TFT-Touchscreen. Zu den weiteren Features gehört eine unabhängige Quellenwahl und Lautstärkeregelung für Zone 2, eine RS-232 Schnittstelle, sowie diverse Ein- und Ausgänge für IR- und 12 V-Trigger-Signale.

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NAD M28

Die M28 (5.999 EUR) ist mit sieben extrem verzerrungsarmen, jeweils 340 Watt Dauerleistung (an 4 Ω) mobilisierenden HybridDigital Purifi Eigentakt-Endstufen ausgestattet. Für kurzzeitige Impulse (z.B. eine plötzliche massive Explosion im Action-Blockbuster) erzielt die M28 kurzfristig eine Leistung von bis zu 700 Watt (ein Kanal an 4 Ω).

Die spezielle Kombination des NAD eigenen HybridDigital-Konzepts mit der vom dänischen Unternehmen Purifi entwickelten Eigentakt-Technologie kann restlos überzeugen, wie wir aus diversen Testreihen wissen. Purifi Eigentakt punktet messtechnisch mit äußerst geringen Intermodulationsverzerrungen, einem über den gesamten Frequenzgang und die komplette Leistungsbandbreite besonders niedrigen Klirrfaktor – lediglich 0,00017 % bei 100 Watt Ausgangsleistung – plus einem außergewöhnlich niedrigen Eigenrauschen. Ein absolut klarer, unverfälschter Klang ist die Folge.

Elementar wichtig für die Entwicklung der Eigentakt-Technologie war, dass in den Komponenten im Ausgangsfilter des Verstärkers ein "Memory-Effekt" stattfindet. Dieses "Hysterese" genannte Phänomen hat anscheinend die bekannten klanglichen Defizite herkömmlicher Digitalverstärker als unschöne Folge. Durch eine spezielle Modifikation der Ausgangsstufe und mittels des ausgeklügelten Algorithmen der Eigentakt-Technologie war es den Purifi-Experten möglich, die Hysterese-Effekte um mehr als 75 dB herabzusetzen. Ein zusätzlicher Vorteil der Eigentakt-Endstufen ist, dass sie komplett unempfindlich auf wechselnde Lautsprecherlasten reagieren. Das heißt, dass man auch leistungshungrige Boxen und Lautsprecher, die bis auf 2 Ohm herunterkommen, betreiben kann.

Die extrem niedrige Ausgangsimpedanz führt zudem zu einem sehr hohen Dämpfungsfaktor, was sich in einer absolut sauberen und kontrollierten Basswiedergabe äußert.Der M28 ist XLR- und Cinch-beschaltet und verfügt über eine symmetrischen Signalübertragung, die aus der professionellen Studio- und Beschallungstechnik schon seit Jahrzehnten Standard ist. Er überträgt die Audiosignale nicht über einen einzigen, sondern über zwei Leiter, wodurch – auch auf längeren Kabelwegen – mögliche Störeinflüsse außen vor bleiben. 

Wenn bei ohnehin hohem Pegel eine Dynamikspitze wie z.B. eine nachdrückliche Explosion im Action-Blockbuster auftritt, stellt NADs PowerDrive-Schaltung sicher, dass auch bei extremen Impulsspitzen genügend Leistungsreserven zur Verfügung stehen, um die Signale in ihrer vollen Dynamik wiedergeben zu können. Bei Bedarf stellt das Netzteil kurzfristig sehr hohe Stromreserven bereit, so dass für Impulsspitzen fast die doppelte Ausgangsleistung mobilisiert werden kann.

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Kommen wir nun zu den Klangeindrücken.

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