PREVIEW: Teufel Rockster Go - neues Bluetooth-Lautsprecher-Ass für knapp 150 EUR?

"Go for Success" - diese Mission soll der neue Teufel Rockster Go in vollem Umfang erfüllen. Kein leichter Job, denn schließlich spielt er mit einem Kaufpreis von knapp 150 EUR in einer hart umkämpften Liga. "Gemacht für Abenteuer", schreibt Teufel auf der Website, und dieses Versprechen hält der Rockster Go auch: Das Gehäuse wirkt schick und gleichzeitig robust, zudem ist der Bluetooth-Speaker für Drinnen und Draußen geeignet: Er ist wasserdicht nach IPX7 und das gummierte - daher auch haptisch sehr gefällige - Gehäuse bietet Schutz vor Stößen. Installiert sind zwei Vollbereichs-Treiber sowie ein passiver Treiber.

Bedientasten auf dem Gerät, sehr großformatig und daher immer leicht zu handhaben

Top-Finish im Detail und durch Klappe geschützte Anschlüsse

Sauber verlaufende Materialübergänge

Rückseite mit praktischer und hochwertiger Trageschlaufe

Standbyknopf und Knopf für Bluetooth-Kopplung, die völlig problemlos abläuft

Passiv-Radiator

Die Stereo-Bühne wird durch Teufels selbst entwickeltes Dynamore-System effektiv erweitert. Bluetooth ist inklusive Qualcomm aptX an Bord. Wer auf "Paarung" steht, kann überdies zwei Rockster Go miteinander koppeln, diese spielen dann absolut synchron. Nicht ganz so begeistert sind wir von den maximalen Spielzeiten des eingebauten Akkus, die sich bei rund 12 Stunden einpendeln. Keine Sensation in der heutigen Zeit. Am Gerät selber finden sich große Bedientasten für die Basisfunktionen. Integriert in den Rockster Go ist eine Freisprecheinrichtung, vorhanden ist auch eine dedizierte Taste zum Aufrufen von Apple Siri oder Google Assistant. Auch integriert ist eine USB-Soundkarte zur Verwendung zusammen mit einem Notebook oder Desktop (Mac/Win7/Win10). 

Klang

Der Rockster Go ist neben dem USB-Slot für die Akkuladung mit einem 3,5mm Klinkenanschluss für analoge Audiosignale ausgestattet. Vorwiegend wird die Audio-Wiedergabe aber über das drahtlose Bluetooth-Protokoll erfolgen. Die Kopplung mit einem kompatiblen Gerät, z.B. einem Smartphone oder Tablet, gelingt denkbar einfach. Zunächst aktiviert man natürlich Bluetooth auf dem Mobilgerät, dann wird die Bluetooth-Taste auf der Rückseite für ein paar Sekunden gedrückt. Der leuchtende blaue LED-Ring um die Bluetooth-Taste blinkt und zeigt somit die Sichtbarkeit für andere Bluetooth-Geräte an. Die Komponente erscheint als "Teufel Rockster Go" am Smartphone/Tablet und wird mit einem Klick gekoppelt. Dass die Bluetooth-Verbindung steht, zeigt der nun dauerhaft blau leuchtende LED-Ring um die Bluetooth-Taste des Rockster Go an.

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Passend zur Weihnachtszeit legen wir mit John Lennons "Happy Xmas (War is Over)" einen alten Klassiker auf. Der kompakte Rockster Go überrascht mit einer breiten Bühne und sehr guter Räumlichkeit schon in den ersten Sekunden. Ebenso fällt die charakteristische Stimmwiedergabe des britischen Multitalents sehr natürlich aus, auch der Kinderchor ist gut in die Klangkulisse integriert. Schon hier verrät der Rockster Go seine markanteste Eigenschaft: eine für seine Größe unwahrscheinlich erscheinende Leistungsfähigkeit. Die Kulisse wird voluminös und mit hoher atmosphärischer Dichte präsentiert und bleibt auch bei höherem Pegel sehr souverän. Auch der mögliche Pegel ist für das kleine Gerät beachtlich, hier kann es empfindlichen Gemütern, die in der Nähe setzen, durchaus zu viel werden. Die Tonalität bleibt auch im oberen Lautstärkebereich ausbalanciert und harmonisch, spitz wird der Rockster Go hier nicht.

Abseits vom "Christmas Spirit" darf sich der Teufel Rockster Go bei Iron Maidens "Wrathchild" aus dem "Killers"-Album von 1995 austoben. Hier ist er zweifellos ebenso in seinem Element und "rockt" lebendig und schnell agierend los. Sehr gut gefällt hier die saubere Differenzierung der einzelnen Instrumente trotz des sehr schnellen Stückes. Zwar könnte die Bühne insgesamt noch etwas breiter und räumlicher erscheinen, allerdings müssen wir klar auf die Abmessungen des Rockster Go hinweisen. Wir kritisieren hier wohl aufgrund seiner exzellenten Eigenschaften, mit denen der Rockster Go ein deutlich größeres Gehäuse vermuten lässt. Auch untenrum trumpft der Berliner Teufel auf und präsentiert den Tiefbass mit einem für BT-Lautsprecher überaus solidem Nachdruck und Punch. Auch die sonstigen Percussion-Elemente werden sehr flink umgesetzt und in die Gesamtkulisse akkurat integriert. Emotional, lebendig und dynamisch liefert der Rockster Go hier eine wirklich überraschende Performance. Gerade bei diesem Genre tun sich viele Bluetooth-Lautsprecher schwer, ein transparentes und gleichzeitig sauber differenziertes Klangbild zu realisieren.

Der Tieftonperformance wollen wir natürlich etwas genauer auf den Zahn fühlen und spielen dem Teufel Speaker die Paul Kalkbrenner-Interpretation von Leonard Cohens "You Want it Darker" zu. Die Synthesizer-Elemente werden zunächst gut räumlich präsentiert, natürlich könnte sich das Gesamtbild noch besser vom Gerät lösen, für den kleinen Bluetooth-Lautsprecher ist die Darbietung aber ausgezeichnet. Der einsetzende Tiefbass wird dann natürlich nicht in vollem Umfang erfasst. Ausgewachsene Systeme liefern hier Bässe, die bis ins Mark gehen, diese Frequenzbereiche kann der Rockster Go erwartungsgemäß nicht umsetzen. Allerdings wird uns ein kraftvoll erscheinender und nachdrücklicher Kickbass geboten, der auch mit guter Präzision überzeugen kann. Durch die harten Bässe wird auch die übrige Kulisse beinahe bis zum Maximalpegel nicht beeinflusst und in den Hintergrund gedrängt. Die Stimme Leonard Cohens gelingt ebenso sauber und verrät durchaus ein wenig vom rauhen Charakter. Insgesamt gefallen uns Mitten und Höhen mit Klarheit, ohne übertrieben zu wirken. Gegen Mitte des Liedes packt der Rockster Go noch eins drauf und versetzt selbst unseren massiven Eichentisch in Schwingung, hier steckt durchaus Power im Gehäuse!

Wir kehren zurück in die "ruhigeres Fahrwasser" und werden mit I See Fire aus dem Hobbit-Soundtrack von Ed Sheeran wieder beschaulicher. Nichts anderes als spektakulär ist hier die Vokalcharakteristik des gebürtigen Iren, die uns der Teufel Rockster Go beschert. Dicht und gesättigt wirken die Mitten und zeigen deutlich mehr Authentizität als wir erwartet hätten. Auch als die akustische Gitarre einsetzt wird unser positiver Eindruck nicht gemindert. Die Saiten erklingen sauber und auch das Klopfen auf die Gitarre, das als Rhythmuselement dient, wird ausgezeichnet herausgearbeitet. Die Einbindung der Rasselgeräusche gelingt ebenfalls besser als erwartet, eine tolle Dynamik wird hier demonstriert. Im rechten Bereich der Bühne gehen die feinen Geräusche nicht unter, sondern werden toll integriert. Erst nach vier Minuten, als die Kulisse sehr komplex wird und sich weitere Percussion-Elemente hinzu gesellen, wirkt die Darbietung nicht mehr vollends sauber. Auch hier müssen wir aber wieder einschränken, dass dies Kritik auf hohem Niveau ist, viele Konkurrenten knicken hier weit vorher ein. Insgesamt eine exzellente Performance mit überrauschend hoher Natürlichkeit und Atmosphäre.

Erstes Fazit

Der Teufel Rockster Go hinterlässt in den ersten Test-Sequenzen einen ausgezeichneten Gesamteindruck. Akustisch erfreut er uns mit einer überraschenden Kultiviertheit, ohne es an Dynamik mangeln zu lassen. Optisch beweist er eine erfrischende Eigenständigkeit, die "Berliner Linie gefällt uns sehr gut. Zudem ist der Rockster Go solide verarbeitet und lässt sich zum synchron spielenden Lautsprecher-Paar koppeln. 

Preview: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 27. Dezember 2018

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