TEST: Aktiver Subwoofer Sunfire XTEQ 12 – kompakt verpackte Bass-Gewalt mit 3.000 Watt und Einmess-System

Sunfire XTEQ12 Front Seitlich4

Für 2.199 EUR bekommt man die Eintrittskarte für tieffrequente Urgewalten: Der Sunfire XTEQ 12 bietet zu diesem Kurs satte 3.000 Watt – das sind 3 (!!!) kW – Spitzenleistung. Ein 30 cm, nach der Seite abstrahlender aktiver Treiber und ein ebenfalls 30 cm messender, ebenfalls nach der Seite abstrahlender Passivtreiber stellen die Bestückung dar. Der Frequenzgang reicht von 16 Hz bis 100 Hz, absolut sensationell bei einem so kompakten Gehäuse. Der Subwoofer verfügt über eine 85 Hz Hochpassfrequenzweiche und eine 30 Hz Tiefpassfrequenzweiche. Die Phaseneinstellung kann von 0 bis 180 Grad variabel mittels Drehregler eingestellt werden. Der Magnet des angetriebenen Chassis hat 190,5 mm Durchmesser und ist 89 mm tief. Eine 76,2 mm Schwingspule garantiert hohe Belastbarkeit. Die patentierte „Tracking Down Converter“ Verstärker-Technologie ermöglicht Höchstleistung ohne Kompromisse – und das über einen langen Nutzungszeitraum. Wer Wissenswertes (in eglisch) über diese clevere Verstärkertechnologie in Erfahrung bringen möchte, dem sei dieser Link zum entsprechenden Whitepaper ans Herz gelegt. 

Verarbeitung

Sunfire XTEQ12 Rueckseite Seitlich2

Komplette Rückseite

Sunfire XTEQ12 Unterseite

Unterseite

Sunfire XTEQ12 Tieftoener

30 cm Treiber

Nur in schwarz-hochglänzender Ausführung lieferbar, bleibt dem Kunden keine weitere Auswahlmöglichkeit. Das ist etwas schade. Ansonsten aber lässt sich der XTEQ 12 keine Schwäche hinsichtlich der Verarbeitung nachsagen. Die hochglänzende Oberfläche ist von exzellenter Qualität, das Anschlussterminal, auf dessen Innenseite sich die Elektronik befindet, ist ebenfalls hervorragend verarbeitet. Die Ausführung der einzelnen Anschlüsse untermauert das hohe qualitative Niveau: So sind die Cinch-Terminals in einer besonders soliden und langlebigen Version an Bord, wenn man es sehr genau nimmt, könnten nur die drei Drehregler etwas edler wirken, und der Start-Knopf, der wichtige Funktionen erfüllt, sollte etwas größer sein. Ohne sichtbare Schrauben sind die Membranen aus nichtverdichtetem Papiermaterial mit hochdichter Schaumkante eingepasst. 

Sunfire XTEQ12 Innenleben1

Elektronik

Sunfire XTEQ12 Innenleben2

Massive Magnete

Im Inneren des XTEQ 12 herrscht absolute Ordnung, die sehr kraftvolle Endstufe ist akkurat aufgebaut, die Verkabelung macht einen übersichtlichen Eindruck. 

Anschlüsse

Sunfire XTEQ12 Anschluesse Rueckseite

Umfangreiche Anschlussbestückung

An Eingängen gibt es „Line Level“ Links und rechts, als Cinchbuchsen ausgeführt, mit 15 kOhm Nennimpedanz. Als Mono-Eingang findet sich ein XLR-Terminal mit 14 kOhm Nennimpedanz. Slave-Eingänge und die ebenfalls vorhandenen Slave-Ausgänge dienen zum Verbinden von Sunfire-Subwoofern untereinander. Der Slave-Ausgang eines Subwoofers wird dann mit den Slave-Eingängen eines zweiten Woofers verbunden. Der zweite Subwoofer erhält dann die Audio-Signale aus dem ersten. Beim zweiten Subwoofer, daher „Slave“, besteht keine Notwendigkeit, die Regler zu justieren, da das ankommende Signal hinsichtlich der Einstellungen vom ersten Subwoofer übernommen wird. Misst man eine solche Konfiguration ein, wird das Einmess-Mikrofon mit dem ersten Subwoofer verbunden, bei der Einmessung an sich wird dann berücksichtigt, dass das System zur Basswiedergabe zwei Subwoofer umfasst.  Weitere Eingänge umfassen das Terminal fürs Messmikrofon und einen 12 V Trigger-Input. Neben den schon erwähnten Slave-Ausgängen  gibt es noch Cinch-Durchschleifung Links und Rechts. der Subwoofer wiegt satte 27 kg und ist 330 mm hoch, 330 mm breit und 318 mm tief – geringe Abmessungen für dieses enorme Leistungspotential. 

Raumeinmessung automatisch/manuell

Sunfire XTEQ12 Bedienelemente Rueckseite

Wichtig für die Einmessung: Mikrofon-Eingang, Start-Knopf, richtige Position aller Regler

Sunfire XTEQ12 Mikro2

Hochwertiges Messmikronfon im Lieferumfang

Sunfire XTEQ12 Mikro3

Das Mikrofon nimmt die Töne von vier ausgegebenen Frequenzen auf

Der Sunfire XTEQ 12 besitzt ein automatisches Einmessystem, zu dem das mitgelieferte, sehr hochwertige Mikrofon gehört. Um eine Auto EQ-Einmessung durchzuführen, geht man folgendermaßen vor: Zunächst, das dürfte klar sein, muss sich der Subwoofer am Stromnetz befinden und per Hauptschalter aktiviert sein. Wichtig hierbei – der rote Schalter auf der Rückseite des Subwoofers muss auf 230 V stehen, bevor der Bassist mit dem Stromnetz verbunden wird. Das Mikrofon wird am Mikrofoneingang auf der Rückseite des XTEQ 12 angeschlossen. Die kleine LED, ebenfalls hinten, leuchtet nun rot und signalisiert Betriebsbereitschaft. Um nun mit dem Einmessvorgang zu beginnen, muss man den XTEQ 12 aus dem Standby-Modus heraus aktivieren. dazu wird ein weiteres Mal die rote, etwas zu kleine Start-Taste gedrückt. Nun schaltet sich die rote LED aus. Jetzt wird die Start-Taste ein weiteres Mal gedrückt, und die LED leuchtet anschließend blau. Der aktive Subwoofer beginnt nun, Testtöne in verschiedenen Frequenzen auszustrahlen, die vom Mikrofon erfasst werden: In 35, 49, 64 und in 84 Hz. Nachdem diese Prozedur abgeschlossen und der Pegel korrekt justiert ist, erlischt die blaue LED, und der XTEQ 12 ist betriebsbereit. 

Zu beachten ist die richtige Stellung der verschiedenen Regler, um eine Einmessung mit möglichst genauem Ergebnis zu erhalten. Dazu sollte an den Eingangsbuchsen des Subwoofers nichts angeschlossen sein, der Lautstärkeregler steht auf „0 dB“ und Crossover steht auf „Bypass“. Der Phasenregler wird auf „0“ justiert, und der EQ ON/OFF-Schiebeschalter steht auf „ON“. Wer die EQ-Taste nach erfolgter Einmessung von „ON“ auf „OFF“ stellt, betreibt den XTEQ 12 in den Werkseinstellungen. In unseren Testreihen präsentierte sich der XTEQ 12 als kraftvoll und sauber im Bassbereich, durch die automatische Einmessung werden akustische Probleme, die z.B. durch die Aufstellung insbesondere im Wohnraum (z.B. mit nicht perfekter Platzwahl) bestehen, deutlich abgemildert. 

Alternativ kann man den XTEQ 12 auch manuell justieren. Die Pegel in den vier verschiedenen Frequenzen, 35, 49, 64 und 84 Hz können individuell eingestellt werden. Wenn sich der Subwoofer im Standby-Betrieb befindet und die Status-LED rot leuchtet, drückt man nun die Start-Taste für 5 Sekunden. Anschließend wird ein Ton hörbar, und nun kann man die Lautstärke für die gerade aktive Frequenz manuell mittels des Drehreglers justieren. Nach erfolgter Einstellung wird abermals die Start-Taste gedrückt, um den justierten Wert zu speichern. Genau diese Schritte werden bei jeder einzelnen der vier Frequenzen durchgeführt, bis die Einstellungen beendet und gespeichert sind. Auch nach dieser Prozedur muss im Betrieb der Auto EQ-Schalter auf „ON“ sein, um diese getätigten Einstellungen in der Praxis zu verwenden.

Sunfire verweist in der Bedienungsanleitung übrigens darauf, dass, wenn der AV-Receiver, an dem der XTEQ 12 angeschlossen wird, auch über ein Einmesssystem inklusive Subwoofer-EQ verfügt, BEIDE Einmesssysteme verwendet werden sollten. Sunfire rät, erst mittels des Sunfire-Systems einzumessen, und danach mittels des Auto-EQ des AV-Receivers.  

Klang Musik

Intro/Ouverture + „Jillian“, Within Temptation „Black Symphony“ Blu-ray, Dolby Digital 5.1:

Das Kraftpaket ist eine Wucht, schon direkt bei den ersten Bassattacken macht es sich bemerkbar, dass hier außerordentliche Kräfte bereit stehen, um Großes zu vollbringen. Satt und tief, impulstreu und mit dem richtigen Volumen versehen – dem Sunfire XTEQ 12 macht so schnell keiner etwas vor. Er setzt locker auch große Hörräume unter Druck, und bedingt durch die Einmessung ist der Bass rein und sehr gut gestaffelt. Negative Einflüsse des Raumes werden zwar nicht völlig eliminiert, aber doch wirksam abgeschwächt und störendes Dröhnen effektiv reduziert. Exzellent ist der Tiefgang, und erstklassig ist das Differenzierungsvermögen. Verschiedene, parallel stattfindende Basseffekte werden höchst akkurat wiedergegeben, selbst sehr kurze Impulse kommen präzise zur Geltung. Bei „Jillian“ trumpft der kleine Kraftwürfel dann mit seiner Schnelligkeit auf, und mit einer unnachgiebigen Härte, die dem akustischen Geschehen genau die Würze verleiht, die für echtes Erleben notwendig ist. Man kann es kaum glauben, wenn man es nicht selbst gehört hat: Gestandene große aktive Subwoofer müssen gegen diesen kraftstrotzenden Winzling die Segel streichen, und zwar schneller, als es vielen stolzen Besitzern lieb sein dürfte. Hier heißt es dann – ab zum nächsten Sunfire-Händler, und die pure Bass-Gewalt erleben. Der XTEQ 12 ist bei korrekter Einpegelung/Einmessung nicht zu orten, er pumpt einfach nur kraftvolle Bass-Salven in den Hörraum, ohne aber je durch übertriebene oder unvollkommene Arbeit negativ aufzufallen. 

Weiter geht es mit Disc 2 des Tiesto-Doppel-Blu-ray-Sets „Elements Of Life – Copenhagen“ und dem dritten Titel „Back In Your Head“.

Hier ist eine harte Kickbasswiedergabe gefragt, und diese beherrscht der XTEQ 12 aus dem Effeff. Er liefert eine Souveränität, die beispielhaft ist, kaum ein Anwender dürfte die Möglichkeiten, die dieser aktive Subwoofer bietet, in der Praxis komplett und dauerhaft ausnutzen. Er begeistert mit einem Schub und einer Gelassenheit, über die man nur erstaunt sein kann. Der Kickbass und auch darunter liegende Bassanteile kommen trocken und satt zur Geltung. Der Sunfire leistet sich keine weiche Aufhängung und keine Schlappe hinsichtlich störender Vibrationen: Das hochfeste Gehäuse ist solide wie eine Burg und erzeugt keine unschönen Geräusche. Richtig Gas gibt der Tiefbass-Experte auch bei „He’s A Pirate“ auf der gleichen BD. Hier lässt er keine Zweifel daran, dass er privates Club-Feeling jederzeit offerieren kann. Der Bass drückt bis in die Magengrube der Zuhörerschaft – das schaffen auch schon sehr talentierte preisgünstige Subwoofer wie der für sein Geld erstklassige Jamo SUB 660, aber was der Sunfire XTEQ 12 hier anstellt, hat nichts mehr mit dem zu tun, was man selbst von sehr guten, „bürgerlichen“ aktiven Subwoofern her kennt. Hier wird ein wahres tieffrequentes Feuerwerk abgebrannt, der XTEQ 12 folgt mit spielerischer Leichtigkeit jedem Impuls und setzt stets gewaltige Kräfte frei.

Nun folgt Lichtmond 3  „Days Of Eternity“ und wir hören in DTS-HD Master Audio 5.1 die Stücke „Nightflight To Chronos 1 + 2“ und „Feel The Spirit“.

Diese BD bietet ein enormes Potential, verlangt aber auch nach Komponenten in der AV-Kette, die diesem gewachsen sind. Gnadenloses Durchschlagen im Bassbereich und mangelnder Tiefgang sind hier Probleme, die wir durchaus kennen. Der Sunfire wird demnach ein weiteres Mal richtig gefordert, und wir starten nun durch. Und wie! Die volle Macht der 3 kW Leistung schlagen hier durch und man kann nur hoffen, dass sich kein Material wie Gläser oder wackelige Blumenvasen in der Nähe des Sunfire-Bassmonsters befinden. Sonst kommt es unweigerlich zu Problemen. Weibliche Wesen mit Vorliebe für empfindliche Deko-Artikel werden schnell eine Abneigung gegen den XTEQ 12 entwickeln, da er ihrem Bestreben, den Wohnraum zu verschönern, durch schiere tieffrequente Gewalt entgegen wirkt. Sprache zu blumig? Kein Problem, nun nochmal nüchtern: Der XTEQ 12 besitzt einen enormen Tiefgang – und zwar „echten“ Tiefgang, keinen durch ein enormes Volumen suggerierten.

Er punktet mit einem trockenen Bass, der ansatzlos und ohne Nachschwingen der Membran zur Stelle ist. Obwohl der Treiber mit 30 cm nicht eben klein dimensioniert ist, kann man nie über das Ansprechverhalten klagen. Dieses ist als ausgesprochen zügig zu bezeichnen. Weiter geht es. Verschiedene Bass-Strukturen, die in unterschiedlichen Frequenzbereichen liegen, werden einwandfrei auch bei hohem Pegel auseinander differenziert. Dadurch ist stets eine hohe Präzision bei allen wiederzugebenden tieffrequenten Elementen gegeben. Die extrem leistungsstarke Endstufe produziert auch bei hohem Pegel keinerlei Verzerrungen, der Bass wird demnach pur und klar präsentiert. Alle Arten von Bassimpulsen werden exzellent umgesetzt, ganz gleich ob bei 20 Hz oder nahe der 100 Hz, immer bereitet der XTQ 12 alles optimal auf. Der kraftvolle Subwoofer integriert sich ebenfalls ausgezeichnet in die Front-Klangkulisse. Er öffnet ein weites tieffrrequentes Klangfeld, so dass man sich instinktiv nach sehr großen Lautsprechern mit entsprechendem Gehäusevolumen umschaut. 

Wir hören uns nun zwei Titel von der BD „a-ha – Live At Oslo Spektrum, The Final Concert (04. December 2010)“ in DTS-HD Master Audio an.

Bei dieser Aufnahme ist im Bassbereich nicht wirklich viel zu holen, und es bedarf sehr tatkräftiger Untersützung, um hier entsprechenden Nachdruck zu entfesseln. Dem XTEQ 12 trauen wir ein derartiges Unterfangen durchaus zu. Bei „The Sun Always Shines On TV“ und bei „We’re Looking For The Whales“ werden wir nun hören, ob wir recht behalten. Schon das längere Intro zu „The Sun Always Shines On TV“ wird zu einem Festival der Basskraft.

Wo sonst nicht wirklich viel zu hören ist, entlockt der Sunfire-Subwoofer der Tonspur durchaus Bass-Kräfte, die dem Hörvergnügen zuträglich sind. Dann legt der Song richtig los – und hier zeigt sich: Zaubern kann auch Sunfire nicht. Sicher, es ist Basskraft vorhanden, diese ist aber durchaus als zahm zu bezeichnen und ruft beim Auditorium mit Sicherheit keinen kollektiven Freudentaumel hervor. Hier wird dem Sunfire seine ehrliche Auslegung zum Verhängnis – er „dichtet“ eben nichts hinzu, trägt nicht zu dick auf – wo nichts ist, wird auch nach der Behandlung durch das Basskraftwerk nichts sein. Liebhaber authentischer akustischer Wiedergabe werden hoch erfreut sein von dieser direkten Ehrlichkeit.

Nun hat der Sunfire aber schon aus Perspektive des Quellmaterials die Chance, wieder alles zu geben. In DTS-HD Master Audio steht das „Alte Karmuffel“ des Kult-DJs Paul Kalkbrenner an.

Und siehe – oder besser höre – da: Gleich schon die Bass-Eskapaden zu Beginn mit dem unterschwelligen alternierenden Schall-Gebilden kommen hervorragend heraus. Als dann der Song richtig anfängt, gibt es kein Halten mehr für den Tiefdruck-Spezialisten. Hier wird ein raumfüllender Bass der Extraklasse geboten, der selbst äußerst anspruchsvollen Electronic-Fans locker gerecht wird. Der Bass, typisch für den Sunfire XTEQ 12, hat nicht nur immense Kraft, sondern ist auch enorm präzise und trifft genau den richtigen Punkt. Ganz gleich, welcher Pegel anliegt, das Kleinkraftwerk nimmt es gelassen und füllt auch den 30 Quadratmeter-Hörraum mit sattem Bass. Bis gut 40 Quadratmeter  kann man den XTEQ 12 problemlos im Single-Woofer-Betrieb einsetzen.

Klang Filmton

Mag der leistungsfähige Bassist denn auch Filmtonspuren? Dieser Frage sind wir nun nachgegangen und hören in DTS-HD Master Audio der englischen Tonspur des James Bond-Streifens „Ein Quantum Trost“ zu.

Gleich zu Beginn macht der Sunfire unnachgiebig Druck, er bietet einen herausragenden Tiefgang und ein Bassfundament, das Maßstäbe setzt. Die kurz darauf folgenden Salven aus den Automatikwaffen der Killer, die den Aston Martin DBS von 007 verfolgen, untermalt der XTEQ 12 mit passender tieffrequenter Kraft. Immer gibt er alle Bassanteile kontrolliert wieder, auch bei den zahlreichen Autounfällen lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen und ist blitzschnell zur Stelle. So wird auch der Teil der Verfolgungsjagd, der im Steinbruch stattfindet, zu einem tief gehenden Erlebnis, besonders, als der Land Rover Defender der Carabinieri die Steinwand einreißt und den Abhang herunterrollt. Auch der Aufprall des Alfa Romeo 159 wird mit voluminösem, aber nicht übertrieben dick aufgetragenem Bass wiedergegeben.

Nach der Eröffungssequenz kommt traditionell der Titelsong, „Antother Way To Die“ von Alicia Keys und Jack White. Hier trumpft der XTEQ 12 wieder mit starkem, präzisem Bass auf, der die Zuhörer gleich auf die weiteren Ereignisse im Film einstimmt. Die Sequenz, ,als der zur Gegenseite gehörende Leibwächter von M die Geisel erschießt und dann flüchtet, ist effektgeladen. In Siena findet gerade ein historisches Ritter-/Reiter-Spektakel statt – der sogenannte „Palio“, und vor dieser Kulisse liefert sich Bond eine wilde Jagd mit dem flüchtenden Leibwächter, die schließlich in einem Kirchturm endet. Die ganzen tieffrequenten Effekte werden mit sauberer Staffelung und einem enormen Druck präsentiert – das ist „Heimkino“ im wahrsten Wortsinn. Einstürzende Baugerüste, herunterkrachende Steine und heftige Faustkämpfe lassen den XTEQ 12 kalt, er bietet stets ein hohes Maß an Gelassenheit und signalisiert dem Zuhörer immer: Hier ist noch Luft nach oben.

„Batman – The Dark Knight“ besticht ebenfalls mit einer aus Sicht der Basswiedergabe sehr nachdrücklichen Eröffnungssequenz.

Nicht umsonst nehmen wir diese auch sehr gerne für Sound-Checks. In Dolby TrueHD vorliegend, werden wir uns nun um die Leistungen des Sunfire XTEQ 12 kümmern. Der erste, tief nach unten reichende Basschlag lässt viele, selbst sehr kostspielige und leistungsfähige, Subwoofer verzweifeln. Der Hub der Membran reicht nicht mehr, sie schlägt an. Nicht so beim Sunfire XTEQ 12. Er bleibt auch hier souverän und meistert diese tieffrequente Attacke wie ein wahrer Champion.

Man denkt in Anbetracht der kompakten Abmessungen niemals, dass der Basswürfel zu solchen Leistungen imstande ist. Doch er schafft alle Anforderungen so locker, als gäbe es nichts leichteres. Der energiegeladene Music Score zum Beispiel gewinnt durch die Vorstellung des XTEQ 12 deutlich an Format und Lebendigkeit. Die Schusswechsel in der Schalterhalle haben ungemein Nachdruck. Geschickt baut der Subwoofer akustisch die Weitläufigkeit der großen Schalterhalle ein. Als der erboste Filialleiter dann das Feuer auf die Schergen des Jokers eröffnet, haben die Schüsse aus der Pumpgun eine extreme Kraft, Präzision und räumliche Ausbreitung. 

Im 15. Kapitel „Der Krieg“ der BD „Avengers“ (DTS-HD Master Audio) geht es hoch her.

Aus dem schwarzen Loch kommt eine gepanzerte Riesenechse,mit ohrenbetäubendem Dröhnen, und zerstört ganze Straßenzüge in New York. Genau die richtigen Effekte für den Sunfire-Subwoofer, der diese ganzen Effekt-Ausbrüche einwandfrei pariert. Die Membran schlägt selbst in dem Moment, als die Echse auftaucht, nicht an, und das Gefecht zwischen Thor und Loki bekommt richtig Dynamik durch den gekonnten Basseinsatz des XTEQ 12. Er ist sofort mit aller erforderlichen Kraft zur Stelle, liefert durch den schon oft gerühmten herausragenden Tiefgang ein glaubwürdiges Fundament und baut vielschichtige Effekte treffsicher auf. Obwohl er so kompakt ist, kann der Sunfire all sein Können nur im dedizierten Heimkinoraum unter Beweis stellen, fürs Wohnzimmer dürfte es fast immer zu viel sein, was der XTEQ 12 an Performance zur Verfügung stellt. 

Konkurrenzvergleich

Komplett das Gegenteil vom Sunfire XTEQ 12 ist der XTZ SUB 3X12. Die Gestalt des SUB 3X12 ist hünenhaft, im Gegenteil zum Sunfire-Subwoofer sieht man dem muskulösen Dänen schon an, was in ihm steckt. Drei Basschassis, die jeweils mit eigener Endstufe befeuert werden, sprechen eine deutliche Sprache. Im Grunde bekommt man für die sehr fairen 2.000 EUR Kaufpreis einfach einen Turm, der aus drei leistungsfähigen Subwoofern besteht. Solide, hochwertige Verarbeitung und ein aufgeräumtes Innenleben ist eine Selbstverständlichkeit für XTZ. Dass der Klang extrem souverän ist und der Tiefgang natürlich ebenso wie das Volumen noch ausgeprägter als beim Sunfire XTEQ 12, dürfte in Anbetracht der Abmessungen keinen ernsthaft wundern. Vielmehr ist aber erstaunlich, dass eine so kleiner aktiver Subwoofer wie der Sunfire dem riesigen XTZ überhaupt Paroli bieten kann – und das gelingt in einer Manier, dass man sich nur die Augen reiben kann. Wer also wenig Platz hat und durch die sehr gute automatische Einmessung unschöne Nebeneffekte des Raumes ausschalten möchte, wählt den Sunfire, wer maximal möglichen Tiefgang möchte, und dabei keine Rücksicht auf den Platzbedarf nehmen muss, wählt den XTZ. Lichtgestalten ihrer Produktgattungen sind beide ohne Frage. 

Auch für 1.199 EUR bekommt man schon hervorragende, kompakt bauende aktive Subwoofer mit jeder Menge Leistung. Für diesen Betrag ist der KEF R400b erhältlich, der durch innovative technische Merkmale zu überzeugen weiß. Zwei jeweils 250 Watt starke Endstufen treiben zwei 225 mm Chassis an und garantieren enorme Präzision und Pegelfreude. Man muss schon ein Ausnahmetalent wie den Sunfire XTEQ 12 an den Start bringen, um dem KEF, der glatte 1.000 EUR weniger kostet, seine Grenzen aufzuzeigen. Seinem Mehrpreis wird der Sunfire mit nochmals deutlich höherer Pegelfestigkeit, noch mehr Dynamik und einer noch höheren Präzision vollauf gerecht. Doch für 1.199 EUR ist und bleibt der KEF eine Macht, es dürfte schwer sein, für diesen Betrag einen ähnlich guten Subwoofer zu finden – nur Nubert aus Schwäbisch-Gmünd hat hier Ebenbürtiges zu bieten. 

Fazit

Sunfire XTEQ12 Front Seitlich1

Bass-Stärke mit maximaler Kraft bei gleichzeitig minimalen Abmessungen – das ist das Rezept des Sunfire XTEQ 12. Für 2.199 EUR trumpft er groß auf und besticht schon mit seinem edlen, bis ins Detail hochwertige Finish und mit seiner aufwändigen Technik inklusive Einmesssystem und hochwertigem Mikrophon. Der Spruch „wehe, wenn er losgelassen§ bekommt dann umgehend Gewicht, sobald sich die 3.000 Watt starke Endstufe ans Werk macht und selbst in Räumen um die 40 Quadratmeter noch mit beispielhafter Kompromisslosigkeit Bässe jeder Art in den Hörraum feuert. Souverän und gelassen hält der Subwoofer mit extrem steifem Gehäuse auch höchsten Belastungen stand. Durch die enorme Präzision eignet sich der XTEQ 12 auch vortrefflich für Musik, über die Performance im Heimkino-Betrieb lässt sich nur sagen, dass er Sunfire-Subwoofer das große Kino, zumindest hinsichtlich der Bassübertragung, in die eigenen vier Wände holt.

Der Beste: Es dürfte kaum einen anderen Subwoofer geben, der kompakte Abmessungen und kompromisslose akustische Performance so perfekt vereint
masterpiecelogo
Subwoofer Luxusklasse
Test 15. Oktober 2015

+ Leistung der Endstufe setzt Maßstäbe
+ Tiefgang für das kompakte Gehäuse sensationell
+ Effektiv arbeitendes Einmesssystem mit hochwertigem Mikrofon
+ Enorm dynamische, impulstreue Wiedergabe
+ Hervorragende Verarbeitung
+ Für Leistungsfähigkeit niedriger Kaufpreis –

– Keine Farbauswahl beim Gehäuse




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