PREVIEW: Klipsch Aktiv-Subwoofer C-310ASWi - Kompakter, kraftvoller Bass-Würfel mit App-Steuerung

Für 1.799 EUR neu im Programm ist der Klipsch C-310ASWi. Der kompakte aktive Subwoofer mit 25 cm Basschassis und zwei Passivmembranen bringt eine starke B.A.S.H-Endstufen mit und hat bereits einen Empfänger für Wireless-Signalübertragung eingebaut. Mittels des optional für recht happige 229 EUR erhältlichen WA-3 Senders kann man dann z.B. vom AV-Receiver zum C-310ASWi die Basssignale drahtlos übertragen. 

Rückseite mit präzise eingepasstem Terminal

Sauberes Finish im Detail

Die großen Metallstifte stören etwas, wenn man das Gitter nicht befestigen möchte 

Frontansicht ohne Gitter

Sauber verarbeitetes Gitter

Der Klipsch C-310ASWi ist ausgezeichnet verarbeitet und wirkt im Vergleich zu anderen Klipsch-Subwoofern, die eher mit hemdsärmelig-robustem Auftritt auf sich aufmerksam machten, äußerst edel. Nur die großen Metallstifte auf der Front, die zur Befestigung des handwerklich sehr soliden Schutzgitters dienen, sind deutlich zu dick. Daher, so raten wir, sollte man den C-310ASWi besser mit dem hochwertigen Abdeckgitter aufstellen. 

Mittels der Klipsch Low Control App kann man den aktiven Subwoofer automatisch Einmessen. Ähnlich wie bei der schon bekannten Elac Subwoofer-App wird mittels des Mikrofons vom Smartphone eingemessen, und zwar einmal direkt vor dem aktiven Subwoofer und einmal an der Hörposition.

"Klipsch Low Control" heißt die App

Der C-310 wurde sofort erkannt. Es gibt verschiedene Modi: Flat, Cinema sowie Music (sehr gut geeignet für Musik) und drei Kurven, die der User selbst festlegen kann 

Sehr umfangreiche Einstellmöglichkeiten

Nun starten wir die automatische Einmessung und geben der App die Erlaubnis zum Zugriff auf das Mikrofon unseres iPhones

Zunächst wird im Nahfeld gemessen 

Anschließend am Hörplatz 

Die getroffenen Einstellungen werden gespeichert

Parametrischer EQ für sehr versierte Anwender

RCA-Tiefpassfilter

Phase

Delay, alles bezogen auf den RCA (Cinch) Anschluss

Weitere Einstellmöglichkeiten

Eingangsauswahl

Hinzu kommen noch zahlreiche Einstellmöglichkeiten, deren Highlight ein parametrischer EQ für eigene Justagen ist, Um diesen sinnvoll einzusetzen, sollte man aber schon einiges an Erfahrung mitbringen. Für alle anderen Anwender empfehlen wir lieber die einfache und erstaunlich effektive automatische Einmessung. 

Anschlussbestückung mit RCA (Cinch) und XLR

In ersten Klangtestreihen verwendeten wir ein 2.1-Setup und hörten Musik. Ein Test inklusive der Eignung des C-310ASWi für Filmton und Mehrkanal wird noch publiziert werden. Im 2.1-Check jedenfalls überzeugte der C-310ASWi, nachdem wir ihn zuvor mittels der Klipsch-App automatisch eingemessen hatten. Beim "Midnight Hour" Remix, das Steve Aoki von Michael Jacksons "Thriller" anfertigte, schiebt der Klipsch trotz kompakter Abmessungen mächtig voran. Er bleibt, wie wir es von Klipsch-Subwoofern kennen, auch bei hohem Pegel souverän und bietet einen ansehnlichen Tiefgang sowie einen harten Punch im Kickbassbereich. Klipsch gibt den Frequenzgang mit 25 Hz bis 150 Hz (bei +/- 3dB) an. Der C-310ASWi ist mit Füßen nur 35,6 cm hoch, 34,1 cm breit und 35,1 cm tief (mit Grill), aber das auf der Front montierte 25,4 cm Cerametallic-Chassis gibt dank der Class D-Endstufe mit 400W Dauerleistung und 800W Peak-Leistung eine Menge akustischer Energie in den Hörraum ab. Zur aktive Membranen gesellen sich noch seitlich untergebrachte Passivradiatoren, die ebenfalls 25,4 cm messen und optisch sehr elegant integriert sind. 

Weiter geht es mit "Shell" von LAY (Alan Walker Relift). Hier rechtfertigt der C-310ASWi seinen deftigen Kaufpreis durch eine absolut souveräne Leistung. Selten ist uns überhaupt ein noch bezahlbarer aktiver Subwoofer untergekommen, der so satt, nachdrücklich und gleichzeitig präzise klingt. Der Tiefgang ist für einen so kompakten Basslautsprecher ohne Zweifel auf Referenzniveau. 

Nach dieser Leistung liegt die Vermutung nahe, dass dem Klipsch-Subwoofer auch "Cubano" von Picco liegt. Wie präzise und sauber der aktive Basswürfel auch noch hohen Lautstärken im über 30 Quadratmeter messenden Raum voranschreitet, ist schlichtweg sensationell. Keine Ermüdungserscheinungen auch nach längeren Hörsessions, und zudem integriert sich der C-310ASWi auch sehr gelungen in die Frontkulisse, die ansonsten noch aus zwei Jamo C 97II besteht. Nie kann man ihn orten, immer ist der Raum gefüllt mit sattem und klarem Bass. 

Wir möchten ja möglichst klar die kraftvolle Handlungsweise des Klipsch-Woofers im Bassbereich hören. Da bietet sich "Body" von Loud Luxury natürlich an, und wir werden nicht enttäuscht: Hart, präzise, mit genau der richtigen Fülle - nicht übertrieben, aber trotzdem im ganzen Hörraum präsent, liefert der US-Bassist erneut eine formidable Kostprobe seines tieffrequenten Könnens ab. 

Bei "Land Of Confusion" von Disturbed liefert der Klipsch die nächste Bestleistung ab. Er schiebt erbarmungslos voran, und schafft eine dichte, umfassende Atmosphäre im Bassbereich. Man spürt den massiven Druck körperlich, der C-310 bringt alles unter einen Hut; Nachdruck, Volumen, Tiefgang und Struktur. 

Wireless-Sender WA-3 von hinten

WA-3 von vorn

WA-3 von oben

Die Wireless-Verbindung, mit Hilfe des sehr teuren optimalen Moduls hergestellt, funktionierte im mehrstündigen Testbetrieb zu 100 Prozent störungsfrei. 

Erstes Fazit: Der Klipsch C-310ASWi ist sehr teuer - aber das haben Produkte, die exzellente Leistungen erbringen, oftmals so an sich. Mit einem feinen, edlen Finish, kompakten Abmessungen, einer praktischen App mit Einmessfunktion und erstklassiger akustischer Performance liegt der C-310ASWi auch in seiner Preisklasse weit vorne - soweit wir das bislang im 2.1 Musik-Betrieb in Erfahrung bringen konnten.

Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Oksana Fritz
Datum: 24. April 2019

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