TEST: Teufel Concept E 450 Digital 5.1-Set – Flexibler Meister der hohen Pegel?

Teufel Concept E450 Digital Gruppenbild2

Frisch aus Berlin für 599 EUR eingetroffen – das Concept E 450 Digital in 5.1 Konfiguration. Nach dem Auspacken stellt sich zunächst großes Staunen ein: „Mann, ist der groß, Mann“, rutscht uns heraus, als wir den riesigen Subwoofer sehen, der über 60 cm hoch, 40 cm breit und 40 cm tief ist. Das Basskraftwerk beherbergt alle Elektronik, also Decoder für DTS, Dolby Digital und Dolby Pro Logic 2, die starke Class D-Digitalendstufe für alle sechs Kanäle, und die komplette Anschlusssektion. Die Verarbeitung ist solide, die Metallgitter vor den vier Satelliten und dem querformatigen Center hinterlassen einen gediegenen Eindruck, ebenso die silbernen Ringe um die Chassis. Die vier Satelliten und der querformatige Center mit zwei Mitteltönern sind als Zwei-Wege-Systeme konzipiert. 

Teufel Concept E450 Digital Puck Control Fernbedienung3

Puck-Funk-Fernbedienung

Teufel Concept E450 Digital Puck Control Fernbedienung2

Das rote „T“ darf nicht fehlen 

Gesteuert wird das System von einer Fernbedienung im Design eines Eishockey-Pucks. Drücken heißt Play/Pause, Drehen erhöht oder erniedrigt die Lautstärke, und mittels seitlicher Taste werden die Eingänge gewechselt. Neben optischem und koaxialem sowie analogem Audioeingang stehen auch USB und Bluetooth zur Verfügung, nicht aber HDMI. Am Subwoofer selber kann mittels Touch-Tasten ebenfalls bedient werden.

Teufel Concept E450 Digital CM2014SW Anschluesse Rueckseite1

USB, Line-In als 3,5 mm Klinke, optischer und koaxialer Digitaleingang, Cinch-Stereo

Teufel Concept E450 Digital CM2014SW Anschluesse Rueckseite2

Leider nur Federklemmen für den Anschluss der Lautsprecher 

Teufel Concept E450 Digital CM2014SW Bedienelemente Front

 Sieht aus wie bei Raumschiff Enterprise – Anzeige und Touch-Tasten am Subwoofer

Beim Anschluss unserers 2015er Apple McBook Pro über USB, um das Teufel-System als externe Soundkarte zu nutzen, traten keinerlei Probleme auf. Unter OS X „Yosemite“ wurde das Teufel-System sofort erkannt, und es konnte losgehen. Wir haben uns Titel aus der klassischen Mayday-Sammlung „The Complete Rave Generation“ aus den 90er Jahren angehört, so „Feeling So Real“ von Moby im Mayday-Mix von Westbam und den Trance-Klassiker „Outside World“ von Sunbeam, Schließlich macht Teufel gerade hinsichtlich Pegelfestigkeit und Bassperformance vollmundige Versprechen, und  ob diese auch zutreffen, wollten wir gleich genau überprüfen. Mit 150 Watt Sinusleistung für den Subwooferkanal und pro Satellit 45 Watt Sinus ist durchaus, zumindest auf dem Papier, Kraft vorhanden.

Das Ergebnis in der Praxis übertrifft aber alle Erwartungen. Gerade der aktive Subwoofer mit 32 Hz unterer Grenzfrequenz bläst bei „Feeling So Real“ zum Großangriff und sorgt bei schüchternen Zeitgenossen für einen bleibenden Schock. Die Basskraft, die direkt ab Auftauchen des ersten tieffrequenten Klanganteils freigesetzt wird, liegt immens hoch. Souverän dringt das Concept E 450 Digital in höchste Pegelregionen vor, und stets treten kaum unschöne Verzerrungen auf. Wir verwenden den eingebauten Dolby Pro Logic II Decoder und freuen uns über wohldosierten Raumklang mit ausgezeichneter Dynamik. Die kompakten Satelliten mit dem umständlichen Namen CS 25 FCR Mk3 liefern mit 103 dB maximalem Schalldruck eine sehr respektable Leistung ab.

Teufel Concept E450 Digital CS25FCR Mk3 Front Seitlich

Zweiwege-Satelliten

Teufel Concept E450 Digital CS25FCR Mk3 Rueckseite Seitlich

Von hinten

Teufel Concept E450 Digital CS25FCR Mk3 Wandhalter

Wandbefestigung

Teufel Concept E450 Digital CS25FCR Mk3 Verarbeitung

 Gute Material- und Verarbeitungsqualität

 

Teufel Concept E450 Digital CS25FCR Mk3 Anschluesse Rueckseite

 Vom Sparzwang künden die einfachen Klemmanschlüsse

Teufel Concept E450 Digital CS25FCR Mk3 Gruppenbild

 Für Front L/R identische Satelliten

Der Klarheit im Sound tut es sehr gut, wie sich auch bei  „Outside World“ zeigt, dass es keine billigen Breitbänder sind, wie oft selbst bei hochwertigen PC-/Konsolen-/Multimedia-Lautsprechern, sondern ausgewachsene 2-Wege-Konstruktionen. Der 80 mm Mitteltöner mit leichter Zellulose-Membran wird ergänzt von einem 19 mm Hochtöner mit Seidenkalotte. Das Resultat dieser erfolgversprechenden Zusammenarbeit ist ein freier, klarer Klang, erstaunlich lebendig und mitreißend. Dass auch der Mitteltöner richtig Pegel abkann, liegt am recht großen Hub. Selbst dann, wenn dieser Hub annähernd voll ausgenutzt wird, bleibt die Bewegung kolbenförmig und es treten keine unerwünschten Effekte bezüglich des Ein- und Ausschwingvorgangs auf. Die Satelliten sind sehr kompakt, mit lediglich ,070 Litern Innenvolumen, klingen aber trotzdem vollwertig, zudem erfolgt die Übernahme des mächtigen aktiven Subwoofers, im dem die Endstufen für alle Kanäle und die komplette Anschlusssektion enthalten sind, beinahe unmerklich Die Satelliten sind einfach auch wandnah aufzustellen, da sie dem geschlossenen Konstruktionsprinzip folgen.

Teufel Concept E450 Digital CS35FCR Mk3 Front Seitlich2

Querformatiger Center mit 2 x 80 mm Mitteltönern

Teufel Concept E450 Digital CS35FCR Mk3 Rueckseite Seitlich

Rückseite

Mit einem Frequenzbereich von 150 Hz bis 20 kHz werden auf dem Papier wenig imposante Werte geboten – doch in der Praxis kann man mit dem akustischen Wirken mehr als zufrieden sein:  Wir lassen es mit Marushas damaligem Hit „It Takes Me Away“ weiter krachen und das Teufel-System „rockt“ endlos ab: Hart und klar definiert der Bass am Anfang, weitläufig die Effektwiedergabe, grandios die Pegelfreude. Doch die Rolle des unkultiviertes Krachmachers spielt das Concept E 450 Digital zu keinem Zeitpunkt: Viel zu sauber die Abstimmung, viel zu klar und zu gut auflösend der Klang. Nein, hier ist ein Könner am Werk, der viel mehr „auf dem Kerbholz“ hat als nur einen „dicken Bass“.

Kleinere dynamische Differenzen kommen gut heraus, und die Grobdynamik ist ausgezeichnet. Die vier Satelliten, jeder nur 9,5 cm tief, 10 cm breit und 14,10 cm hoch, schaffen ein homogenes Klangbild, mit nur 0,72 kg Gewicht belasten sie kein Sideboard ernsthaft. Der CS 35 C Mk3 Centerlautsprecher mit gleich zwei 80 mm Mitteltönern und ebenfalls einer 19 mm Seidenkalotte ist auch 9,5 cm tief, aber 22,6 cm breit. Die Höhe: 10 cm. Der Center, der sich sehr gut in die Fronteffektkulisse integriert, wiegt 1,25 kg und hat ein Netto-Innenvolumen von 1,2 Litern. 

Dass es das System auch mit kultivierter Musik aufnimmt, zeigt es uns bei Diana Kralls „Garden In The Rain“ (Flac, 96/24). Leicht synthetisch klingt der eingebaute Class D Verstärker, aber dies fällt nur eingefleischten Musikliebhabern auf – und das ist nicht unbedingt die Zielgruppe, die sich für dieses Teufel-System entscheiden dürfte. Der mittels Klippel-Messsystem optimierte 300 mm Basstreiber des Subwoofer liefert jedenfalls auch hier eine eindrucksvolle Leistung ab und erfreut durch Substanz und Tiefgang, gepaart mit guter Präzision. Teufel verspricht, dass die eingebaute USB-Soundkarte mit bis zu 24 Bit Tiefe arbeitet und durch hohen Dynamikumfang bei geringem Eigenrauschen überzeugen soll.

Laut Anzeige unseres Audirvana Players auf dem Apple MacBook Pro werden exakt 48 kHz/16-Bit verarbeitet. Und die Analyse des angeschlossenen DACs ist bei Audirvana immer zutreffend und präzise. Probe aufs Exempel – wir haben unseren Audioquest Dragonfly USB-D/A-Konverter angeschlossen, die 96 kHz/24-Bit, die dieses Gerät beherrscht, wurden sofort angezeigt. Also ist HiRes in Originalauflösung nicht die Domäne des Concept E 450 Digital, das ist bei einem 599 EUR kostenden Komplettsystem aber auch nicht erwarten. Wir hören zu, was vom 88,2 khz-Flac-Track „Past Is Dead“ von Bad Religion noch übrig bleibt. Die Gitarrenriffs klingen richtig fetzig, und auch die Stimme des Sängers gefällt uns sehr gut.

Teufel Concept E450 Digital CM2014SW Front Seitlich

Subwoofer, mit über 60 cm Höhe eine imposante Erscheinung

Es geht so nachdrücklich voran, dass das Teufel-Set für weniger als 600 EUR hier viel teurere Konkurrenz-Lautsprechersets in Kombination mit manchem AV-Receiver der gehobenem Einstiegsklasse in den Schatten stellt. Hand aufs Herz – viele preiswerte AV-Receiver beherrschen mittlerweile die Wiedergabe von HiRes-Audio-Files, aber bei der in den günstigen AVRs verbauten Technik und den an diese Devices angeschlossenen Lautsprechersystemen ist der Benefit im Oberwellenbereich und beim Umfang der Gesamtdynamik ohnehin nicht herauszuhören. Wir haben natürlich beide HiRes-Tracks in 2.1 gehört und nicht in 5.1. Wir waren überrascht, wie klar und räumlich, mit solider Bühne, das System auch im Stereobetrieb agiert. 

Das Concept E 450 Digital verfügt über auch über einen Bluetooth-Empfänger inklusive Bluetooth 4.0 und aptX. Schnell ist unser Apple iPhone 6 Plus gekoppelt, und wir hören gleich „Love In Portofino“ von Andrea Bocelli, wiederum in 2.1. Kultiviert und klar, mit guter Stimmpräsentation, kann man mit dem Gebotenen ausgesprochen zufrieden sein. Nun wechseln wir auf den Dolby Pro Logic II Decoder und hören „Love Me Tender“, ebenfalls vom Bocelli-Album „Passione“. Wie sanft der PLII Decoder eingreift und wie gut die Quelle auf 5.1 aufgebohrt wird, ist nur mit der Umschreibung hervorragend angemessen zu beschreiben.

Hier können wir feststellen, dass sich nicht wenige AV-Receiver von dieser sauberen Integration einen Scheibe abschneiden können. „Senza Fine“, wiederum von Andrea Bocelli, beweist uns dies ebenfalls in überzeugender Manier. Andreas Stimme kommt in gelungener Tonalität zur Geltung, und die Instrumente sind sehr facettenreich für ein System dieser Preisklasse eingearbeitet. 

Teufel Concept E450 Digital CM2014SW Unterseite

Vier Füße von durchschnittlicher Qualität finden sich unter dem Subwoofer

Teufel Concept E450 Digital CM2014SW Tieftoener

300 mm Basstreiber, nach unten abstrahlend

Teufel Concept E450 Digital CM2014SW Rueckseite Seitlich2

 Subwoofer – Rückseite

Wie sieht es mit der Filmtonwiedergabe aus? Hier haben wir uns die BD „Avengers“ angehört, und zwar das 15. Kapitel „Der Krieg“. Die immense Effektgewalt überfordert selbst den großen Teufel-Subwoofer etwas. Der 40 cm tiefe, 40 cm breite und 62,5 cm hohe Bass-Aktivist wiegt 27 kg und ist wirklich zu Großem fähig – aber als die gepanzerte Riesenechse aus dem schwarzen Loch kommt und mit ohrenbetäubendem Dröhnen ganze Straßenzüge zerstört. schlägt selbst die große 300 mm Membran aus beschichteter Zellulose mit langem Hub an. Das robuste MDF-Gehäuse erzeugt im Übrigen, ebenfalls wie die Kunststoff-Gehäuse der Satelliten, keine störenden Vibrationen. Der aktive Subwoofer weist eine Bassreflex-Öffnung in DPU-Reflextechnik auf, die störende Strömungsgeräusche effektiv verhindern soll. Diese Mission funktioniert auch gut bei der Wiedergabe des Actionfilms.

Teufel Concept E450 Digital CM2014SW Innenleben2

Elektronik im Detail

Teufel Concept E450 Digital CM2014SW Innenleben1

Recht ordentlicher Aufbau

Teufel Concept E450 Digital CM2014SW Innenleben Gesamt

 Gesamtübersicht

Kurze, heftige Effekte, Handgemenge, Fluggeräte, die durch die Luft rasen, Stimmen, Schreie: Das Concept E 450 Digital liefert eine starke Leistung ab. Effekte und Stimmen im Hintergrund werden gut eingearbeitet. Der Music Score kommt ebenfalls prima heraus, und der Subwooferkanal hat auch für massive Effekt-Salven bei hohem Pegel genug Reserven. Erst, wenn man es übertreibt, bleibt Mehrleistung aus – es kommt aber kaum zu störenden Dynamikeinbrüchen oder merklichen Verzerrungen. Das Gebrüll von Hulk wird authentisch in den Hörraum übertragen, dynamische Unterschiede, wenn es kurz einmal ruhiger zugeht, sind gut strukturiert.

Der gesamte Spannungsbogen wird realistisch präsentiert, verschiedene, parallel stattfindende Effektkombinationen gut auseinander differenziert. Das hat uns besonders erstaunt, denn hier gibt es des Öfteren gerade bei preiswerten Systemen Probleme: Eine akkurate Differenzierung einzelner akustischer Ebenen kann nicht mehr garantiert werden, und hier zeigt das Concept E 450 Digital klar, was möglich ist – eine erstklassige Leistung, ebenso wie die 113 dB Schalldruck, die der Subwoofer maximal erzeugen kann.

Nun klinken wir uns im 2. Kapitel des 007-Films „Skyfall“ (BD, DTS) ein, als James Bond gerade in eine wilde Verfolgungsjagd über den Dächern des Grand Bazar in Istanbul involviert ist. Er jagt den flüchtenden Killer Patrice, der wie der britische Geheimagent auf einer entwendeten Enduro unterwegs ist. Das Hochdrehen der Motoren, das Wechseln der Gänge, und die quietschenden Reifen arbeitet das Concept E 450 Digital sehr glaubwürdig heraus. Auffällig ist, dass die Auflösung im Hochtonbereich keinesfalls enttäuscht. Als Patrice auf einen fahrenden Zug springt und Bond in letzter Sekunde hinterher hechtet, begeistern Räumlichkeit und Ausleuchtung. Man muss immer bedenken, dass man es mit einem System für knapp 600 EUR und nicht mit einem Oberklasse-Lautsprecherset mit angeschlossenem leistungsstarken AV-Receiver zu tun hat.

Wie trocken und hart die Schüsse aus der Waffe von 007 und aus der Automatikwaffe des Killers zur Geltung kommen, kann daher nur als überragend bezeichnet werden. Die Fahrgeräusche des Zugs und der Music Score kommen ebenfalls nicht zu kurz. Große wie auch kleine Effekte werden impulstreu eingearbeitet, als der Caterpillar-Raupenbagger durchstartet, kommen die Geräusche, als sich die Ketten drehen, wie auch die Geräusche des Dieselmotors des Baggers sehr gut heraus. Parallel steigert sich die Spannung, wie man anhand des Music Scores nachvollziehen kann, man merkt, es läuft alles auf ein dramatisches Finale dieser Szene heraus.

Es ist daher höchst beachtlich, wieviel Atmosphäre Teufels Komplettsystem erzeugen kann, ein vollwertiges Soundsystem für viel Filmgenuss, ohne, dass irgendwo bedenkliche Abstriche gemacht werden müssen. Sicherlich, es fehlen Decoder für die aktuellen Tonformate (Dolby True HD, DTS-HD, DTS:X, Dolby Atmos), aber lieber eine gelungene Akustik und Basis-Features, als Luxus-Ausstattung und unzureichender Klang.  

Hohe Ansprüche an die Güte von Verstärkung und Lautsprechersystem stellt die Blu-ray „Lichtmond 3 Days Of Eternity“ (DTS-Tonspur). Wir haben uns die beiden Tracks „Empires Of The Past“ und“Days Of Eternity“ angehört. Der Regen zu Beginn von „Empires Of The Past“ wirkt ungemein räumlich und dicht, die Blitze und der Donner haben durchaus Nachdruck. Alle Effekte werden fließend miteinander verwoben, und die Akustik baut sich nachvollziehbar und recht präzise auf. Die Stimme kommt mit klarer Kontur heraus, und der kräftige Bassbereich wird vom großen Teufel Subwoofer erwartungsgemäß mit dem nötigen Volumen präsentiert. Auch die weiblichen Gesangsparts haben uns restlos überzeugt, die Trennung vom satten Bass gelingt ausgezeichnet.

Jedes neu hinzugekommene akustische Element, wie z.B. die E-Gitarre, wird schnell und mit akkurater Ausarbeitung berücksichtigt. Das Klavier klingt prima, die Vielschichtigkeit der beiden Tracks wird gekonnt zur akustischen Schau gestellt. Der Beginn von „Days Of Eternity“ mit leicht orientalischem Einschlag beweist einmal mehr, wie komplett und umfassend das Concept E 450 Digital wiedergibt: Druckvoll, räumlich dicht, gleichzeitig aber genauso in der Lage, auch subtile Effekte entsprechend einzuarbeiten. Wir sind beeindruckt, welche Pegel absolviert werden, ohne dass es zu Überlastungserscheinungen kommt. 

Fazit

Teufel Concept E450 Digital Gruppenbild1

Erstklassige Arbeit aus Berlin – das Concept E450 Digital in 5.1 Konfiguration bietet großes Kino für den kleinen Geldbeutel. Oder, da Teufel selbst solche Vergleiche gern bemüht: Das Concept E 450 Digital „rockt“ – und wie. Pegelfest, mit mächtigem, aber nicht überdominantem Bass, sehr klar klingenden Satelliten und sauberer Verarbeitung werden hier auch gehobene Ansprüche locker erfüllt. Der kultige Puck für die Fernsteuerung der Elementarfunktionen gefällt durch simples Handling und Orginalität. An Bord sind Decoder für DTS, Dolby Digital und Dolby Pro Logic 2, aktuelle HD-Decoder fehlen, ebenso wie DSP-Programme. Fürs investierte Geld offeriert das System sehr flexible Einsatzmöglichkeiten, für PC-Games oder PC-basierte YouTube-Sessions kann man das Concept E 450 Digital als externe USB-Soundkarte einsetzen. Wünschenswert wäre hier aber ein Support bis zu 96 kHz/24-Bit. Bluetooth-Streaming fehlt ebenfalls nicht, die BT-Verbindung ist schnell erstellt und erweist sich als sehr standfest. Minuspunkt – kein HDMI. 

Das „rockt“ – kleiner Preis, großes Kino. Das Concept E 450 Digital in 5.1-Konfiguration bietet für knapp 600 EUR ein Optimum
ueberragend
Komplettsysteme untere Mittelklasse
Test 06. Juli 2015

+ Exzellente Pegelfestigkeit
+ Sehr dynamisch
+ Für Preisklasse erstaunlich kultiviert und komplett klingend
+ Flexibel dank USB-DAC und Bluetooth
+ Originelle und praktische Fernbedienung
+ Saubere Verarbeitung
+ Günstiger Preis

– Kein HDMI
– Keine HD-Decoder
– Lautsprecherkabel-Klemmanschlüsse

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 06. Juli 2015




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