SPECIAL: Erste Eindrücke des 4K-Beamers Sony VPL-VW760ES in Verbindung mit dem Ultra HD Blu-ray-Player Oppo UDP-203

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Die Soundbrothers in Kassel haben ihn schon: Der Sony VPL-VW760ES kommt auf rund 15.000 EUR und setzt Sony-typisch auf die 4K-SXRD-Panel-Technologie, die Auflösung beträgt 4.096 x 2.160 Pixel. Für helle Bilder auch auf großen Leinwand-Diagonalen verantwortlich ist die enorme Lichtleistung von 2.000 Lumen. Natürlich ist der VPL-VW760ES zu HDR (HDR10/HLG) und zu High Frame Rate kompatibel. Die extrem reine, hocheffiziente Laserlichtquelle liefert eine gleichbleibende Bildhelligkeit für bis zu 20.000 Betriebsstunden – ohne den schrittweisen Helligkeitsverlust, den man von klassischen Lampen kennt. Damit wird auch ein weiterer Pluspunkt herausgestellt: Es sind die im Vergleich zu herkömmlichen Projektionssystemen geringeren Betriebskosten. 

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Kompaktes 4K-Ass

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Bedienelemente an der Seite

Die Installation gestaltet sich aufgrund der kompakten Form des 20 kg wiegenden VPL-VW760ES flexibel. Das und die einfache Einrichtung, die unkomplizierte automatische Kalibrierung und der geräuscharme Betrieb des 4K-Heimkinoprojektors VPL-VW760ES sorgen dafür, dass selbst Anwender, die keine „Beamer-Spezialisten“ sind, mit dem 4K-Sony viel Freude haben können.

Merkmale des Sony VPL-VW760ES in der Übersicht:

  • Leistungsstarke native 4K SXRD-Panels (SXRD – Silicon X-tal Reflective Display) für makellose Digitalprojektion. Die im 760 verbauten Panels liefern enorm viel Kontrast und tiefes Schwarz
  • Mit 8,8 Millionen Pixeln (4096 x 2160) – mehr als das Vierfache von Full HD – bietet natives 4K unglaublich realistische Bilder, was den DCI-Spezifikationen (DCI – Digital Cinema Initiative) für professionelle Kinovorstellungen entspricht. 
  • Dynamischer Kontrast von ∞:1
  • Länger anhaltende Helligkeit mit Z-Phosphor™-Laserlicht mit 20.000 Stunden ununterbrochenen Betrieb und 2000 Lumen für starke Helligkeit
  • Die Lichtleistung der Laserquelle von bis zu 2.000 Lumen sorgt für brillante Bilder auf Leinwände von bis zu 762 cm (300“).
  • Kompatibel zu HDR10 und HLG
  • Sony Reality-Creation-Technologie für Bildanalyse auf Pixelebene und entsprechend leistungsstarkes Bild-Processing
  • Sony TRILUMINOS Colour für die Darstellung eines breiteten Farbspektrums
  • 4K Motionflow für eine flüssige, scharfe Bewegungswiedergabe (Frame Interpolation)
  • Modus „True Cinema“ mit Bildwechselfrequenz von 24 Bildern pro Sekunde wie beim Original-Kinofilm

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Linse

  • Größerer Zoom sowie Lensshift
  • Automatische Kalibrierung: Die Farben können nach längeren Einsätzen automatisch auf die ursprünglichen Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Zusätzliche Kalibrierungsgeräte oder Kameras werden nicht benötigt, da der integrierte Farbsensor alle notwendigen Informationen speichert.
  • Natürlich sind die HDMI-Eingänge kompatibel zu HDCP 2.2
  • Geräuscharmer Lüfter (24 dB)

High-Tech für knapp 15.000 EUR: Viele anspruchsvolle Anwender haben, ebenso wie versierte Händler, auf den neuen VPL-VW760ES gewartet. Dass sich das Warten wohl gelohnt hat, zeigen unsere kurzen Bildeindrücke. 

Bild

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3,30 Meter Bilddiagonale, 21:9 Maskierung

Bei „Terminator: Genesis“ liefert der Sony von Anfang an visuelle Faszination auf einer 3,30 Meter-Leinwand mit 21:9 Maskierung. Das Bild überzeugt durch die homogene Helligkeitsverteilung, die düstere Atmosphäre während es erbitterten Kampfes der Menschen unter John Connor gegen Skynet wird visuell exzellent wiedergegeben. Obwohl „Genesis“ nur eine herkömmliche Blu-ray ist, beeindruckt die Kontrastdynamik. Der hervorragende Schwarzwert des Sony kommt in den dunklen Anfangssequenzen erwartungsgemäß überzeugend heraus. Als T-800 (Schwarzenegger) im Jahre 1984 aufschlägt, detailliert der Sony den alten Müllwagen sorgsam durch. Selbst, wenn die Distanz zur Leinwand kurz ist, wirkt das Bild dynamisch und sauber. Bewegungen laufen stabil und scharf ab. Gut, das kann man in Anbetracht des Kaufpreises auch erwarten, aber es beeindruckt schon, wie gut ein Bild auf satten 3,30 Meter Diagonale aussehen kann. Dieses plastische Herausmodellieren kleiner Details und diese enorme Tiefenwirkung heben den Beamer-Spaß auf ein hohes Niveau. Wir sind keine „Beamer-Experten“, darum verkneifen wir uns ein Urteil nach dem Motto „besser geht es nicht“, aber wenn man vergleicht, wie noch das Bild der ersten 4K Beamer aussah, ist es schon beachtlich, welche Steigerung der Bildqualität noch möglich ist. Vor allem die Natürlichkeit, die Authentizität bei Kontrast und Farbwiedergabe überrascht uns. Einzelheiten der Skynet-Maschinen, die gegen die Menschen Krieg führen, werden nicht nur scharf, sondern auch mit tief wirkendem 3D-Effekt präsentiert. 

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Oppo UDP-203 (849 EUR bei den Soundbrothers) – darauf oder auf den größeren UDP-205 schwören anspruchsvolle Heimkino-Liebhaber

Dass die Bildgüte so hoch liegt, ist aber nicht nur Verdienst des VPL-VW760, denn die Aufgabe des Upscalings der Blu-ray auf 4K fällt dem leistungsstarken Oppo UDP-203 zu. Der Oppo, der übrigens unter anderem auch SACDs und DVD-Audio-Discs abspielt, besitzt 2 HDMI-Ausgänge und ist kompatibel zu HDR10 und Dolby Vision. Ein leistungsfähiger 4K UHD Decoder-Chip (OP8591, Quad-Core, in Zusammenarbeit mit MediaTek entwickelt) und, für eine gepflegte Akustik bei Verwendung des 7.1 Analogausgangs, D/A-Wandler (192 kHz/32-Bit) von AKM vervollständigen das Konzept. Gut, die akustischen Qualitäten interessieren hier nur am Rande – wichtiger ist, wie präzise das Upscaling durch den Oppo stattfindet. Spontan hätten wir gesagt, dass man lieber dem VPL-VW760ES das Upscaling überlassen sollte, aber der UDP-203 zeigt uns, was er kann: Details auch in dunklen Bildbereichen werden nahezu rauschfrei hochgerechnet, zudem sorgt der UDP-203 für eine gleichbleibend hohe Schärfe, das betrifft das Gesamtbild und auch kleine Einzelheiten. Das Gesicht von T-800 oder von John Connor wird facettenreich präsentiert, eine exzellente Zusammenarbeit zwischen dem Sony 4K-Beamer und dem Oppo UDP-203. 

Fazit

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Visuelle Faszination, im wahrste Sinne des Wortes „groß geschrieben“:  Die Kombination aus Sony VPL-VW760ES und Oppo UDP-203 überzeugt auch sehr anspruchsvolle Bildliebhaber. Tiefes Schwarz, homogene Helligkeitsverteilung, kaum feststellbares Rauschen, natürliche Bildschärfe, hohe Detailtreue und authentische Farben legen die Messlatte hoch. Hoch ist auch der Preis für den VPL-VW760ES, aber wer etwas besonders Gutes möchte, musste dafür schon immer tiefer in die Tasche greifen. 

Special: Carsten Rampacher 
Datum: 12. Dezember 2017

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