XXL-TEST: Yamaha WS-B1A - kompakter Bluetooth-Lautsprecher im ansprechenden Design

Klang

Kommen wir nun zur klanglichen Expertise des Yamaha WS-B1A. Wir starten unsere Klangtestreihen mit "Lost" von Linkin Park. Der Titel beginnt mit zahlreichen akustischen Effekten, die der Yamaha Speaker erstaunlich komplett präsentiert. Als Chester mit seiner sehr speziellen Stimme einsteigt, sind wir erstaunt, dass die Stimme in Anbetracht der Baugröße überzeugend klingt. Selbst als der bereits verstorbene Künstler zum aggressiven Schreigesang übergeht, liefert der WS-B1A eine lobenswerte Performance und verzerrt nicht unschön. Als der Titel schneller wird, bleibt die Wiedergabe selbst bei mittleren Pegeln geradlinig und erstaunlich lebendig. Gut gefällt uns auch der Bassbereich. Hier liefert der Lautsprecher, wiederum natürlich in Anbetracht der Preisklasse und Baugröße, ein solides und kräftiges Bassfundament. Was auffällt: Der WS-B1A sollte nicht nahe des Maximalpegels betreiben werden. Hier leidet die Gesamtwiedergabe und der Hochtonbereich wird etwas spitz und aggressiv.

Der nächste Titel wird ruhiger - wir spielen dem Yamaha Speaker "I Wish That I Could Tell You" von Gabrielle Grace in einer akustischen Version zu. Der Titel beginnt mit einer Akustikgitarre, die recht klar und authentisch präsentiert wird - selbstverständlich darf man bei dieser Bewertung nie Größe und Preisklasse des Bluetooth-Lautsprechers außer Acht lassen. Auch fehlt es der Gitarre nicht an einer tadellosen Wiedergabe tieferer Frequenzen. Als Gabrielle dann mit ihrem sehr gefühlvollen und aussagekräftigen Gesang einsteigt, sind wir davon angetan, was der kleine Lautsprecher uns darbietet. Als der Titel dann etwas an Geschwindigkeit aufnimmt, überzeugt uns der Speaker mit einer überraschend differenzierten Wiedergabe. Erstaunlich ist ebenfalls, was die beiden Passivradiatoren als Zusatz-Unterstützung bei der Wiedergabe tieferer Frequenzen aus diesem Titel herausholen können. So liefert unser Testkandidat einen  harmonischen, recht kräftigen Bassbereich ab. 

Weiter geht es mit "Flowers" von Miley Cyrus. Der Song startet mit einem Synthesizer, der mit tadelloser Klarheit erklingt. Als Miley dann mit ihrem Gesang einsteigt, spielt der Yamaha Lautsprecher seine Trümpfe aus: Selten durften wir in dieser Preisklasse und bei so kompakten Baugrößen eine derart hervorragende Stimmwiedergabe feststellen. Klar, auch andere Speaker sind in dieser Diszplin erstaunlich gut unterwegs, aber der Yamaha setzt hier doch Bestmarken. In den ruhigen Passagen gefällt uns der mit ordentlicher Kraft versehene Bassbereich sehr gut. Auch, als der Song an Schwung gewinnt, ist die Bass-Darstellung auf einem absolut brauchbaren Level. Natürlich darf man kein Pegelmonster erwarten, auf für den angedachten Einsatzzweck ist die dargebotene Wiedergabe jedoch sehr gut.

Wechseln wir nun ins Lieblingsgenre des Testers und spielen dem WS-B1A "Maybe It's Time" von Sixx:Am feat. Corey Taylor, Joe Elliot, Brantley Gilbert, Ivan Moody, Slash, AWOLNATION sowie Tommy Vext zu. Die zu Anfang des Titels erklingenden E-Gitarren wirken direkt sowie ungefiltert auf uns und leider etwas zu aggressiv, was aber bei diesem Kaufpreis nicht ganz verwundert. Prima kommt der Yamaha Bluetooth-Lautsprecher dafür mit den unterschiedlichen Klangfarben der Künstler zurecht. So können wir die Protagonisten klar differenzieren. Auch als der Titel noch facettenreicher wird, bleibt die Wiedergabe klar und sauber. Natürlich kann der kompakte Lautsprecher nicht ganz so gut differenzieren wie ein größeres Modell, aber für den aufgerufenen Kaufpreis ist die Gesamtwiedergabe als sehr gut zu bezeichnen. 

Weiter geht es mit einer Live-Version des Titel "The Sound Of Silence" von Disturbed und Myles Kennedy, Sänger von Alter Bridge. Die Differenzierung der beiden Stimmfarben von Myles Kennedy und David Drainmann funktioniert nicht immer perfekt, aber wir sprechen hier von einem recht niedrigen Kaufpreis und dafür ist die Darstellung sehr gut. Mit der sehr prägnanten Stimme des Disturbed Frontmanns kommt der kompakte Speaker tadellos zurecht. Selbst das applaudierende Publikum des Live-Konzerts wird überzeugend in die Wiedergabe eingebunden. Was uns zudem noch positiv auffällt, trotz der Berücksichtigung der beiden unterschiedlichen Stimmcharaktere bleiben die Instrumente sauber und differenziert hörbar.   

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Abschließen möchten wir uns Klangtestreihen mit "Back To You" von Lost Frequencies, Elley Duhé & X Ambassadors. Der Track beginnt mit einem Klavier sowie einer Art "Hauchen". Beides wirkt auf uns realistisch und gut aufgebaut. Überrascht sind wir von der Darstellung von der Stimme von Elley Duhé, diese wird plastisch und gefühlvoll präsentiert. Obwohl die Stimmfarbe sehr hoch angesiedelt ist, wirkt sie nie zu aggressiv oder spitz. Tadellos getroffen wird auch die Stimme von Sam Harris, Sänger und Gitarrist von X Ambassadors. Selbst als beide Künstler aktiv sind, werden beide klar und deutlich wahrgenommen. Der Yamaha WS-B1A liefert zudem auch bei diesem Song ein solides Fundament im Bassbereich und dadurch ein glaubwürdiges Hörerlebnis.

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