TEST: Nubert nuBox 313 – sauber konstruierte 2-Wege-Kompaktbox für 159 EUR Stückpreis

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Schmale 159 EUR pro Stück kostet der 2-Wege-Bassreflex-Regallautsprecher Nubert nuBox 313. Der Zweiwege-Kompaktlautprecher tritt mit Nubert-typisch hochwertigen Gehäuse bei uns zum Test an. Die Gehäusewände bestehen aus 19 mm dickem MDF-Material und sind sorgfältig foliert. Gerade in der Farbversion „Ebenholz“ sieht die nuBox 313 richtig schmuck aus. Ein Unibody-Gehäuse hat der Schallwandler nicht, sondern die Schallwand ist nach „alter Väter Sitte“ in schwarz-seidenmatter Lackierung mit geringem Spaltmaß am Korpus montiert. Die sauber bezogenen Stoff-Lautsprechergitter werden mit herkömmlichen Haltebolzen befestigt. 

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Nubert nuBox 313 offen. Das Lautsprecher-Schutzgitter ist ordentlich verarbeitet

Nubert-nuBox-313-Verarbeitung

Auch im Detail gefällt das Finish der preiswerten nuBox 313

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Rückseite mit Bassreflex-Öffnung

Bestückt ist der kompakte Schallwandler mit bewährten Nubert-Komponenten. Er besitzt einen 15-Zentimeter-Hochleistungstieftöner mit Polypropylenmembran, der aufgrund seiner großzügigen Hinterlüftung eine für die Baugröße überraschend nachdrückliche und tiefe Basswiedergabe (60 Hertz bei -3 Dezibel) sicherstellt.

Nubert-nuBox-313-Tieftoener

Tiefmitteltöner

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Tiefmitteltöner

Durch den Hub des Chassis gibt es zudem enorme Pegelreserven. Verbaut ist zudem ein belastbarer und sehr gut auflösender Hochtöner mit 25-Millimeter-Seidenkalotte, der sich auch in der nuPro-Serie bereits bestens bewährt hat.  

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Hochtöner

Nubert-nuBox-313-Hochtoener-ausgebaut

Hochtöner ausgebaut

110 Watt Nennbelastbarkeit und 140 Watt kurzzeitige Maximalbelastbarkeit sind sehr gute Werte. Die nuBox 313 weist eine Nennimpedanz von 4 Ohm auf und stellt Frequenzen zwischen 60 Hz und 22 kHz dar. Der Wirkungsgrad (1W/1m) liegt bei 85 dB.

Nubert-nuBox-313-Bassreflexrohr

Bassreflex-Öffnung

Nubert-nuBox-313-Innenleben

Frequenzweiche

Natürlich macht die schwäbische Gründlichkeit auch vor der Frequenzweiche nicht Halt. Sie ist mit langzeitstabilen Folienkondensatoren bestückt und sorgt sowohl für die Trennung der Frequenzbereiche als auch für die Linearisierung der Lautsprechersysteme. Eine spezielle Schutzschaltung kappt bei drohender Überlastung den Verstärkerstrom zu Chassis und Weiche, ist die Gefahr vorüber, setzt sie sich selbständig wieder in den Normalbetrieb zurück. Obwohl die primäre Aufgabe einer Frequenzweiche das Trennen der Frequenzen ist, verfügt die Nubert-Variante auch noch über zusätzliche Schaltkreise zur Impuls- und Phasenoptimierung. Die hörbare Folge ist ein äußerst gutes vertikales Abstrahlverhalten.

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Kippschalter für die Charakteristik des Hochtonbereiches

Wie man es auch von anderen Nubert-Lautsprechern kennt, bringt die nuBox 313 einen Kippschalter hinten am Lautsprecherkabel-Anschlussterminal mit. Dieser ermöglicht die Einstellung einer „neutralen“ oder „brillanten“ Hochtoncharakteristik. 

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Fazit: Für wenig Geld liefert Nubert saubere Verarbeitung und hochwertige Technik – nun sind wir gespannt, wie die Kompaktbox klingt.

Klang

Natürlich haben wir ausführlich in die nuBox 313 hineingehört. Bei der Blu-ray „2L – The Nordic Sound“ mit 2-Kanal 192 kHz/24-Bit PCM-Aufnahmen konnte sie beweisen, ob sie in bester Nubert-Tradtion mit ausgezeichnetem Klang auf sich aufmerksam macht. Wir haben uns Marianne Thorsen und die „Trondheim Solistene“ angehört, wie die Solistin und das Orchester das erste Allegro aus Wolfgang Amadeus Mozarts Violinenkonzert KV 218 präsentieren. 

Die nuBox 313 punktet mit einer für ihr kompakten Abmessungen erstaunlich weiten und räumlichen Bühne, gleichzeitig spielt sie sehr direkt und bringt auch kleine Impulse tadellos zur Geltung. Die für die Preisklasse exzellente Staffelung der Instrumente und die präzise räumliche Platzierung der Instrumente auf der Bühne lassen die nuBox 313 in einer deutlich höheren Preisklasse spielen – auch, wenn einer der beiden Kompaktlautsprecher 250 anstatt 159 EUR kosten würde, wäre der Gegenwert noch richtig überzeugend.

Die Differenzierung der Streicher gelingt sehr gut, das Auflösungsvermögen ist überdurchschnittlich gut. Die Violinen wirken klar und brillant, werden aber nie unangenehm – die nuBox 313 agiert sehr angenehm und harmonisch, ohne den Pfad der HiFi-Tugend ernsthaft verlassen zu wollen. Die Nubert-typische Neutralität wird aufgeboten, bei der nuBox 313 aber mit minimal harmonischem, gefälligem Einschlag. Absolut gelungen, so unsere Meinung.

Der Hersteller hat einiges versprochen hinsichtlich der Bass-Qualitäten. Unsere Praxistest untermauern, dass dies vollkommen korrekt ist, denn trotz kompakter Gehäusegröße spielt die Nubert nuBox 313 relativ tief hinunter und bieten der Gesamtkulisse ein ausgezeichnetes Fundamen. Durch die hohe atmosphärische Dicht könnte man meinen, dass die Lautsprecher deutlich größer sind.

Die Hürden bei der Darstellung klassischer Musik nimmt die nuBox 313 gelassen. Sowohl bei komplexem Geschehen als auch, wenn nur ein einzelnes Instrument spielt, agiert die nuBox 313 sehr authentisch und arbeitet die charakteristischen Eigenschaften der Instrumente gut heraus.

Was passiert, wenn wir die Einstellung „Brillant“ für die Hochtonwiedergabe ausprobieren? Die beiden Regallautsprecher agieren noch etwas detaillierter und prägnanter obenherum, aber dennoch bei gemäßigtem bis hohem Pegel nicht zuaggressiv oder unangenehm.

Unser Fazit bei Klassik: Die nuBox 313 bietet bei klassischer Musik eine exzellente Gesamtperformance bei Klassik mit ausgeprägter, sehr räumlicher Bühne und toller Instrumentalstaffelung.

Nun muss sich die nuBox 313 mit der „Eagles – Farewell Tour, live in Melbourne“ auseinander setzen. Da diese Blu-ray ohnehin im Hochtonbereich etwas problematisch abgemischt ist, wählen wir hier die Einstellung „Neutral“ und lauschen den Stücken „Heartache Tonight“ und „Life in the fast Lane“.

Zahlreiche Eindrücke wiederholen sich hier. Die Nubert sind mit einer recht neutralen Auslegung versehen, sind aber dank solider Reaktionsgeschwindigkeit bei den swingigen Klängen der Eagles durchaus mitreißend und wecken im Vergleich zu früheren Nubert-Konstruktionen mehr Emotionen.

Das Schlagzeug wird sehr gut erfasst, auch einzelne Details werden berücksichtigt und es klingt stets klar und präsent – erstaunlich für 159 EUR/pro Box.  Die Stimmwiedergabe ist ebenso fein ausgeprägt wie der Sound der Stahlsaiten der Gitarren. Wie wir schon zuvor beim klassischen Musikstück feststellen konnten, sind die einzelnen akustischen Elemente sehr gut in der Bühne integriert und können ausgezeichnet lokalisiert werden. 

Die Qualitäten im Bassbereich sind ebenfalls absolut hörenswert. Kickbass und Punch wirken ausgezeichnet, hier könnte das Tieftonfundament aber etwas voluminöser und voller klingen, besonders im oberen Pegelbereich. Gut, „Schwamm drüber“, es gibt genug Nubert-Boxen, die maßvoll teurer sind und dies noch besser beherrschen. Irgendwo muss schließlich „Luft nach oben“ sein.

Sonst gibt es noch viel Lob. Das komplexe akustische Geschehen, besonders bei „Life in the fast Lane“, wird exzellent erfasst, besonders die Räumlichkeit fällt erneut sehr positiv aus. Ausgezeichnet gefällt zudem, wie gut sich der Klang von den Lautsprechern löst. Wie sieht es mit der Verarbeitung der weiteren Elemente eines Live-Konzertes aus? Die Präsentation der Konzertatmosphäre gelingt gut, es könnte aber etwas dichter und voller klingen. Hier fehlt es dann doch an Gehäusevolumen. 

Richtig „rund“ geht es bei „Back in Your Head“ und „He’s a Pirate“ von der 2. Blu-ray der „Elements of Life Tour“ von Tiesto. Hohe Pegel meistern die nubox 313 absolut souverän, es kommt zu keinen Verzerrungen und zu keinem Clipping. Salopp gesagt: Man muss schon „tief in die Verstärkerkiste“ greifen, um die kompakten nuBoxen zu überfordern, selbst bei sehr hohem Pegel liefern die Lautsprecher einen absolut sauberen und überaus kraftvollen Kickbass – hervorragend. 

Sogar verschiedene Ebenen der tiefen Frequenzen arbeiten die kleinen Nubert-Lautsprecher heraus, wenn natürlich mit größeren Schallwandlern etwas mehr Volumen und Tiefgang erreicht werden kann. Dennoch: Insgesamt eine sehr beachtliche Leistung, hier spürt man sogar etwas in der Magengrube. Feine akustische Details und Eigenschaften gehen deshalb aber nicht verloren, sondern werden sauber in die Großhallen-Disco-Kulisse integriert. Dieses Vermögen, unterschiedliche akustische Ebenen sauber zu trennen und gleichzeitig ein homogenes klangliches Ganzes zu vermitteln, ist in günstigen Preisklassen nur sehr selten anzutreffen. 

Auch die Stimmwiedergabe bei „Back in Your Head“ bleibt souverän und natürlich. Ausgezeichnete grobdynamische Eigenschaften sind zu loben, nur für die absolut authentische Club-Atmosphäre wünschen sich anspruchsvolle Hörer etwas mehr Volumen sowie Tiefgang, im Rahmen ihrer Möglichkeiten bietet die nuBox 313 aber einen satten und raumfüllenden Sound.

Insgesamt besonders auffallend:

  • Exzellente Räumlichkeit
  • Für ihre Größe hervorragender Kickbass mit sattem Punch
  • Bleibt unbeeindruckt bei komplexem Klanggeschehen
  • Hervorragender Bühnenaufbau
  • Sehr gute Loslösung des Klanggeschehens von den Lautsprechern
  • Hohe Souveränität bei hohem Pegel
  • Kritik auf hohem Niveau: Volumen im Bassbereich könnte etwas ausgeprägter sein, je nach Abmischung ist eine brilliante Einstellung überflüssig, auch bei Neutral liefern die Lautsprecher exzellente Ergebnisse mit hoher Detaillierung, ohne aggressiv zu werden; Besonders in hellen Räumen sollte man auf die brillante Einstellung verzichten.
Konkurrenzvergleich

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Quadral Rhodium 200

  • Quadral Rhodium 200: Ein harter Konkurrent, der mit 250 EUR/Stück aber deutlich teurer ist. Optisch wird dies durch einige noble Verarbeitungsdetails herausgestellt, technisch beweist die Rhodium ihre Kompetenz durch einen Hochtöner, der bis 38 kHz spielt. Aber das ist alles graue Theorie, wie sieht es in der Praxis aus? Hier kommt die nuBox 313 der teureren Rhodium 200 erstaunlich nahe. Nur die Feinauflösung im Hochtonbereich wirkt bei der Quadral-Box noch etwas ausgeprägter, ansonsten ist die günstige Nubert-Konstruktion ganz nah dran. 

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  • Dänische Klangkultur für mittlerweile 209 EUR/Stück: Die Dali Zensor 3 bringt ebenfalls ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis mit. Sie klingt klar, gleichzeitig rund, und ist pegelfest. Allerdings wirkt die nuBox 313 noch eine Idee dynamischer, die Dali dafür noch etwas „runder“. Zwei sehr gute Boxen für vergleichsweise wenig Geld. 
Fazit

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Die Nubert nuBox 313 offeriert für ihren Kaufpreis ein exzellentes Leistungsprofil. Sie sieht schick aus, gerade in der Folierung, die unser Testexemplar mitbrachte, ist technisch für einen so günstigen Lautsprecher aufwändig aufgebaut und klingt dynamisch, räumlich dicht und homogen. Mehr kann man fürs Geld nicht erwarten. 

Erstklassiger Kompaktlautsprecher für erstaunlich wenig Geld
ueberragend
Test 06. November 2017
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Kompakboxen bis 200 EUR/Stück

Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 06. November 2017




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